Dabei kommen die schlimmsten war atrocities erst!
Dienstag, Dezember 18, 2012
Krieg, was ist er gut für? Wir erklären euch den Krieg
Ein schöneres Lesebühnen-Plakat hatten wir bestimmt noch nicht!
Bezaubernd auch, dass bereits vorsichtige Werbemaßnahmen zu Kampagnen vonseiten Amnesty International geführt haben:
Dabei kommen die schlimmsten war atrocities erst!
Dabei kommen die schlimmsten war atrocities erst!
Montag, Dezember 17, 2012
Wissenschaft und Tuttelbären
Geliebtes Volk, sehr geehrter Herr Landeshauptmann, gnädiger Herr Bischof,
allenthalben wird jetzt über irgendetwas resümiert, da muss ich mich nicht volksfern ausschließen von der Best-of-Präsentation. In diesem Sinne nehmet und esset alle von den Top-3 meiner Internetfunde 2012:
Warum der Tuttelbär nicht Cindy oder Mandy heißen kann, bleibt mir opak. Aber bitte, ich kenn' mich eh nicht aus im Sexmilieu:
Dienstag, Dezember 04, 2012
Wer da noch schreibt, ist selber schuld
Es mehren sich die Anzeichen, dass wir analogen Schreibmaschinen schon ein wenig in die evolutionäre Sackgasse hineinsteuern. Soll mir nur recht sein, wofür sind echte Maschinen sonst da? Ich möcht halt nur weiter ein bisschen ein Geld bekommen und in aller Ruhe Zeitung lesen.
Wordle zum Beispiel, das ist hübsch. Allerdings ist mein Wortgebrauch in der Lebensbeichte so diffus, dass nur "Beispiel", "ganz", "ja", "immer"und "Hinsenkamppassage" herausragen. Warum mir letztere so wichtig sein soll, ist mir total opak. Außerdem soll man "immer" nie sagen, das ist eines der Top-Verbote im Beziehungsleben!
Pfiffig ist auch Poetron, eine lyrische Küchenmaschine, die automatische Anlasslyrik wie diese ausspuckt:
Tugende
Terroristisch niemals jedoch apart.
Sie beichten:
Sie verraten:
Und verraten die Kombüse.
Oh terroristische Tugende!
Und Kombüsen
Zu apart und Du ist schuld!
Und dann habe ich noch Blogflöt entdeckt, da kann man sich automatisch ein Blog schreiben lassen. Ich verwende das jetzt schon seit Monaten und bin total zufrieden damit!
Montag, November 26, 2012
My Bad-Hair-Life und andere glitzernde Problemlösungen
Liebe Kinder, Omas, Priesterseminarristen, Literaturtalentscouts,
es wär' wiedereinmal angerichtet, das Lesebühnenrückblicksdings: http://linzerworte.blogspot.com
Ganz die eure,
Dominika
mit dem doofen Haar
Montag, November 19, 2012
Redundanzkapazunder, junge Delinquenten und betretene Hunde
Kuckuck, meine Puppis und Schlawiner!
Ratet mal, was ich euch vom rezenten Herumstrolchen mitgebracht habe: schöne Beschriftungen unserer gemeinsamen Welt. Zum Beispiel diese funkelnd redundante Aufschrift an der Tür zum Linzer Café Ostbahn: Obacht, unsere Kellner sind professionelle Profis!
Gar nicht einkriegen kann ich mich über die entzückende Volksschultypographie, die mit der intendierten Verrucht- und Gefährlichkeit aufs herzigste kollidiert:
Ganz in meinem Sinn als Edith Klinger für Arme ist der Hinweis, dass das Betreten von Hunden an sich nicht ok ist:
Donnerstag, November 15, 2012
Die Apokalypse eurer Probleme
Also das ist ja wohl wirklich das dümmste Ankündigungsbild, das wir je hatten!
Kommt aber trotzdem am 23. November zur Lesebühne, wir heilen durch die gigantische Kraft der Doofheit.
Kommt aber trotzdem am 23. November zur Lesebühne, wir heilen durch die gigantische Kraft der Doofheit.
Mittwoch, November 14, 2012
Beschriftungskomparatistik: Amok, Fehlfarben und Sexualtopographie
Aufmerksame Rezeptionisten dieser Publikation wissen: In 74 Prozent meiner Postings geht's um die Beschriftung dieses Planeten. Obabgebildet zum Beispiel eine entzückend inkorrekte Illustration aus der Messestadt Wels; an der Traunseite der Messehalle finden sich ja immer wieder Beispiele dafür, wie hoffnungsfroh und unbedarft die Perle des Zentralraums in die Zukunft schaut.
Weil: Ganz anders etwa die desillusionierte Stahlstadt! Hier scheint man die Nähe zur Apokalypse menetekelhaft zu erahnen. Wie so oft mehren sich die Zeichen des Untergangs an den Wänden der postapokalyptisch anmutenden Hinsenkamppassage:
Draußen in den Bergen hingegen geht der Mund immer noch davon über, wes das Herz voll ist: dem Pudern. Wer das Möselhorn in der unmittelbaren Nachbarschaft des Feuchten Kogels nicht lustig findet, ist ein armer Tropf und kann meinetwegen in der Hinsenkamppassage ein Geschäft für Amokfachwaren aufmachen.
Freitag, November 09, 2012
Wir schmusen uns einen Wolf
Nachdem es ja noch viele herzensgute Menschen gibt, die noch nicht ins Stalkermekka Facebook gezogen sind, hier bitteschön auch in der Bloghütte Bilder vom jüngsten "Original Linzer Worte"-Betriebsausflug jener beiden Drittel des Ensembles, die einen Pelz- und Wildtierfimmel haben:
Da es diesbezüglich schon sorgenvolle Anfragen gegeben hat: Nein, so ein Wolf fäult nicht aus dem Maul, sie rochen alle recht possierlich.
Mir als Präsidentin wär' so ein Wolf für den Alltag an sich ja zu antiautoritär, übrigens.
Rebirthing, bis der Arzt kommt: Die Seminarlesebühne
Wir sind die Apokalypse all eurer Probleme!
Damen und Herren,
Verstopfung, Karriereflaute, verkommene Nachkommen? Akne, Mobbing, kinderlos, schon wieder schwanger? Unangenehm!
Wir helfen und heilen! Professor Klaus Buttinger, Meister René Monet und ich, die ich manchmal eure Präsidentin bin, schaffen mit der global rettenden Seminarlesebühne Abhilfe gegen all eure Probleme.
Dazu gibt's die besten Tantra-Praktiken, sensationelle Milieu-Enthüllungen und ultimative Selbstverteidigungstechniken für Frauen. Der Besuch der Lesebühne hilft bei Karies und kann als Fortbildung angerechnet werden.
Mit dem famosen Gast Martin Sieper, körperzellenstärkender Musik von der "Blutgruppe" und der Tombola des Grauens.
Wie immer im Seminarhotel Roter Krebs, Veranstaltungshalle 1. Stock, 20 Uhr. Der Eintritt ist quasi frei, der Austritt kostet ein Tombolalos im "Wert" von 2 Euro (der Erlös kommt indirekt der Weltrettung zugute).
Haufenweise tipptoppe Texte und formose Videos unseres feschen Gastarbeiters mit Migrationshintergrund gibt's hier: http://www.martinsieper.de/
Haufenweise tipptoppe Texte und formose Videos unseres feschen Gastarbeiters mit Migrationshintergrund gibt's hier: http://www.martinsieper.de/
Dienstag, Oktober 30, 2012
Elend und Schrecken in TV und Hochkultur
Neulich zwangen mich starke Mächte (u.a. Gravitation und Schwesternliebe) vor den Fernseher. Damit kann ich an sich dank jahrzehntelangen Trainings gut umgehen. Allerdings gab es im Haushalt des Schauplatzes ganz und gar abseitige, schlimme Sendestationen. Durch maßlose Überfütterung gefügig gemacht, sah ich also auf E!-Entertainment ein nacktes, frisch körperoptimiertes Teenie-Ding, das seine kekszuführende Mutter mit "Don't crumble on my new body!" angreinte.
Da muss jetzt niemand erstaunt nach Luft schnappen, dass ich daraufhin in eine viele Tage währende Schockstarre fiel. Nein, so eine scheußliche Welt hat ihr Recht auf meine Teilhabe verwirkt.
Die Qualität meiner Eremitage mag durch die folgende Illustration repräsentiert werden:
In diesem Winterschlaf meines Missvergnügens war ich neben den drei Primärbedürfnissen nur zur Lektüre von "In Swanns Welt" fähig. Proust markiert im Übrigen auf der Skala des Schreckens jenes Ende, das Kunsttitten-TV genau entgegengesetzt ist. Als ich gestern wieder erwachte, schrieb ich dann endlich das seit 2005 in der Blog-Kopfzeile angesprochene Madelaine-Erlebnis für Arme.
Wer's lesen mag, muss per Kommentar "Ich will!" sagen. Dann verrate ich auch, was meine drei Primärbedürfnisse sind.
Dienstag, Oktober 23, 2012
Die Blusen der Böhmen
An sich verbringe ich große Teile meiner Existenz mit nicht-ironischen Tätigkeiten, also essen, schlafen, stoffwechseln, gegen die Kündigung des Journalisten-Kollektivvertrags protestieren.
Da freut es natürlich schon, wenn auf meinem Lebensweg einige schöne Blumen blühen:
Und ich bin nicht heikel - ein Dessousladen vor dem Eingang zum Österreichischen Pastoralinstut? Immer nur her damit.
Jetzt reicht's aber wieder mit Ausflügen in die Bundeshauptstadt, ich muss mich schnell ein wenig hinlegen, sonst dräut ein Reiztsunami.
Freitag, Oktober 19, 2012
Heute zum Billigstorfer: Diskontlesebühne, 19. Oktober
Liebe Kunden, ich glaube nicht, dass wir schon einmal eine törichtere Montage zur Verkündigung unserer törichten Veranstaltungsreihe hatten. Den Monet behalten wir uns, aus dem wird noch was.
Wie auch immer: Bitte sehr zahlreich heute zu uns in den Krebsen strömen, die ersten 50 Nackten dürfen gratis herein.
Mittwoch, Oktober 17, 2012
Im Künstlerzimmer: Die Original Linzer Worte
Im Gscheidtlradio gibt es am Samstagmittag diese schöne bildungsbürgerliche Sendung, bei der Tenöre und Menuettkomponisten über ihre Arbeitsweisen und sexuellen Vorlieben ausgefragt werden. So ein bourgeois-betuliches Ö1-Feature über mein eigenes Kunstschaffen, das will ich noch erlebt haben, dann kann ich von der Welt wegsterben.
Ich stelle mir das ungefähr so vor:
"Herr Buttinger, woher kommen diese feinziselierten Gedanken?" "Nun, ich bin zwar leider in der Schule sitzengeblieben, dafür war ich dann Punk." "Aha. Und Sie schreiben ihre Gedichte mit einem Schweinebörsenkuli?" "Exakt, auf einen Gösser-Bierblock. Dazu aber trinke ich Trumer Pils, wegen der inspirierenden Diskrepanz."
"Herr Monet, Drogen in der Literatur, das ist doch was Unfeines!"
"Völlig korrekt, mich ärgert's immer, wenn das Koks zu grob gerebelt ist. Da reißt's dir die Scheidewand auf, als ob man mit Sandpapier schnäuzen tät'. So fühlt sich das Leben für ein Schmetterlingskind an." "Und dieses Leid, ist das Motor ihres Kunstwollens?" "Nein, das Koks."
"Frau Präsidentin Meindl, die Literatur gilt ja als besonders brotlos. Warum haben Sie sich dafür entschieden?"
"Erstens ist mein Vater Primar. Zweitens darf man beim Schreiben durchaus auch auf die Märkte schauen. Narratologische Narreteien über Menschen, die bald schlafen gehen, kauft dir doch keiner ab. Nur sehr dumme Schriftsteller müssen hungern. Oder solche ohne Brüste."
Und dann sagt die Ö1-Redakteurin natürlich noch: "Wir danken für das Interview!"
Mittwoch, Oktober 03, 2012
Raucherlungen, Starrkampf und ins Eck gedrängte Untertanen
Liebe Menschen und Menscher,
beim virtuellen Aufräumen blieb mein suchend' Aug' an diesen drei Bildnissen hängen.
Mir sind sie alle drei an und für sich gut genug, pfenninggut nachgerade. Aber wenn es eins von euch nach Buchstaben dazu gelüstet und es per Kommentar "Verzähl' ein G'schichterl dazu!" fordert, dann stricke ich eben eine Story drumherum.
Weil so bin ich zu euch, wie eine Mutter zu ihren wahnsinnigen Kindern.
Freitag, September 28, 2012
Die Angst im Wald
Viele Stunden täglich plagen mich Fragen nach dem Ausmaß meiner Angst. Werde ich im Vollbesitz meiner Glieder sterben dürfen? Ist in diesem Moment eine ruinöse Anzeige wegen Rasens oder anderen Missverhaltens auf dem Weg in meine Post? Wie kann in Stronach dazu bringen, endlich die richtigen Tabletten zu nehmen? Lästern meine Freunde hinter meinem Rücken über mich? Kommt die Apokalypse, und erwischt sie mich in einem unangenehmen Moment, auf dem Klo etwa? Werde ich beim nächsten Stelldichein mit dem Landeshauptmann darauf achten, dass mein Hosentürl zu ist?
Solche Sachen halt.
Wie schön und erleichternd, dass es jetzt Vermessungsdienste für die Größe unserer Not und Sorgen gibt. Ich gebe gleich heute in Auftrag: Wie kann ich mir selbst sicher sein, keine künstliche Lebensform zu sein?
Montag, September 24, 2012
Original Linzer Worte: Schmutz und Schund hält uns gesund
Schön war's wiedereinmal. Schon alleine deswegen, weil wir die welterste Bühnengrillerei im Posthof veranstaltet haben. Denn Wohlbefinden ist nicht nur Bringschuld der Künstler! Wir wollen es auch einmal schön haben im Leben.
Sonst ziehen wir um in den Brunnenmarkt und eröffnen Teegeschäfte mit Produkten lesbischer Bio-Kollektive in Nicaragua - und der Rebhandl muss wieder ein Buch dagegen schreiben.
Was eh kein Fehler ist.
Mehr Text, mehr Bilder, mehr Schmutz gibt's hier, im offiziellen Original-Linzer-Worte-Blog.
Mittwoch, September 19, 2012
Rustic Poetry: Wer braucht schon den Endreim, wenn die Gottesmutter dabei sein soll!
Für euch gefunden irgendwo im Dschungel von Stroheim. Ebendort kam mir dann auch dies ins Gemüt:
Gottvater, Sohn und Heilig' Geist
hat man noch nie umsonst gepreist.
Maria auch.
Die Dreieinigkeit, sie lebe hoch,
spendet Segen noch und noch.
Maria sowieso.
Jesus, Geist und Vatersgott
spenden Trost im Altagstrott.
Und Maria.
Taube, Heiland, lieber Gott:
besser als Marillnkompott!
Maria auch gut.
Freitag, September 14, 2012
Edith Klinger erzählt den Wichserinnen Negerwitze
Triumph! Endlich Edith Klinger bei den Suchbegriffen zum eigenen Blog abgehängt! Wie sich allerdings der Neueinstieg "Wichserinnen" erklärt, bleibt mir opak. Die Kanarienvögel sowieso.
Sollte mir in meinem Leben endlich wieder einmal fad werden, schreibe ich eine Geschichte entlang dieser Reizworte. Darin wird natürlich die Klinger als Ehedomina Negerwitze erzählen und nackte Damen vermitteln, während Dominika Meindl ihre Kanarienvögel füttert. Am Ende stellt sich heraus, dass sie schizophren, in Wahrheit bereits 73 und in dunklen Momenten die echte Klinger ist.
Aber jetzt ist mir grad überhaupt nicht fad.
Donnerstag, September 13, 2012
Schmutz und Schund
Original Linzer Worte - am 22. September im Posthof
Liebe Kinder, wir hatten ja bei den Original Linzer Worten schon törichte Plakate zuhauf, aber das - das ist nun wirklich das schundigste ever:
Gemacht hat's der René Monet, der echt keine Angst davor hat, Vulven in die Öffentlichkeit zu stellen. Ich übrigens auch nicht, solange es nicht meine sind.
Wer wissen will, was da alles Arges passieren wird im Posthof, kann hier unser gestriges Palaver auf Radio FRO nachören: http://fro.at/article.php?id=5262
Oder die Tips studieren: http://www.tips.at/zeitungneu/?ausgabe=Linz&page=zeitung.php?page_id=275&ausgabe=TIL
Die OÖN tun auch ordentlich besprechen, und zwar eh mich: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/buchrezensionen/art272,964658 - vor allem aber auch die liebe Anna Weidenholzer: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,965472
Da seid's jetzt eh eine Weile beschäftigt und weg von der Straße. Besonders wünsche ich Broker, Telefonrumfrager und Waffenhändler von ihrer Arbeit abzuhalten.
Montag, September 10, 2012
Kaiserkot, Diktatorenliebe, Tyrannentod, Tierleid: Ein Urlaubsbericht
Volk!
In völliger Misachtung eurer Ansprüche an mein Blog ("Wir wollen Kätzchen und Sonnenuntergangsfotos!") und in Negation eigener Urlaubsauflagen ("Nichts schreiben, nicht einmal Einkaufslisten"), habe ich euch eine historische Sensationsgeschichte aus Kroatien mitgebracht. Weil: So weit kann ich gar nicht fortfahren, dass ich von dort nicht was Schönes für euch mitbrächte.
Also bitte, schnallt euch an:
Für jene, denen das Bild nicht reicht: Es zeigt das erste mobile Campingklo Dalmatiens. Aber es kommt noch feister: Es wurde 1888 eigens gelegentlich einer Visite Franz Ferdinand erbaut, da dem Thronfolger die lokalen Bedürfnis-Devices nicht zuzumuten waren. Wow, nicht wahr? Hier kackte der Erzherzog! Sag' mir keiner, Geschichte sei was für Menschen mit niedrigem Blutdruck.
Weil ich grade in Fahrt bin: Ebenfalls auf der Insel Zlarin erhalten ist jenes Kino, in dem Josip Tito das erste Mal schmuste.
Was, ihr wollt noch mehr Sensationen? Gut, hier bittesehr: In der Basilika der Insel ruhen die Gebeine Attilas!
Waaas?! Das haut euch immer noch nicht aus den Birkenstockschlapfen? Na gut. Dann halt anklagende Tieraugen, wenn man euch wirklich mit nichts anderem mehr unter die Haut kann.
Also: In Kroatien werden Katzen in Mastboxen gehalten, damit sie die kleinen Ferkel nicht erdrücken. Nur einmal im Jahr werden sie aus den Käfigen geholt und gemeinsam mit gefangenen Singvögeln bei einer Prozession hergezeigt.
Warum schweigt Edith Klinger dazu?! Wird sich Russland weiterhin querlegen und dramatische Sanktionen verhindern? Wo bleibt das Befreiungskommando von Gut Aiderbichl und der Kronenzeitung?!
Donnerstag, August 23, 2012
Historischer Sensationsfund aus der Nazizeit
Die meiste Zeit werden hier in der Lebensbeichte ja kleine Mitteilungsbrötchen gebacken. Aber heute gibt's einmal einen Riesenlaib Sensation.
Bei einem meiner Streifzüge durfte ich vergangene Woche diese Tür in einem St. Valentiner Keller entdecken:
Nach glaubhaften Bezeugungen der Bewohner hat Hitler hier den "Anschluss" Österreichs an Deutschland beschlossen. Als Zeichen des immerwährenden Gedenkens hat die Wohnbaugenossenschaft NÖ-West die Kellerwände in garstigem Rosa getüncht.
Arg.
Donnerstag, August 16, 2012
Spaß und gute Freunde: Backlab und Minkasia sind jetzt ein Paar
Auf die vorgestrige Radio-FRO-Frage, was ich mir denn von meiner Mitgliedschaft im Backlab-Kollektiv erwarte, sprach ich: "Spaß und gute Freunde". Angeblich gibt's dort aber auch Bier und Geschlechtsverkehr, wie mir der Große Vorsitzende versprach.
Nicht zuletzt deswegen verkünde ich meine Kollektivierung hiermit sehr gerne. Man muss ja zusammenhalten in dieser grauslichen Welt, sonst ist man ganz allein und erschossen.
Außerdem ist die gesundheitsfördernde Wirkung von Backlab vom Gesundheitsministerium bestätigt, wie ich der bizarr wunderschönen Hymne entnehmen darf: http://backlab.at/2007/07/27/backlab-hymne-vom-hymnenmann/
Und da wär' das ganze Interview zu hören, bei dem ich mangels Faktenkompetenz allerlei konfuses Zeug kommunizierte: http://fro.at/article.php?id=5165
Dienstag, August 14, 2012
Minkileaks: Zu schiach, um da zu sein
Liebes Volk,
weil's leider zuletzt viel Kritik an meiner Person gegeben hat (Tenor: "Dich trifft man ja gar nicht mehr beim Fortgehen!"), sehe ich mich veranlasst, meine PR-Abteilung mit folgender Mitteilung an die Öffentlichkeit, also an euch, herantreten zu lassen:
Der viele Sport hat mich leider total schiach gemacht.
Der viele Sport hat mich leider total schiach gemacht.
Bevor ich mich wieder unter die Leut' trauen kann, muss ich erst ausgleichend was für den linken Arm und den rechten Fuß machen. Vom Kopf ganz zu schweigen.
Bis dahin alles Liebe, grüßt mir eure Muttis lieb,
Mink
Montag, August 13, 2012
Einsame Omas und andere Sexualprobleme: Toilettreklame im Salzkammergut, Teil II
Sg. Herr Rektor, liebe Frau Bundesministerin!
Noch nicht entziffert werden konnte die darunter stehende Textualität; es muss derzeit von der Suche nach "etwas Knackigem" ausgegangen werden.
Hiermit erlaube ich mir, die von Ihnen angeforderten Unterlagen bezüglich der Fortschritte des Forschungsstipendiums zum Thema "Textualitäten im Salzkammergut unter besonderer Berücksichtigung von Sexualität im öffentlichen Raum" vorzulegen. Die qualitative Evaluierung finden Sie anbei.
Ich hoffe, Sie stören sich nicht an meinen neuen Ethik- und Transparenzmaßnahmen, die Ergebnisse zugleich der interessierten Öffentlichkeit auf meinem Blog zu präsentieren.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich noch einmal für die schöne Dotierung des Stipendiums mit 12 Millionen Euro bedanken.
Hochachtungsvoll,
Mag. Meindl
Auswertung Öffentliche Toilettanlage, Altmünster:
Erschütternd das wechselseitige Verfehlen beim Kommunizieren von Bedürfnissen ("Dame ... mit Riesenkitzler" direkt neben "Suche Frau mit Riesenkitzler"!). Habe im Sinne einer teilnehmenden Beobachtung beide Nummern angewählt und versucht, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.
Als schönes Zeichen für den beginnenden Kampf gegen die soziale Kälte ist jenes Angebot zu deuten, das sich mit sehr konkreter Zeitangabe an alleinstehende, ältere Mitbürgerinnen richtet ("Suche einsame Oma, die sich dienstags abends hier mit mir trifft").
Gleichfalls als Intervention gegen phallozentristische Sexualnormativität ist - trotz orthographisch minderer Güte - dieses Ansuchen zu interpretieren:
Noch nicht entziffert werden konnte die darunter stehende Textualität; es muss derzeit von der Suche nach "etwas Knackigem" ausgegangen werden.
Nicht außer Acht gelassen werden sollte die offensichtliche Konstruktion des Problemfelds "Klitoris". Es steht zu erwarten, dass die Lancierung eines neuen Problemzonenbewusstseins der kapitalistischen Verwertungslogik entspringt.
Dieser Forschungsbeitrag ist ein Update dieses Artikels: Tagestaugliche Liebe mit ohne Ausnahme.
Freitag, August 03, 2012
Stell' dir vor, es ist Apokalypse und ich geh' nicht hin
Weil -recht überlegt! - wenn ich die Wahl hab', geh' ich in die andere Richtung.
Da für Fiktion die Unschuldsvermutung gilt, behaupte ich jetzt, dass das Schild zum Untergang in Untergeng (Eidenberg) steht. Wollt ihr mir das glauben, liebe Kinder?
Sonntag, Juli 29, 2012
Ein bissi was für zwischendurch: Kinder an die Macht
Jetzt ist es so, dass mich derzeit das Schreiben nicht recht gfreut. Aber ab und zu muss ich wohl was ins Weblog stellen, sonst wird euch fad und ihr lest "Shades of Grey" oder anderen Muttipornokram.
Also teile ich ein Fundstück mit euch, das ich jüngst aus der SVA-Zeitschrift barg:
Josef Pühringer hat ein gutes Einvernehmen mit dem Kind in sich, das finde ich famos. Wie sonst könnte er am Dahintückeln auf dem Rad eine solche apokalyptische Freude empfinden. Ich beneide ihn!
Gleichzeitig frage ich mich, was der Lieblingssport für die andere Kinderhälfte ist. Im Freibad durch Kreischen Schriftstellerinnen die Sommerfrische vergällen? Youporn schauen? Liebe SVA, für all das schöne Geld, das ihr mir pro Quartal wegraubt, kann ich eine kleine Extra-Recherche wohl doch erwarten.
Gruß, Meindl
Sonntag, Juli 15, 2012
Mediale Belästigungen
Selten ist es mir ein Anliegen, meine ironisch-distanzierte Schonhaltung gegenüber den Zumutungen der Realität aufzugeben. Nun misslingt es mir aber schon seit Monaten, angesichts der obabgebildeten Reklame Contenance zu bewahren. Ohrenzeugen könnten bezeugen, dass ich ein jedes Mal ins allerlästerlichste Zetern verfalle, sobald ich des Plakats ansichtig werde. Schlimme Worte quellen da aus mir heraus!
Inhaltlich geht es ungefähr in die Richtung "Ich lass' mich sicher nicht von einem mit Zeitungen tapezierten Kerl budern" oder "Sexistischer Blödscheiß", aber ich möchte da nichts Konkretes verraten, da es in meiner Medienschelte wirklich sehr undamenhaft zugeht.
Das haben die Tips im Übrigen doch gar nicht not. Schöneres als die anrührenden Biographien ungewollter Tierheimtiere oder Lustigeres als Waterloos Wohntipps kriege ich doch sonst die ganze Woche nicht zu lesen. Ich fordere die Marketingabteilung dringend zu tätiger Reue auf.
Montag, Juli 02, 2012
Nicht jetzt lesen!
Ihr lieben Mäusegesichter,
Abb. 2.: Kunst (Symbolfoto, angefertigt vom famosen Volker Weihbold)
was treibt ihr euch denn bloß im käsigen Internet herum? Geht doch spielen (s. Abb. 1 und 2)! Denn bald kommt wieder der Winter unseres Missvergnügens, da tun wärmende Erinnerungen not.
Und weil ich nun schon viele Winter heranwachsen sehen musste, lasst euch folgende Weisheiten auf die Kopfpölster eures inneren Wohnzimmers sticken: 1. Die Sommerfrische hat wieder Saison. 2. Das Ende der Arbeit naht, lasst den Maschinen den Vortritt. 3. Ab 30° neige ich zu außerordentlich beknackten Metaphern.
Abb. 1.: Sport (Symbolfoto)
Abb. 2.: Kunst (Symbolfoto, angefertigt vom famosen Volker Weihbold)
Was hab' ich denn gerade gesagt? Jetzt habt ihr es doch gelesen! Folgt's jetzt!
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