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Dienstag, März 28, 2017

Ausrasten vorm Vogelmord [Platzhalter]

Das ist ein Platzhalter für eine kommende Botschaft, mit der ich euch erklären werde, warum wie eine viel zu enge Schachtel ist, in die sich Katzen zwängen. Aktuell bin ich aber zu beschäftigt damit, in den Speckgürtel hinauszuziehen. 
Für die Zwischenzeit ein törichtes Katzenbild: 


UPDATE vom 4. April: Ich glaub', ich bin zu faul, um euch das mit meinem Heimatbegriff in der transzendentalen Obdachlosigkeit postmoderner Subjektivität noch aufzuschreiben. Bitte protestiert! Oder fragt mich, wenn ihr mich beim Frühlingskonzert der Blasmusik Schönering trefft.

Montag, Februar 15, 2016

Bonjour Tristesse in Urfahr

Zwei angejahrte Herren vor dem Sonnstein-Büffet:

"Dei Frau is im letztn Joah gstorbn!"
"Wer?"
"Dei Frau!"
"Meine?"
"Jo!"
"Jo."
"Und bist jetzt gaunz allaa?"
"Ha?"
"Allaa?"
"Jo."

Auszudenken vermöchte ich mir so etwas Trauriges nicht.

Freitag, März 14, 2014

Windhosen in deiner Nähe


LINZ. Eine lokal beschränkte, aber umso heftigere Windhose entwickelte im Donautal eine derartige Stärke, dass ein Fischerboot Dutzende Meter in die Luft hinaufgesogen wurde. Die Hose trug das Boot 1,5 Kilometer durch die Luft und setzte es direkt vor das alte Rathaus. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. 

Und wer die Geschichte nicht glaubt, ist ein armer, fantasieloser Tropf.

Dienstag, Oktober 22, 2013

Blasmusikgeruch weht zum Fenster herein: Linz, eine Stadt glaubt an sich!

Wenn an einem Sonntagvormittag Blasmusik und Krautgeruch zum Fenster hereinwehen, macht das eine Metropole wie Linz menschlich und angreifbar.

Nur mit viel Wohlwollen passt untstehende Illustration zu obigem Satz; es handelt sich dabei zwar um ein nigerianisches Filmplakat, die Dame links im Hintergrund trägt dennoch eine Goldhaube.


Montag, August 26, 2013

Das inverse Wiegenfest: Die Meindl und der Herr Carnal lesen aus ihren Gesamtwerken

30. August, 20 Uhr, Grandhotel zum Rothen Krebsen. Eintritt geschenkt!

Der Herbst beschleicht unseren lieben Sommer wie eine räudige Katze einen Prachtfasan. Aber auch die Meindl altert vor sich hin. Wäre sie ein Zwergwal, hätte sie ihre Lebensmitte längst überschritten. Meine Güte, 35! Jesus war in dem Alter schon tot.
Es gibt nur eines, das stärker ist als der Tod: die Schönheit. 


 
Deswegen schenkt sie sich und der Welt das Schönste, was Österreich zu bieten hat: Marc Carnal. Er ist der Valentino Rossi der Unterhaltungsliteratur, der Terence Hill der Obstlyrik, der Apoll des Erlebnisaufsatzes. Carnals Schüttelreime befinden sich in der Warteschlange zum immatierellen UNESCO-Welterbe und es heißt, sein höflicher Battle-Rap habe Snoop Dog zum Reggae-Lulu gemacht. Darüber hinaus ist Carnal der österreichische Elvis Presley des Charmes.
Eine gemeinsame Lesung der ergrauenden Diktatorin Meindl und des blühenden FM4- und ORF-Stars Carnal, das ist doch wie die Einladung zum Gartenfest bei Imelda Marcos und John Lennon. Da sollte man schon hin. Auch wenn dieses Ereignis so super zu werden verspricht, dass damit die Gentrifizierung der Stahlstadt weiter vorangetrieben wird und sich die Mieten in der Innenstadt verteuern.
Das und noch viel mehr wird euch am kommenden Freitag also dargebracht, in Form einer inversen Geburtstagsparty. Im Namen der Angehörigen bitten wir, von Kranzspenden abzusehen und einfach gut gelaunt sowie gegebenenfalls verkleidet zu erscheinen.

Donnerstag, Juli 18, 2013

Meine arge Hood, Teil 354345

An der Nachbarstür hängt seit Wochen eine Visitenkarte von der Polizei, Abteilung Leib und Leben. Auf der Rückseite wird mit krakeliger Dringlichkeit um einen Rückruf gebeten. Das spricht weder für meine Nachbarschaft noch für unsere Mordermittler.

Und gestern  hat mir die Nachbarin vom 3. Stock  mitgeteilt, dass ich ihr vom letzten Urlaub ein Paket mit Ratte drin geschickt habe. Sie war mir aber nicht böse deswegen, warum auch, es ist ja in Wahrheit gar nicht passiert.

Ich glaub', ich muss da jetzt eine Woche weg. 

Freitag, Juli 12, 2013

Rother Krebs vs. roter Stuhl

c/o chaotic neurotic

Also wenn es jemand schafft, dass ich mich aufrege, so richtig aufbudle, dann ist das schon ein objektivierbarer Skandal: Die XXXLutz-Privatstiftung, der das ehemalige Hotel "Roter Krebs" gehört, hat die Schäden nach dem Hochwasser kurzerhand dazu genützt, um dem Verein IFEK bzw. unser aller geliebtem Grandhotel zum Rothen Krebsen per Anwalt den Mietvertrag zu kündigen.


Das macht mich erstens zornig, weil der Krebs damals meine Entscheidung, in Linz zu bleiben, gelinde gesagt begünstig hat. Zweitens werden damit auch wir Original Linzer Worte heimatlos. Drittens zipft es mich dermaßen an, dass ein Unternehmen zwar werbewirksam Hochwasserrabatt verkündet, die eigenen, missliebigen Mieter aber aus fadenscheinigen Gründen hinauswirft. Die Summe, die in die Reparatur des Lokals zu investieren wären, kratzen eine (steuerschonende) Privatstiftung dieser Größenordnung doch in Wahrheit nicht. 

Gemeinsam mit dem Initiator Bastl Ernst und einigen weiteren MitstreiterInnen habe ich die Ehre, die Facebook-Seite "Verein zur Rettung des Grandhotels zum Rothen Krebsen neV" zu verwalten. 2000 haben sie innerhalb der ersten 24 Stunden unterstützt, mittlerweile sind es fast 2500. 
Ideen für das weitere Vorgehen werden jederzeit dankend angenommen.

Dienstag, April 02, 2013

Für euch und die Arterhaltung ist mir nichts zu dumm:

Wie man Stoffwechselendprodukte schgerecht entsorgt und ein Huhn tötet:


Wie man einen Faustkeil mit einem Messer bastelt und Kopf- sowie Hautschuppen entfernt:


In Teil 3 schließlich geht es um den Kampf gegen überlegene Lebensformen (Tauben, Bananen, Passanten) und Gewalt im Verkehr. Was macht man nicht alles im Dienste der individuellen Arterhaltung.



Mehr dazu bei unserer Überlebensvorführung am 5. April. Das famose Kunstwollen wurde von René Monet realisiert.

Mittwoch, Februar 06, 2013

Can I get a witness? Wie wir die Zeugen Jehovas von der Straße holen könnten

Kaum etwas langweilt mich mehr als humoristische Schilderungen von Begegnungen mit Zeugen Jehovas. Kein Poetry Slammer mag auf Dialoge mit den skurrilen Glaubenshandelsvertretern verzichten. Kein Stadthallenkabarettist, der die ernsten Bibelforscher nicht schon als Human Pop-Ups bezeichnet hat. Keine Bloggerin, die sich ihre eigenen klammen Finger nicht am Funzelfeuer der spießigen Faltenrock- und Wachturmträger zu wärmen versucht hat. 
Jetzt bin auch ich keine Freundin der nichttrinitarischen Chiliasten. Eher im Gegenteil, ich möchte mich so weit aus dem Fenster lehnen, die Theokratie generell als "doof" zu bezeichnen.
Andererseits sind sie aber wirklich spaßig. Wer, wenn nicht sie, nimmt denn das Leben sonst noch ernst? Alle anderen sind doch schon vom Ironie-Virus durchseucht. Da steht also in meiner Hood Jahr und Tag ein Zeuge mit Hütchen, der exakt so aussieht wie Jaromír Borek (ihr wisst schon, der mit dem Mundl zu Silvester den Nachbarn sturmreif böllert).
Boreks Widergänger ist entzückend. Er hält den eilenden Passantinnen verschwörerisch seine "Erwachet" hin, als verkaufe er Schwarzmarktzigaretten und sagt dazu "Nau?!" oder "Nix dabei für Sie?" Als ich einmal Einkaufstauschen an ihm vorbeitrug, schnalzte er mit der Zunge und raunte "Tüchtig!" 

Und so ging unser heutiger Dialog: 
"Nau! Kein Bedarf?"
"Nein, ich bin schon gerettet."
"Ja, von was? Weil sie jetzt in die Arbeit gehen?"
"Ganz im Gegenteil, weil ich jetzt nicht in die Arbeit muss!"

Wer weiß! Vielleicht wird der Hütchenzeuge jetzt auch unterbezahlte Schreibmaschine! Ich wiederum hatte dann im Heimgehen die Idee, eine erlösende Gegenbewegung ins Leben zu rufen: die Rettung vor der allzu blöden Arbeit. Meine Jünger stehen dann auf der Straße und bieten das Magazin "Schlaf gut!" an. 
Denkt da mal drüber nach!

Dienstag, Mai 29, 2012

Über nackte Haut und bullernde Herzen

Es muss ein gutes Omen gewesen sein, dass ich noch am Sonntag aufs tölpelhafteste beim Klettern stürzte. Dabei gingen 3,4% meiner Hautoberfläche und 37% meiner Würde verloren. Jedoch offensichtlich nicht im Antlitz:
Co a_kep/subtext

Man musste mich vor Antritt meiner gestrigen Linzfestlesebespaßung nicht einmal mit Drogen fitspritzen. Auch konnte das lauschende Volk vor meinen Augen in der Wiese sitzen bleiben - ich hatte angeboten, dass es bei Regen direkt unter der Bühne Zuflucht nehme und ich gluckenhaft von oben herablese.
Gluckenhaft lieb war man gleichfalls zu mir selbst, dem Einzelkind der montäglichen Hauptbühne. Mir bullert immer noch das Herz ob all der Umsorgung. Vier Backstage-Räume nur für mich selbst - wie soll ich da in meinen stinkigen Alltag zurückfinden?


Tags zuvor hätte ich mir das Publikum mit den Kapazundern teilen müssen, also etwa mit Manfred Rebhandl und Andreas Lust. Ersterer entblößte solidarisch sein geschundenes Schienbein, Letzterer bot mir seinen Jägermeister ein, um meine Wunden damit zu desinfizieren. Auch solches rührt mich anhaltend.


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Hier gäb's noch zwei Bildnisse vom Herrn Christian Thorwartl, eines zeigt den indezenten ungarischen Reisebus an, der sich so nachhaltig in das Bühnengeschehen integriert hat. Das untere illustriert den Neigungswinkel der im Text beschriebenen Frau, die damals durch Furzen in der Kirche meine Angst vor einem strafenden Herrgott beendet hat:



Montag, Mai 23, 2011

Brüllende Hitze und zärtliche Liebe - die Original Linzer Worte beim Linzfest

Liebe Spätzchen und Kätzchen,

schön war's gestern beim Linzfest! Seit wir die drei Stunden im Linzer Backofen überstanden haben, wissen wir, dass wir künftig Engagements auch rund um die Sahara annehmen können.


Mehr Büdeln gibt's hier, im Lesebühnenblog.


Frau Anna möchte nicht einmal bei 30 Grad auf adäquate Abendkleidung verzichten. Was für ein Einsatz! Für den Mantel mussten bestimmt keine Tiere getötet werden.

Samstag, Mai 21, 2011

Der Trend-Tsunami rollt weiter: Extreme Mülltonnen-Planking

Weil der Kehrwasser-Verlag ein wenig mehr in die Medien kommen will, wurde gestern das erste Alturfahraner Mistkübelreiten veranstaltet. In der Hoffnung, dass durch möglichst spektakuläre Stürze, Manöver, Handgreiflichkeiten und Skandale die Reizschwelle der Journaille überschritten werde.
Nun, wenig überraschend kam man dabei auf die Idee, mich zu verheizen.


Als Gegner bot sich der Herr Topf an, seines Zeichens übler Kinderschläger (ASKÖ Judo Traun) und Gigant der Übermotivation.



Schon am Start knisterte die Atmosphäre vor Angriffslust. Als der Topf schlimme Sachen über Ko-Autor Buttinger sagte ("Der ist ein bissi blad worden"), kam es zu tätlichen Auseinandersetzungen.



Die Rauflust ergoss sich schließlich in unbedingten Siegeswillen. Auch wenn ich dafür von Publikum und Verlagsleitung diskriminiert wurde.


So gewann überaus unverdient der Topf mit einer Zeit von 17 Minuten auf 34 Meter. Sein Körper legte durch zahlreiche Rotationen übrigens den doppelten Weg zurück.




Der Preis bestand im Übrigen aus einem Knödelkochbuch. "Naja, das ist sich nicht dafürgestanden", sagte des Topfens Freundin bei der anschließenden Pressekonferenz.

Montag, Mai 09, 2011

Mit dem Aktivpass gratis an den Irrsee - Urbane Textualitäten unter besonderer Berücksichtigung geistiger Getränke

Vergangene Woche ward mir ein Wochenendbeginnbier verabreicht, das mich danach in einem nachgerade optimal angeheiterten Zustand durch die Stadt flanieren ließ. So gelang es mir, prachtvolle Beschriftungen zu erspähen. Zum Teil ist mir der intendierte Inhalt aber verborgen geblieben:


Wen schlägt der Zwerg? Warum nur mit dem linken Zeigefinger? Und wieso bloß mit Kamera? Deutlicher wurde mir schon die Firma für Schwarzmalerei. Gerne dürfen Medien dieses Bild verwenden, wenn sie kritisch Mahnende illustrieren wollen.


Im Linz-Pavillion bei der Urfahraner Weltausstellung stieß ich sodann auf dieses mir völlig opake Wortensemble:


Nachvollziehbar abschließend das HipHop und Graffiti-Bashing. Jugendkultur zu dissen ist übrigens postpubertäre Pseudointellektualität.

Dienstag, Mai 03, 2011

Illustrationen für kranke Hausdebatten

Mein Weg der allgemeinen Daseinsverrichtungen führte mich soeben an einem sehr schönen Fundstück vorbei:


Gerne stelle ich es den Medien zur Bebilderung der aktuellen oberösterreichischen Spitalsdebatte zur Verfügung. Aber nur bei Nennung von "Minkasia Ganofsky" in der Fotografenzeile.

Mittwoch, Juni 30, 2010

Marsch blasen

Wie ich gestern so durch meine derzeitige Heimatstadt dackelte, fiel mein Blick auf obabgebildetes Halte- und Parkverbotsschild. Darauf hat jemand eine Schallplatte mit den "Schönsten Österreichischen Märschen" geklebt. Total kritisch, diese Installation! Sie erinnert mich daran, dass wir alle anfangen sollten, weniger Marschmusik zu hören.

Nun aber wollen Sie mich bitte entschuldigen, ich muss mich vor dem soeben über Linz hängenden Gewitter unter meinem Küchentisch verbergen.

Samstag, April 17, 2010

Wir ließen dort Rock sein


Liebe Rock- und Blogstars,

wo gibt's denn heute in unserer hypermedialen Informationsgesellschaft sowas noch, dass nach einem kleinen Großereignis nachher keine verwertbaren Büdln herzuzeigen sind? Leider genau hier. Aber der echte Rock N' Roll findet ohnehin im Kopf statt, und ist er nicht im Kopf, so ist er live auf der Bühne.


Es war jedoch sehr schön und hat uns sehr gefreut. Erstmals kam es bei unseren "Original Linzer Worten" zu Sitzplatzmangel, aber auch Exzessen. Ich kann den Wirten des Roten Krebsens jedoch beruhigen, ich habe den Sessel nur ganz sachte umgetreten.

Eine unvollständige Aufzählung schöner Ereignisse gestern:
  • Anna Weidenholzers Beitrag zu "Sex, Drugs und Rock N' Roll": ein Prosagedicht darüber, dass bei Regen die Füße nass werden;
  • Sir ("Der Spatz von Wels") Buttons Punk-Exegese mit goldrandiger Lesebrille;
  • Robert Prossers ausufernde Prosa aus seinem Buch "Strom";
  • René Monets exzeptionelles Stromruderspiel;
  • sein selbstgebasteltes Kurt-Cobain-T-Shirt inkl. Rechtschreibfehler

Das nächstemal wär's dann wieder am Donnerstag, 20. Mai, 20 Uhr, wieder im Wintergarten.

Donnerstag, Dezember 17, 2009

Linz verendet

Die Kulturhauptstadtskarawane zieht weiter, ich belle ihr nach. Viertes und letztes '09-Gemosere für die "Streifzüge"

In wenigen Tagen wird sich in einem gloriosen, strahlebunten Feuerwerk die Kulturhauptstadt aus Linz verabschieden. Nun liegt ja der historische Sinn der Silvesterböllerei im Vertreiben böser Geister. So eine Interpretation hat aber Linz’09 nicht not. Denn: Es hat statt fieser Geister viele Gäste nach Linz gebracht. TschiTsching! machen die Registrierkassen. [Mehr]