Dienstag, Januar 25, 2011

Uschi Glas hat Möpse, aber auch einen Schnauzer

Aus der Reihe "Promis haben's auch nicht leicht" heute: Uschi Glas hat keinen Damenbart, dafür aber andere Sorgen (aus dem "Weltspiegel" der OÖN).

Montag, Januar 24, 2011

Welsness


Schön für Marketingstrategen, wenn sie in einem Umfeld operieren dürfen, das schon auf sehr unkomplexe Anreize anspringt. "Olle sand brav" schreibt ein Welser Hühnerteilverschleißer über seine Budel. Die hiesigen Konsumenten verbinden die Macht der Autosuggestion mit dem haptisch-aromatischen Spaß am Bierteigflügerl. "Bravsein schmeckt aber gut!" fühlt man und delektiert sich am Hendl statt am Raufhandel.

Funktionieren kann diese Verbindung von Volksberuhigung und -ausspeisung halt nur im Kontext des identitätsschwachen Zentralraums, konkret in der merkantil bereits komplett ruinierten Welser Heide. Für mondänere Krisenherde (Bronx, Sudan, Kopfing) müsste man sich schon was anderes überlegen.

Donnerstag, Januar 20, 2011

Ist die Prokrastination auf morgen verschoben?

Auf der Insel der Saumseligen - ein Bild aus fernen Tagen

Neulich hob ich meinen Blick von Bildschirm, Korrekturfahnen, Honorarnoten, Versicherungsanträgen, Rezensionen und sah aus dem dreckigen Fenster in den Nebel. Ein Gedanke hatte mich gestriffen (bleibender Grammatikfehler): Whatever happened to procrastination?
Ihr wisst schon, die Rede ist vom Phänomen der Aufschieberitis, deren Symptom das geputzte Fenster statt der dringendst zu schreibenden Kolumne/Diplomarbeit/Bewerbungsschreiben ist (darüber schrub ich damals hier).

Die Prokrastination war doch noch vor zwei Jahren der neue Trend im Neurosengarten. Mich deucht jedoch, dass der Triumph des Unwillens zu Ende geht. Jeder hackelt, robotet, tschinäult. Keiner spricht mehr von seinen besten Zaudertricks. Was ist hier passiert? Hat uns die Krise von der Insel der Saumseligen vertrieben? Ist Existenzangst Motor unseres Eifers?
Ich persönlich bedaure diese Entwicklung, schon alleine aus eigener Betroffenheit. Noch wesentlicher aber deswegen, weil ich große Hoffnung in die Prokrastination gesetzt hatte. Strategische Faulheit als Sand im Getriebe des imperialistischen Kapitalismus, das hätte mir gefallen.
Naja, wie auch immer. Ich muss jetzt die Steuererklärung fertig machen.

Dienstag, Januar 18, 2011

The Mink on Tour

Jetzt, wo ich einige öffentliche Auftritte mit mehr oder weniger persönlicher Präsenz zu verkünden habe, plagt mich die Furcht, kokett zu sein. Aber was soll's, da müssen wir jetzt durch:

27. Jänner, Linz: Postskriptum Poetry Slam, 20 Uhr, Solaris

7. Februar, Wien: Textstand am Naschmarkt: "Die Sau" und andere Lustbarkeiten, gemeinsam mit Klaus Buttinger

10. Februar, Zell am Pettenfirst: Lesebühne Original Linzer Worte im Gasthaus Hiegelsperger, 20 Uhr

17. Februar, Linz: Lesebühne Lesebühne Original Linzer Worte, 20 Uhr im Grandhotel zum Rothen Krebsen

24. Februar, Linz: Postskriptum Poetry Slam, 20 Uhr, Solaris

1. März, Traun: Lesung aus der "Sau" gemeinsam mit Klaus Buttinger, 19 Uhr, Bibliothek Traun

13. März, Linz: Philosophische Matinee im Keplersalon, 10.30 Uhr

24. März, Linz: Lesebühne Original Linzer Worte, 20 Uhr im Grandhotel zum Rothen Krebsen

31. März, Linz: Postskriptum Poetry Slam, 20 Uhr, Solaris

14. April, Innsbruck: Lesebühne Text ohne Reiter, 20 Uhr, Moustache

15. April, Linz: Lesebühne Original Linzer Worte, 20 Uhr im Grandhotel zum Rothen Krebsen

28. April, Linz: Postskriptum Poetry Slam, 20 Uhr, Solaris

22. Mai, Linz: Lesebühne Original Linzer Worte

30. Juni, Linz: Postskriptum Poetry Slam, 20 Uhr, Solaris - Open Air

7. November, Wien: Textstand am Naschmarkt, Lesung aus dem OÖ.-Buch

Montag, Januar 17, 2011

Klimaerwärmung bedroht Blogger

Entschuldigen die angespitzte Überschrift, aber sonst liest ja niemand, wenn Zartes zu verkünden ist. Fast eine Woche ließ ich mein schriftliches Kunstwollen hier ruhen. Der Grund für diese im Blogger-Kontext schon fast frivol lange Pause: Ich bin stark verliebt. Es ist eine sehr körperliche Angelegenheit.
Verträumt schmiege ich mich jetzt des Morgens im Schlafzimmer an mein neues Liebesobjekt. Dann gehe ich in die Küche und mache Kaffee (ja, es scheint etwas Längerfristiges zu werden!), dort schmiege ich wieder ein wenig. Bald darauf wechsle ich in den Südtrakt und streiche sanft über den dritten Körper, der nun meinem Leben Wärme schenkt. Sogar am Klo hab' ich jetzt einen.
Vier neue Körper und ein alter, der aber auch noch tipptopp ist! Wer soll sich da auf irgendwas konzentrieren können, und sei es nur eine Mitteilung aus meinem neuen, so schmiegsam gewordenen Leben?
Ich jedenfalls nicht. Und jetzt entschuldigt, ich dreh' mir jetzt die neue Heizung noch ein paar Grad wärmer auf.

Dienstag, Januar 11, 2011

Tune your Popo

An sich erachte ich das Tunen von Autos als postpubertäre Torheit. Wer sich Spoiler, Zierleisten, Scheibentattos, Sportauspüffe, Plüschwürfel ans Fahrzeug tut, zeigt mir dadurch recht deutlich "Verschwende deine Zeit nicht mit mir, ich bin ein bissi doof!" Insofern schätze ich diese Distinktionsmöglichkeiten.
Schätzen tu' ich aber Tunings wie dieses hier - Ladies N' Genulmen: der VW Popo!

Montag, Januar 10, 2011

Lebens-, Lesben- und Lesebühne

Wie es zum Tiermord, zur Schmutzkübelkampagne gegen den Antisemiten Stelzhamer und anderen Lustbarkeiten kam, das wär' jetzt hier im Blog der Original Linzer Worte nachzustudieren. Hauptsächlich sind da eh nur Bilder (von der "Sacherei" gemacht, übrigens).


Strömet aber auch am 17. Februar in solch erfreulicher Menge herbei, dann gibt's den Vize-Slam-Europameister Koschuh bei uns!

Samstag, Januar 08, 2011

Original Linzer Worte: Großes Volk beim Gämsenmord



Liebe Heimattreue und Nestbeschmutzerinnen!

Nach dem überaus erfreulichen Andrang des Volkes bei der gestrigen Lesebühne muss ich heute noch ein wenig erholen. Lasset vorerst einige Bilder für mich sprechen.







Dienstag, Januar 04, 2011

Black Hole Sun

Die soeben stattgehabte Sonnenfinsternis, von Linz aus betrachtet: Ein erhabenes Naturereignis, das nur von törichten Menschen mit Nebel verwechselt werden kann:

Freitag, Dezember 31, 2010

Schönes Haar im Neuen Jahr

Liebe Kinder und Kindeskinder,

bevor ihr euer süß oder sauer verdientes Geld zu räudigen Astrologinnen tragt, bleibt lieber bei mir und leset, was ich euch mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit vorherzusagen vermag:
Das Jahr wird 365 Tage haben, die sorgfältig in 24 Stunden geteilt sein werden. Verschlaft davon getrost ein Drittel, dafür stehen die Sterne 2011 sehr günstig. Weiters gut bestrahlt sind im heranrückenden Jahr das Biertrinken, Buchkaufen, Sofaliegen, Hundestreicheln, Geschlechtsverkehr und Haareschneiden.
Nur Mut, es wird alles gut.
Eure Weblogmutti

Montag, Dezember 27, 2010

Hundewunder und Leserbeleidigungen

Neben Frauenunterdrückung und altbackener Sexualmoral gibt es auch schöne Seiten an der katholischen Folklore. So etwa die Sage, dass am heiligen Abend zwischen Mitternacht und ein Uhr die Tiere zu uns sprechen können. Leser und -innen dieser Verkündigungsplattform wissen, dass dies stimmt: Hund Dicklinde kann seit zwei Jahren lesen (hier nachzulesen).


Neu ist seit vergangenem Freitag, dass sie dank eines evolutionären Wunders jetzt auch noch selbst umblättern kann.


Nicht neu hingegen ist, dass Leser Goldbär auch bei der heurigen Weihnachtsgeselligkeit ästhetisch entgleist ist. Ich für meinen Teil müsste das der Öffentlichkeit nicht unbedingt zumuten, komme aber seinen Wünschen entgegen, da es zuletzt bittere Vorwürfe setzte, als die alljährliche Zurschaustellung an dieser Stelle ausgeblieben war. Hier bittesehr:


Freitag, Dezember 24, 2010

Das minkasiatische Weihnachtsevangelium



Zum heutigen Weihnachtsfest kann ich euch fast noch weniger als gar nichts geben. Keinen Schmäh zum Lachen, kein Bilderl zum Schauen, wenn ihr denn überhaupt Augen habt. Keine zündende Idee zum Einheizen. Wir haben nichts.

Nur das eine: Glaubt an ein anderes Österreich!

Euer Leopold Mingl

Mittwoch, Dezember 22, 2010

Weihnachtssägen - im Namen der Republik

Eine Einschaltung im öffentlichen Interesse:

"Auch heuer wurden uns von vielen Österreichern und Österreicherinnen persönliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße übermittelt. Wir bitten um Verständnis, dass es uns nicht möglich ist, in allen Fällen ebenfalls persönlich zu antworten. Unsere Sekretärinnen haben leider vergessen, das Wertkartenhandy neu aufzuladen.
Wir möchten uns daher auf diesem Wege sehr herzlich bedanken, grüßen gleichzeitig alle LeserInnen sowie die Redaktion des Weblogs
Minkasia und wünschen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit sowie ein glückliches und friedvolles Jahr 2011."

Bundespräsident Heinz Fischer
Bundeskanzler Werner Faymann

Montag, Dezember 20, 2010

Die Lesebühne sucht ihre Heimat

Mesdames et Messieurs, bevor in Kürze wie jedes Jahr die Welt untergeht - anders lässt es sich nicht erklären, dass allesalles in den kommenden Tagen noch fertig werden muss - möchte ich euch durch den Hinweis beruhigen, dass 2011 auch noch ein Jahr ist. Darüber hinaus wird's auch die Lesebühne wieder geben. Warum denn auch nicht.
Diesesmal bekennt sich die Lesebühne zur Heimat. Zu welcher, wissen wir aber noch nicht genau.
Stattfinden wird der Segen am Freitag, dem 7. Jänner, wieder in der Veranstaltungsarena des Rothen Krebsen. Wieder ab 20 Uhr. Wieder mit einer Gästin (Lucia Leidenfrost!). Wieder in prachtvollen Roben. Wieder mit der Tombola des Grauens.
Den Ehrenschutz macht uns die Bauernbund-Security:



Neben einer Stelzhamer-Dekonstruktion wird der Wildschütz zur Aufführung gebracht. Wer dann nicht weint, ist innerlich tot.

Und so gehert's dann im nächsten Jahr weiter:



Mittwoch, Dezember 15, 2010

Als ich jüngst alt wurde

Nach meiner Theorie bleibt jeder Mensch irgendwann endgültig an jenem Zeitalter hängen, in dem er/sie aufgrund hormoneller Übermotivation noch nicht innerlich tot beim Daseinsvollzug war. Bislang konnte ich das bei ehemaligen Punks beobachten, denen nichts über die 80er geht, obwohl sie heute Manschettenknöpfe tragen.
Nun gibt es eine neue überwutzelte Generation auf dem Menschenmarkt - die Relikte der mittleren 90er. Mich selbst musste ich nämlich soeben beim Abhören der "Ill Communication" dabei ertappen, dass ich innerlich ausrief: "Sowas Schönes wird heutzutage gar nicht mehr gemacht!"
Jetzt bin ich also auf die Autobahn in Richtung Ahnensilo und Absterben aufgefahren. Aber das ist ok. Denn stürbe niemand mehr auf dieser Welt, wär' für die frischen Menschen gar kein Platz zum Spazierengehen.

Donnerstag, Dezember 09, 2010

Die Krise ist oben angekommen

Neulich beim Feiertagskotelett:

Herr M., Primar: "Jetzt ist's bald aus mit dem Geldsegen, wenn ich in Pension bin! Da krieg' ich keinen großen Kredit mehr!"
Frau M., Primararztensgattin: "Dann nehme ich mir so einen Mikrokredit. Den bekommen nur Frauen."
D. M., alterndes Kind: "Weil die Männer Schnaps drum kaufen. Was kaufst du dir mit dem Mikrokredit, um das Familieneinkommen zu übernehmen? Eine Nähmaschine?"
Frau M.: "Hab' ich ja schon. Ich habe mehr an eine Ziege gedacht."

Wie wird's weitergehen mit der lieben Familie? Haust sie ab? Müssen sich ihre Mitglieder künftig von Luster zu Luster schwingen, um die Perser zu schonen? Kann es gelingen, den SUV weiterhin zu betanken, wenn alle Pfandflaschen zurückgebracht werden? Kann sich das alte Kind den Bhutan-Urlaub aufzeichnen und muss stattdessen nach Budweis? Bleibt dran, ihr Wirtschaftsforscher und Soziologinnen!

Sonntag, Dezember 05, 2010

Über Vögeln in Niederösterreich



Und so kommt es, dass ich eins ums andere Mal in Pröll's Own Country reise: Einerseits muss ich beständig die humanitäre Lage in diesem demokratischen Schwellenland kontrollieren. Und bei Temperaturen von -17° leiden die Tiere am meisten (gleich gefolgt von meinen Nasenhaaren).


Andererseits erhalten sich gerade abseits der touristischen Trampelpfade seltene Spezies. So wie hier etwa die Prunkkakadus, Vertreter der seltenen Vogelart mit einem Doppel-K im Namen.



Über die landesüblichen Speisen und Getränke möchte ich den Mantel des Schweigens und Nichtzeigens breiten, unter dem nur dieses Bildnis hervorlugen darf:

So war das. Jetzt muss ich mich wieder ein bisschen niederlegen und ächzend die Folgen der Reisestrapazen fertigdulden.

Dienstag, November 30, 2010

Modern Stalking

Nichts für ungut, wenn ich euch virtuell hinterherspioniere, aber es kann mir nicht egal sein, was die Menschen gesucht haben, bevor sie dieses Blog finden. An "Edith Klinger" und "meindl die sau" habe ich mich schon gewöhnt. "Thujen vernichten" und "Bärenfut" befremden mich immer noch ein wenig.
Aber warum assoziiert Google "unehelicher Papst" mit meinen hier nachzulesenden Ausführungen? Und was bitte mit "Weihnachtsfeiergestaltung Seniorenheim"?

Samstag, November 27, 2010

Meindl, die Sau

Einmal geht's noch! Und daneben wird der überaus nette Martin Pollack gelobt, das ist doch was.

Freitag, November 26, 2010

Wolle, wolle manche Strecke

"Wolle Wolle Handarbeits Diskont Garne Stadel": So viel Redundanz bei der Beschriftung von Kaufgeschäften erfüllt mich mit süßer Nostalgie. Linzens unschickster Laden, Refugium türkiser Wollknäuel, geflockter Sockengarne und lachsfarbener Pudelhauben. Strickte ich, ich würde dort schnell noch einkaufen, bevor sich der Handarbeitsstadel in einen Bergsteigstore verwandelt.

Montag, November 22, 2010

Die Sau schlägt Teddy Podgorski


Ja ist denn das die Möglichkeit?! "Die Sau" auf Platz 9? Hat Josef Pühringer alle Exemplare heimlich aufkaufen lassen? So muss sich der arme Herr Podgorski von zwei Provinzschmierfinken geschlagen geben. Tsss!

Samstag, November 20, 2010

Beautiful People - now online!


Ein Abend, an dem sich eine schier überwältigende Schönheit über uns allen ergossen hat! Mehr von diesen feinen Bildnissen (Handkuss an Herrn Topf und Frau Wallnerin), findet ihr hier im Linzerworte-Blog: http://linzerworte.blogspot.com

Eure Minkasia,
die Stahlfrau

Freitag, November 19, 2010

ÖBB - Oberösterreichs Beastie Boy

Wenn das nicht der Josef ist, will ich Pühringer heißen:

Was für eine kesse und überaus lässige Jugendsünde unseres Landeshauptmanns! Aber was macht er da genau? Schweinsbratwürschtl im Glory-Star Drive-In von Brooklyn-West bestellen?

I'm Tellin' Y'all It's a Sabotage
So Listen Up 'Cause You Can't Say Nothin'
Me and my black Boys gonna be wrestling
for our mother***ing Westring!

Mittwoch, November 17, 2010

Gute Kunst im öffentlichen Raum

Wenn ich denn eine Sprayerin wäre und ich keine Angst vor dem Kriminal hätte, dann würde ich den ganzen verdammten öffentlichen Raum mit dem brüllenden Ausdruck meiner innersten Gefühle verzieren. Ich würde mich damit gegen die grausliche Vereinnahmung des Gemeinguts durch den depperten Kapitalismus zur Wehr setzen. Ausdrücken, was ein Individuum, konkret mich, denn antreibt und aufstachelt. Ich würde das hier sprayen:

Weil's aber schon ein anderer für mich erledigt hat, kann ich's ja gut sein lassen.

Montag, November 15, 2010

Lesebühne am kommenden Freitag: Schönheit und andere Körperbehaarungen


Zwecks Bearbeitung dieses Themas werden wir uns am 19. November um 20 Uhr im Grandhotel extrig für euch, unser geliebtes Publik, herausputzen und in unsere schönsten Roben hüllen. Ja sogar Kostümwechsel erscheinen möglich! Höhepunkt soll die öffentliche Amputation von Buttingers Schnurrbart darstellen, auf dass ihn fürderhin nichts mehr von immer noch allzuvielen Menschen trenne, die Schnauzer ätzend finden.

Als Gast begrüßen wir den wunderbaren und stets flott gekleideten Martin Fritz, der bestimmt nicht zuletzt deswegen den FM4-Wortlaut gewonnen hat. Denn die Augen hören mit.

Auf alle Fälle werden wir den Inhalt der im Oktober gefüllten Klagemauer vortragen und die schönsten Wünsche daraus zu erfüllen trachten. Die Tombola des Grauens brauchen wir wohl gar nicht erst zu erwähnen.
Des weiteren wird es "Musik" von der Blutgruppe geben, dem neuen Spin-Off der "Original Linzer Worte".

Es möge schön werden!

Dienstag, November 09, 2010

Über die Dialektik von Glanz und Elend

Ich sei ja in der Zeitung heute, schrub mir ein lieber Mensch des Morgens, das finde er super. "Das Jugendgewaltprügelbild schon wieder?", frug ich bange zurück. "Nein, wegen so'ner Schreibsache." Geschmeichelt tat ich eine Wanderung in das Innere der Stadt hinein, um mir die Zeitung anzusehen. Viele Menschen blickten mich dabei intensiv an. Der Schmeichelgrad stieg bis zur inneren Selbstvergötzung an. "Schau an, die erkennen mich wieder! Ich trag' ja auch denselben Schal wie auf dem Foto."
Leider trug ich nicht nur diesen Schal, sondern auch eine Joppe. Und auf der waren Motten drauf. Nicht viele, aber genug, um die Blicke der Menschen anzuziehen.
Als ich dies gewärtigte, erglühte mein Gesicht vor Scham wie ein bulgarischer Reaktor. Aber als ich mir damals beim Mopedfahren das Knie zerdreht hatte, war es noch schlimmer. Das hilft mir heute.

Donnerstag, November 04, 2010

Die Ästhetik der Geschlechtslosigkeit – Die Frage der Woche feat. joeplatter

Nach langer Abstinenz nun endlich wieder eine weitere Folge der beleibten Serie "Herr Monet und Frau Minkasia fragen einander aus". Heute geht's um Genderfragen. Quasi.

„Sehr geehrter Herr Monet,

heute plagt mich Vages aus Spieltheorie und Geschlechtserforschung. Konkret: Warum haben Barbie und Ken keine Reproduktionsorgane? Ist das wegen des amerikanischen Puritanismus oder wegen der Ästhetik?
Und was sind die Folgen dieser spielerischen Kastration für die Gegenwart, in der aktuell tausende mit Produkten aus dem Hause Mattel Großgewordene an die Schalthebel der Macht drängen? – Hochachtungsvoll und besorgt,
Frau Minkasia“
Herr Monet antwortet darauf in seinem Blog, der Textsuppe - hier einzusehen.

Montag, November 01, 2010

Kurt Cobain und die Erbssünde

Manche Menschen bevorzugen ja Tokio, wenn ihnen nach Urbanität ist. Für mich tut's feiertags gerne auch einmal Wels, die Perle des Zentralraums. Schon alleine wegen all der niedlichen sprachlichen Irrtümer, mit denen die "Stadt" beschriftet ist. Dies hier ist mein aktueller Liebling: "Kurt Cobain, ruhe in Erbsen!" Am besten vor dem Sound-Hintergrund köfelnder Senioren zu genießen.



Hier gibt's noch mehr Welser Beschriftungen und Brautmoden.

Freitag, Oktober 29, 2010

Aus meinem Erwerbsdasein: ein Kolumnerl fürs Wochenende

Die Fritzi postet auf Facebook, dass in zwei Stunden im Volksgarten gegen die Kürzungen im Sozialbereich demonstriert wird. Ich erkläre mich sofort solidarisch und versehe ihren Aufruf mit einem flammenden „Gefällt mir“.
Leider kann ich selbst nicht hingehen, da ich wegen eines zu schreibenden Textmeeres zu Kürzungen im eigenen Sozialbereich gezwungen bin. Deswegen gönne ich mir keinen Kaffee mit Anna, kein Bier mit Franz und schreibe ihnen das schnell in einem Mail mit jeweils 2342 Zeichen, aber mit dem auf 21 Zeichen zusammenfassbaren Inhalt „Ich kann nicht kommen!“

Da geht's weiter zum dominikanischen Predigtdienst und dem Ende des Textes.

Mittwoch, Oktober 27, 2010

Wege aus der Finanzkrise - Bankenwesen für die Kleinen

Gelegentlich eines kurzfristigen Obsorgefalles am vergangenen Wochenende: "Minkitant', du hast ja Philosophie studiert! Wie geht denn das mit den Banken, der Krise und dem Wurmloch des Geldes? Und wer ist Ludwig Scharinger?" frugen die Kinderlein. Und ich: "Nehmt's die OÖN, Papier, Schere und Pick, dann basteln wir was." So schaut das dann aus.

Mittwoch, Oktober 20, 2010

On the Road to Rainbach

Bilder von meinem gestrigen Ausflug ins wuide Viertl des Landes:

Ein Anus-Rind:

Der Friedhof von Schönering mit Blick auf die Volksschule (denkt da mal drüber nach):


Und hier eines der vielen malerischen Innviertler Plumpsklos dieser Welt - das Abort des Forellenzirkus in St. Ägidi:

Ich bin jetzt wieder gut mit den OÖN



Das meint der Direktor Schacherreiter (hier der Volltext):

Die eigentliche Innovation liefert die „Philo-Psychologin“ Magistra Monika Mendl (hinter der Buttingers Co-Autorin Dominika Meindl steckt) mit ihren Reflexionen im Geist der „cultural studies“. Geschult an Derrida und Lacan jagt die Interpretin Hiobs Bubenaufsätze durch alle Höhen und Tiefen des Poststrukturalismus. [...] Eine böse Satire auf das Wortgeklingel der Postmoderne!


Das hat er schön gesagt! Hoffentlich erfährt er nie, dass ich vom Lacan fast weniger als gar nichts gelesen hab'...

Übrigens war ich heute noch in einem anderen Wimmer-Medien-Produkt abgelichtet. Und zwar wie immer als Illustration für Jugendgewalt, mit einem Bild, auf dem ich die privat sehr freundliche und auch schon über dreißigjährige Frau Christl an den Haaren ziehe. Das wird mich verfolgen, bis sich die Hölle mit Eis bedeckt.

Montag, Oktober 18, 2010

Es lese die Lebensbühne: Von allen guten Göttern besessen



Mesdames et Messias,

voller Gnade waren wir, gebenedeit unter den Weibern, jetzt und in der Stunde unseres Auftritts am vergangenen Freitag. Es war sehr schön und hat uns sehr gefreut. Mehr bildgewordene Momentaufnahmen unserer religiösen Erweckungserlebnisse findet ihr hier, im Blog der Original Linzer Worte.
Die sich im Übrigen wieder am 19. November zum Dodel machen - nur für euch!

Freitag, Oktober 15, 2010

"Die Sau" im Linzer Dorf

19 Uhr, Buchpräsentation der "Sau" im Fischerhäusl: die Frisuren halten!

Gunnar und Günter - Grissemann und Stermann der Linzer Verlagsszene


Der Herr Wagner macht die Musik.

Und mir lesen's vor.





Die Fotos kommen vom wunderbaren Herrn Winkler.

Montag, Oktober 11, 2010

Wege aus der Immobilienkrise



Vergangenen Samstag hieß ich meinen Chaffeur die dicke BMW anschirren, auf dass er mich durch die mir ungenügend vertrauten Ländereien am Fuße des Hausrucks kutschiere. Solcherart geschah es, dass mein Auge wohlwollend auf diese soeben abgebildete schmucke Immobilie im Wald fiel.




Ich gedenke in den kommenden Monaten zu Geld zu kommen, um diesen zartgliedrigen Altbau käuflich zu erwerben. Sodann lade ich mir wöchentlich die Blasmusikkapelle des Knappenchors Kohlgrub zur Marschwertung ein.
Hier möge mir ein kundiger Innenarchitekt eine repräsentative Bibliothek einrichten, vor der ich dann Fernsehinterviews zu geben vermag.


Eine Küche hingegen werde ich nicht benötigen, ich ersuche die GattInnen der KnappInnen um genau jenes schmackhafte Catering, das mir an diesem Samstag zuteil wurde.

Mittwoch, Oktober 06, 2010

Do buy this at home, kids!

Gestern spazierte ich arglos in die Linzer Bahnhofsbuchhandlung. Dort sah ich Folgendes:



Ich finde, dass die Sau zwischen dem Glattauer seinen Briefromanzen und dem Altmann seinen Tarock-Krimis gut liegen hat. Dennoch möchte ich, die Edith Klinger der Literatur, unser Schweinti in gute Hände vergeben. Es ist operiert und schmutzt nicht.