Mittwoch, Dezember 17, 2008

Von Würgengeln und anderen Malaisen

Hier eine anschauliche Illustration meiner Gefühle in den vergangenen zwei Wochen voller Bronchitis - Nahtoderlebnisse Lercherlschas dagegen:



Jetzt geht's mir aber wieder gut, danke der Nachfrage.

Montag, Dezember 15, 2008

Literaturknobelpreis für den Coal

Zumindest in der Literatur scheint es noch so etwas wie Gerechtigkeit zu geben. Erstens liest unser Landeshauptmann Pühringer allem Anschein nach dieses Weblog. Zweitens zieht er daraus die einzig richtigen Schlüsse: Nach Lektüre der hier teilweise veröffentlichten Autobiographie von Coala Lumpi (s.u.) überreicht er ihr flugs den oö. Literaturknobelpreis.
Der ist zwar auch nur mit einem Packerl tschechischer Katzenzungen dotiert. Dafür aber wurden diese in einem pompösen Festakt im Gasthof zur Post in Peilstein überreicht:


V. l. n. r.: Ein OÖ. Landesbediensteter für Innere Sicherheit, Landeshauptmann Pühringer, Coala Lumpi

Ebendort hatte kurz zuvor eine andere Schwester segensreich in Sachen Kunst und Kultur gewirkt. In ihrer Funktion als Witzebürgermeisterin des Oberen Mühlviertels eröffnete AneSchwe die Gemeinde-Mulitmediabibliothek:

Freitag, Dezember 12, 2008

Murmeltiere gegen den Kapitalismus

Ich fürchte die Menschen, auch wenn sie Geschenke bringen. Sie sollten auch so fühlen, besonders in Zeiten wie diesen. Das aktuelle Geschenke-Hochrüsten unterstützt nur den mit Getöse implodierenden Kapitalismus. Versetzen wir ihm den Todesstoß durch Konsumverweigerung.
Schlecht sind Präsente, die Geld kosten, also um den Preis der eigenen Seele im Schweinesystem Erwerbstätigkeit erkauft sind. Das kann doch der liebende Mitmensch nicht wollen!
Wohin aber mit der überschüssigen und anders schwer zu beweisenden Zuneigung?
Hier geht's weiter...

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Keine weiteren Fragen? Textsuppe für alle!

Ich erklär' euch die Welt, wenn's sein muss, sogar im Kleinen Schwarzen


Liebe Irrende und Ratsuchende,

mit einem Tusch sei euch das Ende der quälenden Ungewissheiten verkündet: Hinfort lassen euch Textsuppenkoch René Monet und ich, die Tugendterroristin eures Vertrauens, am wechselseitigen Aufklärungsprozess teilhaftig werden.

Hier wär' die sehr einsichtsreiche Antwort des Herrn Monet auf meine Frage der Woche: http://renemonet.wordpress.com/

Fragwürdiges, Wissenslücken, Antworten auf die Frage nach dem Leben und den ganzen Rest dürft ihr sehr gerne hier und dort deponieren.

Mittwoch, Dezember 10, 2008

Was nicht einmal ich weiß

Da ich nun seit kurzem staatlich geprüfte Übungsleiterin für das Leben und den ganzen Rest bin, richten immer mehr ratsuchende Menschen Fragen an mich. "Was kann ich erkennen, was soll ich tun, was darf ich hoffen?" "Wird das Hirn durch fortgesetztes, schweres Gedankendröseln und -schwurbeln genauso schrumpelig wie die Haut auf den Fingern beim Baden?" Oder: "Kommst du morgen zum Mittagessen?"
Stets bin ich froh und dankbar, die Frageflut flugs und wahrheitsgetreu eindämmen zu können.

Gestern musste ich erkennen, dass all mein heißes Bemühn immer noch an Grenzen stößt. Ich wollte mir einen Aktivpass holen und musste zu diesem Behufe eine Umsatzliste vorlegen. Diese löste eine starke Runzelbildung auf der Stirn der Schalterdame aus. "Jo vo wos lebn denn Sie eigentlich?!" rief sie mehr als zu fragen.

Darauf wusste ich nichts zu sagen. "Spaßgeisha" oder "Von sexuellen Gefälligkeiten" wagte ich nicht zu sagen; zu nahe war die Sanitätsdirektion.
Ich weiß es heute immer noch nicht, aber während ich noch grüble, könnt ihr euch dieses Bild genauer anschauen:

Montag, Dezember 08, 2008

Aus den geheimen Tagebüchern der Sockenpäpstin, II


Zum Vergleich: ein Beispiel für Coala Lumpis aktuelles autobiographisches Kunstwollen. Nie waren Anführungsstriche notwendiger! Zufällig war ich Zeugin - die Autorin war einfach unfähig, mit großen Gefühlen umzugehen und echte Nähe auszuhalten. Wer ist da der rohe Fleischbatzen?!

Donnerstag, Dezember 04, 2008

Mittwoch, Dezember 03, 2008

Wirtschaftskrise? Antizyklisch investieren!

Homestory II: Seit gestern möchte ich im Falle meines Verweichens doch gerne als mein Vater wiedergeboren werden (ich bin mir nur noch nicht sicher, in welcher Religion das gehen könnte).
Weil warum? Seine Gattin, die gleichzeitig meine Mutti und Mindestrentnerin ist, hat vorgestern die ganzen Pfandflaschen zurückgebracht und dem Vatern vom Erlös so mirnichtsdirnichts einen Volvo gekauft, wo ich sag, jawoi, das ist ein Volvo.


Der XC 90 hat dann gleich auch den ultimativen Test bestanden: Lässt sich der Hunde-Feistling über die Bordkante heben? Und kann der Kofferraum mit Geranienkübeln bestückt werden? Kann er. Und gekauft ist das Teil.


Vateraugen strahlen. So fein ist er noch nie unterwegs gewesen. Rechtfertigen muss er sich für den SUV nicht, er ist ja Waldbesitzer.

Damit der Kübel auch betankt werden kann, ernähren sich die Eltern von nun an mit Knackwürschten ("Primarsforellen") und schwingen sich von Luster zu Luster, um die Perserteppiche zu schonen.

Montag, Dezember 01, 2008

Animale Anomalie: It's a Dog's Life


Sollte ich jemals ableben, möchte ich als Hund meiner Familie wiedergeboren werden, wenn das geht. Das nenne ich eine Umkehrung der Hierarchie: Hund Dicklinde ratzt auf der Ledercouch, der Primar bleibt auf dem Teppich. Hoffentlich sieht das Edith Klinger.

Samstag, November 29, 2008

Domina Online

Aus mir nicht ganz erfindlichen, aber umso erfreulicheren Gründen ist mein Kolumne gewordenes Kunstwollen jetzt plötzlich doch wieder auf dem OÖN-Online-Portal zu finden, und zwar genau hier: http://www.nachrichten.at/freizeit/art7,76566
Wem gerade fad ist, wer's lesen möchte oder aber wer meinem Glossenkunden zeigen möchte, wie granatenhaft gut die Zugriffsraten sein könnten, kann da mehr als gerne ein wenig draufklicksen.

Das letzte Mysterium endlich gelöst!

Ja, richtig gelesen - nicht weniger als die Erklärung eines gewaltigen Rätsels wird im Kolumnenpredigtdienst (und in der OÖN-Printversion) geboten: Der alte Mann und die Domina erklären euch, warum sich Mann und Frau den Pullover so andersartig ausziehen!
Hier geht's zur großen Dekonstruktion!
Gruß,
Kolumnenmutti

Freitag, November 28, 2008

Die Sau im Linzer Dorf

Liebe Kinder,

so geht's zu in der Welt! Kaum verweist mich das Poetry-Slam-Publikum einmal nicht auf den vorletzten Platz, werde ich größenwahnsinnig und vergieße dicke Tränen, weil mir erst im Finale (übrigens irrsinnig schmählich) der Sieg geraubt wurde. Natürlich von diesem schrecklichen René Monet! Bei aller Liebe: Musste der gestern unbedingt mitlesen? Der kann doch von mir aus weiterhin überall anders gewinnen und mir zumindest den Solaris-Slam lassen.

"Die Sau"


So sitze ich heute mit ungemein grauslichen Katzenzungen aus Tschechien (Zweiter Preis) da und überlege, was ich mit dem Stricksocken voller Kulis, Rotgeld und Taschentüchern (Erster Preis) alles bewegen hätte können.
Ärgerlich auch, dass der Monet die weitaus besseren Bilder macht. Meine Rache: ein schiaches aus meiner Kamera (s.u.).


Donnerstag, November 27, 2008

Mink on the Mike

Für die ganz Vegesslichen: Heute ab 19.30 Uhr Poetry Slum, Pottery Slam, Poet Islam oder Poultry's Lamb im Linzer Solaris!
Die Redaktion der Lebensbeichte wartet mit Auszügen aus der "Sau" auf. Es gilt wie immer: Kommt alle her!

Dienstag, November 25, 2008

Kleine Erfolge auf dem steinigen Weg zur Weltrettung

Und da sage noch einer, ich hätte nur Blödsinn im Kopf! Vor geraumer Zeit äußerte ich vor Kulturschaffenden die Idee, dass ein Vibrator in Pestsäulenform doch ein Spitzen-Linzsouvenir sei. Jetzt seht euch an, was daraus Hübsches gemacht worden ist!

Nähere Infos und Kaufanleitung gibt's hier, im sehr empfehlenswerten No Honey Webshop von Social Impact.

Zweiter kleiner Lebenserfolg: Gestern betrachtete ich mit zwei weiteren Menschen mein altes Maturafoto in den Gängen der Meindl-Kaderschmiede. Ich konnte nicht entdeckt werden! Das ist angesichts der ästhetischen Anmutung meines damaligen Erscheinungsbildes eine gute Sache.

Und schließlich: Beim gestrigen Dichterwettbewerb im Musentempel schaffte es ein erster Auszug aus dem nicht ganz unmittelbar vor der Veröffentlichung stehenden Romanerstling "Die Sau" quasi auf Platz zwei! Dem Publikum gefiel zwar das nicht aus meiner Feder stammende Kapitel vom Sauschlachten besser, aber mir doch wurscht. Den Kopf zum Lesen hingehalten hab ich!

Freitag, November 21, 2008

Slammer-Filets



Herrschaften und gnä' Damen,

kommende Woche gäb's einiges in Sachen geschriebene Sprache und gesprochene Schrift zu versäumen: Schon am Montag laden Melpomene und Thalia, zwei Musen des Theater Phönix ab 19 Uhr zum Dichterwettstreit, zu dem gut auch "Poetry Slam" gesagt werden kann.

Einen genau einen solchen macht dann auch am Donnerstag im Solaris der wahnsinnig klasse Verein Postskriptum.

Beide Literatur-Sausen finden unter engagierter Beteiligung der Redaktion der Lebensbeichte statt: We make a fool of ourselves - just for you!

In diesem Sinne: Kommt alle her!


Monty Python macht's uns gratis!


Das nenne ich endlich einmal schöne Neuigkeiten: Die mittlerweile stark angegrauten Monty-Python's-Zausel richten uns einen eigenen YouTube-Channel ein! Jetzt kann ich mir die "Ist doch nur 'ne Fleischwunde"-Szene und das Killerkarnickel leicht und bequem jederzeit von Zuhause aus anschauen.
Was das in Sachen Prokrastination bedeutet, darüber will ich den Mantel des Schweigens breiten, unter dem nur "Hilfe!" herausragen soll.



Hübsche kleine Entdeckung beim Einführungsvideo: John Cleese hat eine Gartenbeng mit integrierten geschnitzten Holzspatzen drauf.

Mittwoch, November 19, 2008

Garstige Effizienz

Auf der immer wieder wunderbaren Riesenmaschine fand ich dieses unendlich böse Tool: Write or Die von einem gewissen Dr. Wicked. Damit können sich Prokrastinierer mit hohem Leidens- weil Schaffensdruck quälen lassen, wenn sie beim Schreiben schlunzen. An sich bin ich ja gegen operante Konditionierung (ich mein, ich bin doch nicht dem Pawlow sein Hund), aber vielleicht rettet das ja einem Menschen das nächste Mittagessen, weil er oder sie rechtzeitig die längst fällige Rezension (völlig zufälliges und sicher nicht autobiographisches Beispiel!) abgeliefert hat.

Wer also eine Aufschubumkehr drindend herbeisehnt, wählt einen Sanktionsmodus (Bestrafung per Elektroschock funktioniert NOCH nicht) und fängt an, ins Kastl hineinzutippen. Das Qual-Spektrum für Faule reicht vom sanften, aber lästigen PopUp bis zum ganz schlimmen Kamikaze-Modus: Hier schreibt sich der Text von alleine wieder weg!
Das Penelope-Narrativ für den Odysseus des Prekariats.

Dienstag, November 18, 2008

Lebensbeichte jetzt endlich im Abo!

Sehr verehrte Lese-Milliarden!


Der kritische Mensch lechzt nach Platz für Widerstand wie der heiße Stein nach dem Tropfen. Deswegen haben wir von der Redaktion der Lesben... pardon: Lebensbeichte Berater mit dem Auftrag äh... beauftragt, diese Publikation zu einem Torpedoboot gegen den Mainstream aufzusexen.

Resultat: der Megatrend zum Gratisblatt gehört dekonstruiert. Die Leute wollen nämlich insgeheim sehr viel für gute Infos bezahlen. Ehrlich! Ihr wisst es nur noch nicht!

Aus diesem Grund ist dieses Weblog ("So wertvoll wie eine Tonne Altpapier!", s. Abb.) ab sofort nicht mehr gratis. Das heißt konkret: Entweder liefert jedeR Lesefrosch ab sofort seinen Zehent in Kommentarform ab, spendet etwas für die notleidenden Tiere (dazu bitte nach unten scrollen zum Seitenleistenbild "Rettet die Wale" oder lädt Teile der Redaktion auf ein Bier ein.

Sonntag, November 16, 2008

Bestrickende Lösungen im faulen System

Laut Meinungselite sind wir bald mehr oder weniger arbeitslos. Das trifft Menschen mit echter Arbeit sicher schlimm. Denken wir aber auch an die Pensionisten und jene jungen Menschen, die sich ihre Arbeitsunlust durch schädlichen Konsumverzicht erkaufen.
Jackpot-Frage: Was sollen sie tun mit der freien Zeit, mit diesem Feuer, in dem wir alle verbrennen?
Mein Vorschlag: Stricken für den Weltfrieden und die Versöhnung der Generationen.
Hier weiterlesen, wenn's konveniert...

Samstag, November 15, 2008

Gämsen-Games am Traumstein



Liebes Lesevolk,


ich weiß ja nicht, ob ihr euch heute für die obere oder die untere Seite der Wolkendecke entschieden habt. So sah es jedenfalls oben auf dem Traunstein aus. Bei gefühlten 17 Grad im Windschatten. Naja, wer's mag.




Da ich gestern leider noch lumpen war, trübte der Rest vom Fest meinen Orientierungssinn; ich ging auffallend oft fehl. Als ich wiedereinmal vor dem Abgrund stand, erblickte ich diese zwei Gämsen, die man übrigens früher mit "e" geschrieben hat.



So nah war ich dem Volk der Bergziegen noch nie gekommen, außer im mumifizierten Zustand (die Gämsen, nicht ich).



Was sind das für überaus possierliche Tiere! So blieben wir mehr als eine Viertelstunde beieinander - sie betrachteten mich mit schiefgeneigtem Haupt, ich sie im sonnenwarmen Almgras liegend.


Und da sage noch eine, ich sei ein roher Fleischbatzen!

Freitag, November 14, 2008

Endlich ironiefrei!

Das ist schnell gegangen: Die OÖN relaunchen ihren Online-Auftritt und kippen im Sinne einer Qualitätsoffensive gleich die ganze Satire raus. Also nicht nur diesen Domina-Krawallschachtelsermon, sondern auch die Hervorbringungen des alten Mannes.
Diese Maßnahme verdient meines Erachtens viel Lob, denn mit Ironie und Kalauern kriegen wir den Konjunkturkarren nicht aus dem Dreck.
Wer Lust und Tagesfreizeit hat, kann sich ja hier eine Adresse für "Jawoi!"-Reaktionen heraussuchen.

Donnerstag, November 13, 2008

Domina: Historisch-Kritische Ausgabe

Gnä' Leserschaft, als hätt ich's geahnt, habe ich dieser Tage mein Kolumne gewordenes Kunstwollen in ein Blog gezwängt. Was zuerst ein reines Aufschieberitis-Symptom war, ersetzt wohl bald die Online-Version meiner Abnehmer. Die "Domin(ik)a" gibt's dann nur noch in der Printversion.
Es gilt wie immer: Lebensbeichte-Leser und -innen sind besser informiert.
Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf meine Meinung!
Kolumnenthemen und Sonderwünsche werden ab jetzt hier im Kommentarteil entgegengenommen und bei passender Laune gerne verwurstet.
Schaustu hier: http://dominapredigt.blogspot.com/ oder bei "Minks linkslinke Links" im Seitenout.

Dienstag, November 11, 2008

Wer kriegt die Malediven?

Sehr nachdenklich gemacht hat mich die Mitteilung, dass die Malediven umziehen. Wegen der Klimaerwärmung und weil man doch gern einmal einen Balkon und eine hübschere Aussicht haben möchte. So schaut man sich gerade was in Sri Lanka, Indien oder Australien an.

Ich finde das allerhand. Warum geht das überhaupt so leicht, dass sich ein Staat einfach wo anders hin verlegt? Da könnte ich ja im Wiener Palais Saugarten die Republik Minkasien endlich aus dem Territorium zwischen meinen Ohren befreien und zum natürlichen Staat werden lassen.
Wer kriegt eigentlich die alten Malediven? Ein bisschen was wird ja wohl noch aus dem Wasser ragen. Kann ich das dann haben?

Kein Foto von den Malediven - aber so ungefähr stelle ich mir das dann vor.

Montag, November 10, 2008

Failblog - Geschichten vom Scheitern

Weil ich schon dabei bin, die "Lebensbeichte" auf die Normfunktion eines Blogs zu reduzieren ("Links reintun und kommentieren"), hier gleich noch ein schöner Link, den ich mit "Die Amis spinnen" nur mäßig originell kommentiere.
Enjoy!

Angst davor, von einer Nebenbuhlerin geschwängert worden zu sein? Wo das herkommt, gibt's noch jede Menge mehr.

Erotiktipps vom Midlifegreis

Weil ich nicht so bin, ein Hinweis auf die Konkurrenz - hier ein Beitrag für die Männer im Mittelalter: der alte Mann von der Satireseite schreibt über das Leid an der Natur und das Wandervögeln.

Samstag, November 08, 2008

Was aus den Krochan geworden ist:



Wiedereinmal ein kleiner Diebstahl im Dienste eurer Unterhaltung: Obiges Bild von etwas zu gut gebräunten jungen potenziellen FPÖ-Wählern entnahm ich dem immer wieder empfehlenswerten Satirelog Raketa. Besonders hübsch in diesem Zusammenhang der Kommentar von "Anonyma les": "Uii... lauter Wüstengeiseln".
Schön!

Freitag, November 07, 2008

Lost in Translation

Unser Lebensbeichte-Korrespondent aus London erlaubt sich, eure geneigte Aufmerksamkeit auf diese hübsche BBC-Geschichte zu richten:

Was oben auf dem Schild zu lesen steht, dürfte noch halbwegs verständlich sein. An sich sollte der untere Teil auf Walisisch dasselbe bezeichnen. Tut er aber nicht, sondern: "I am not in the office at the moment. Send any work to be translated."

By the way: "Wales" heißt auf Englisch "Catfish" und auf Deutsch "Wels".

Donnerstag, November 06, 2008

Can we kick it? Yes, we can!

Mehr fällt mir tagesaktuell und globalpolitisch noch nicht ein zu Amerika. Es will mir scheinen, dass ich nun auch beim schriftlichen Meinungsabsondern zur prokrastinierenden Schonhaltung neige.
Der titelgebende Satz wird uns noch verfolgen. Genauso wie mich ständig die idée fixe "Schabrack Obama".
Bald erwartet im Übrigen auch die Republik Minkasien ein Change. Und zwar vom Pyjama in die Joggingdress.

Dienstag, November 04, 2008

Böse Börse

Gnä' Leserschaft, erneut bin ich der Webloghütte untreu geworden. Hier mein Vorschlag zur Rettung der Welt:

Die Kunst, stillos zu verarmen

Böse Börse. Schluckt einfach so aus einer schlechten Laune heraus 1400 Milliarden Dollar. Angeblich soll’s der kleine Mann auf der Straße zahlen. Da fühle ich mich als mittelkleine Frau auf der Couch aber auch angesprochen. Jetzt warte ich stündlich auf das Eintreffen einer Rechnung über 208,955223884 Dollar, die ich und Sie anderen 6,7 Milliarden Menschen jeweils zahlen müssen.
Ich nehme meine Verantwortung ernst. Als erste Reaktion habe ich gleich die Kurzarbeit eingeführt. Was vielleicht wenig bringen mag, angesichts meiner Profession als Freiberuflerin mit starker Neigung zur freizeitorientierten Schonhaltung.
Da geht's weiter...

Sonntag, November 02, 2008

Enlarge the Size of your Ego!


The Ego has landed - trotz intensiver Investigation ist noch nicht geklärt, was der obig aufgefundene Ego-LKW (r.) transportieren will. Es müsste aber mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht irgendwas mit Kompensation zu tun hat.

Freitag, Oktober 31, 2008

Retten wir die Welt, aber nicht gleich

Zig Gigabytes an Liebesbriefen wollten mir nach meiner jüngsten Aufforderung beweisen, dass die Romantik nicht tot sei, sondern nur ein wenig komisch rieche. Geschenkt.
Jetzt ist aber bitte Folgendes: Wir haben in den vergangenen zwei Wochen größere Probleme bekommen als die dysfunktionale Zweisamkeit. Der drohende Weltuntergang geht uns alle an. Mit Liebe alleine kriegen wir das Ding nicht wieder ins Lot.

Performance - Frauen zurück an den Krisenherd

Jetzto Dernie feat. Minkasia - so sah das dann gestern aus. Merke: Schönheit ist eine Gabe des Herzens. Und Gender nur eine äußere Verkleidung. Innen drin sind wir alle äh... Menschen.


Auf diesem Bild erinnere ich mich unangenehm an jemanden, den ich kenne. Ich rätsle immer noch. Bitte jetzt nicht Hitler sagen!
Hier wär mein gestern vorgetragenes Kunstmanifest nachzulesen. Und hier was über die Ko-Performiererin.

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Kommt alle her: Jetzto Dernie!

Chère Öffentlichkeit,
"Jetzto Dernie", die "Künstlerbande mit Charakter" hält für uns alle die Stellung, auch wenn sie zur Finissage lädt. Ebendafür hat sie die welträudigste Performance-"Künstlerin" eingeladen.
Lassen wir uns alle überraschen!
Heute ab übern Daumen 19.30 im Contrust (Untere Donaulände 12) wär' das.
Bitte Freunde und Urlaubskrankenschein mitnehmen!

Mittwoch, Oktober 29, 2008

Aufschubumkehr: Reconquista!

Liebe Schwestern und Gebrüder!

Auf große Zustimmung seitens der Menschheit trifft mein Plan, die Welt durch Rekatholisierung zu retten. Das freut mich sehr, denn die Sache mit dem Weltuntergang geht uns alle an und die Kinder leiden am meisten darunter.
Hier einmal ein paar erste Neuheiten rund um den Church-RMX:
Prachtvolle Roben für zahlende Schäfchen (mittig im Bild übrigens Papst Coal I):

Eine Verlegung des Paradieses hierher:



Die Reduktion des Moralkodex auf ganz, ganz wenige essenzielle Gebote:



Anmeldungen für die neue katholische Kiche gerne ab jetzt im Kommentarteil. Die ersten 144.000 Teilnehmer kommen volley ins Paradies.

Montag, Oktober 27, 2008

Rekatholisierung

Nach eingehenden Reflexionen in der Wochenendklausur schwanke ich nun: Ist die von mir jüngst gepredigte und gelebte Prokrastination ein brauchbares Werkzeug gegen das Ungemach der Wirtschaftskrise? Kann das Aufschieben von Rezensionen Rezessionen hintanhalten? Fast muss ich das bezweifeln.
Da mir nun Glauben besser als Zweifeln erscheint, arbeite ich an meiner Rekatholisierung.


Die Sache müsste natürlich ein wenig aufgemascherlt werden. So im Sinne der Verlagerung der Gier vom Materiellen in Richtung Leiblichkeit. Wenn das Schmusen großflächig erlaubt ist ("Hände halten, Goschen falten"), macht mir auch die Jugend wieder mit.

Donnerstag, Oktober 23, 2008

Et si muove: Arbeitswelten

Nach dringlichen Anfragen vom Stammhaus am Leidensweg (ich zitiere: "Za dem hamma di ned studian lossn, dassd in gaunzn Tog af Lepschi bist!"): Zuweilen arbeite ich sehr wohl!
Heute für euch erledigt: Multitasking während meiner kritischen Berichterstattung über die neuesten Auswüchse archivarischer Hyperaktivität in unserem Land.



Pädagogisch wertvolle Jugendarbeit

Charity für Kriegsinvaliden

Sensibel-stimmungsvolle Porträts der oö. Deutungselite

Dienstag, Oktober 21, 2008

Es ist jemand faul im Staate Österreich

Gnä' Leserschaft,

in meiner "Funktion" als Inhaberin eines Lehnstuhls für Angewandte Prokrastination an der Uni Lenz bin ich bekanntlich den ganzen Tag damit beschäftigt, im Internetz herumzustrolchen, anstatt meine Haut, oder besser: mein Wort gewinnbringend zu Markte zu tragen.
Auf einem meiner Streifzüge fand ich das rechts, pardon: links abgebildete Büchlein. Darin steht viel über den Missmut beim "Versuch, eine Lebensweise anzunehmen, die im Schritt kneift".
Denn Selbstdisziplin ist eine Kettensäge: Man kann mit ihr ganze Wälder fällen, sich aber auch nebenbei ein Bein amputieren. [...] Das realistische Minimalziel ist, dass Sie dieses Buch lesen, in Ihrem Leben nichts ändern, sich damit aber besser fühlen als vorher.
Was für eine überaus gute Sache! Ich fühle mich zudem völlig in meinem Kunstwollen bestätigt: Welches andere Ziel verfolge ich schon seit Jahren mit der Lebensbeichte, der augenfälligsten Symptomanhäufung meiner persönlichen Aufschieberitis-Anamnese?

Im Buch findet sich allerlei Kluges. Einer von vielen Tipps für Prokrastinierer: "Auch mal ein Getränk zwei Jahre vor Ablaufdatum austrinken. Schon hat man eine Aufgabe lange vor der Deadline erledigt." Was man nicht zu tun braucht: "Laub mit dem Gebläse anderswohin blasen."

Damen empfehle ich die Lektüre des Kapitels "Schön, schlank und fit in 30.000 Tagen".

Vom Segen der akzeptierten Prokrastination: zwei auf der Insel der Saumseligen

Montag, Oktober 20, 2008

Bouldern gegen Links und Rechts

Wer mir schon einmal im wirklichen Leben über den Weg gelaufen oder gar überhaupt ein Stück davon mit mir gegangen ist, weiß, dass ich rinks und lechz gerne velwechsre. Soll ich jemanden als Kopilotin durch die Welt führen, verwende ich lieber Zeigefinger als Worte.
Eklatant ist meine Links-Rechts-Minderbegabung in der Vertikalen. "Steig mit dem linken Fuß höher. Nein, mit dem anderen linken" ist der einzige Satz, den ich beim Klettern noch öfter gehört habe als "Lass uns Bier trinken gehen, heute hat's keinen Sinn."

Nun ist aber Schluss damit! Gestern habe ich ein Seminar zur besseren Unterscheidung der beiden Seiten begonnen. Tolle Sache! Sämtliche Felsen rund um die Ruine Aggstein wurden mit Schmierzetteln beklebt, auf denen "R" oder "L" stand.

Die Instruktoren unterwiesen uns genau in der korrekten Unterscheidung:

"So, jetzt schaut noch einmal genau her: Das ist der linke Arm. Das ist das andere Rechts."

Nun fühle ich mich schon sehr leicht und befreit. Habe ich doch einen Zukunftsmarkt entdeckt: Ich lasse mich zur staatlich geprüften Übungsleiterin für Links und Rechts ausbilden! Damit verdiene ich auf dem Spektrum vom Fels über Rallye-Kopiloterei bis ins Parlament meine Kohle. Und mit der kauf' ich mir dann ein Bergwerk.

Samstag, Oktober 18, 2008

Das Unheil der Romantik

Neulich kam es zu Koalitionsverhandlungen in meinem zum Wirten outgesourcten Wohnzimmer.

Er: „Warum ist das mit uns nichts g’worden?“
Ich: „Weilst völlig unromantisch bist.“
Er: „I bin ned unromantisch! Bist deppert!?“

Nach einem kurzen Schnapper nach Luft brach ein homerisches Gelächter aus unser beider Kehlen hervor. Zwar blieb ich an jenem Abend in Opposition. Seither aber fühle ich das Sterben meiner Sucht nach Romantik...

Mehr gibt's hier.

Dazu noch eine passende Liebesbriefvorlage:


Freitag, Oktober 17, 2008

Spirituosenwirtuosen

Diese hübsche Lautsprecherdurchsage habe ich soeben auf der Nahrungssuche im Lentia für euch erlauscht:

"Bitte dringend die Spirituosenabteilung besetzen!!! Kunde!!!"
Ich sag's gleich: Ich war's nicht.
Zur Illumi... pardon: Illustration hier ein Saufbild aus früheren Tagen, das Coala Lumpi und meine Gattin - der ich auf diesem Wege nachträglich herzlich zu unserem fünften Hochzeitstag gratulieren möchte - beim unbeschwerten Substanzmissbrauch zeigt:

Donnerstag, Oktober 16, 2008

Minkasia-Fankalender

Geliebtes Volk, ich mische mich unter euch!

Hier die Tourdaten:
  • Samstag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, Gasthaus zur Post/Wimmer, "WirthausLiteraTur" in St. Peter in der - und jetzt zwickt ihr schnell einen Menschen in der Nähe - Au! Das ist in Niederösterreich, ergo eine Auslandstour.
  • Ebenfalls Samstag, 18. Oktober: Samstags-OÖN stehlen und mehr über den Tod der Romantik erfahren.
  • Donnerstag, 30. Oktober: Wort-Performance mit Schnauzbart (klickstu Überschrift)

Dienstag, Oktober 14, 2008

Rezessionsrezension und Phaeton-Feuilleton

Für euch soeben aus dem Internet gefladert:
Nicht nur der Mink wurde jüngst ausgesetzt (siehe Sonntagspost), sondern auch der DAX.

Und weil wir heute schon so ungewohnt tagesaktuell Bezug auf die wahre Welt da draußen nehmen: Jörg Haider hat sich mit einem VW Phaeton ins Jenseits katapultiert.

Nachgefragt bei Ovid: Der Name kommt vom Sohn des Sonnengottes Helios. Phaeton bittet seinen Vater, den Sonnenwagen lenken zu dürfen. Dabei gerät er außer Kontrolle und richtet hollywoodtauglichen Großschaden an. Zeus schleudert einen Blitz, der Wagen wird zertrümmert und Phaeton stürzt tot in den Po. Der Sohn des Sonnengottes war übrigens schwul; vom untröstlichen Geliebten Cycnus ist der Schwanengesang auf uns gekommen.