Donnerstag, April 10, 2014

Schöne Verbote

Aus meiner Sammlung "Internationale Untersagungen"

Platz 3: In Shanghai ist es streng untersagt, sich von einem Auto in den Hintern fahren zu lassen.


Platz 2, Verbotener Palast, China: "Baba und foi jo ned!"


Platz 1, Gmunden: der Sodomieklassiker.


Freitag, April 04, 2014

Doris Day als dicker Hund

Natürlich wird Frau Doris Day nicht zufällig hier hereinsurfen. Ich fänd's aber schön, wenn sie läse, dass ich sie immer sehr süß gefunden habe. Auch steht Ihr Alterswerk, das Retten von weltweit notleidenden Tieren, gleichfalls auf meiner Spätlebensagenda. Möglicherweise würde es sie nicht einmal stören, wenn unter folgendem Hundebildnis stünde: 


"Als Doris Day eines Tages aus unruhigen Träumen erwachte, fand sie sich auf ihrer Ofenbank in eine füllige Hündin verwandelt."

Aber leider kann Frau Day wohl nicht Deutsch. 

Montag, März 17, 2014

Basteln mit Minkasia: Wir schnitzen uns eine Holzmadonna.

Nehmen Sie ein schönes Stück Holz und schneiden sie weg, was zuviel ist.


Wir haben das hier schon einmal vorbereitet. So schaut das am Ende dann aus:


Mehr Bilder und Worte zur vergangenen "Do it yourself"-Lesebühne gibt's wie immer hier: http://linzerworte.blogspot.com

Freitag, März 14, 2014

Windhosen in deiner Nähe


LINZ. Eine lokal beschränkte, aber umso heftigere Windhose entwickelte im Donautal eine derartige Stärke, dass ein Fischerboot Dutzende Meter in die Luft hinaufgesogen wurde. Die Hose trug das Boot 1,5 Kilometer durch die Luft und setzte es direkt vor das alte Rathaus. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. 

Und wer die Geschichte nicht glaubt, ist ein armer, fantasieloser Tropf.

Donnerstag, März 06, 2014

Me, myself and Josef Pühringer


Liebe Landsleute!
Mit einiger Verspätung zockle ich nun auch hier in der Bloghütte der Ankündigung Josef Pühringers nach, er wolle bitte noch ein Neichterl LH bleiben. Ich muss nicht lange nach Belegen dafür suchen, dass ich persönlich davon nur profitieren kann.



Weitere sechs Jahre Arbeit als LH-Imitatorin!


Obwohl ich an sich nicht extrem zufrieden mit konservativ-neoliberalen Positionen bin, muss ich zugeben, dass ich Pühringer-Fan der ersten Stunde bin - schon seit damals, als er bei den Beastie Boys angefangen hat. Vielleicht liest er das ja und ernennt mich zur Ill-Kommunikationsbüroleiterin.


Mittwoch, Februar 19, 2014

Meindlprüfungen


Ich habe jetzt eine Außenstelle in einem Wintersportort. Ich bewege mich antizyklisch (Schizeug weg, Kunst rein), da der Klimawandel hier bald viel Leerstand produziert. 
Nur weiß ich noch nicht genau, ob man hier meine Produkte(?) testen wird können oder ob ich die Kundschaft streng prüfe. Die Dame rechts hat den Test jedenfalls nicht bestanden.

Donnerstag, Februar 13, 2014

Koks zur Selbstabholung: Wildes Schönering!


Die Drogen sind schon gut eingekühlt, fehlen nur noch Sex und Rock N' Roll. Alles zu seiner Zeit! Heute ab 19 Uhr im Kunstraum Schönering, der früher der Nah N' Frisch und noch früher der Möstl war. Kommet! Walter Kohl liest, ich auch. Vaheen Said und Michael Starmayr spielen u.a. aus dem Oeuvre der Gunsnrosen.

Montag, Februar 10, 2014

Verschwörungskonspirationen


Sehr geehrter Herr Presley, lieber CIA!
Im Lesebühnenblog Original Linzer Worte gäb's wieder allerlei über Skandale, Schlägereien und andere zärtliche Momente auf der Bühne nachzulesen. 
Bitte!

Montag, Februar 03, 2014

Haarmonie und Verschwörung


Liebe Welt,

es ist etwas Schwerwiegendes passiert: Ich war beim Friseur und hintnach nicht erschüttert. Was mich wiederum schon erschüttert, denn was soll jetzt Motor meines Kunstwollens sein?
Am kommenden Freitag könnt ihr Zeugen meiner Devastierung werden, da eröffnen wir nämlich die Parallel-Olympiade im Roten Krebsen. An sich in Form einer Lesebühne zum Thema "Verschwörungstheorie", pro forma. Kemmt's hoid, goi.
 Auch die Herren sind sichtlich erschüttert, weil ich plötzlich die Haare schön habe

Montag, Januar 27, 2014

To suck at Nadelarbeit

So Kinder, 

jetzt will ich euch eine Geschichte aus dem vergangenen Jahrtausend erzählen. Sie ist echt und wahrhaftig. Damals war es noch üblich, dass die Knaben Werken lernten, während die Mädchen durch textile Handarbeit zugerichtet wurden. Das finstere Gender-Mittelalter. 
Eines Tages sprach die Handarbeitslehrerin: "Junge Damen, macht mir ein Stofftier! Irgendeins. Ihr habt dafür etliche Wochen Zeit." Flugs stoben die Schülerinnen auseinander, raschelten emsig in einschlägigen Magazinen, zeichneten komplexe Pläne, ließen die Nähmaschinen heißlaufen. 
Nur eine blieb ratlos sitzen und fand nicht aus ihrer Schreckensstarre heraus. 
Das ging etliche Wochen so. Große Kunstwerke textilen Designs entstanden, eines naturnäher als das andere. Das tüchtigste Mädchen hatte sogar einen ganzen Pandabären geschaffen - aus 84 verschiedenen Teilen und so naturnah, dass sich ein animales Pygmalionsdrama hätte entspinnen können, wären denn Pandas im Wilhering der 1990er Jahre zu finden gewesen. Und wären diese nicht so sexfaul gewesen. 

Um die Geschichte jetzt nicht weiter künstlich spannend zu machen - dieses Stofftier war dann mein Beitrag, in der allerletztmöglichen Stunde zusammengewurschtelt:


Es ist schon ein wenig so, dass ich mich heute noch dafür geniere. Denn als ein früher Beitrag zum Feminismus kann das auch nicht gelten.

Montag, Januar 13, 2014

Original Linzer Trinkfestspiele


Herst! 
Lustig war's am Samstag, man lehnte sich gar nicht weit aus dem metaphorischen Ansagefenster, sagte man: "Eine der allerbesseren Lesebühnen so far!" Weil ich aber ein Dezenz-Freak bin, belasse ich es bei: "Sehr lustig war's am Samstag!" 
Wer sich noch nicht ausreichend informiert fühlt - hier ist der Nachbericht zur Alkohol-Lesebühne: 



Dienstag, Januar 07, 2014

Bald scheiß' ich mir gar nichts mehr

 Abb. 1: Unzeitgemäße Festlichkeit

Frohes Fest, ihr Spätzchen und Kätzchen! So! 

Da soll euch nun eine ungeheuerliche Unzeitgemäßigkeit die Augen aushauen. Denn tatsächlich haben wir heute ja, wie jeder leicht nachprüfen kann, schon den siebten Januar. Aber wenn der Pensionistenverband von St. Valentin mit obangeführter Abbildung 1 arbeiten darf, brauch' ich mir überhaupt nichts mehr scheißen. Ich verwende das Tunwort "scheißen" in der Intention, euch meine völlige Ungebundenheit zu illustrieren. 
Weil: 
1. Kommt morgen sicher kein Chefredakteur in mein Büro und sagt: "Meindl, Weihnachtsgrüße? Sonst geht's gut?! Schreiben Sie lieber die Geschichte über die Ottensheimer Lärmschutzwand fertig!" 
2. Liest meine Mutti mein Blog nicht, aufgrund dessen sie mich nicht wegen meiner derben Wortwahl rügen wird. 
3. Seid gefälligst gerührt, dass hier überhaupt noch ein Blog schreibt!
4. Mit Gratis-Content außerdem!

Gruß, Meindl

Montag, Dezember 23, 2013

Weihnachtssägen:

Eine Einschaltung im öffentlichen Interesse:

"Auch heuer wurden uns von vielen Österreichern und Österreicherinnen persönliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße übermittelt. Wir bitten um Verständnis, dass es uns nicht möglich ist, in allen Fällen ebenfalls persönlich zu antworten. Unsere Sekretärinnen haben leider vergessen, das Wertkartenhandy neu aufzuladen.
Wir möchten uns daher auf diesem Wege sehr herzlich bedanken, grüßen gleichzeitig alle LeserInnen sowie die Redaktion des Weblogs
Minkasia und wünschen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit sowie ein glückliches und friedvolles Jahr 2014."

Bundespräsident Heinz Fischer
Bundeskanzler Werner Faymann

Donnerstag, Dezember 12, 2013

Der Schlaf der Vernunft gebiert ungeheuer Blödes.

Oder: Warum ich vor dem Einschlafen kein Bockbier mehr trinken sollte. 
Zwei Alpträume im Dezember. 

1. Ich bin zur Hochzeit eines berühmten oberösterreichischen DJs geladen. Aus Langeweile schleiche ich zum Büffet, schneide mir dort aber das Handgelenk mit einem Buttermesser entzwei. Das Brautpaar ist wegen des Blutes weniger pikiert als wegen des Speisefrevels. Allmählich macht mir die amputierte Hand Sorgen, ich fordere meine Schwester und meine Gattin auf, die Rettung zu rufen. Das verweigern sie mir mit dem Hinweis, die Gefäßchirurgie sei am Wochenende ohnehin nicht besetzt.

2. Ich stehe auf der Straße, auf der ich aufgewachsen bin. Ein Nachbar spricht mich an, er erzählt, dass der Gedanke an Selbstmord sein Leben verbessert habe. Da entdecke ich, dass er in seinem Vorgarten Ferkel mit Katzenfell züchtet. Was für eine schöne Haustiernovität, sage ich, nur das eine hat ein wenig zu große Hoden. Da steht Angela Merkel plötzlich neben mir und frohlockt gleichfalls. Angie, sage ich, wie geht’s, hast du Sorgen wegen der Energiewende? Die deutsche Bundeskanzlerin wird ganz jovial, zum Abschied haut sie mir auf den Rücken.

Traumdeutungen gerne im Kommentarteil deponieren.

Mittwoch, Dezember 04, 2013

Mama, ich bin in der Zeitung!

Liebe Damen und Herren, 
welches verdammte Naturgesetz verbietet es mir, so ein Blog auch einmal zur Selbstvergötzung zu verwenden?! Hier bittesehr, da bin ich in der Zeitung!


Die Zeitung ist zwar von eher minderer journalistischer Güte, aber mein Gott!, mein Name ist korrekt geschrieben. 
Mehr kann ich diesem Text auch nicht entnehmen: 


Aber ich finde es recht erhebend, wenn ein Text in eine Sprache übersetzt wird, die ich nicht verstehe. Nein, eigentlich ist das Übersetztwerden an sich schon fetzig für mich. Die deutschsprachige Version gibt's im Frühjahr und enthält noch viel Besseres, weil: Walter Kohl, René Monet, Margit Schreiner, Andreas Weber, Anna Weidenholzer, Martin Pollack. Und die lieben südböhmischen Kollegen.

Mittwoch, November 27, 2013

Würdelos Altern und andere Ablebenstricks

Liebe ältere Mitmenschen,

am Freitag machen wir extrig nur für euch eine Lesebühne mit dem Titel "Würdelos Altern bis zum Tod". So schaut das aus:


Für die ganz Vitalen gibt's sogar was auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=DitQ9CpVnPI&feature=youtu.be
Die Jungen dürfen aber eh auch kommen. 

Und wer das alles schon weiß, für den habe ich hier eine schöne Kletterfelsbeschriftung aus dem Böhermwald. Wie ihr wisst, steht hier "Strach" für "Angst".


In diesem Sinne: Keine Angst vor der Würdelosigkeit!

Dienstag, November 19, 2013

Tschechisch lieben


Die "BarNADETTE" ("Return of Desire" - war das mal weg?!) wirbt für ihr frühes Kommen. Im Vergleich zum schnöden "Coming soon", so muss man anerkennen, klingt das tschechische "Již brzy" [ji spritzi] dreimal zweckmäßiger.

Sonntag, November 17, 2013

Die Todeslesebühne: Stirb' mit uns!


Was soll man da noch groß sagen? Der Roiss ist super, das Plakat sowieso. Monet sieht aus wie meine Oma, ich selbst wie eine Ruhrpott-Touristin, und Prof. Buttinger fast frischer als im real life.

Donnerstag, November 07, 2013

Ruinenporno

 

Da fotographiere ich gestern dieses malerische Hotelrelikt, auf dass sich auch andere daran ergötzen, lese ich heute, dass sich mein Verhalten als "Ruinenporno" bezeichnen lassen muss. Andererseits: Tun wir bitte nicht moralisieren, warum nicht einmal Schmuddeligs tun, wir sind ja nicht aus Beton. Womit wir wieder beim Hotel Vyšehrad wären, das nämlich sehr wohl aus Beton und damit über Pornokonsum erhaben ist.

Montag, November 04, 2013

Krumau, Teil 1: Die dunklen und die hellen Biertage

Es braucht in Krumau schon sehr viel Selbstdisziplin, um nicht den ganzen Tag lang dazusitzen und ein dunkles Eggenberger nach dem anderen zu trinken. Sublimation ist schwierig, die Museen haben Mittagspause, sind skurril (s. Abb. 1 und 2) oder geschlossen, da mit einer Besuchergruppe verstopft. Also sitzen und Eggenburg trinken. Das dunkle nährt jetzt im November besser als das helle. 

Abb. 1

Im Zustand dieser Wohlgenährtheit eine chinesische Reisegruppe am Nebentisch beobachten, die versucht, im Kollektiv von allem ein bisschen zu bestellen. Am Ende steht auch vor ihnen je ein Kilobrocken Fleisch. Zahlen und Liwanzen suchen. Man hätte sie auch anderswo gegessen, aber gefunden hat man sie eben nur in der Gewölbekathedrale der Eggenberger Brauerei. Zu den Liwanzen passt das dunkle Eggenberger im Übrigen besser als das helle.

Abb.2: Ebenfalls im regionalmuseum ausgestellt: Ein mutmaßlicher Vorfahre Franz Adrian Wenzels (Kreisky), mit dem schönen Aufgabengebiet der Nationalverwaltung im Rahmengewerbe.

Dienstag, Oktober 22, 2013

Blasmusikgeruch weht zum Fenster herein: Linz, eine Stadt glaubt an sich!

Wenn an einem Sonntagvormittag Blasmusik und Krautgeruch zum Fenster hereinwehen, macht das eine Metropole wie Linz menschlich und angreifbar.

Nur mit viel Wohlwollen passt untstehende Illustration zu obigem Satz; es handelt sich dabei zwar um ein nigerianisches Filmplakat, die Dame links im Hintergrund trägt dennoch eine Goldhaube.


Mittwoch, Oktober 09, 2013

Autorennlesung / Bruckmühle Pregarten


Geliebtes Mühlviertel!
Geh' weiter, komm' morgen auch. Ich meine: drei Generationen zum Preis von einer! Noch dazu, wo ich das untere Ende beim Generationenvertrag bilden darf (obwohl ich, unter uns gesagt, schon ein wenig alterl', dafür sind der Baum und der Zemme noch topfit). 
Wenn ihr gleich sitzen bleibt, könnt ihr am Sonntag mit dem Pühringer plaudern. Na, ist das was? Ist das was!?
Deine Minki

Donnerstag, Oktober 03, 2013

Fu Long to Hong Kong belong


An sich gehören wir vom schreibenden Volk an den Schreibtisch, aber dem Stronach seine Ankündigung, die Chinesen werden das Werkl übernehmen, wenn wir ihn nicht zum Kanzler wählen, hat mich neugierig auf die neue Obrigkeit gemacht. Und so kam es, dass ich hinüberfuhr, um mir das alles anzusehen. Anbei Teile der Verwandtschaft sowie eine meiner Gattinnen, deren "yellow hair" sich schnell als echter Burner herausstellte. Erste Businessidee in der neuen Welt: Originalblondinen im erweiterten Kostümverleih. 

Umgekehrt gefielen mir Brettspiele spielende Chinesen im Linzer Volksgarten auch sehr gut:


Weiters wird eine gewisse Wohnraumverdichtung zu erwarten sein, wenn der Chinese kommt.


Dafür brauchen die Wirte nicht mehr so viel wegen strenger Raucherumbauten weinen, das wird man in Zukunft bestimmt wieder lockerer sehen. Man spart sich ja einiges im Sozialwesen, wenn eine frühere Ablebensrate beim Pensionskürzen hilft:


Entgegen landläufiger Meinungen werden Hund und Katz zwar gegessen, wenn sie aber besonders possierlich gewachsen sind, schaffen sie das Upgrade zum Ladenhüter. Die Konjunktur in der Haustierbranche ist im Übrigen eines von vielen Symptomen des kapitalistischen Kommunismus chinesischer Prägung.


Pandas, natürlich Pandas. Diesem hier ist der artbedrohende Bumsunwille förmlich ins Gesicht gestickt.

Freitag, September 13, 2013

I genier' mi ned!

Liebe Sportfreaks und Sofazombies,

es war sehr schön gestern. Als ich Hansi Orsolics "Potschertes Leben" röhrte, erfasste mich die Rührung selbst derart, dass ich fast geweint hätte.


Und weil nach der Lesebühne vor der Lesebühne ist, lasset mich schon heute verkünden, dass am 11. Oktober der ganze Segen von neuem angeht. Thema: Schund und Sühne.

Mittwoch, September 11, 2013

In the Neighbourhood, Teil 4546

Weit von unserem Haus entfernt habe ich heute eine meiner geisteskranken Nachbarinnen gesehen, die versonnen und beinah liebevoll ein Schild betrachtete, auf dem "Fertiges Beuschl" steht. Mich schreit sie hingegen immer an. Ein diffuses Gefühl der Ungerechtigkeit ist jetzt in mich eingezogen. 

Apropos diffus und rätselhaft, aber auch arg: 

War es das Ars Electronica Festival (Fundort obabgebildeten Bildnisses), die den Stronach zu seinen juridischen Eskapaden inspirierte? Möchte man das eigentlich wissen? 

Dienstag, September 03, 2013

Kindergewalt ist nicht lustig!

Schaut euch trotzdem unseren Lesebühnen-Teaser an. Damit ihr wisst, worüber ihr euch aufbudeln könnt. Nur lasst euch nicht vom Datum irritieren, stattfinden wird das Ding erst am 12. September. Wie immer im Grandhotel unseres Herzens, diesmal aber nicht nur mit Regisseur René Monet, Prof. Buttinger und moi, sondern mit der famosen Karin Morschitzky. Die ist wirklich gut, ehrlich.


Donnerstag, August 29, 2013

Es herbstelt. Oder: Käsetoast zur Zehrung

Weil ich von der Lebenserwartung her jetzt bestimmt das erste Drittel verschwendet habe, schleicht sich der Gedanke an den Tod immer öfter in die süße Unbedarftheit der noch in mir wesenden Jugend. Sperriger Anfangsatz, aber ist eh schon vorbei. 
Jedenfalls kam mir im Zuge dieser Morbiditätsattacken der Gedanke an die Gestaltung des eigenen Begräbnisses und damit einher gingen sehr schöne Ideen: Es soll kathartisch und prunkvoll sein. Meinetwegen in einer Kirche, aber bitte nicht so eine Industrieviertel-Moderne oder Passivhausökumene, sondern mindestens Rokoko, da können mitgeführte Kidner während langatmiger Predigten die Fresken anschauen. Apropos Reden: Ich werde demnächst auch Versatzstücke für anrührende Nekrologe zusammenstellen, sie müssen nämlich unbedingt gefälscht sein, so ungefähr: "Angesichts ihrer Blindheit und ihres Analphabetismus war ihre Literatur eh schon wieder sehr super." Oder: "Sie konnte links und rechts nicht unterscheiden, war aber immer lieb zu Tieren." 
Zur Musik: Keine Angst vor Pathos, also zuerst das Mozart-Requiem (das war schon beim "Big Lebowski" sehr schön), zum Auszug dann "Solang die Zwischenzeit gefällt / Las loss".
Die Zehrung findet natürlich im Rothen Krebsen statt, auch wenn die für einen einzigen Toast 20 Minuten brauchen und viele derweil zum Warmen Hans ausweichen werden. Es soll hier viel getrunken und Kurzweil getrieben werden, vielleicht finden sich ja Menschen zusammen, die in meinem Namen und zur Feier ein Kindlein zeugen. 
Ach! Das ist alles so schön, dass mir der Gedanke kommt, dass jeder einmal zu Lebzeiten sein eigenes Funeral feiern dürfen soll.