Sonntag, Februar 01, 2009

Poetry Slam: Lyrik-Slum mit Minkolaus


Nein, mich ficht es nicht an, im Posthof nur Siebte geworden zu sein.
Kenner meines Kunstwollens wissen um mein Motto: "Kunst muss weh tun - und mir doch blunzen, wenn ihr es nicht lustig findet".
Weh tut's mir nur wegen des vor Enttäuschung bibbernden Kinns meines Koreferenten (schon alleine, weil es nicht rasiert war). Er hat das Verlieren noch nicht gelernt. Vielleicht war das Publikum auch einfach noch nicht reif für unseren Ärzteroman gewordenen Altherrenhumor ("Doktor Proktor - Urologe aus Leidenschaft").

Einmal kurz weggeknackt, schon hast du den Finaleinzug verpennt

Wenigstens ist der Herr Monet auch nur demütigend Vierter geworden (ich kann ihn ja persönlich gut leiden, aber seit er mir letztens den Sieg geraubt hat, muss ich ihn professionell schmähen).

Was die Siegerin Mieze Medusa hier als Hauptpreis überreicht bekommt, hätte mir gebührt: Ein Riesenschreiber mit der Aufschrift "POST" ("Personen ohne sinnvolle Tätigkeit").


Abschließend möchte ich von einem Erfolg anderer Art berichten: Kein anderer Slammer wurde nach der Veranstaltung von zwielichtigen, sabbernden Herren in bunten Hemden um eine Kopie seines Textes zur "privaten Verwendung" angebettelt.
Word.

Freitag, Januar 30, 2009

Thermenthemen für Arme


Die Krise wälzt einher mit einem Begleitschwall klimatischer und intersubjektiver Kälte. Ganz nach dem Motto "Verarmen kannst du ja, aber zu helfen musst du dir wissen", verwandelt ein mir durchaus näher bekanntes Ex-Mitglied der Londoner IT-Elite seinen klapprigen Niederösterreichischen Bauernhof in eine Wohlfühloase. Der geschmackssichere Kerzenhalter fungiert hier als Mahnmal des überbordenden, aber nicht mehr finanzierbaren Stilbewusstseins.
Obacht aber bitte bei der Unterfeuerung: Nicht zu viel Holz aus dem Schuppen tun, sonst wird der Gast zum Suppenhuhn.

Dienstag, Januar 27, 2009

Idylle mit verfettendem Hund. Oder: Kulmination der Modetorheiten

Einen leichten Hang zur Skurrilität muss ich derzeit in Anbetracht meines familiären Humankapitals feststellen: Während Coala Lumpi sich beruflich auf das Stalken und Nötigen der oö. Entscheidungselite verlegt hat (s. Vorgängerklage), lebt AneSchwee ihren Spleen als Paris Hilton des Keferfelds aus.



Wann immer es ihre Zeit erlaubt, geht sie mit Hund Dicklinde (links, pardon: rechts) zum Frisör. Mal zu ihrem ("Kapitaldesign" - da gibt's dann Haarspülungen mit Bergkristall), mal zum ihrem ("Gunde's Hundekunde"; Top-Angebot: Krallentrimmen in der Pfotenpflegebox und falsche Apostroph'e).

Am allerschlimmsten finde ich eine andere Schwester, die sich ihre Horizontalassistenten seit neuestem einzig nach dem Kriterium "Passt seine Haarfarbe eh zum Hund?" aussucht.

Euch hat's (korrekter Apostroph) doch allen den Fetzen gefangen!

Sonntag, Januar 25, 2009

OÖ. Ball: Bulgarische Reaktoren der Scham

Ich brauche eine neue Schwester. Weil warum?

Treue Stalker der Lebensbeichte kennen das jännerlich auftretende Phänomen: Schwester Coala "Der Coal" Lumpi und ihre Partnerin in Crime Berni "Böse Birne" Guponsky molestieren Landeshauptmann Pühringer.

Zunächst will sich angesichts der aktuellen LH-Pieta fast so etwas wie Enttäuschung breit machen. Zumal die beiden 2006 beim Fotoshooting eine peinliche Massenhysterie entzündet hatten. Im vergangenen Jahr hatte die Birne den Pepi um die Schulter gefasst und fürs Foto in die Höhe gelüpft, während der Coal eine Scheinschwangerschaft vortäuschte (Links betätigen - not to be missed).
Dann musste ich erkennen, dass es die beiden liederlichen Weiber heuer nicht bloß auf regionale Movers und Shakers abgesehen hatten. Das ist schon mal nicht schlampert:

Völlig bodenlos ist aber dieses Fass:



Was zuviel ist, ist zuviel! Der arme Mann!!!

Dem Vernehmen nach hat ihn der Coal in eine dunkle Ecke gedrängt und recht ausgegriffen. Da ich aber nicht Tante vom Scharinger seinem genetischen Ableger werden will, lasse ich mich vom Coal scheiden suche auf diesem Weg offiziell nach einer neuen Schwester.

Donnerstag, Januar 22, 2009

Frage der Woche: Gähntechnisch veränderte "Negerwitze"

Ahoi, Leseburschen und -mädels!

In der dieswöchigen Frage der Woche begehrt Textsuppenkasper René Monet Folgendes zu wissen:

Liebste terroristin,

Es ist mir wieder einmal etwas unklar. Wenn ich wie auch jetzt gerade mit 1,8 promille bedüselt mit ca. 140 km/h durch die landschaften meines wunderbaren Österreichs kraftfahrzeugfahre (analog zu "fernsehschaun"), dann hab ich die muße, ein bissl nachzudenken über dies und jenes und auch anderes.
Nun schweifen meine gedanken richtung negerwitze ab und da hörte ich von einem hochrangigen herrn unlängst einen guten über eine negermama, den ich hier in ihrer kolumne allerdings nicht auswendig aufsagen kann, auch, weil ich gleichzeitig mit meiner mutter mobil telefoniere und versuche, ein sudoku an der windschutzscheibe zu lösen.
Jedenfalls frage ich sie, kriegen kinder von bleichgesichtigen müttern durch die viele weiße milch ihre hautfarbe (die, wie ich finde, noch immer ein excellentes kriterium zur charakterbestimmung ist) eingeimpft oder spielt auch da mittlerweile sowas ähnliches wie "gene" eine rolle, wo ich doch immer dachte, dass unsere kinder (zumindest die anständigen und ehrlichen) genfrei sind?
Danke für die schon jetzt sehnsüchtig erwartete antwort,

unterwürfigst,
ihr,
texsuppenkoch René Monet


Hochwerter Herr Monet,

und da sage mir noch eine, das männliche Geschlecht sei nicht multitaskingfähig. Sie sind darüberhinaus ja sogar noch multi-askingfähig, weswegen ich Sie nicht länger bitten will, mir die Antwort zu stunden.
Da kommt sie schon herangerast: Gemäß dem Proverb von der Identität von Wesen und Feststoffaufnahme* besteht der Mensch in seinem Frühstadion pardon: -stadium zunächst wesentlich aus Muttermilch. Die Exegese des Kärntner Landeswitzes deutet auf eine direkte Korrelation zwischen Hautfarbe und Muttermilch hin - ergo müssen die Leibesfrüchte der Kärntner Mehrheitsbevölkerung milchfarben, jene afroafrikanischer Mütter kakaofarben sein.
Die Rolle der Gene bei der Übertragung von Hautfarben ist noch nicht genau erforscht; ihre Bedeutung scheint dabei aber weniger stark zu sein als die der astrologischen Geburtskonstellation. Nur soviel lässt sich sagen: Gebiert eine Kärntner Mutter ein kakaofarbenes Kind, liegt eine gentechnische Veränderung vor; es gilt die Überfremdung des hochwertigen Karawanken-Volkskörpers zu beklagen. Vice versa jedoch ist die Bemühung von Herrn Michael Jackson zu beurteilen. Dank der nicht unbeträchtlichen Eingriffe in sein Erbgut sind auch seine Kinder weiß geraten:




Übrigens haben neueste Recherchen heute beim Mittagessen ergeben, dass nicht Haider selbst alkoholisiert war, sondern der Ersthelfer, der versucht hatte, ihn mundzumundzubeatmen. Wieder eine linkslinke Lüge dekonstruiert!
An dieser Stelle möchte ich endlich einmal den schönen Buchstabensuppensatz "Scotty beamte beatmete Beamte" veröffentlichen. Vielleicht mag daraus ja jemand eine Geschichte basteln.

Abschließend verweise ich auf die kommenden Samstag erscheinende Forschungskolumne zum Thema "Darf man in Gegenwart Roberto Blancos Negerwitze machen?"

Submissest,

RettungsautorIn Minkasia

Anbei ein Bild aus besseren Tagen - bitte keine Scherze über Tote, auch nicht über Lugners und meine Karriere!





* "Du bist, was du isst" ist deswegen auch eine absolute Verifikation des Rückschlusses von der Pigmentierung auf die Charakterlichkeit.

Mittwoch, Januar 21, 2009

Bawag Obama: Die neue Enzyklika des Weltraumpapstes

Liebe geneigte Lesefröschchenschar (ein schwer zu entzifferndes Wort, ich weiß, aber lenke ab): Dass ich das noch erleben darf - der Sekretär des Weltraumpapstes (s. Abbild rechts äh links) hat seinen Poststreik beendet und spielt wieder auf seiner Blogflöte!
Lest schnell nach, was er über die neuesten Entwicklungen im Oral Office zu sagen weiß! Und delektiert euch noch einmal retrospektiv mit mir an seiner bildnerischen Umsetzung zum Thema "DJ Ötzi":


Montag, Januar 19, 2009

Böhmische Almträume

Und so kam es, dass uns der Moloch Großstadt jüngst ins Obere Mühlviertel spuckte. Wohin, wenn nicht hierher sollten wir auch mit diesem fetzigen Gefährt fahren?

Ziel und Zweck des Neigungsgruppenausflugs: Wintersport. Oder zumindest eine Art von. Als bester Bierkistenrodler ging übrigens Prof. Eigelsbrummer (re.) hervor:

Ganz nebenbei bietet so ein Menschenstelldichein stets eine genderdynamische Beobachtungsplattform: Die Damen scharen sich um den Schoko neben dem Kamin, die Herren um den Biertisch. Der Platz hinter dem vierten Bier auf dem Herrenstammtisch war übrigens der Beobachterstandpunkt. Soviel zur Metrosexualität.




Fast wäre der Ausflug noch ins Tragische gekippt: Beim Versuch, die Kinder mit Kaschperleinlagen zu flashen, stürzt sich ein mittelalkoholisiertes Neigungsgruppenmitglied plump, aber in Skeletonmanier vom Eishügel und bleibt mit dem Kopf im Schnee stecken. Dank des Ethanol-Frostschutzmittels im Blutkreislauf konnten ärgere Erfrierungen hintangehalten werden.

Samstag, Januar 17, 2009

Poetry Slam in der Stahlstadt


Hereinspaziert zum Pottery Slam äh Poet Islam zefix Poetry Slum!
Es gilt wie immer der Top-Marketing-Aufruf: Kommt alle her. Zu sehen wird unter anderem die Mutti der Lebensbeichte inkl. Top-Überraschungsgast sein.

Mittwoch, Januar 14, 2009

Frage der Woche: Schüttere Socken

Ahoi, ihr Suchenden da draußen, hier die neueste Folge der beliebten Reihe "Herr René und Frau Minkasia fragen einander aus"!
Die enorm pfiffige Antwort findet ihr hier. Und das wär' meine Frage:
Sehr geehrter Herr René!

Wieso wird immer alles gleichzeitig hin? Da funktioniert meine persönliche Dingwelt den ganzen Sommer über klaglos, und kaum brauch ich sie wirklich, spinnt die Therme und alle Socken werden synchron schütter an den Fußsohlen. Ähnliches gilt arschlings für die Hosen. Woher diese erstaunliche zeitliche Kongruenz im Zuschandenwerden?

Ergebenst: Frau Minkasia



Kleine Abschweifung: Wer dem Mysterium der Sockendematerialisierung (s. Abb. 1) immer schon einmal auf die Schliche kommen wollte, dem sei der sehr einsichts- und lehrreiche Artikel in der supernen Uncyclopedia ans Herz gelegt und aufs Aug gedruckt:



Abb. 1: Der Sockenzyklus; Uncyclopedia

Zu weiteren Unstimmigkeiten in Sachen Socke gibt gerne auch der Sockenpapst enzyklischen Trost und Rat.

Montag, Januar 12, 2009

EiStockschießen

Da tadle ich soeben noch die abgehobene ArbeiterInnenführerInnenschaft wegen ihres elitären Eiskunstlaufes, schon schlupft diese zerknirscht in die Klobschuhe und watschelt zum Eisstockschießen auf den Teich. Sogar todesverachtend in der kältesten Nacht der Welt. Schon beginnt sich der Linksintellektonelle mit dem Wintervergnügen des Proletariers anzufreunden.
Und dann das!


Es ist noch nicht ganz heraußen, welcher Spezies die Eistöcke entstammen und an welches Zielpublikum sich das ovariale Angebot richtet.

Stay tuned!

Donnerstag, Januar 08, 2009

Klassenkampfholiday on Ice

Liebe Genossen und Innen, Riesenerfolg!

Seit Leser Goldbär (s. u.) meine Quellgemeinde als Schauplatz für seine ganz spezielle Vorstellung vom Klassenkampf erkoren hat, geht's aufwärts mit Wilhering. Nicht genug damit, dass im kommenden Sommer sein Traum von einem Arbeiterstrandbad realisiert wird (der elitär-bildungsbürgerliche Fischlehrpfad kommt weg, stattdessen gibt's Schotter für alle).
Nein, er hat jetzt schon für uns erreicht: die erste Eistock- äh Eisstockbahn im Villenviertel Leidensweg! Das elitär-bildungsbürgerliche Golfen kommt weg, stattdessen gibt's Schnaps für alle:


Bleibender Wermutstropfen: Die oberen Kader der Arbeiterführer schlittern weiterhin lieber abgehoben vom Volk über den noblen Langbathsee und trinken nachher Prosecco. So wird's nie was mit der antikapitalistischen Revolution!



Montag, Januar 05, 2009

Was bringt das alles? Und vor allem das Neue Jahr?

Damen und Herren,

2009 ist im Haus und ihr lechzt sicher schon danach, an dieser Stelle ordentlich durchinformiert zu werden, was euch die Zukunft heuer bescheren wird.

Wissenschaftliche Analysen verheißen Folgendes: Der bestirnte Himmel über uns meint, dass in diesem Jahr die beiden großen Transformatoren Pluto und Goofy allerlei Variationen in unser aller Leben bringen werden. Überall wird man's ein bisschen anderst haben. Haare wachsen, fallen aus oder verändern ihre Farben. Bei der Liebe gilt: Singles werden heuer weiterhin viel in den Bars herumstehen, Vermählte aber auch.

Das eherne Gesetz in uns mahnt uns, über Finanzen nachzudenken. Dieses Jahr ist der Geldsektor vom Mond schlecht bestrahlt, Fensterputzen und Nägelschneiden auch.

Ein Blick in die Gemeindezeitung verheißt den Wilheringern endlich ein Arbeiterstrandbad. Ein Blick nach draußen lässt auf einen frostigen Jännertag schließen. Ein Blick auf mein Konto zeigt die Notwendigkeit, jetzt gschwind was Verkaufbares zu schreiben.

Individuelle Weissagungen können gerne hier im Kommentarteil bestellt werden.

Mittwoch, Dezember 31, 2008

Weihnachtsmalaise: Gewichtstsunami

Abb 1. zeigt Dicklinde (jeweils links) vor Weihnachten, Abb. 2 nachher. Sehr viel mehr will ich gar nicht sagen, höchstens noch "Ihr Eltern sollt euch die Liebe des Hundes nicht durch Überfüttern erkaufen!"





Meine allerdings schon. In Sachen Elternliebe spricht meine nicht besonders ausgeprägte Gewichtszunahme in diesen Jahren eine deutliche und schonungslose Sprache.

Dienstag, Dezember 30, 2008

Roln mid de Moln


Auf dem Bild die Naturbahnrodel-Nationalmannschaft von Minkasien am Fuße des Schneeberges. Trainiert wird das Team vom Hanuschmann (2. v. l.), und zwar mit Schwärzestpädagogik: "Flotschi, tua bremsn, sunst kumst in den Hümmö mid de Kinda, die zschnö gfoahn san!"

Samstag, Dezember 27, 2008

Don't cry for me, Upper Austria!

Endlich stanzen die OÖN dieses anmaßende Satiregewäsch, das keine Sau beim ersten Mal Lesen versteht. Hier noch ein letztes Mal:

Jetzt ist Schluss mit Lustig!
Vom Ende der Jugend-Tyrannei


Die Nicht-Hacklerregelung als Erlösung für Prekariat und Wirtschaft

Sie müssen jetzt ganz stark sein: Es ist vorbei. Jaja, das Jahr auch. Doch nicht nur 2008 legt sich auf den Elefantenfriedhof zum Sterben, sondern auch die Domin(ik)a, mein alt gewordenes Ego.
Weil, es ist Folgendes: Nach einem Jahr nervenaufreibenden Kolumnierens und Dominierens ist Schluss. Die Strenge hat mich müde gemacht. Graue Haare entsprossen meinem Haupt und haben mich für die Zielgruppe „Junge Menschen mit Brüsten“ disqualifiziert. Wenn die Zeit gekommen ist, muss frau loslassen können und Jüngeren ihren Platz einräumen. Ich wechsle vom Prekariat volley in die Frühpension.
Hier geht's weiter...

Freitag, Dezember 26, 2008

Weihnachtswunder und bestellte Beleidigungen

Geliebte Leserschar,

ein Wunder lässt mich meinen wohlgefüllten Leib von der Ofenbank heben (was an sich schon ein Lazarus-Wunder ist): Seit der Heiligen Mitternacht kann Hund Dicklinde sprechen. Und auch lesen:


Dabei kommt einiges hervor. Sie berichtet, all die Jahre von unseren Eltern wie ein Hund behandelt worden zu sein. Das ist ein Riesenskandal, über den ich mich angemessen echauffieren werde, sobald die Feiertage vorüber sind.

Apropos echauffieren: Leser Goldbär ist beleidigt, weil ich die törichten Bilder nicht veröffentlicht habe, die gelegentlich der vorgestrigen Bescherung entstanden sind. Er greint "Zensur" und droht wiedereinmal mit emotionaler Erpressung. Hier bittesehr, um des lieben Friedens willen, meine Schmähungen:

Findest du das (s.u.) für einen Mann in deiner Position angebracht?! Du siehst aus wie ein überdimensionaler Gartenzwerg!

Donnerstag, Dezember 25, 2008

Geschenkt: Die Sau am Leidensweg

Kaum ein öderes Weihnachtsklischee als leuchtende Kinderaugen, aber was macht frau nicht alles für die Quote. Hier bittesehr, die soeben vom Christkind beschenkte kurze Nachbarschaft:

Viel weblogtauglicher der Knisterknasterfaktor zwischen Christkind und AntifaAnita:


Bzw. zwischen Nikolo und Saubauernbub Goldbär, der sich auf diesem Bild über die Erstausgabe der "Sau" freut (es geht ja nur noch Selbstgebasteltes, um mich vom Vorwurf der Beamtenbestechung reinzuhalten).

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Das Minkasiatische Weihnachtsevangelium



Liebe Minkasiaten und Minkasiatinnen!

Zum heutigen Weihnachtsfest kann ich euch fast noch weniger als gar nichts geben. Keinen Schmäh zum Lachen, kein Bilderl zum Schauen, wenn ihr denn überhaupt Augen habt. Keine zündende Idee zum Einheizen. Wir haben nichts.

Nur das eine: Glaubt an dieses Weblog!

Euer Leopold Mingl

Montag, Dezember 22, 2008

Geh Mama, i wü ned Referatsleita wean!

Zefix, davon hab' ich schon in der Sandkiste geträumt - jetzt hat mir dieser dahergerannte Bundeskanzler meinen Traumjob weggeschnappt!!!!

Ich halte sicher die besseren Referate! Mannooooooo.

Frage der Woche: Dicht ins Dunkel

Herr René Monet aus dem liebreizenden Ansfelden lässt fragen:

"Es ist mir letztens immer öfterst aufgefallen, dass es finster ist draußen, obwohl ich noch nicht mal ordentlich wach bin (frau erinnere sich an die letzte frage mit dem homö-kaffee). Wieso kanns das spielen und was kann ich gegen die zunehmende finsternis in der welt und in den herzen der menschen als kleiner, ehrlicher und anständiger mann tun? Und das möglichst billig (weil geld hab ich keins mehr - die finanzkrise hats aufgefressen)? Die augen noch weiter aufreißen geht nicht mehr ..."

Nun, lieber Herr Monet!

Vielen Menschen ist die zunehmende Dunkelheit schon unangenehm aufgefallen, besonders gestern, als wir die längste Nacht der Welt hatten.

Es ist jetzt Folgendes: Angesichts der globalen Rezession haben sich G8, EU und USA dazu entschlossen, radikal ausgabenseitig zu sparen. So wurde kurzerhand die Sonne auf der Nordhalbkugel in Kurzarbeit geschickt. Die gelbe Sau ist ja ein Energiefresser sondergleichen, das kann sich der kleine, ehrliche, anständige Mann auf der Straße noch weniger ausmalen als die voluminöse, falsche, liederliche Frau auf dem Sofa.

Was tun? Die Finsternis ist ja wirklich kein Zustand, und diese Frageecke keine bloße Wissensmüllhalde. Die Handlungsanleitung zur Erhellung der Herzensverdunklung lautet wie folgt: Illuminierung von innen. Als intrinsische Leuchtquellen haben sich der wohldosierte Konsum von Ethanol und der Austausch von Zärtlichkeiten in den Rang von best practices erhoben. Achten Sie dabei jeweils auf die adäquaten Human Resources.

Damit die Handlungsanleitung aber nicht bei der simplen Symptombehandlung verharre, empfiehlt sich reziprokes Schmusverhalten mit Führungspersönlichkeiten. Es müssen ja nicht gleich die Weihnachtsbäume abgefackelt werden. Schuhwürfe sind aktuell sehr en vogue. Achten Sie dabei aber bitte auch auf die richtige Wahl des Schuhwerks.

Die Frage der Woche vagabundiert im Wochentakt zwischen der Textsuppe und der Lebensbeichte. Zwischenfragen aller Art werden gerne und jederzeit im Kommentar-Talmud entgegengenommen und freudig beantwortet.

Freitag, Dezember 19, 2008

Schüttelt euer Haar nicht mehr für mich

Es war nur eine kleine Notiz in der Zeitung, aber sie hat mir heute morgen den Glauben an die Wissenschaft zurückgebracht.

Australische Wissenschaftler haben in jahrelanger, mühevoller Forschungstätigkeit herausgefunden, dass - und jetzt haltet euch fest, diese Nachricht wird unser aller Weltbild ähnlich massiv erschüttern wie damals meine Entdeckung, dass Hitler ein Nazi war, jetzt wird's aber Zeit, den Einschub zu beenden, bittesehr, jetzt kommt die neue Entdeckung, da ist sie schon, tätääää:


Headbangen verursacht Kopf- und Nackenschmerzen!!!!!!


Was wird da auf uns zukommen? Mosh-Verbote? Das Ende meiner Karriere als weltschlechteste Axl-Rose-Impersonatorin? Und vor allem: Wie kann ich australische Forscherin werden, und zwar schnell?

Mittwoch, Dezember 17, 2008

Von Würgengeln und anderen Malaisen

Hier eine anschauliche Illustration meiner Gefühle in den vergangenen zwei Wochen voller Bronchitis - Nahtoderlebnisse Lercherlschas dagegen:



Jetzt geht's mir aber wieder gut, danke der Nachfrage.

Montag, Dezember 15, 2008

Literaturknobelpreis für den Coal

Zumindest in der Literatur scheint es noch so etwas wie Gerechtigkeit zu geben. Erstens liest unser Landeshauptmann Pühringer allem Anschein nach dieses Weblog. Zweitens zieht er daraus die einzig richtigen Schlüsse: Nach Lektüre der hier teilweise veröffentlichten Autobiographie von Coala Lumpi (s.u.) überreicht er ihr flugs den oö. Literaturknobelpreis.
Der ist zwar auch nur mit einem Packerl tschechischer Katzenzungen dotiert. Dafür aber wurden diese in einem pompösen Festakt im Gasthof zur Post in Peilstein überreicht:


V. l. n. r.: Ein OÖ. Landesbediensteter für Innere Sicherheit, Landeshauptmann Pühringer, Coala Lumpi

Ebendort hatte kurz zuvor eine andere Schwester segensreich in Sachen Kunst und Kultur gewirkt. In ihrer Funktion als Witzebürgermeisterin des Oberen Mühlviertels eröffnete AneSchwe die Gemeinde-Mulitmediabibliothek:

Freitag, Dezember 12, 2008

Murmeltiere gegen den Kapitalismus

Ich fürchte die Menschen, auch wenn sie Geschenke bringen. Sie sollten auch so fühlen, besonders in Zeiten wie diesen. Das aktuelle Geschenke-Hochrüsten unterstützt nur den mit Getöse implodierenden Kapitalismus. Versetzen wir ihm den Todesstoß durch Konsumverweigerung.
Schlecht sind Präsente, die Geld kosten, also um den Preis der eigenen Seele im Schweinesystem Erwerbstätigkeit erkauft sind. Das kann doch der liebende Mitmensch nicht wollen!
Wohin aber mit der überschüssigen und anders schwer zu beweisenden Zuneigung?
Hier geht's weiter...

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Keine weiteren Fragen? Textsuppe für alle!

Ich erklär' euch die Welt, wenn's sein muss, sogar im Kleinen Schwarzen


Liebe Irrende und Ratsuchende,

mit einem Tusch sei euch das Ende der quälenden Ungewissheiten verkündet: Hinfort lassen euch Textsuppenkoch René Monet und ich, die Tugendterroristin eures Vertrauens, am wechselseitigen Aufklärungsprozess teilhaftig werden.

Hier wär' die sehr einsichtsreiche Antwort des Herrn Monet auf meine Frage der Woche: http://renemonet.wordpress.com/

Fragwürdiges, Wissenslücken, Antworten auf die Frage nach dem Leben und den ganzen Rest dürft ihr sehr gerne hier und dort deponieren.

Mittwoch, Dezember 10, 2008

Was nicht einmal ich weiß

Da ich nun seit kurzem staatlich geprüfte Übungsleiterin für das Leben und den ganzen Rest bin, richten immer mehr ratsuchende Menschen Fragen an mich. "Was kann ich erkennen, was soll ich tun, was darf ich hoffen?" "Wird das Hirn durch fortgesetztes, schweres Gedankendröseln und -schwurbeln genauso schrumpelig wie die Haut auf den Fingern beim Baden?" Oder: "Kommst du morgen zum Mittagessen?"
Stets bin ich froh und dankbar, die Frageflut flugs und wahrheitsgetreu eindämmen zu können.

Gestern musste ich erkennen, dass all mein heißes Bemühn immer noch an Grenzen stößt. Ich wollte mir einen Aktivpass holen und musste zu diesem Behufe eine Umsatzliste vorlegen. Diese löste eine starke Runzelbildung auf der Stirn der Schalterdame aus. "Jo vo wos lebn denn Sie eigentlich?!" rief sie mehr als zu fragen.

Darauf wusste ich nichts zu sagen. "Spaßgeisha" oder "Von sexuellen Gefälligkeiten" wagte ich nicht zu sagen; zu nahe war die Sanitätsdirektion.
Ich weiß es heute immer noch nicht, aber während ich noch grüble, könnt ihr euch dieses Bild genauer anschauen:

Montag, Dezember 08, 2008

Aus den geheimen Tagebüchern der Sockenpäpstin, II


Zum Vergleich: ein Beispiel für Coala Lumpis aktuelles autobiographisches Kunstwollen. Nie waren Anführungsstriche notwendiger! Zufällig war ich Zeugin - die Autorin war einfach unfähig, mit großen Gefühlen umzugehen und echte Nähe auszuhalten. Wer ist da der rohe Fleischbatzen?!

Donnerstag, Dezember 04, 2008

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Wirtschaftskrise? Antizyklisch investieren!

Homestory II: Seit gestern möchte ich im Falle meines Verweichens doch gerne als mein Vater wiedergeboren werden (ich bin mir nur noch nicht sicher, in welcher Religion das gehen könnte).
Weil warum? Seine Gattin, die gleichzeitig meine Mutti und Mindestrentnerin ist, hat vorgestern die ganzen Pfandflaschen zurückgebracht und dem Vatern vom Erlös so mirnichtsdirnichts einen Volvo gekauft, wo ich sag, jawoi, das ist ein Volvo.


Der XC 90 hat dann gleich auch den ultimativen Test bestanden: Lässt sich der Hunde-Feistling über die Bordkante heben? Und kann der Kofferraum mit Geranienkübeln bestückt werden? Kann er. Und gekauft ist das Teil.


Vateraugen strahlen. So fein ist er noch nie unterwegs gewesen. Rechtfertigen muss er sich für den SUV nicht, er ist ja Waldbesitzer.

Damit der Kübel auch betankt werden kann, ernähren sich die Eltern von nun an mit Knackwürschten ("Primarsforellen") und schwingen sich von Luster zu Luster, um die Perserteppiche zu schonen.

Montag, Dezember 01, 2008

Animale Anomalie: It's a Dog's Life


Sollte ich jemals ableben, möchte ich als Hund meiner Familie wiedergeboren werden, wenn das geht. Das nenne ich eine Umkehrung der Hierarchie: Hund Dicklinde ratzt auf der Ledercouch, der Primar bleibt auf dem Teppich. Hoffentlich sieht das Edith Klinger.