Dienstag, September 23, 2025

Jenseits von Aussee. Pfiat eng God schee, liabe Almen, pfiat di God schee, Redford Bert!

Um ein kathartisches Tränenerlebnis zu ermöglichen, empfiehlt es sich, dazu Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 abzuspielen, das Adagio

Der Schauplatz <3

Er hatte eine Alm am Fuße des Toten Gebirges. Ein paar hundert Meter vom Dreibrüdersee entfernt. Die Sommer sind kurz hier im Karst. Es war an einem prachtvollen Julitag, da ich vom Bruderkogel abstieg, reich an Beute, denn meine Augen hatten auf dem kaum bestiegenen Gipfel einen Adler gesammelt, der mich wiederum anblickte, bevor er sich über das Widderkar in die Lüfte sinken ließ, als sei es das Meer, das ihn trug. Und auf Meeresboden stand ich, Millionen Jahre alt, in diesem jungen Sommer. (Also der Meeresboden war so alt, ich nur seelisch.)

Ich kam also an der Gössler Alm vorbei, gelöst und gebadet, als ich einen Reflex im Augenwinkel sah. So einen Farbton hatten meine jagenden Augen hier noch nie gesehen, ich hieß den Hund über das hohe Gras fliegen, um das Wild zu stellen. Zu meinem höchsten Erstaunen erklang eine menschliche Stimme, im Grundton wohl tief, aber ich vernahm ein hohes Frohlocken: „Jo Puppi, jo wer bist denn du?!“ Im Näherkommen sah ich ihn zum ersten Mal.

Robert Redford.

Jo, wo bist denn du?“ „I bin do, Robert!“ „Ned du, du Lustige, da Hund, wos isn des fira Rass, des is owa a gaunz a gschickte!“ Niemand würde mir glauben, dass ich hier stand, und dem berühmtesten Schauspieler der Welt erklärte, dass ich den Hund aus dem Heim gerettet hatte, „ma!“, dass sie meine treue Begleiterin sei, „geh liab!“, und wir soeben einen Steinadler erspäht hatten für meine Birding-Liste, „wos d' ned sogst!“ Er hieß mich Platz auf der lärchenen Bank nehmen, dann langte er in den Grander hinter der kleinen, schiefen Hütte und öffnete uns zwei Flaschen Freistädter Ratsherrn. Es lag nicht an meiner einfühlsamen Zurückhaltung, dass ich ihn um kein Selfie bat, sondern daran, dass ich gerade mein Handy im Geröll verloren hatte.

Naja, was soll ich sagen, wie es weiterging. Ich stieg Stunden später im Licht der Sterne ab, mit schlechtem Gewissen, und natürlich hat mich der Buttinger unten in Gössl sehr geschimpft, dass ich so spät daherkräule, wieso ich nicht abgehoben habe, um ein Haar hätte er schon die Bergrettung geholt! Als ich ihm vom Handyverlust berichtete und vom Schmusen mit Robert Redford, der sich hier einen einsamen Almsommer lang vom Leben eines internationalen Superstars erhole, sagte er, ok, Meindl, besorg dir ein neues Handy, und wie schmust der Redford Bertl, ist er so nett, wie er ausschaut? Ja, sagte ich, und er mag Hunde. Da war der Buttinger ein bissl eifersüchtig, aber der Hund und ich, wir schmiegten uns innig an ihn und ich sagte, du bleibst mein Redford von Wels! Mein Herz ist groß genug für euch beide! 

 

So kam es, dass ich auch am nächsten auf die Gössler Alm aufstieg. Es war sehr schön. Am vierten Tag ging ich aber ins Widderkar, denn es ist kein Urlaub, wenn ich nicht im Widderkar war. Tags darauf war der Bertl bedrückt. Er ahnte, dass ich eine wilde, unzähmbare Strawanzerin hier im Toten Gebirge sei. „Schau“, sagte ich zu ihm, „ich habe hier noch lange nicht alles gesehen, und der Urlaub dauert nur noch zehn Tage.“ Ich trocknete seine Tränen mit dem Ärmel meines nicht mehr ganz frischen Merinoleiberls. Am nächsten Tag nahm ich ihn mit auf den Jägersteig ins Widderkar hinüber, wir sahen den Adler wieder. Der Hund sprang fröhlich der Gams nach. Der Eisenhut blühte. Der Wind wuschelte Roberts güldenes und mein ofarbenes Haar. Wir machten Rast in der Wiese, wieder tranken wir Freistädter. Dann sah er mir in die Augen:

Du hast es mir verdorben.“

Was?“

Das Alleinsein.“

Du hast gewusst, dass ich mit dem Buttinger fix zusammen bin.“

Ja“, sagte er.

Da stieß der Adler seinen scharfen Schrei aus, wie um uns vom Abschiedsschmerz abzulenken. Der Hund legte sich zu uns auf die Decke und knibberte an den Pfoten.

Bertl, wieso kannst du eigentlich so gut Deutsch, mit Dialekt sogar?“

Weil mei Muada a Dosige woa. Und mei Voda vo Gramastettn.“

Da gab es mir einen Stich ins zerwanderte Herz. Es brauchte nicht lange, um herauszufinden, dass er mein Großonkel war. Irgendwann würde ich darüber einen verwickelten Familienroman schreiben (sehr praktisch in Originalbesetzung zu verfilmen), aber heute waren wir melancholisch wegen dieses Inzests. „Naja, egal“, sagte ich, „des hod uns do no nia gschodt.“

Robert sah hinüber zum Bruderkogel, jetzt sprach er im Tonfall Meryl Streeps:

Ich weiß ein Lied vom Toten Gebirge, von den Gämsen und vom Abendrot, das die Felsen erglühen lässt, von den Almen und den Gräsern, die sich im Wind neigen. Weiß das Tote Gebirge auch ein Lied von mir? Zittert die Luft über den Gipfeln jemals in einer Farbe, die ich an mir hatte, spielen die jungen Murmeltiere ein Spiel, in dem mein Name vorkommt, wirft der Vollmond einen Schatten auf die Gössler Alm, der dem meinen gleicht? Hält der Adler vom Bruderkogel nach mir Ausschau?“

Wir strichen einander wieder die Tränen von den Backen.

Im nächsten Sommer führte mich mein erster Weg auf die Gössler Alm. Die Hütte war vom Winter zerwirkt und verschlossen. Der Hund sah mich an und winselte. Mit schwerem Schritt zog ich hinüber ins Widderkar.

Von fern sah ich den Lagerplatz des vorigen Sommers. Darauf lagen (jetzt wird’s schön, aber unwahrscheinlich) im Licht des Sonnenuntergangs eine Löwin und ein Löwe, die eine längere Zeit auf unserem Almboden blieben. Es gehört und ziemte sich, dass die Löwen diesen Ort aufsuchten und ein Denkmal für uns waren.

Ich war guter Dinge und stieg ab, ohne die unwahrscheinlichen Gäste zu stören. Das wird dem Buttinger gut gefallen.

Montag, September 01, 2025

Am Ende des Sommers immer derselbe Erlebnis-Gierschlund

Lebenskrimskrams im August 2025

1.8.

Traum, dass der Vater dringend Hilfe beim Telefonieren braucht. Adressbuch hat er keines, weswegen er kurzerhand einem alten Mann am Ohr Blut abzapft, „weil der ist mit dem verwandt, und so finde ich ihn über die DNA.“ Meine bisherige Traum-Unfähigkeit, ein Wählscheibentelefon zu bedienen, hat einen Sprung in ie Nullerjahre gemacht: Jetzt kann ich kein altes Handy mehr bedienen.

***

Das alte Leben zieht schon an mir. Statt über den Sinn des Lebens denke ich darüber nach, ob ich es mit den zwei letzten frischen Unterhosen bis zum Urlaubsende schaffe. 

4.8. Schönering

Seelische Verkaterung nach Wiedereintritt in die Alltagsatmosphäre, wie immer glaube ich, dass die Erholung sofort verglüht. Wenigstens ist durch unsere dreiwöchige Absenz wieder kein Schaden entstanden. Nur den Spatzen werde ich gefehlt haben, als die garstige Hexe, der sie die Körner fladern. Wahrscheinlich hat sich der Garten auch ein wenig von mir erholen können, so wie ich mich von ihm. Das Wetter hat zumindest so viel Anstand, dass es immer noch scheiße bleibt. 

 

Die Brache des ehemaligen Schwimmbeckens hat sich in eine Ruderalfläche verwandelt, die ich ohne Genehmigung des Naturschutzbundes wohl gar nicht mit Rollrasen zupflastern dürfte. Jugendliche werden sich am Flieder anketten, die Grünen gehen gestärkt aus dem Protest gegen mich hervor. Wenn es nicht aufhört zu regnen, kann ich den Garten gleich irgendwelchen Urvölkern überlassen. Der Rasenmäher erstickt nach drei Laufmetern.

5.8.

Der Hund und ich fremdeln noch mit der Stadt. Dabei ist es vorerst nur Wels.

6.8.

Heute tippe ich die Phantomereignisse vom Jänner ab. Darin schreibe ich darüber, dass ich gerade den Lebenskrimskrams vom August 2024 abtippe. Wir sind gerade vom Grundlsee heimgekommen und seelisch verkatert.

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Mein Leben mit 300 Kilo“ geht nicht mehr, seit dort nur noch Schwarze Frauen vorgeführt werden.

Arger Kontrast: „Die Welt von Gestern“. Jetzt begreife ich erst den Sinn des Zweig-Films „Morgenröte“ – Zweig meint damit den ersten Schimmer des Weltenbrandes. Sein hoher Ton passt nicht gut für die Gegenwart, wohl aber leider die Tatsachen. Eine geschwisterlich geeinte Welt ist eine naive Illusion angesichts der Propaganda des Nationalismus...

Kurios: Zweig reist gegen 1910 nach New York und langweilt sich, weil alle so viel arbeiten und es keine Kultur gibt.

 

7.8.

Aktuell esse ich täglich so viele verschiedene Sorten von Obst und Gemüse, dass ich eigentlich ein besserer Mensch werden müsste.

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Ich tippe gerade ab, dass ich am 16. Februar 2024 etwas vom 18. August 2023 abgetippt habe (was ich wiederum am 25. Februar 2026 abtippe – the circle of life!). Es ist wie ein Gruß aus der Vergangenheit an mich selbst.

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Coala kommt aus Wien, auch sie bringt Gemüse. Dazu die üblichen sinnlosen Schokokreationen, die ihr nicht so gut geschmeckt haben. Sehr langes Schnattern im Wintergarten, ich weiß aber schon zwei Tage später nicht mehr, worüber (wahrscheinlich Leute, und wie sie so sind).

8.8.

Wir ermuntern uns gegenseitig zu recht eifrigem Arbeiten, trotzdem schaffe ich es nicht langer als bis 11 Uhr, nach dem Mittagessen kommen noch jämmerliche 24 Minuten drauf (eine Minute brauche ich, um das auf der Uhr zu prüfen).

Scharnstein. Barbara Rieger moderiert mit sehr viel Fürsorge. Nach der Lesung verstricken wir uns so innig in die Klemm-Leykam-Debatte, dass ich ganz schön rasen muss, um Bettina Baláka rechtzeitig zum Zug zu bringen. Sie ist nachher etwas blass um die Nase, ich tue so landlackelmäßig, dass es eh klar war, dass wir das schaffen. Noch ein Bier mit dem Buttinger, viel zu spät ins Bett, um am nächsten Tag viel zu früh ins Almtal zurück zu fahren.

9.8.

Es ist ein Kampf gegen die Schwerkraft, andererseits eine große Pracht in der Hetzau. Und H. erzählt sehr lustige Sachen, etwa vom Besuch beim Urologen, was besonders eifrigen Radfahrern wegen der Prostata höchst angeraten sei. Prompt sagt der Doktor auch, „goin'S, Se san Radlfohra!“ „Huch, sehen Sie leicht was?“ „Na, nur wegen dem Sonnenstreifen auf der Haut.“

Auf dem Gipfel reicht er mir den Gucker, um den todbringenden Schnabel des Kolkrabens zu ästamieren. Die Falken fliegen tolle Manöver vor der Kulisse des Schermbergs.

Vom Zwilling ins Auto in den Garten. Ich werde diese Tropennächte sehr vermissen, wider jede Vernunft.

10.8.

Es ist draußen der schönste Tag, ich bleibe derweil drinnen und täusche vor, krank zu sein.

Die Welt von Gestern“: Zweig hält sich wortreich zugute, so knapp und reduziert zu erzählen. Sehr scheiße gealtert die Passagen über die wilden 1920er, wo die „natürlichen“ Geschlechtergrenzen aus Trotz gegen die im 1. Weltkrieg geraubten Jahre missachtet wurden. Da schaut man gleich genauer, wer so etwas schreibt, und siehe da, Zweig soll laut Gerüchten Exhibitionist gewesen sein. Immerhin zeigt man dabei ja die natürliche Herrenausstattung her.

Ansonsten alles natürlich sehr tragisch.

11.8.

Wir helfen L. beim langersehnten Umzug. Kraft meines Amtes soll ich Bücherkisten packen, lauter Ratgeber für ein starkes Ich – trotzdem mache ich die Kisten nur halb voll, damit sie nicht zu schwer werden. Es tröstet mich ein wenig, dass andere auch so viel Zeug besitzen. Zum Beispiel drei Sets Tarotkarten. Der Stapel für die Tombola wächst schnell, bis man mir lachend unterstellt, nur deswegen zu helfen. 

Später treffe ich H. an der Donau und erzähle von all dem Zeug, sie ächzt – ihre Eltern sind Messies. Die Mutter besitzt mehr als 500 Kochbücher.

12.8. 

Verwunderlich, dass es „Rümpeln“ nur negativ gibt, das Entrümpeln ist klar, aber es kann ja nicht aus dem Nichts schöpfen; ist der Prozess des Berümpelns zu langsam, um ihn zu benennen?

13. - 14.8. Eine Nacht im Toten Gebirge

Nach der Tunnelkette Klaus fällt mir ein, dass ich mich nicht erinnern kann, Bergschuhe in den Händen gehabt zu haben. Zu Recht. Der Auftakt einer Kette an Fehlleistungen – was aber in Kontrast zum Abenteuer und der Schönheit steht.

Oben im Kar steige ich auf den Höhenrücken zwischen Kraxen- und Mitterberg. Einen schöneren Zeltplatz habe ich wohl noch nie gefunden! Gegen den Wind baue ich emsig eine Mauer, die ganz offensichtlich nichts bringt, außer Beschäftigung und Wärme von innen. Es ist nicht kalt, aber die Hitze unten im Tal ist schnell vergessen. Ein absurd schöner Sonnenuntergang mit Blick in Richtung Grundlsee; im Cocktail-Farbverlauf mit der Sonne als kandierte Kirsche. Zum Glück verschicke ich noch ein paar Bilder davon, denn das Handy besitze ich ab jetzt nicht mehr lange. 

 

In der Perseidennacht bringe ich alle Wünsche an und fürchte mich fast gar nicht.

***

Der Morgen erneuert das Farben-Spektakel im Osten. Das Summen der Schwebfliegen ist mir der liebste Wecker. In den ersten Sonnenstrahlen hinüber zum Hebenkas, in dessen Gipfelbuch sich seit meinem letzten Mal hier nicht viel getan hat. Ich gehe noch bis zum Brandleck weiter, und noch auf den Hochplanberg. Von der Zeit her grade so ok, es wird sich mit dem Wasser wohl ausgehen, aber Fini ist in der Zwischenzeit schon recht brav. 

 

Just als ich im Wassertal vor der Schlüsselstelle beschließe, jetzt nicht mehr so oft aufs Handy zu schauen, stopfe ich es so schlampig in seine Halterung, dass es nicht lange drin bleibt. Ab jetzt liegt es wohl in alle Ewigkeit da und verseucht die Wildnis ein wenig. Am meisten schmerzt mich der Verlust der schönen Bilder dieser 36 Stunden – und dass sich der Buttinger wohl bald Sorgen machen wird.

Auf der Nickeralm finde ich einen Gamsschädel, den ich mir zum Trost behalte. Fini will ab hier getragen werden, was nur kurz klappt, weil ich mich im Windbruch verfranse. Eine sehr stressige halbe Stunde.

Unten auf dem Forstweg treffe ich recht bald freundliche Dolomitensteigwanderer, die mir ihr Handy leihen. Blöderweise kann ich nur Coalas Nummer auswendig. Und die hebt nicht ab, weil ihre eine unbekannte Nummer aus Deutschland im Urlaub spanisch vorkommt (was ihr nachher sehr peinlich ist).

Zuhause esse ich vier Tage alte Pizza, was nicht einmal bei mir ein Food-Trend wird.

15.8.

Ohne Handy stürzt man ein Stück weit in die Jungsteinzeit zurück. Ich putze am Feiertag das Haus, um mein Leben zumindest hier wieder in den Griff zu kriegen. Dabei schrotte ich den Staubsauger, weil ich vergessen habe, einen Sack hineinzuhängen. Allmählich verliere ich das Vertrauen in mich selbst. Beim Autofahren wie auf rohen Eiern.

Ohne Smartphone hätte ich viel mehr Zeit, wenn ich nicht dauernd allen Bescheid geben müsste (per Computer und Buttingers Handy), dass ich nicht erreichbar bin.

16.8.

Nach Linz in den Handyshop. Die gepflegten Leute sind wohl alle noch im Urlaub. Die Menschen, die mit mir durch die Stadt wanken, sind alle nicht so richtig gewaschen und gehen etwas unsicher daher. Es kann aber auch sehr gut sein, dass ich mich erst wieder an „Urbanität“ gewöhnen muss.

***

Zuhause versuche ich, den PIN in mein altes Smartphone einzugeben. Jetzt ist auch das hin, weil ich es mangels funktionierender Home-Taste nicht wieder in Gang kriege. Das Iphone des Vaters lässt sich ohne Kennwort nicht mehr aktivieren. Das Nokia-Dumbphone ist endgültig entladen, für das ganz alte finde ich kein Ladekabel mehr. Dann verscheiße ich unfassbar viel Zeit damit, das alte TomTom zu aktualisieren und Suunto auf den PC hochzuladen.

Irgendwann wage ich es, ins Ungewisse loszufahren – die Freundinnen schlagen das Hochkar als Treffpunkt vor. Mein Vertrauen in das alte Navi wird belohnt, es lotst mich auf dem besten Weg durch das Herz der Finsternis (= das scharze NÖ). 

Wir schnattern so angeregt und lange, dass es knackt in den Kiefergelenken. 

17.8.

Es schifft sich so richtig ein hier im braunen Skigebiet. Hinunter muss ich vorausfahren, weil ich als Kind des Zentralraums mit blickdichtem Nebel umgehen kann. 

 

Am Lunzer See ist es zumindest trocken, und irgendwann auch wieder warm.

B. wünscht sich von mir, unser „Dirty Dancing“ für November auch wirklich zu üben, sie wolle sich nicht blamieren. Ich verzichte darauf, ihr zu erklären, dass es im Wesen der Sache liegt, sich zu blamieren. 

18.8.

In der Donau gebadet, auf der Yogaplattform übernachtet, beim Romanschreiben sämtliche Prokrastinationsregister gezogen, die ich in jahrzehntelanger Praxis entwickelt habe (etwa die Garage kehren).

Die Nacht unter dem Nussbaum war wieder so schön, dass es mir leidgetan hat, keine Handykamera zu besitzen – bis mir einfiel, dass ich ja etliche andere Kameras im Haus habe.



19.8.

Im Zug nach Wien. Ein in die Jahre gekommenes Boomer-Ehepaar mansplaint einander das, was sie beim Blick aus dem Fenster sehen, immer im Mitteilungston beträchtlicher Relevanz, wie etwa, „da sind jetzt die neuen Wohnanlagen!“ Der jeweils andere nickt. Im selben Ton hinterlassen sie den Kindern Sprachis: „Wir fahren über Wien Westbahnhof an die Nordsee und essen Scampi!“

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P. sagt, er lese grundsätzlich nicht, was in seinem Verlag erscheint, „ich bin Kaufmann!“ Mich lobt er für meine einfühlsame Schilderung der Nordsee, „man kann den Schlick richtig riechen!“ Thomas Sautner habe er mit dem Titel „Peter Rosegger des Waldviertels“ ziemlich gekränkt. Ich sage, er dürfe mich „Paula Grogger des Zentralraums“ nennen. Wenn ich Mitte Februar abgebe, „schaffst du es ins Herbstprogramm. 2028!“ Haha. Den Titel suche ich dann wieder auf den letzten Drücker aus der Kreisky-Songliste. [Februar 2026: Und genauso kommt es auch.]

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Auf dem Heldenplatz gibt es (wie zur historischen Entlastung) eine große Hundefreilaufzone. Fini ist geflasht und für ihre Verhältnisse höflich, vor einem frechen, schwarzen Hund kuscht sie gleich. Das fesche Tier kommt mir bekannt vor, dann schnalle ich erst, dass es Tereza Hossa gehört. Wir schnattern zwei Stunden lang über Kuhkastration und toxische Männlichkeit. Wie zum Beweis kommt ein arg danebener Typ daher, der mit seinem Husky enorm auf Stress aus ist. Hossa faked einen Polizeianruf. Dann erzählt sie mir, dass sie irgendwo sehr gspritzte Künstlertypen neben sich sitzen hatte, „aber dann haben sie über dich gredet, dann konnte ich sie nimmer hassen. Der eine sagte, die hat die Figur der Kaiserin aufgebaut.“ Ich bin mir sicher, dass sie über jemanden anderen geredet haben, freue mich aber freilich trotzdem.

20.8.

Prokrastination, als würde man mich dafür bezahlen. Erdäpfel geerntet, in der Hoffnung, dass die Geister der Eltern gerade über mir schweben. 

 

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In der Nacht träumt mir, ich müsse die Kubatur von Rindenmulch ausrechnen. Zuerst bin ich ganz zuversichtlich und sage zu mir selbst, so bald im Schuljahr habe ich noch nie begonnen, für Maths zu lernen. Das Unterbewusstsein ist nicht sehr subtil.

21.8.

Die Woche ohne viel Social Media endet, UPS bringt wieder Teilhabe und Unruhe ins Haus. Ich kann aber nicht noch mehr prokrastinieren, es macht keinen Unterschied.

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Fledermäuse bilden zum Einschlafen einen „Kuschelball“ (orf.at), das Forschungsteam sei überrascht gewesen, wie sanft und kooperativ die kleinen Raubtiere miteinander umgehen.

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Seit wann lese ich eigentlich an „Middlesex“ herum? Warum zieht mich das nicht so mit wie all die andere well made amerikanische Weltliteratur? Vielleicht wegen des Sommerschluss-Erlebnishamster-Drangs. Außerdem kommt die ZEIT wieder, und zwar mit drei Sondernummern pro Woche.

Dann bouldern. Wenn ich jetzt nicht einsteige, kann ich es gleich lassen und in vertikale Pension gehen. Nie wieder fände ich zu der Stärke, meine Schwäche zu ertragen. 

22.8.

Körperlicher Zerfall, um 22 Uhr ins Bett wollen, ausgewogene Ernährung. Nur die Handysucht verbindet mich noch mit U45-Menschen.

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Ich bin nur freundlich zu allen, damit sie mich nicht behelligen.

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Ob Besitzer*innen von Rassehunden ihre Hunde immer überall zuverlässlich wiedererkennen, in einem Rudel gleichaltriger Labradore etwa?

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Marco Wanda entwickelt sich zum André Heller seiner Generation, und damit auch zur Zielscheibe meiner billigen Abneigung. Sein Buch behandelt er im Falter-Interview, als habe es ihm ein fader Ghostwriter oder eine willfährige KI geschrieben und er noch keine Zeit gefunden, es selbst zu lesen.

Ich stelle mir vor, wie Philipp Hochmaier, Wanda, Tobias Moretti und Andre Heller gleichzeitig eine Veranstaltung betreten. Entweder fangen sie sofort einen extrovertierten Raufhandel an oder es hat der Raum ein Einsehen und explodiert von allein wegen all des Charismas.

23.8.

Mir träumt, dass Brad Pitt mitkommt zum Skifahren – George Clooney war schon einmal mit und hat mich empfohlen. Einerseits freue ich mich darauf, ihm zu zeigen, wie man ganz old school schöne Bogerl macht, andererseits wird mir bewusst, dass ich dann selbst gar nicht zum Skifahren komme vor lauter Stemmbogengeduld. Ich bleibe auf alle Fälle cool und verkneife mir ein gemeinsames Selfie, gleichzeitig male ich mir aus, was das auf FB für einen Bahö machen würde.

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Wieder große Zufriedenheit nach Erdarbeiten (Steinplatten im Garten vergraben). Ich habe eben keinen akademischen Körper. 

 

24.8.

Fast übersehen, dass heute ja Sonntag ist und ich Bier trinken kann. Es gibt außerdem etwas zu feiern, ich habe endlich „Middlesex“ geschafft. Darum liest sich jetzt alles Deutsch Geschriebene und groß Gedruckte zack² weg. Die Anglophonen haben offensichtlich einen zu großen Wortschatz zur Auswahl. 

Fund in meiner Kinderbuchbibliothek:  



25.8.

Einen Lesebühnentext angefangen, in dem ich „Standing Ovulations“ bekomme. Mehr als den Kalauer habe ich aber noch nicht. Naja.

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Ein Tag, an dessen Ende Buttingers zu trockenes Hendl vom Chinesen schon die grüßte Unbill ist.

26.8.

Über den zu Recht nicht mehr begangenen „Steig“ entlang des Riegler Ramitsch ins Glöcklkar, über den Nordgrat aufs Warscheneck und einen nicht mehr begangenen „Steig“ vom Toten Mann zurück zur Dümler Hütte („Hättst mi gfrogt, i hätt' das gsogt“, sagt Harry Höll zu meiner doofen Unternehmung, auch LM hatte erst kurz zuvor wegen der irreführenden App dieselbe Schnapsidee). 

 

Das alte Paar auf dem Warscheneck trägt Rucksäcke und Windjacken aus der Zeit, als mich der Vater zum ersten Mal mit in die Berge genommen hat.

Wos is'n des fira Rass'?“

A Collie-Mischung.“

Sie beugt sich zu Fini und streichelt sie. „A Collie soisd du sei? Naa.“ Dann erzählt sie von ihrem eigenen Collie, den sie leider nicht abgerichtet habe, weswegen er sich selbst eine Arbeit suchte. Jeden Tag habe er streng die Kühe in den Stall getrieben – allerdings schon um 16 Uhr, das war ihm nicht mehr auszutreiben. Sperrte sie ihn ein, weinte er. Sperrte sie die Kühe ein, brüllten sie. 

 

Am Gleinkersee esse ich bei der kleinen 60er-Feier alle Speisereste auf. I. (50 Kilo) ist melancholisch. „Wenn ich mit Leuten rede, habe ich den Eindruck, dass sie mir nicht mehr in die Augen sehen, sondern mein Winkfleisch anglotzen!“ Wir sprechen lange über unsere Gelenkschmerzen (was ich eh etwas voreilig finde, immerhin habe ich hart erkämpfte 2000 Höhenmeter in den Beinen). In unseren Schultern bilden sich große Tropfsteinhöhlen voller Kalkstalagmiten und -titen. Eine Freundin hat sich in New Orleans beim Fotografieren durch einen kleinen Sturz vom Randstein beide Beine gebrochen. H. habe sich die Schulter gebrochen, in einer Mulde auf einem präparierten Skiweg.

Ich erzähle so ungeschickt vom seltsamen Gefühl, beim Rasenmähen manchmal mit den Füßen des Vaters zu gehen, dass I. sagt, das sei ja wie bei „Orlocs Hände“, wo ein Mann die übergriffigen Arme eines Mörders transplantiert bekommt.

27.8.

Die meisten Menschen überschätzen den Unterhaltungswert ihrer Schnurren, viele aber wissen nicht, dass sie gerade ganz nebenbei etwas extrem Lustiges erzählen. So wie I. gestern, oder heute im Altstoffsammelzentrum ein alter Bergfreund: Der Malamut seines Schwiegersohnes sei x-mal auf dem Traunstein gewesen, aber nie wusste man, auf welchem Weg. Beim Miesweg sei er immer abgehauen und habe irgendwo oben auf dem Moaralmsteig gewartet.

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Chinesisches Geschirr der Mink-Dynastie aus dem Bauschutt-Container gefladert.

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A., die mittlerweile weiß, was sie mir Schönes berichtet, schickt Fotos aus London, wo sie einen Wettbewerb besucht hat, bei dem Mensch und Hund miteinander bewertet werden, in den Kategorien Ähnlichkeit (sie bebildert das schelmisch mit einem Bild von Chrisi und einem Mops), Wedel-Leistung und Gutsi-Weitwurf. Damit soll sich eine gesunde Gesellschaft beschäftigen, nicht mit Aufrüstung!

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Herr und Hund“: So kann ich mit Thomas Mann umgehen. Am besten ist es, wenn man ihn sich mit der Stimme Loriots selbst im Kopf vorliest. Der Hühnerhund „Bauschan“ wird von den Enten am „Narrenseil seiner Passion“ gezogen. Die Phrase gefällt dem Buttinger außerordentlich, schon ist sie fester Bestandteil des Narrenseils unserer Liaison.

Auch er scheint für seinen eine eigene Nonsense-Sprache entwickelt zu haben, siehe Seite 8. Es ist das im Übrigen kein regelbasiertes Kommunikationssystem, sondern eine pfingstkirchliche Eingebungs-Glossolalie, ein hundsspezifisches Liebestourette. Eine Kette von singulären Sprechakten mit rein emotionaler Intention. Dazu bei Gelegenheit endlich die Dissertation schreiben (muss nur einen Uni-Menschen finden, der auch blöd ist bzw. einen Hund besitzt).

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Mein privater Spätsommer-Lockdown endet bald, die nächste Woche wird durch TERMINE versaut. Es ist schlimm, aber ich geniere mich nicht für meine Gefühle.


29.8.

Fini erhebt sich um 8:15 Uhr von ihrem Schlafnest, um sich auf die Couch zu legen, ohne jede Scham.

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Sehr gerne hätte ich einen kreativen Mitmenschen, der mir wöchentlich wechselnde Kappen mit Trump-Kappen-Spruch-Parodien macht. Jede Woche werden sie höher, um mehr Schmähungen unterzukriegen. Statt dem Original „Trump was right about everything all the time“ stünde auf meiner „Grau ist der Hecht / die Frau hat recht. / Der Hecht ist grau / recht hat die Frau.“ Oder: „Ich habe nicht immer Recht. Aber immer öfter.“ „I'd rather be happy than right.“ „Ich bin mir nicht sicher, aber mich das nicht menschlich und sympathisch?“ 

 

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Beim Romanschreiben denke ich ans Rasenmähen. Beim Rasenmähen denke ich ans Romanschreiben.

Unabsichtlich beim ersten Mähen eine Vulvenform in den neuen Rollrasen geschoren.



31.8.

Nach viel zu langer Zeit sehe ich meine Tante A. wieder. Ein wenig ist sie in ihrer Demenz zu einer alten Königin in ihrem Exil geworden. Wir helfen ihr aus dem Auto, sie sieht mich wohlwollend an, „an feschn jungen Mann hamma do.“ Buttinger: „Halt dich ans jung!“ Später sieht sie mich an und sagt, „ma wiad gaunz vergessen, es is a Sind'“. Es hat aber auch ihr gefallen, zuhause habe sie auf die Frage ihrer Tochter, ob es schön gewesen sei, geantwortet: „Des woa a gaunz a internationales Treffn heit!“ Es ist eine große Erleichterung im großen Übel, dass sie so pfiffig und wohlwollend bleibt, während der Verstand geht.

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Je weniger wir essen können, desto mehr kaufen wir ein.

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Coala: „Fesches Hemd, Buttinger, Feuerwerk oder Löwenzahn?“ Buttinger: „Des san explodierende Schwoaze Lecha!“ Er habe etwas anziehen wollen, das maximalen Schaden anrichte. Sehr wirksam in Kombination mit den schwarzen Sockerl in Loafern, in Kombination mit einem Bermudabadehoserl.

Dienstag, August 05, 2025

Do I am?

Das hier ist keine Homepage, das oberste Posting stammt quasi aus dem Mesozoikum. Neues erscheint nur im Verborgenen, irgendwo weiter unten. Aber lasst euch nicht stören, das hier ist nichts weiter als eine Text-Verschenkungs-Plattform. 



Freitag, August 01, 2025

Meindl-Health-Tipps: Nasse Augen und nasse Schuhe; Murmeltierbisse und Hunderudel

Lebenskrimskrams im Juli 2025

1.7.

Frühstück mit A. Wir schwelgen in Erinnerungen an unsere gemeinsame Kneeler-Gespann-Rennkarriere; meine war ja nur kurz, "und ich fahre auch nicht mehr mit dem Messer zwischen den Zähnen!“ Er erzählt von der Glattjoch-Kapelle am Salzweg, die von irischen Wandermönchen zwecks Reconquista der Ennstaler Heiden errichtet wurde, und die eine Zwillingskapelle auf einer einer schwer zugänglichen irischen Insel hat, die schon Schauplatz von Star Wars war. #allerhand!

2.7.

Ein Hunderudel am Donaustrand. Der Berliner Rumäne lernt udaungs schwimmen, weil der den verliebten Damen Fini und Stella blindlings nachrennt. Im Wasser bleibt er kurz stehen wie ein Zeichentrickwesen, das den Boden unter den Füßen verloren hat.

3.7.

Viel zu bald munter geworden, weil ich wegen Brandgeruchs erwache und gleich Panik bekomme, weil ich alles voll Rauch sehe, dabei sind nur die Augen noch verklebt.

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Letzte Admin-Scheiße-Erledigungen. Es ist alles schon sehr mühsam. Der Juli ist nicht für Erwerbsarbeit geschaffen. Als kröche heiße Molasse durch meine Adern statt Blut.

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Wolkenbrüche noch und nöcher. Der Zentralraum rückt mit einem Schlag an den Äquator. Der letzte Staatsakt ist die Deckervernissage in Ottensheim – bei Sturzregen, undichtem Glashausdach und Stromausfall. Malerisch! „Ich stehe dem Künstler nicht mit interesselosem Wohlgefallen gegenüber, denn in der Zwischenzeit lieben wir dieselbe Frau!“ Der Satz geht allen sehr gut rein, dem klatschsüchtigen Volk wie der Adressatin. N füllt mir meine Freibierflasche mit echtem Bier, damit ich einen guten Eindruck mache.



4.7.

Auch das Loslassen ist eine Arbeit. Wenn Schreiben eine Therapie ist, sind jetzt Honorarnoten die beste Textsorte. Ein Mittagsschlaf artet total aus, aber es ist egal, dass mich das für den Rest des Tages verblödet. Die Hunde rasen in wilder Jagd durch den eingeweichten Garten.

 

Als kurz einmal alle weg sind, sauge ich das Haus wie eine dumme Mutter.

5.7.

Beim ersten Kontakt mit Buttingers Couch einschlafen wie eine 90-Jährige.

 

6.7.

Es beschäftigt mich schon sehr, welches Buch ich im Urlaub zuerst lese, und in welche Richtung ich zuerst losgehe (Haas' „Missionarstellung“ bzw. Weiße Wand). #transitzursommerfrische

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An der Herstellung von Androiden sind angeblich die Augen das Schwierigste. Sie führen am schnellsten ins Uncanny Valley. Es braucht einerseits den Mona-Lisa-Effekt (man fühlt sich immer angesehen), der Blick darf andererseits nicht zu direkt ins menschliche Gesicht gehen, sonst werden wir wild wie in die Ecke gedrängte Hunde.

7.7.

Was ich am letzten Tag, den ich dem Roman widmen wollte, getan habe: Wäsche und Bücher geordnet, Baumhaus und Wintergarten geputzt, Rucksack und Unterhosen geflickt, zweimal gekocht. Oberes Mittelfeld der Prokrastination.

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Ich „besitze“ zwei Laden voller Parten.

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Eine Doku über den Speed-Versuch der Huber-Buam in der Nose. Im Abspann wird das Gelingen nachgetragen, das auch schon wieder lange pulverisiert ist. Beim Zuschauen wie immer diese Lust und dieses Grauen. Ich sterbe innerlich ja schon in einer 6er im Vorstieg. Wie kann man so viel Urvertrauen in sich selbst, in den Felsen, ins Material entwickeln?! Immer auch arg die Klettermagazine, wenn sie schreiben, welche 8b auf der „Wunschliste jedes Kletterers“ stünden. Als bestünde die Chance, dass ich mir sowas überhaupt wünschen kann. Jede einzelne 6b steht auf meiner Wunschliste. Andererseits ist es ja ok – klettere ich viel, ist 6b+ die Grenze. Klettere ich wenig, ist bei 6b+ Schluss.

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Beim Friseur den Hund angehaart (Satire für Einsteiger)

 

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Ich brauche 37 Minuten, um mich dazu durchzuringen, zur Austrofred-Lesung zu gehen, das lässt auch schon auf meine mürb gewordene Entscheidungsspannkraft schließen. Spätestens aber, als er uns alle in den ausgegebenen Regensackerl sieht und fragt „Regnt's, oder sad's es a Raika-Flashmob?!“, freue ich mich über meinen Entschluss. 

9.7.

Derzeit ist das Gefühl, sofort einfach nur noch Hausfrau sein zu können, besonders ausgeprägt. Wie schön es wäre, das Schreiben als Hobby zu pflegen, so wie andere Aquarell malen! Wahrscheinlich bekäme ich so auch sehr viel mehr weiter.

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Auf der Straße treffe ich D. und ihre Enkelin (2), die sich sofort auf meinen Vorschlag einlässt, mit mir zum Zgonc zu fahren, um eine kleine Kettensäge zu kaufen. D. fragt, wozu ich sowas denn brauche. Es ist ein Geschenk, aber ich sage: „Every woman needs to have a chainsaw.“ Die Enkelin will wirklich mit, sie habe später ganz enttäuscht gefragt, „where's the lady?!“

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Beim Freie-Szene-Treffen im Raumteiler umgehe ich die Duz-Problematik, indem ich den neuen Linzer Bürgermeister im Mühlviertler Bauern-Plural anspreche. "Und, is eich eh ned hoaß?" Ich jammere so lange über Gott und die Welt, bis er erschöpft und totgeredet in der Plüschcouch hängt. Zu seinem Glück läuft meine Parkuhr aus. 

 

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Aber KI hat's doch immer schon gegeben!“, sagt die 17-jährige Partygästin, kurz von ihrem Handy aufblickend.


Wie kommt ihr eigentlich ohne mindestens eine Schwester durch eure Leben? 

10. Juli

Noch zwei Tage. Der Urlaub wird schon alleine deswegen notwendig, damit ich aufhöre, Besorgungen zu tätigen und das wenige verbleibende Geld zu verschleudern. Heute gekauft: „The Furminator“ gegen Finis Unterwolle. Frage der Woche: „Spazzolare vs. DeSHEDDING“?

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I hob's leider ned zur Lesung gschofft!“, sagt die mir leider unbekannte junge Frau, die mir am Bahnhof den Kaffee verkauft. Es lässt sich kaum herausfinden, welches Literaturereignis sie meint.

11.7. 

Einen Tag noch kämpfen, dabei aber von vornherein sehen, dass es sinnlos sein wird. Nach dem Urlaub wird der Garten wie immer furchtbar aussehen und gleichzeitig weniger schlimm, als befürchtet. Im Übrigen sieht er schon seit April 2024 furchtbar aus, das Schwimmbecken fehlt zumindest optisch. Der Herrschaft der Ringelblumen im Gemüsegarten ist nicht beizukommen. Im Hintergrund donnert es die ganze Zeit.

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Die arme, gleichaltrige B. hat sich den Unterschenkel gebrochen. Ich tröste sie, dass sie ja eh noch halbwegs vital sei, immerhin nicht den Oberschenkelhals!

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Wie immer erliege ich der lustigen Illusion, dass ich in drei Wochen physisch und intellektuell optimiert heimkehren werde.

12.7. → GRUNDLSEE

Kurz vor der Abfahrt bleibe ich vor den Bildern der Eltern stehen und sage – ohne es verhindern zu können/wollen: „Passt's ma guad aufs Haus auf!“ Ich fühle mich sehr wunderlich. 

Mir wird bewusst, dass Anna Weidenholzer mit ihrer Figur des „Flachländers“, der keine Veränderungen im Urlaubsort erträgt, auch ein Porträt über mich schreiben hätte können. Nichts hat sich verändert. Warum auch?! 

 

Wenn sich Land und Leute hier nur halb so freuen wie wir, sind alle glücklich!, sage ich zu den Wirtsleuten, zum Kellner Tobi, zum See, zu den Bergen, zur Ferienwohnung, zu den Geranien am Balkon, zu den ersten zwei Halben Bier.

Auch das extrem tiefergelegte Auto seufzt auf, als wir es entladen. Noch nie haben wir mehr Zeug mitgenommen.

Ein Teil unseres Glücks hier am Talschluss ist wohl, dass es sich niemand mit viel Geld schöner machen könnte. Keine Jet-Skis, kein Austern-Büffet, es wird im Umkreis von 20 Kilometern weiterhin nirgends Champagner geben. Auf dem Parkplatz stehen kaum Premium-Modelle, stattdessen viele graue Kombis. Möge das geldige Gschwerl weiterhin andere Orte verschandeln. 

13.7. Salzofen

Eine Wanderin macht mir die Freude, mich zu fragen, ob ich von hier sei. Sie setzt sich auf den Abblasbühel, sieht sich um und sagt den schönen wie wahren Satz: „In so einer Landschaft bin ich nur ein Fliegendreck.“ Ab hier bin ich allein, obwohl ich die markierten Wege nicht verlasse.

Eine schöne Beschäftigung ist die Erörterung in mir selbst, ob der Salzofen nicht der allerschönste Aussichtberg sei.



14.7.

Kurze Ausflüge in die Welt der Krisen da draußen, zum Glück nur lesend. Derzeit wird ALLES als Symptom der Demokratiekrise gedeutet, etwa des Fußballers Musialas Wadenbeinbruch. Ob ich im Urlaub die ZEIT nicht einmal abbestelle?

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Großartig übrigens Ransmayrs „Egal wohin, Baby“, wie eine Fortsetzung des ängstlichen Mannesatlas. Es kommt darin in Wort und Bild der Siniweler vor – den ich tags darauf dann ja wirklich sehe (er ist ein wenig der Hidden Peak hier).

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Der Erledigungsdruck lässt langsam nach.

17.7.

Glubschi, die Gamsgeiß“, aus der „Alpenpost“: Sie habe Wanderer bis zur Zimitzalm begleitet, dann sei sie sogar bei der Altausseer Seevilla gesichtet worden, bis sie heim auf die Tauplitz gegangen sei. „Wie lange es dauert, bis sie sich wieder auf große Wanderung macht, weiß nur sie.“ Es bleibt eine exotische Welt hier herunten.



21.7.

Das Wetter bleibt launisch, angesichts dessen bin ich aber schon viel gewandert. Man muss dabei ja nicht trocken bleiben. 

 

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Weißweinträume. Das Land OÖ lädt alle seine Kunst- und Kulturschaffenden zur „Langen Nacht der Heimatarchäologie“ nach Gramastetten. Wir bekommen Helme und Spaten, der LH schaut dabei zu, wie wir Gestein schaufeln.

19.7.

 The loneliest happy place: die Weiße Wand



23.7.

Wie immer tauchen mit jedem gegangenen Weg neue Pfade auf. L. nimmt mich mit zum Altausseer See, wo sich die die Pensionistinnen vor dem Powerwalk am Vormittag parfümieren. Der schönste Kontrast die Abzweigung ins völlig einsame Bärental, das sich zwischen der Augstwiese im Norden und der Schönwiesalm im Süden erstreckt und bei der Brunnwiesalm endet. 

 

Ikarus sitzt vor seinem Kabuff, das so wirkt, als werde es nur noch von seinem Inneren zusammengehalten. Eine behagliche, winzige Höhle in dieser Weite. Fini flüchtet vor den Kühen und Ziegen ängstlich hinein, dann traut sie sich heraus unter den Tisch, sie legt ihren Kopf auf Ikarus Schlapfen, weil sie weiß, wer sie beschützen kann.

Der Herr Halter ist ungehalten, weil nun alle zu ihm kommen wollen, seit der arme Bodo nicht mehr ist. Er ist story gold für alle Medienmacher im Sommer, und er hat es schnell satt. Alle seien sie schon hier gewesen, die Landesstudios OÖ und Stmk., Bergwelten, ORF 3, Servus TV. Unlängst sei Bayern 3 da gewesen, für „Klangwelten der Alpen“. Er habe die Redakteurin gefragt, warum sie das den nicht fürs Radio mache, wenn es um das Hören gehe. „Wenn ihr das fürs Fernsehen macht, schauen die Leute ja, ihr wollt aber, dass sie hören!“ Er ereifert sich immer mehr. Hier heroben höre man nichts, was man nicht auch im Tal höre, außer der Stille, und das gebe nicht lange was her fürs Fernsehen. Er habe die beiden Filmleute also an die Höhlenforscher verwiesen, die sollen sie zu einem unterirdischen Wasserfall bringen, das höre man sonst nirgends. Sie seien aber stur trotzdem zu ihm heraufgestiegen. Die Frau, eine Norddeutsche, sei ihm sofort unsympathisch gewesen, sagt er, weil sie ihre nassen Socken ungefragt auf den Ofen gelegt habe, auf dem er koche. „Wer bringt denn kein zweites Paar Socken in die Berge mit?!“ Der Mann, ein Schwarzer aus Paris, sei aber nett gewesen, darum habe er ihn mitgenommen auf einen Rundgang. Aber was für dumme Fragen sie ihm gestellt habe! Ob ihm hier nicht die Musik fehle? „Dabei will ich einmal eine Ruhe haben von der Musik!“ Ob ihn das Muhen der Kühe an seine Orgeln erinnere, „so ein Blödsinn! Ich geh doch nicht auf den Häuslkogel und dann erklingt in mir Brahms!“ Ob er nicht aus der Übung komme in den vier Monaten auf der Alm? „Wozu habe ich denn vorher geübt, da werde ich im Herbst wohl gut genug spielen!“ Ich wende der Ehrlichkeit halber ein, dass mir auch keine viel klügeren Fragen zur Musik einfielen. Aber ich frage ihn lieber über die Wege aus, über die Höhlen, die Schlangen, die Wölfe und Adler. Die Saison habe schlecht angefangen, sagt er, gleich zu Beginn habe der Jäger kommen müssen, um einen jungen Ochsen zu erschießen. Er habe sich verletzt, und die Schmerzen haben ihn wild gemacht. Niemand habe ihn bändigen können, der Halter nicht und seine Besitzerin nicht. „Am Anfang des Sommers sind die Tiere ungeschickt, wie die Menschen.“ 

 

Ich frage ihn, ob er glaube, dass das Wetter heute noch aushalte. Er deutet in den Himmel. „Schau selbst, was meinst du?“ „Wird schon reichen.“ „Ich glaub auch.“ Mit Ziegenmilch gedopt gehe ich glücklich dahin ins Schowodinkar. Wolkenfetzen ziehen vom Norden herein, ich komme trockenen Fußes aus dem Widerkar nach Hause. Dort erfahre ich, dass es zwischen Selzthal und Hinterstoder geregnet hat, als gehe die Welt unter.

Morgen soll es sich ausregnen, mir sind die Beine schwer. 

24.7.

Es regnet nicht, im Grunde könnte ich wieder los.

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L. macht mir die große Freude, zu glauben, dass das drollige Abfahrtssignal des Bootes noch mit einer echten Blockflöte getutet werde.

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Die Leute sind heute so freundlich, als ahnten sie, wie sehr ich das alles hier liebe. Ich betrachte Murmeltierraufereien, Enten beim Morgenbad im Bach, eine schlafende Katze. Eine Frau kommt mit ihrem Hund aus dem Haus, gleich sind wir tief in einschlägigen Gesprächen über die Dackeljagd verwickelt. „Guad, dass aa guade Leid wia uns gibt!“ sagt sie zum Abschied.

Eine Taiwanesin grüßt freundlich und fragt, ob das da ein Apfelbaum sei, so etwas habe sie noch nie gesehen. Sie war schon in Hallstatt, „so many tourists!“ Ich scherze, sie hätte doch nur von zuhause ins verfeindete Festland schauen müssen, zum chinesischen Hallstatt. Sie ist empört. „Ohhhhh, they copy EVERYTHING!!!!“

25.7.

Im Traum gewinne ich eine Photovoltaik-Anlage in Bayern, aber nur, wenn ich bei der Übergabe im Ruderleiberl mit Markus Söder posiere (im Traum erkläre ich mich dazu bereit).

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Der Decker war noch nie beim Veith, wir sehen ihn mit seinen Augen und erfreuen uns am Bundesländer-Stickkissen und der Promi-Wand aus den 1980ern, als hätten wir's noch nie gesehen.



26.7.

Derzeit als Ohrwurm on heavy rotation: „Die Tage hatten Namen, doch sie kommen nicht zurück, wenn du sie rufst.“ Die Shy-Buben, so weise. 

27.7.

Man kommt nicht trockenen Fußes durch diesen Juli. Auch die mir vom Buttinger zum Jahrestag gekauften Meindl-Schuhe geben irgendwann auf. 

 

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Ein guter Mental-Health-Trick: Alte ZEIT-Ausgaben lesen, in denen Trump nur eine lästige Sorge ist.

28.7.

Meindl-Health: sich von drei verschiedenen Murmeltieren in den Finger beißen lassen. Man hat dabei den kleinen Nervenkitzel, ob sie es eh nicht fest tun. 

 

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Die Frau vom kleinen Geschäft trägt heuer seltener Dirndl und ist besser gelaunt, wahrscheinlich erkennt sie uns jetzt allmählich. Sie sagt, dass sie heuer ausnahmsweise schon im Juni auf Urlaub gefahren sei – nach Norwegen. „Owa do woas wia bei uns!“

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Franzosen. Es sagt eh schon alles über ein Volk, das n'est-ce pas“ statt „goi“ sagt.

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Wieder etwas, von dem man sich in der Mitte des Lebens verabschieden kann: auf dem Bauch liegend lesen. (Alle anderen Positionen sind schon fad in diesem ewigen Regen). Das reiht sich ein in Euphorie beim Hören neuer Pop-Musik, lautlos eine Stiege hinunter gehen, trinken ohne an morgen zu denken (vor allem Schnaps und Likör).

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P. über die Hierarchie der wirklich wichtigen Arbeitsfelder: „Wasser, Strom, Scheiße“ (am schönsten im Sächsischen Dialekt gesagt). Er hat jetzt die Musik als Hobby entdeckt – er schreibt Texte und lässt sie dann per KI vertonen. Unlängst habe er spontan eine Wagner-Arie „komponiert“: „Besser geht’s nicht!“ Er überlegt, auch das Texten der KI zu überlassen. 

29.7.

So schreiben wie Robert MacFarlane! Bei Gelegenheit die Stelle wieder suchen, in der er beschreibt, wie widerlich die Küken der Tölpel schmecken.

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Angesichts der Kurzweil der vergangenen Tage können wir uns für das Altern und seine schwindenden Möglichkeiten doch Hoffnungen machen.

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Mir träumt, dass D. einen sehr schönen Wissenschaftler im Baumhaus einquartiert, das als Hütte in einem Skigebiet auf dem Gletscher steht. Ich erwarte, dass mich der Nerd zum Dank anflirten könnte, aber sie hat ihm nicht gesagt, dass das mein Baumhaus ist, in dem er logieren darf.

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Nach der Seeumrundung erklärt sich Buttinger zum Stachanow der Höhenmeterproduktionsschicht (319m).



31.7.

Das Fleisch mürbe gegangen rund um den Elm. So schlecht bin ich nicht beisammen. Fini darf anlässlich ihres vierten Geburtstages folgende Tiere stauben: Reh, Gämse, Murmeltier. #rebhuehnergestaubt 

 

Abends den Mund vor Gier mit gebackenen Steinpilzen verbrannt, ein besonders schönes Problem.