Montag, Dezember 20, 2010

Die Lesebühne sucht ihre Heimat

Mesdames et Messieurs, bevor in Kürze wie jedes Jahr die Welt untergeht - anders lässt es sich nicht erklären, dass allesalles in den kommenden Tagen noch fertig werden muss - möchte ich euch durch den Hinweis beruhigen, dass 2011 auch noch ein Jahr ist. Darüber hinaus wird's auch die Lesebühne wieder geben. Warum denn auch nicht.
Diesesmal bekennt sich die Lesebühne zur Heimat. Zu welcher, wissen wir aber noch nicht genau.
Stattfinden wird der Segen am Freitag, dem 7. Jänner, wieder in der Veranstaltungsarena des Rothen Krebsen. Wieder ab 20 Uhr. Wieder mit einer Gästin (Lucia Leidenfrost!). Wieder in prachtvollen Roben. Wieder mit der Tombola des Grauens.
Den Ehrenschutz macht uns die Bauernbund-Security:



Neben einer Stelzhamer-Dekonstruktion wird der Wildschütz zur Aufführung gebracht. Wer dann nicht weint, ist innerlich tot.

Und so gehert's dann im nächsten Jahr weiter:



Mittwoch, Dezember 15, 2010

Als ich jüngst alt wurde

Nach meiner Theorie bleibt jeder Mensch irgendwann endgültig an jenem Zeitalter hängen, in dem er/sie aufgrund hormoneller Übermotivation noch nicht innerlich tot beim Daseinsvollzug war. Bislang konnte ich das bei ehemaligen Punks beobachten, denen nichts über die 80er geht, obwohl sie heute Manschettenknöpfe tragen.
Nun gibt es eine neue überwutzelte Generation auf dem Menschenmarkt - die Relikte der mittleren 90er. Mich selbst musste ich nämlich soeben beim Abhören der "Ill Communication" dabei ertappen, dass ich innerlich ausrief: "Sowas Schönes wird heutzutage gar nicht mehr gemacht!"
Jetzt bin ich also auf die Autobahn in Richtung Ahnensilo und Absterben aufgefahren. Aber das ist ok. Denn stürbe niemand mehr auf dieser Welt, wär' für die frischen Menschen gar kein Platz zum Spazierengehen.

Donnerstag, Dezember 09, 2010

Die Krise ist oben angekommen

Neulich beim Feiertagskotelett:

Herr M., Primar: "Jetzt ist's bald aus mit dem Geldsegen, wenn ich in Pension bin! Da krieg' ich keinen großen Kredit mehr!"
Frau M., Primararztensgattin: "Dann nehme ich mir so einen Mikrokredit. Den bekommen nur Frauen."
D. M., alterndes Kind: "Weil die Männer Schnaps drum kaufen. Was kaufst du dir mit dem Mikrokredit, um das Familieneinkommen zu übernehmen? Eine Nähmaschine?"
Frau M.: "Hab' ich ja schon. Ich habe mehr an eine Ziege gedacht."

Wie wird's weitergehen mit der lieben Familie? Haust sie ab? Müssen sich ihre Mitglieder künftig von Luster zu Luster schwingen, um die Perser zu schonen? Kann es gelingen, den SUV weiterhin zu betanken, wenn alle Pfandflaschen zurückgebracht werden? Kann sich das alte Kind den Bhutan-Urlaub aufzeichnen und muss stattdessen nach Budweis? Bleibt dran, ihr Wirtschaftsforscher und Soziologinnen!

Sonntag, Dezember 05, 2010

Über Vögeln in Niederösterreich



Und so kommt es, dass ich eins ums andere Mal in Pröll's Own Country reise: Einerseits muss ich beständig die humanitäre Lage in diesem demokratischen Schwellenland kontrollieren. Und bei Temperaturen von -17° leiden die Tiere am meisten (gleich gefolgt von meinen Nasenhaaren).


Andererseits erhalten sich gerade abseits der touristischen Trampelpfade seltene Spezies. So wie hier etwa die Prunkkakadus, Vertreter der seltenen Vogelart mit einem Doppel-K im Namen.



Über die landesüblichen Speisen und Getränke möchte ich den Mantel des Schweigens und Nichtzeigens breiten, unter dem nur dieses Bildnis hervorlugen darf:

So war das. Jetzt muss ich mich wieder ein bisschen niederlegen und ächzend die Folgen der Reisestrapazen fertigdulden.

Dienstag, November 30, 2010

Modern Stalking

Nichts für ungut, wenn ich euch virtuell hinterherspioniere, aber es kann mir nicht egal sein, was die Menschen gesucht haben, bevor sie dieses Blog finden. An "Edith Klinger" und "meindl die sau" habe ich mich schon gewöhnt. "Thujen vernichten" und "Bärenfut" befremden mich immer noch ein wenig.
Aber warum assoziiert Google "unehelicher Papst" mit meinen hier nachzulesenden Ausführungen? Und was bitte mit "Weihnachtsfeiergestaltung Seniorenheim"?

Samstag, November 27, 2010

Meindl, die Sau

Einmal geht's noch! Und daneben wird der überaus nette Martin Pollack gelobt, das ist doch was.

Freitag, November 26, 2010

Wolle, wolle manche Strecke

"Wolle Wolle Handarbeits Diskont Garne Stadel": So viel Redundanz bei der Beschriftung von Kaufgeschäften erfüllt mich mit süßer Nostalgie. Linzens unschickster Laden, Refugium türkiser Wollknäuel, geflockter Sockengarne und lachsfarbener Pudelhauben. Strickte ich, ich würde dort schnell noch einkaufen, bevor sich der Handarbeitsstadel in einen Bergsteigstore verwandelt.

Montag, November 22, 2010

Die Sau schlägt Teddy Podgorski


Ja ist denn das die Möglichkeit?! "Die Sau" auf Platz 9? Hat Josef Pühringer alle Exemplare heimlich aufkaufen lassen? So muss sich der arme Herr Podgorski von zwei Provinzschmierfinken geschlagen geben. Tsss!

Samstag, November 20, 2010

Beautiful People - now online!


Ein Abend, an dem sich eine schier überwältigende Schönheit über uns allen ergossen hat! Mehr von diesen feinen Bildnissen (Handkuss an Herrn Topf und Frau Wallnerin), findet ihr hier im Linzerworte-Blog: http://linzerworte.blogspot.com

Eure Minkasia,
die Stahlfrau

Freitag, November 19, 2010

ÖBB - Oberösterreichs Beastie Boy

Wenn das nicht der Josef ist, will ich Pühringer heißen:

Was für eine kesse und überaus lässige Jugendsünde unseres Landeshauptmanns! Aber was macht er da genau? Schweinsbratwürschtl im Glory-Star Drive-In von Brooklyn-West bestellen?

I'm Tellin' Y'all It's a Sabotage
So Listen Up 'Cause You Can't Say Nothin'
Me and my black Boys gonna be wrestling
for our mother***ing Westring!

Mittwoch, November 17, 2010

Gute Kunst im öffentlichen Raum

Wenn ich denn eine Sprayerin wäre und ich keine Angst vor dem Kriminal hätte, dann würde ich den ganzen verdammten öffentlichen Raum mit dem brüllenden Ausdruck meiner innersten Gefühle verzieren. Ich würde mich damit gegen die grausliche Vereinnahmung des Gemeinguts durch den depperten Kapitalismus zur Wehr setzen. Ausdrücken, was ein Individuum, konkret mich, denn antreibt und aufstachelt. Ich würde das hier sprayen:

Weil's aber schon ein anderer für mich erledigt hat, kann ich's ja gut sein lassen.

Montag, November 15, 2010

Lesebühne am kommenden Freitag: Schönheit und andere Körperbehaarungen


Zwecks Bearbeitung dieses Themas werden wir uns am 19. November um 20 Uhr im Grandhotel extrig für euch, unser geliebtes Publik, herausputzen und in unsere schönsten Roben hüllen. Ja sogar Kostümwechsel erscheinen möglich! Höhepunkt soll die öffentliche Amputation von Buttingers Schnurrbart darstellen, auf dass ihn fürderhin nichts mehr von immer noch allzuvielen Menschen trenne, die Schnauzer ätzend finden.

Als Gast begrüßen wir den wunderbaren und stets flott gekleideten Martin Fritz, der bestimmt nicht zuletzt deswegen den FM4-Wortlaut gewonnen hat. Denn die Augen hören mit.

Auf alle Fälle werden wir den Inhalt der im Oktober gefüllten Klagemauer vortragen und die schönsten Wünsche daraus zu erfüllen trachten. Die Tombola des Grauens brauchen wir wohl gar nicht erst zu erwähnen.
Des weiteren wird es "Musik" von der Blutgruppe geben, dem neuen Spin-Off der "Original Linzer Worte".

Es möge schön werden!

Dienstag, November 09, 2010

Über die Dialektik von Glanz und Elend

Ich sei ja in der Zeitung heute, schrub mir ein lieber Mensch des Morgens, das finde er super. "Das Jugendgewaltprügelbild schon wieder?", frug ich bange zurück. "Nein, wegen so'ner Schreibsache." Geschmeichelt tat ich eine Wanderung in das Innere der Stadt hinein, um mir die Zeitung anzusehen. Viele Menschen blickten mich dabei intensiv an. Der Schmeichelgrad stieg bis zur inneren Selbstvergötzung an. "Schau an, die erkennen mich wieder! Ich trag' ja auch denselben Schal wie auf dem Foto."
Leider trug ich nicht nur diesen Schal, sondern auch eine Joppe. Und auf der waren Motten drauf. Nicht viele, aber genug, um die Blicke der Menschen anzuziehen.
Als ich dies gewärtigte, erglühte mein Gesicht vor Scham wie ein bulgarischer Reaktor. Aber als ich mir damals beim Mopedfahren das Knie zerdreht hatte, war es noch schlimmer. Das hilft mir heute.

Donnerstag, November 04, 2010

Die Ästhetik der Geschlechtslosigkeit – Die Frage der Woche feat. joeplatter

Nach langer Abstinenz nun endlich wieder eine weitere Folge der beleibten Serie "Herr Monet und Frau Minkasia fragen einander aus". Heute geht's um Genderfragen. Quasi.

„Sehr geehrter Herr Monet,

heute plagt mich Vages aus Spieltheorie und Geschlechtserforschung. Konkret: Warum haben Barbie und Ken keine Reproduktionsorgane? Ist das wegen des amerikanischen Puritanismus oder wegen der Ästhetik?
Und was sind die Folgen dieser spielerischen Kastration für die Gegenwart, in der aktuell tausende mit Produkten aus dem Hause Mattel Großgewordene an die Schalthebel der Macht drängen? – Hochachtungsvoll und besorgt,
Frau Minkasia“
Herr Monet antwortet darauf in seinem Blog, der Textsuppe - hier einzusehen.

Montag, November 01, 2010

Kurt Cobain und die Erbssünde

Manche Menschen bevorzugen ja Tokio, wenn ihnen nach Urbanität ist. Für mich tut's feiertags gerne auch einmal Wels, die Perle des Zentralraums. Schon alleine wegen all der niedlichen sprachlichen Irrtümer, mit denen die "Stadt" beschriftet ist. Dies hier ist mein aktueller Liebling: "Kurt Cobain, ruhe in Erbsen!" Am besten vor dem Sound-Hintergrund köfelnder Senioren zu genießen.



Hier gibt's noch mehr Welser Beschriftungen und Brautmoden.

Freitag, Oktober 29, 2010

Aus meinem Erwerbsdasein: ein Kolumnerl fürs Wochenende

Die Fritzi postet auf Facebook, dass in zwei Stunden im Volksgarten gegen die Kürzungen im Sozialbereich demonstriert wird. Ich erkläre mich sofort solidarisch und versehe ihren Aufruf mit einem flammenden „Gefällt mir“.
Leider kann ich selbst nicht hingehen, da ich wegen eines zu schreibenden Textmeeres zu Kürzungen im eigenen Sozialbereich gezwungen bin. Deswegen gönne ich mir keinen Kaffee mit Anna, kein Bier mit Franz und schreibe ihnen das schnell in einem Mail mit jeweils 2342 Zeichen, aber mit dem auf 21 Zeichen zusammenfassbaren Inhalt „Ich kann nicht kommen!“

Da geht's weiter zum dominikanischen Predigtdienst und dem Ende des Textes.

Mittwoch, Oktober 27, 2010

Wege aus der Finanzkrise - Bankenwesen für die Kleinen

Gelegentlich eines kurzfristigen Obsorgefalles am vergangenen Wochenende: "Minkitant', du hast ja Philosophie studiert! Wie geht denn das mit den Banken, der Krise und dem Wurmloch des Geldes? Und wer ist Ludwig Scharinger?" frugen die Kinderlein. Und ich: "Nehmt's die OÖN, Papier, Schere und Pick, dann basteln wir was." So schaut das dann aus.

Mittwoch, Oktober 20, 2010

On the Road to Rainbach

Bilder von meinem gestrigen Ausflug ins wuide Viertl des Landes:

Ein Anus-Rind:

Der Friedhof von Schönering mit Blick auf die Volksschule (denkt da mal drüber nach):


Und hier eines der vielen malerischen Innviertler Plumpsklos dieser Welt - das Abort des Forellenzirkus in St. Ägidi:

Ich bin jetzt wieder gut mit den OÖN



Das meint der Direktor Schacherreiter (hier der Volltext):

Die eigentliche Innovation liefert die „Philo-Psychologin“ Magistra Monika Mendl (hinter der Buttingers Co-Autorin Dominika Meindl steckt) mit ihren Reflexionen im Geist der „cultural studies“. Geschult an Derrida und Lacan jagt die Interpretin Hiobs Bubenaufsätze durch alle Höhen und Tiefen des Poststrukturalismus. [...] Eine böse Satire auf das Wortgeklingel der Postmoderne!


Das hat er schön gesagt! Hoffentlich erfährt er nie, dass ich vom Lacan fast weniger als gar nichts gelesen hab'...

Übrigens war ich heute noch in einem anderen Wimmer-Medien-Produkt abgelichtet. Und zwar wie immer als Illustration für Jugendgewalt, mit einem Bild, auf dem ich die privat sehr freundliche und auch schon über dreißigjährige Frau Christl an den Haaren ziehe. Das wird mich verfolgen, bis sich die Hölle mit Eis bedeckt.

Montag, Oktober 18, 2010

Es lese die Lebensbühne: Von allen guten Göttern besessen



Mesdames et Messias,

voller Gnade waren wir, gebenedeit unter den Weibern, jetzt und in der Stunde unseres Auftritts am vergangenen Freitag. Es war sehr schön und hat uns sehr gefreut. Mehr bildgewordene Momentaufnahmen unserer religiösen Erweckungserlebnisse findet ihr hier, im Blog der Original Linzer Worte.
Die sich im Übrigen wieder am 19. November zum Dodel machen - nur für euch!

Freitag, Oktober 15, 2010

"Die Sau" im Linzer Dorf

19 Uhr, Buchpräsentation der "Sau" im Fischerhäusl: die Frisuren halten!

Gunnar und Günter - Grissemann und Stermann der Linzer Verlagsszene


Der Herr Wagner macht die Musik.

Und mir lesen's vor.





Die Fotos kommen vom wunderbaren Herrn Winkler.

Montag, Oktober 11, 2010

Wege aus der Immobilienkrise



Vergangenen Samstag hieß ich meinen Chaffeur die dicke BMW anschirren, auf dass er mich durch die mir ungenügend vertrauten Ländereien am Fuße des Hausrucks kutschiere. Solcherart geschah es, dass mein Auge wohlwollend auf diese soeben abgebildete schmucke Immobilie im Wald fiel.




Ich gedenke in den kommenden Monaten zu Geld zu kommen, um diesen zartgliedrigen Altbau käuflich zu erwerben. Sodann lade ich mir wöchentlich die Blasmusikkapelle des Knappenchors Kohlgrub zur Marschwertung ein.
Hier möge mir ein kundiger Innenarchitekt eine repräsentative Bibliothek einrichten, vor der ich dann Fernsehinterviews zu geben vermag.


Eine Küche hingegen werde ich nicht benötigen, ich ersuche die GattInnen der KnappInnen um genau jenes schmackhafte Catering, das mir an diesem Samstag zuteil wurde.

Mittwoch, Oktober 06, 2010

Do buy this at home, kids!

Gestern spazierte ich arglos in die Linzer Bahnhofsbuchhandlung. Dort sah ich Folgendes:



Ich finde, dass die Sau zwischen dem Glattauer seinen Briefromanzen und dem Altmann seinen Tarock-Krimis gut liegen hat. Dennoch möchte ich, die Edith Klinger der Literatur, unser Schweinti in gute Hände vergeben. Es ist operiert und schmutzt nicht.

Donnerstag, September 30, 2010

Die Blusen der Böhmen

Jüngst beschenkte uns der ORF mit "Überlebenstipps" für die Rückkehr nach dem Urlaub. Unter anderem solle man pseudoneugierigen KollegInnen gleich mit "Ich will darüber nicht sprechen" in die Parade fahren.
Nun, ich halte von dieser rüden Auskunftsverweigerung nichts. Schließlich habe ich ein ereignisarmes Leben, keine KollegInnen und vor allem ein Blog. Womit sollte ich es denn sonst füllen? Mit Mordaufrufen gegen Mitzi Fekter oder Michael Jeannée? Das können andere gerne machen, mein Stil ist das nicht.
Deswegen riskiere ich euren Neid und veröffentliche ein paar Bilder von meiner letzten Ausflugsfahrt. Damit ihr auch davon etwas habt, dürft ihr im Kommentarteil raten, wo ich war. Es winken wertlose Sachpreise.








  1. Preis: eine Flasche Pflaumenwein
  2. Preis: ein warmer Händedruck
  3. Preis: ein Kuss (ohne Zunge)
  4. Preis: eine Dose Laško Pivo

Montag, September 27, 2010

Abb. 1: Die katholische Kirche ist bei der Bevölkerung nicht mehr so beliebt wie noch vor 500 Jahren


Liebe Christkinder und Kirchenväter,

wenn mich jemand fragen würde, ich könnte der katholischen Kirche schon ein paar Tipps geben, wie sie das mit dem Mitgliederschwund in den Griff bekommt. Da mich aber keiner fragt, sage ich es hier selbständig.
Erstens täte ich mir von den Türken die religiös begleitete Geburtenförderung abschauen. Gestern etwa erblickte ich diesen Zettel in der Auslage eines anatolischen Brautmodengeschäfts in der Welser Innenstadt:

Zweitens täte ich mir von amerikanischen Nerds eine neue Version des Teufels abschauen. Statt einer bockelnden Geiß würde sich die sinistre, aber kuschelige Basement Cat eindeutig besser verkaufen:


Drittens: ein Gmundnerkeramik-Teeservice für jeden neu angeworbenen Kunden.

Das und noch viel mehr fiele mir ein zur Rekatholisierung des Landes, aber mich fragt ja keiner.

Donnerstag, September 16, 2010

Gipfelsieg am K2!

Liebes Tagebuch,

endlich geschafft! Während heuer am schwierigsten aller 8000er alle anderen gescheitert sind, ist es mir dank meiner Hartnäckigkeit gestern gelungen, den K2 zu besteigen. Ganz nebenbei bemerkt dürfte es noch niemand zuvor geschafft haben, ihn mit Skis zu befahren. Hier das Beweisfoto, es zeigt mich und meine beiden Sherpas Tashilumpo und Norbulingka (bitte das sind keine Kinder, die Sherpas sind halt keine Massai):


Mit großer Sorge erfüllen mich die Nachrichten von Skyrunner Christoph Stangl, der seinen Gipfelsieg nur vorgetäuscht hat. Das ist eine persönliche Katastrophe, aber auch eine für den Bergsport. Unsere Glaubwürdigkeit leidet unter solchen Menschen immens. Kaum auszudenken, wenn sein Beispiel Schule macht!

Mittwoch, September 15, 2010

Das haben wir uns jetzt verdient!

Weil ihr immer so brav meinen Ausführungen über Edith Klinger, den Tod, Hitler, Massenphänomene im eigenen Haushalt und andere Regionalskandale folgt, möchte ich euch heute mit einem selbstgebastelten Welpenbildnis belohnen.

Das Hündchen "Lumpi" braucht dringend eine Delfintherapie, denn es wurde im Alter von acht Wochen von seiner Mutti getrennt, der Vater war arbeitslos. Spendenkonto 1013986, BLZ 34.180, Kennwort "Hundeaugen klagen an".

Montag, September 13, 2010

Rauf-, Sauf- und Taufgelage


Wer mich kennt, der weiß auch: Eine Kindstauf' ohne Rauferei ist wie ein Kinderlächeln ohne Zähne.

Donnerstag, September 09, 2010

Absinth und Punschkrapferl


...und zwar gestern im Krebsen, davor Bier und Pflaumenwein, nachher Bier zum Rehydrieren. Soll mir keiner sagen, im Alter vertrage man nichts mehr!

Dienstag, September 07, 2010

Ars Electronica: Wo uns schlägt die rettende Stund

Dear all out there,

soeben ist in Linz das Ars Electronica Festival - und zwar in der äußerst lässigen Tabakfabrik. Ebendort war ich fotografierend zugange, wen's interessiert, der findet die Bilder hier.
Wo Licht und Schatten sind, da gibt es leider auch Entgleisungen, etwa als ich einen älteren Herren dabei ertappen musste, die Damenumkleide zu entern. Pfui!

Freitag, September 03, 2010

Literatur: So wird das nichts mit dem Aufschwung!

Jeder will heutzutage schon Schriftstellerin sein. Aber wer soll den ganzen Schwulst lesen? Und dann jeiern die Massen wieder, dass uns der Chines wirtschaftlich übernimmt, weil der Österreicher an sich lieber im Fauteil lumpt und den Feuilleton liest!


Klaus Buttinger, Dominika Meindl: Die Sau. Ein voll arger Heimatroman. Kehrwasser Verlag. Präsentation am 14. Oktober.



Anna Weidenholzer: Der Platz des Hundes. Erzählungen. Mitter Verlag. Präsentation am 24. September

The horror! The horror!

Jetzt ist es so, dass ich meinen Sinneswahrnehmungen niemals trauen kann, und ich habe kurz vorher auf Leidensweg Nr. 5 noch Bier und ein zauberhaft scharfes Chutney gekostet, und es war spät, und ich sehe so gut wie ich verdiene, und es war sehr finster, und es ist einfach ganz unwahrscheinlich - aber als ich soeben von Schönering nach Urfahr fuhr, sah ich auf dem Gehsteig der Mühlbachkreuzung Stefan Petzner langsam in Richtung Edramsberg gehen.