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Dienstag, Februar 19, 2019

Der dogmatische Schlummer. Neue Sextipps.

Teil 2 der bald schon belieten Reihe "Ungelesene Restln von der Lesebühne, weil ich mich beim Moderieren verquatscht habe". Heute: Aufklärung für Philosophen und Bumsnovizen.

Dies und das zur Erhellung

Die Wissenschaft weiß, dass Immanuel Kant, der größte aller Aufklärer, aller Wahrscheinlichkeit nach in seinem Leben nie eine Frau – Obacht, biblisches Wortspiel – erkannt hat. Das ist ja, als wäre der Erfinder des Penicillin an Durchfall verstorben! Aber der Geistesriese von Königsberg erklärte auch das Bier zum „langsam tötenden Gift“, wir dürfen ihm also ohnehin nicht alles glauben. Leider erschüttert das halt das ganze Aufklärungsgebäude in seinen Grundfesten. Heute möchten wir alle Kraft in die Versöhnung von Geist und Leib legen. Ein Teenstar für Erwachsene! Also: Legen wir selbst Hand an unsere Hirne, holen wir die Sexualität, aber auch das Denken aus dem dogmatischen Schlummer.

Fragen an das Dr. phil. Sommer-Team

Manfred, 41: Ich habe seit drei Jahren eine feste Freundin, wir haben auch schon Sex miteinander. Sie sagt, es taugt ihr, aber ich habe Angst, dass sie ihren Orgasmus nur vortäuscht. Wie kann ich mir sicher sein?
Dr. Sommer-Team:
Lieber Manfred! Mit deiner Sorge bist du nicht allein. Nicht umsonst ist „Was können wir wissen?“ die fundamentalste aller vier kantischen Fragen. Die Reflexion auf die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis, die epistemologische Transzendentalität ist apriorisches Prinzip jedweder Ontologie! Der weibliche Orgasmus ist kein reiner Begriff, sondern als Sensation nur a posteriori erkennbar. Die bloße ästhetische Anschauung reicht nicht, um den Verblendungszusammenhang zu durchdringen. Im Sinne der Dialektik von Theorie und Praxis muss also Cunnilinguistik zur Anwendung gebracht werden. 
 

Margit, 39: Liebes Dr. Sommer-Team! Meines Erachtens geht ja die Existenz der Essenz voraus, das Wesen des Menschen ist nicht theoretisch-rational vorbestimmt, seine Sinnbestimmung lässt sich erst im Erleben der Existenz vollziehen. Leider ist mein Freund nicht besonders gut im Bett, sodass ich befürchte, immer noch keine ausreichenden empirischen Daten in Bezug auf die Existenzialie „Sex“ zu haben.
Dr. Sommer: Liebe Margit, keine Sorge, so wie dir geht es tausenden anderen jungen Philosophiestudentinnen in deinem Alter! Vor eurem richtigen ersten Mal mach' dir bewusst, dass er genauso unsicher und aufgeregt ist wie du. Erzähl' ihm von deinen Wünschen! Auch der tollste Dekonstruktivist kann nicht hellsehen. Vielleicht hat er auch über die weibliche Anatomie noch nicht ausreichend nachgedacht. Wenn er sich hauptsächlich darauf konzentriert, dass du es schön hast, seid ihr auf dem richtigen Weg.

Dienstag, November 24, 2015

Tinder für Geizkrägen: Billige Singles in deiner Nähe!

Gnä' Welt, 
begutachte und nutze bitte fürderhin meine neue Businessidee: Meindls seriöse und kostengünstige Partnervermittlung!


Es geht so einfach: Unbemannte und -frauenlose Leute posten ihr Antlitz in meinen Kommentarteil da unten, die anderen dürfen sich dann aussuchen, wen sie am knusprigsten finden. Man trifft sich in der Realität, beschläft einander, bleibt auch im Beziehungsalltag wertschätzend und gedenkt meiner immerdar in Dankbarkeit. Die 10 Cent hole ich mir dann bei der Kindstauf'.

Freitag, Januar 23, 2015

Der Busen der Erdäpfelexzellenz



Schon seit Tagen grüble ich, warum dieses Bild un-ok ist. Vielleicht, weil mich das Arrangement an die vielbusige Frau von "Total Recall" erinnert. Wahrscheinlich aber doch wegen der Diskrepanz zwischen der Erdäpfel-Hoheit und den abgebildeten Zwiebeln.

Update: 
Nein! Halt! Die Marsdame hat ja bloß drei Brüste! Es war Artemis von Ephesos, die mir ins Unterbewusstein geraten ist:

 

Dienstag, November 19, 2013

Tschechisch lieben


Die "BarNADETTE" ("Return of Desire" - war das mal weg?!) wirbt für ihr frühes Kommen. Im Vergleich zum schnöden "Coming soon", so muss man anerkennen, klingt das tschechische "Již brzy" [ji spritzi] dreimal zweckmäßiger.

Donnerstag, November 07, 2013

Ruinenporno

 

Da fotographiere ich gestern dieses malerische Hotelrelikt, auf dass sich auch andere daran ergötzen, lese ich heute, dass sich mein Verhalten als "Ruinenporno" bezeichnen lassen muss. Andererseits: Tun wir bitte nicht moralisieren, warum nicht einmal Schmuddeligs tun, wir sind ja nicht aus Beton. Womit wir wieder beim Hotel Vyšehrad wären, das nämlich sehr wohl aus Beton und damit über Pornokonsum erhaben ist.

Dienstag, Oktober 30, 2012

Elend und Schrecken in TV und Hochkultur

Neulich zwangen mich starke Mächte (u.a. Gravitation und Schwesternliebe) vor den Fernseher. Damit kann ich an sich dank jahrzehntelangen Trainings gut umgehen. Allerdings gab es im Haushalt des Schauplatzes ganz und gar abseitige, schlimme Sendestationen. Durch maßlose Überfütterung gefügig gemacht, sah ich also auf E!-Entertainment ein nacktes, frisch körperoptimiertes Teenie-Ding, das seine kekszuführende Mutter mit "Don't crumble on my new body!" angreinte.
 
Da muss jetzt niemand erstaunt nach Luft schnappen, dass ich daraufhin in eine viele Tage währende Schockstarre fiel. Nein, so eine scheußliche Welt hat ihr Recht auf meine Teilhabe verwirkt.
Die Qualität meiner Eremitage mag durch die folgende Illustration repräsentiert werden:
 
 
In diesem Winterschlaf meines Missvergnügens war ich neben den drei Primärbedürfnissen nur zur Lektüre von "In Swanns Welt" fähig. Proust markiert im Übrigen auf der Skala des Schreckens jenes Ende, das Kunsttitten-TV genau entgegengesetzt ist. Als ich gestern wieder erwachte, schrieb ich dann endlich das seit 2005 in der Blog-Kopfzeile angesprochene Madelaine-Erlebnis für Arme.
 
Wer's lesen mag, muss per Kommentar "Ich will!" sagen. Dann verrate ich auch, was meine drei Primärbedürfnisse sind.

Montag, August 13, 2012

Einsame Omas und andere Sexualprobleme: Toilettreklame im Salzkammergut, Teil II

Sg. Herr Rektor, liebe Frau Bundesministerin!

Hiermit erlaube ich mir, die von Ihnen angeforderten Unterlagen bezüglich der Fortschritte des Forschungsstipendiums zum Thema "Textualitäten im Salzkammergut unter besonderer Berücksichtigung von Sexualität im öffentlichen Raum" vorzulegen. Die qualitative Evaluierung finden Sie anbei.
Ich hoffe, Sie stören sich nicht an meinen neuen Ethik- und Transparenzmaßnahmen, die Ergebnisse zugleich der interessierten Öffentlichkeit auf meinem Blog zu präsentieren.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich noch einmal für die schöne Dotierung des Stipendiums mit 12 Millionen Euro bedanken.

Hochachtungsvoll,
Mag. Meindl


Auswertung Öffentliche Toilettanlage, Altmünster:


Erschütternd das wechselseitige Verfehlen beim Kommunizieren von Bedürfnissen ("Dame ... mit Riesenkitzler" direkt neben "Suche Frau mit Riesenkitzler"!). Habe im Sinne einer teilnehmenden Beobachtung beide Nummern angewählt und versucht, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.

Als schönes Zeichen für den beginnenden Kampf gegen die soziale Kälte ist jenes Angebot zu deuten, das sich mit sehr konkreter Zeitangabe an alleinstehende, ältere Mitbürgerinnen richtet ("Suche einsame Oma, die sich dienstags abends hier mit mir trifft").

Gleichfalls als Intervention gegen phallozentristische Sexualnormativität ist - trotz orthographisch minderer Güte - dieses Ansuchen zu interpretieren:



Noch nicht entziffert werden konnte die darunter stehende Textualität; es muss derzeit von der Suche nach "etwas Knackigem" ausgegangen werden.

Nicht außer Acht gelassen werden sollte die offensichtliche Konstruktion des Problemfelds "Klitoris". Es steht zu erwarten, dass die Lancierung eines neuen Problemzonenbewusstseins der kapitalistischen Verwertungslogik entspringt.

Dieser Forschungsbeitrag ist ein Update dieses Artikels: Tagestaugliche Liebe mit ohne Ausnahme.

Montag, September 12, 2011

Die dumme, blöde Liebe - das beste von der vergangenen Liebesshow in handliche Happen und Bilder verpackt: Jetzt für euch und für alle, total gratis, unbürokratisch und unverbindlich. Formschön, abwaschbar und robust. Hier gibt's mehr davon: Original Linzer Worte



Donnerstag, November 04, 2010

Die Ästhetik der Geschlechtslosigkeit – Die Frage der Woche feat. joeplatter

Nach langer Abstinenz nun endlich wieder eine weitere Folge der beleibten Serie "Herr Monet und Frau Minkasia fragen einander aus". Heute geht's um Genderfragen. Quasi.

„Sehr geehrter Herr Monet,

heute plagt mich Vages aus Spieltheorie und Geschlechtserforschung. Konkret: Warum haben Barbie und Ken keine Reproduktionsorgane? Ist das wegen des amerikanischen Puritanismus oder wegen der Ästhetik?
Und was sind die Folgen dieser spielerischen Kastration für die Gegenwart, in der aktuell tausende mit Produkten aus dem Hause Mattel Großgewordene an die Schalthebel der Macht drängen? – Hochachtungsvoll und besorgt,
Frau Minkasia“
Herr Monet antwortet darauf in seinem Blog, der Textsuppe - hier einzusehen.

Montag, Juli 05, 2010

Spaß für simple Gemüter: Sick Wankers



Wohl jenen, die leicht zu unterhalten und der englischen Sprache mächtig sind. Jene aber, die zotige Anspielungen auf oberösterreichische Ortschaften nicht lustig finden und des Angelsächsischen ohnmächtig sind, werden schon bei "Rottenegg" und "Fucking" nicht viel zu lachen gehabt haben.
Im Übrigen entstammen die beiden Namen der katholischen Soziallehre, wonach die landläufig betriebene Sünde des Onan zu schlechter Gesundheit führe.

Montag, Juni 14, 2010

Fruchtbares Spechteln bei Vögeln

Abb. 1 Das Bild ist nicht illustrativ, nur lustig

Kaum unglaublich: Ein steter Quell der Erkenntnis ist die Wissenschaft. Soeben erfreut mich science.orf.at mit dem Bericht "George-Clooney-Effekt bei Vögeln". Darin steht zu lesen, dass schon alleine das berührungslose Betrachten aufreizender Männer zu höherer Fertilität führe.

Nachgewiesen wurde dieser Voyeursbonus beim Volk der Kragentrappen. Frau Trapp brütet mehr Küken aus, wenn sie zuvor Herrn Trapp bei besonders auffälligem Balzverhalten betrachten durfte.

Schnurr!", macht die Assoziationsmaschine da. Ob Hollywood wohl im Auftrag der Weltgesundheit arbeitet, indem es unseren Bruterfolg durch das Vorgaukeln berückend schöner Artgenossen optimiert? Sollen kindeslustige Damen etwa "Out of Sight" als Gen-Viagra verwenden?

Jedenfalls kann Funny van Dannen getröstet werden, der ein Lied über das Leid singt, dass seine Frau immerdar amourös von George Clooney träumt: Frau van Dannen tut dies nur für die evolutionäre Wellness der Familie!

"Du hast schon wieder von George Clooney geträumt, warum erzählst du mir das jedesmal?
Und jedes jedes mal beim Frühstück, weißt du, das nervt total!
Ich frag mich des öfteren, wo ist dein Taktgefühl geblieben?
Ach ihr habt es letzte Nacht hier auf dem Küchentisch getrieben?"

Eines zeigt sich abschließend aber erneut: Als Viech hast du echt keine Privatsphäre.

Montag, März 15, 2010

"Mein Kampf" ist doof

Gestern ward ich per Kommentar dafür gezaust, olle Kamellen gegen die Katholische Kirche zu verwenden, ohne darauf hinzuweisen, dass Hitler auch Törichtes geschrieben habe. Keine Sekunde länger möchte ich zögern, den FööÖhrer despektierlich zu behandeln. Hier eine sehr lustige Passage über seinen Fehlschlag, Darwin zu verstehen:

"Jedes Tier paart sich nur mit einem Genossen der gleichen Art. Meise geht zu Meise, Fink zu Fink, der Storch zur Störchin, Feldmaus zu Feldmaus, Hausmaus zu Hausmaus, der Wolf zur Wölfin usw."


Weitere Beweise mit Tigern und Hunden gäb's hier.

Samstag, März 13, 2010

Missbrauchtumspflege und katholische Sexuallehren

Liebe Brüdern und Schwestern,

oft wurde ich in den vergangenen Tagen befragt, ob mir als Klosterschülerin denn auch Gewalt angetan worden sei. Nein, sage ich stets, aber leider sei mir selbst oft die Hand ausgerutscht. Zudem sei ich persönlich und als Frau an sich ja zu wenig attraktiv gewesen. Der ästhetische oder mathematische Missbrauch, dem ich zum Opfer fiel, ist verjährt und halbwegs verdaut.

Keine bessere Gelegenheit jedoch, wiedereinmal die Lehren der katholischen Kirche in Sachen Liebe, Sex und Zärtlichkeit in Erinnerung zu rufen. Hier die schönsten Stellen aus dem Katechismus aus den 30er Jahren:
Das sechste Gebot verbietet alles, "was der menschenwürdigen Fortpflanzung des Menschengeschlechts entgegengesetzt ist." Das gilt für Gedanken, Worte und Werke.
Fornikation ist der Geschlechtsakt zwischen zwei ledigen Personen. "Diese schwere Sünde unterscheidet sich von den anderen Sünden dadurch, daß sie außer der Unkeuschheit keine andere spezifische Bosheit in sich enthält." Handelt es sich dabei um Prostitution, muss dies "wenigstens auf Befragen des Beichtvaters angegeben werden."

Die direkt herbeigeführte Pollution (auch bei Frauen, wenn auch ohne Samenaustritt) ist immer schwer sündhaft. Nicht aber die indirekte. "Positive Unterdrückung der von selbst eintretenden Pollution ist nicht Pflicht. Man darf sich also passiv verhalten, vorausgesetzt, daß keine Gefahr der Einwilligung besteht."

"Demnach ist es erlaubt, zu baden, Waschungen vorzunehmen, zu reiten usw., auch wenn man voraussieht, daß infolge besonderer Veranlagungen Pollution eintritt. Ebenso ist es gestattet, sehr lästiges Jucken durch Reiben zu vertreiben ... Im Zweifel über die Ursache des Juckens ist Reiben erlaubt, wenn nur geringe geschlechtliche Regungen eintreten."

Hier hat die Kirche eine nützlichen Differenzierung der Körperteile vorgenommen:

"Wegen ihres verschiedenen Einflusses auf die Erregung der geschlechtlichen Lust werden die Körperteile eingeteilt in ehrbare (Gesicht, Hände, Füße), sog. weniger ehrbare (Brust, Rücken, Arme, Schenkel), sog. unehrbare (Geschlechtsteile und Partien, die ihnen sehr nahe sind)."

Eine wichtige Unterscheidung ist die, ob es sich bei den Körperteilen um die des eigenen oder eines Fremdkörpers handelt. Aber: "Am eigenen Körper unehrbare Teile aus einem vernüftigen Grunde aunschauen ist erlaubt."

Abschließend die Definition der Äußeren Sünden gegen die Schamhaftigkeit: "Hierher gehören Blicke, Berührungen, Umarmungen, Küsse, Gespräche, Lieder, Lesungen[!]."
In der Hoffnung, euch in Sachen Ehehygiene und keuscher Lebensführung dienlich gewesen sein zu können:
Schwester Minkasia

Freitag, Februar 19, 2010

Weihnachten zur Potenz

Soeben fand ich in meinem digitalen Postkastl ein Schreiben von einem Herrn namens Lorenzo Kabuffo, der mich daran erinnerte, dass Weihnachten Potenz-Zeit sei.
Wie lieb von diesem unbekannten Mann! Fast schon hätte ich es in unserer schnelllebigen Zeit vergessen, dass das Fest der Liebe eine wunderbare Gelegenheit ist, mit der Familie wieder einmal eine Runde zu multiplizieren. Probiert's aus, das macht Spaß! Hier eine kleine Anleitung zum Selberbasteln:

Wer Probleme mit den Grundrechnungsarten hat: Nur noch 315mal schlafen, dann kommt das Christkind.

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Helft den armen Vögeln: Frau Minkasias Hilfestellung im Intimbereich

Das Voting zum Thema meiner Auslassungen ist überraschend zugunsten von Geschlechtsverkehr ausgegangen. So möchte ich beim Erfüllen meines Bildungsauftrags nicht säumig sein. Nachdem der diesjährige "Bad Sex Award" für literarisch bescheidende Beischlafbeschreibungen ja heuer schon vergeben worden ist, kann ich mich schnell noch ungehemmt und ungestraft der Thematik annähern.

Viele Menschen sprechen darüber. Fast ebensoviele haben welchen, sogar meine Nachbarin heute Mittag, wie ich akustisch festzustellen leider nicht umhin konnte. Und die ist wirklich komisch. Hoffentlich liest sie das nicht. In diesem Fall nehme ich alles zurück.
Als Freizeitspaß jedenfalls hält sich die sexuelle Beiwohnung schon seit Jahren hartnäckig an der Spitze, gleich nach Einkaufen (Zusammenfassung für Deppen: "Nur Shoppen kann Poppen toppen"; s. Abb. 1).

Abb. 1: Kritischer Rationalismus zum Schnäppchenpreis

Als gut untersucht gilt die pragmatische Seite. Analysemängel stelle ich jedoch bei der motivationalen Seite fest. Was treibt Menschen dazu, es miteinander zu treiben - und zwar institutionalisiert? Mit so komischen Menschen wie meiner Nachbarin? Wer findet, dass solche Fragen die familiäre Wehrkraft der abendländischen Gesellschaft zersetzen, hat nur bedingt recht.

"Nein, Häschen, Pfui Gack!" sprach vor zwei Stunden ein mausartiger Mann im Merkur, als sich die bislang neben ihm herwatschelnde Frau zwei Schritte entfernte, um Bratpfannen anzuchecken. Auch ich interessiere mich nicht brennend für Kochgeschirr, aber "brennend" ist nichts im Vergleich zum Gefühl, das meine Hand auf der Backe jenes Menschen hinterließe, der ähnliches zu mir spräche.


Bestimmt aber üben die beiden Geschlechtsverkehr aus, wahrscheinlich sogar miteinander. Das steht doch nicht dafür. Schön anziehen, ausziehen, aktivierende körperliche Gestionen setzen, lautmalen, loben, Bettwäsche wechseln: Das alles für einen Mann, der dann im Supermarkt bei der korrekten Anrede so drastisch scheitert? Oder mit einer Nachbarin, die seit Monaten den Gang zumüllt und beim Ausgehen schröckliche Lackstiefel anlegt? Entschuldigung, jetzt ist es mir schon wieder herausgerutscht.

Mein Rat in solchen Fällen: Pfanne kaufen, gleich auspacken, auf den vorderen Kopfbereich des Beischläfers gerade mit so viel Wucht applizieren, dass man nicht ins Kriminal gerät. Ganz wichtige Schlussposition: das Vögeln mit dem solcherart Gemaßregelten einstellen.



Dienstag, Oktober 20, 2009

Das Licht der Aufklärung: Kinder kommen nicht vom Hudeln!

Da im Reich von Liebe, Sex und Zärtlichkeit immer noch ein Meer der Unwissenheit sein Unwesen treibt [intendierte Katachrese], soll in der Lebensbeichte immer wieder einmal ein Beitrag zur ewigen Frage "Wie hängen eigentlich Geschlechtsverkehr und Reproduktion beim Menschen zusammen?" zu lesen stehen.
Auf diesem Bild hat Herr Gave Dordon* aus L. am S.berg eine Frau auf seiner Obstwiese erspäht und ist nun dabei, sie ordentlich herzuschmusen. Wegen der fluffigen Qualität seines Haupthaares ist die erwählte Dame flugs bereit, die Zärtlichkeiten nicht nur wehrlos zu empfangen, sondern sie auch zu erwidern. Doch Obacht, Gefahr im Verzug!


Nur Dank der zufälligen Anwesenheit von Frau DDDR. Erwinia Riefler (r.) und ihrer anschaulichen Schautafeln kann ein vorehelicher Geschlechtsakt mit all seinen biologischen Folgen abgewendet werden.


Das ist ja gerade noch einmal gut gegangen!

In der nächsten Folge lesen Sie im Detail, was alles hätte passieren können.

*Name der Redaktion bekannt, Anfragen per Kommentarteil

Freitag, August 07, 2009

Neues aus dem Sommerloch: Polyamorie im Zentralraum

SCHÖNERING. Mit 40-jähriger Verspätung hat die sexuelle Revolution die Köpfe und Herzen des Zentralraums erreicht. Uneinigkeit herrscht über den Auslöser, Einigkeit über das Ende der kapitalistisch-katholischen Sexualmoral. Die Elterngeneration ringt Hände und Atem.

Ein massives Wertebeben erschüttert soeben das Linz-Wels-Steyr-Daimler-Puch-Fünfeck. Kernfamilienstrukturen werden aufgeweicht, ausgewachsene Familienmütter schwofen mit anderer Frauen Männer durch die Kurcafés und Kantinen des Hausruckviertels.

"Die Muttis des Zentralraums waren überreif für unser Emanzipationswollen", sagt J. "Das Tier" G-Bear. "Unsere Idee von Musik hat die Frauen sexuell frei gemacht." Die Bandkollegen T. "Mental" Challenged und Kurt "Cobain" nicken eifrig.

Soziologen zweifeln jedoch, dass die zwei Garagenauftritte der Herrenband "Midlife Crisis" Auslöser des moralischen Normkollapsus waren. "Erste Analysen weisen auf einen Zeitungsartikel als Auflösemotor hin", sagt DDR. Monika Mendl. "Dass ausgerechnet in einer kritikarmen regionalen Familienzeitung ein Artikel über das Phänomen Polyamorie erscheint, ist für ein katholisches Wertgefüge natürlich fatal."




In "Das Glück, mehrere zu lieben" plädiert der Autor für eine esoterisch-spirituell motivierte Mehrgleisigkeit. Das entspreche postmodernen urbanen Realitäten angesichts kommunikativer Globalisierung. Dass der Artikel aber gerade im semi-urbanen Grüngürtel Entgleisungen bewirkt, überrascht auch Experten. "Wer hätte das gedacht: Schönering - ein Ort gibt nicht auf!", so Mendl.

Montag, Juni 29, 2009

Von Geisterhand geschrieben: Die blauen Eier des Trauerschnäppers

Wird der Mensch sich selbst zum Rätsel, droht er gar im Meer der Lebensfragen zu ertrinken, sei ihm geraten, die Tierwelt auszuspechteln. Wo es kreucht und fleucht, finden sich Antworten und Allegorien. Wobei besondere Einsichten gewinnt, wer sich Vögeln widmet.

Hier geht's nicht nur im Text weiter, sondern auch noch zur Aufdeckung eines Riesenskandals im oö. Medienwesen: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/satire/art14067,210057

Donnerstag, April 30, 2009

Frage der Woche: Unschöne Geschlechtsverkehrsknotenpunkte

Aus der beliebten Serie "Herr Monet und Frau Minkasia fragen einander aus":

Sehr geschätzte Frau Monet!

Immer wieder werde ich als Mann angesprochen (s. dazu mein aktuelles Bloggeflöte). Auf der Straße nur im Fasching, im Schriftverkehr aber ganzjährig. Das stimmt mich nachdenklich, da ich im echten Leben seit 30 Jahren der Spezies "Kittelvolk" zugeteilt bin.
Hier nun die Fragen der Woche: Warum tritt das Menschengeschlecht in mindestens zwei Formen auf? Hat das einen evolutionären Sinn? Mir erscheint dieses Design recht ineffizient und nicht zwingend schön, zumal einige Menschengeschlechtsteile wie "verschrumpeltes Gemüse vom Mond" (Glossengott Goldt) aussehen.

Gruß und Kuss,
"Herr" Minkasius



Diese knifflige Frage finden Sie hier allerbestens beantwortet: http://renemonet.wordpress.com/