Mittwoch, November 02, 2011

Schniedelfresken für das Volksglück

Liebes Volk, ich bin jetzt wieder da. Also eigentlich noch nicht, weswegen euch ein paar weitgehend kommentarlos hingestreute Bildzeugnisse meiner jüngsten Reisetätigkeiten genügen müssen. Gerne können im Kommentarteil Mutmaßungen über die jeweilige Illustrationsnationalität hinterlassen werden.





Freitag, Oktober 14, 2011

Gerade noch auf der Showbühne, bald schon im Himalaya


Liebes Volk,

erstens war's gestern wieder wunderschön. Mehr dazu im Blog der Original Linzer Worte. Die nächste Lesebühne ist am 10. November, da werden wir euch Krankengeschichten vorlesen. Vorher könnt ihr am 25. Oktober in den Wissensturm stromern, wo euch Humorfachkräfte aus dem Ensemble gerne Späße kredenzen.

Ich bin jetzt mal schnell in Bhutan. Gehabt euch einstweilen wohl und bleibt mir gewogen.
Eure Blogflöte Minkasia

Mittwoch, Oktober 12, 2011

Wärmender Schund für flanierende Wichserinnen: Griechischer Fickzauber in Zeiten der Krise

Gestern flanierte ich in Linz an einer Waldorf-Schule vorbei, von der Minderjährige in pastellfarbenen Pullovern "Fick dich, du Wichser!" herabquäkten und sich dann geschwind wieder versteckten.
Kurz darauf fand ich im Lentia-Merkur folgendes Medien-Arrangement:




Ordinäre Gutmenschenskinder und wärmender Qualitätsjournalismus neben "Griechischer Liebeszauber" (sic!) und "Leidenschaft liegt in der Familie" (noch einmal sic!) - was für trompetende Beweise für den Zauber, den der falsche Kontext über Alltagsphänomene bringt!

Dienstag, Oktober 11, 2011

Charity für Fußkranke Oberösterreicher im Grandhotel


Liebe Menschen, Kinder und Kindeskinder,

innig, aber auch aufrichtig und außerdem herzlich bedanke ich mich für euer Herbeiströmen zur freitäglichen Buch-Kindstaufe. Es war mir ein innerer Urfahraner Jahrmarkt.
Denn ja, "In der Heimat der Fußkranken" ist jetzt der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen (dt. für "im Buchhandel"). Kauft's es, oder auch nicht. Es ist ja Krise und bald schon geht auch die Welt unter. Warum Bücher in die Binsen mitnehmen?
Als einziger triftiger Grund fällt mir ein: Weil jedes gekaufte Buch eine Spende für fußkranke Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist. Zu Deutsch: Für arbeitsscheue Frauen ohne Meniskus.

Donnerstag, Oktober 06, 2011

Riesenskandal: Als Tier zur Eigenverantwortung gezwungen!


Liebe Eingeweihte, liebe Illuminierte,

lange hatte ich über die Esoterik gespottet. Man ist halt eine zeitlang jung und mit überviel eigenem Willen ausgestattet. Da liegt kein Segen drauf! Denn jetzt, in Vorbereitung auf die Lesebühne für Grenzwissenschaften, erkenne ich erst das heilsbringende Potenzial der Esoterik.
Weil es ist prinzipell recht wurscht, was man kann und tut - höhere Mächte weben und kleben dein Schicksal zusammen.
Was mich nur über alle Maßen kränkt, ist die jüngst erhaltene Zurückweisung seitens der Ariosophischen und der Thule-Gesellschaft. Meine Genomanalyse weist mich als Vertreterin der Tiermenschen (Minknerz) aus, die dürfen nicht mit den Herrenmenschen spielen.
Manno!

Montag, Oktober 03, 2011

Sprache schafft Realität


Ein Welser Automechaniker, der den linguistic turn mitgemacht hat - das ist eine blaue Beifahrertür, Damen und Herren.

Montag, September 26, 2011

Im Kakographie-Paradies

Damen und Herren, Buben und Mäderln,

ich möchte euch eine neue sprachwissenschaftliche Kategorie anbieten: die Lehre vom schlechten Schreiben - die Kakographie. Als Liebhaberin devianter Buchstabierungen mache ich's mir sogleich im genau jetzt geschaffenen Lehrstuhl für Falschschreibung bequem. Und lade zum Exkurs auf den Wiener Naschmarkt:  



Mittwoch, September 21, 2011

In der Heimat der Fußkranken. Liebeserklärungen und Polemiken aus Oberösterreich

Einladung zur Buchpräsentation am 7. Oktober, 20 Uhr im Grandhotel zum Rothen Krebsen



Über den Berber Hitler, die Entmündigung Maria Fekters, aidskranke Ratten in Grissemanns Fuß, Herrn Austrofred Wenzls Liebe zum Vierkanter, Schnaps in Hartheim und Bordelle in Welser Wahrzeichen - über diese und andere Wunderlichkeiten aus den sieben Vierteln Oberösterreichs erlaubte ich mir ein Buch zu schreiben. Die Phänomenologie Oberösterreichs ist soeben in der edition moKKa erschienen.

 
"Lassen Sie mich deklarieren, dass ich dieses Land liebe. Nur bilde ich mir nichts darauf ein, hier geboren zu sein. Ich hätte wohl auch die Karibik lieben können, wäre ich dort geboren, oder meinetwegen sogar den Iran oder Kärnten. Nun bin ich aber hier – und es lebt sich gut hier. Trotz allem. Wegen vielem."

Es wird gelesen, aber auch Bier und Brotartiges verschenkt - strömet herbei zuhauf!

Montag, September 19, 2011

Getränke des Grauens

Es ist bestimmt kein leeres Klischee, dass der Mühlviertler an sich der Spezies "Harter Hund" zugehört. Aber alles, was recht ist:


Diesel und Heizöl sind ja zumindest vom Aggregatszustand her trinkbar. Aber Kohle esse ich doch weiterhin lieber als Grillwurstbeilage.

Donnerstag, September 15, 2011

Namensplag



Banaler als derbe Scherze über Namen ist weniges. Nur ertappe ich mich seit Tagen bei ebensolchen Gelüsten, nachdem ich nämlich in der Klatschspalte Folgendes gelesen hatte: Eine Schauspielerin zögere, ihren Lebensgefährten Jens Schniedenharn zu ehelichen. Die Redakteure hatten verabsäumt, die Dame über die Gründe ihres Zauderns auszufragen, aber man kann sich ausmalen, dass Herr Jens auf Beibehaltung seines Nachnamens besteht.
Hoffentlich geht die Liebe darob nicht in die Brüche. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Herr Schniedenharn sich dann in eine Tochter des Trauner Baggerfirmenbesitzers Huppenkothen verliebt. Man mag sich das Leid der Kinder Huppenkothen-Schniedenharn nicht ausmalen.
Denkt da mal drüber nach.

Montag, September 12, 2011

Die dumme, blöde Liebe - das beste von der vergangenen Liebesshow in handliche Happen und Bilder verpackt: Jetzt für euch und für alle, total gratis, unbürokratisch und unverbindlich. Formschön, abwaschbar und robust. Hier gibt's mehr davon: Original Linzer Worte



Freitag, September 09, 2011

Kunstförderstupidium 2011

Mein Leben ist ein reißender Wildbach des Glücks! Zuerst konnte glücklicherweise meinem Ansuchen auf die Erteilung eines Kunstförderstipendiums seitens meiner Heimatstadt nicht nachgegeben werden. Wo käme ich bei allzu frühem Erfolg hin?! Es ist doch integral für Schreiberlinge, sich unverstanden zu fühlen.
Des Abends aber wurde mir dennoch das wunderbare Topf-Wallner-Stupendium der Stadt Linz zuteil.


Die kreative Dotierung (in meinem Fall 4 Euro) ist der Finanznot nach dem Linzer Swap-Skandal geschuldet.

Montag, September 05, 2011

Möpse und andere Pelze

In den verflossenen Tagen widerfuhr meiner visuellen Wahrnehmung allerhand Verwunderliches. So etwa das hier abgelichtete Motorrad mit Hypertrichose. Ob der übermäßige Haarwuchs mit der Modellbezeichnung "Transe" zusammenhängt?

Oder jene schnappgeschossene Begebenheit. Was finden Männer bloß an Möpsen?!

Montag, August 29, 2011

Die dumme, blöde Liebe kommt über uns alle!


Wer einsam und verlassen, meinetwegen aber auch gesellig und gut beschlafen am 9. September zur Lesebühne schreitet, darf dort auf unsere zärtliche und feurige Zuneigung hoffen. Wenn's bloß verbal bleibt? Und wenn schon! Wo sonst wohnt denn die Erotik, wenn nicht oberhald des Halses?!

So auf denn! Original Linzer Worte - "Die dumme, blöde Liebe", am Freitag, dem 9. September ab 20 Uhr im Grandhotel zum Rothen Krebsen. Lasst die Liebe ans Ruder.

Freitag, August 26, 2011

Die oberösterreichische Dreifaltigkeit

Ach, es ist in unseren postpostmodernen Zeiten schon so selten geworden, dass ein Gastronomiebetrieb die Heilige oberösterreichische Trias offen bewirbt:

Dienstag, August 23, 2011

Eine Modeopferrolle vorwärts:

Weil ich jüngst und immer wieder gefragt werde, was zum Teufel ich denn unter "Mörder-Outfit" verstehe (s. Vorgängerposting), hier bittesehr:

Freitag, August 19, 2011

Dressed to Kill

Weil ich jüngst und immer wieder gefragt wurde, woher ich denn meine Mörder-Bühnenoutfits beziehe:

Dienstag, August 16, 2011

Sind Motorradfahrer schlechte Pädagogen?

Jetzt bin ich die Letzte, die sich in Mathematik oder gar Pädagogik auskennt, aber kann es sein, dass das Motorrad-Milieu noch einen Schritt hinter mir herhinkt? Wähnen die ihre Zielgruppe in der Kindergartenszene? Das Notensystem ist an sich zwar irre schlecht, weil es individuelle Leistungsbezeugungen kalt in garstige Kategorien drängt, aber schwierig zu verstehen ist es nicht.


Und überhaupt: Sind 50 Kubik nicht total unwürdig? Das schaffe ich ja schon kraft der Lungenflügel auf meinem Puch-Garben (aka "Fahrrad"). Naja. Hauptsache 24 Seite mehr fürs gleiche Geld.

Dienstag, August 09, 2011

Eine Neue Heimat für die Sau und umgekehrt

CR: GPA-djp

Liebe Linzer und Linzetten!

Morgen um 19 Uhr täten der Herr Klaus Buttinger und ich anlässlich des Sommerfestls des Vereins nh10 aus dem Oeuvre "Die Sau" vortragen, es wird Schweinsfleisch und Musik kredenzt. Dazu passt harmonisch die Adresse: Im Breitland 8, 4030 Linz.
Ob uHBp Heinz Fischer auch wieder kommt, ist nicht präzise vorherzusagen, wahrscheinlich aber muss der Arme stattdessen auf irgendeine ätzende Mehrzweckhalleneröffnung.

Post, moderne

Soeben habe ich gelegentlich eines Besuches im Stammhaus die postmoderne Umverteilung überkommener Antagonismen beobachtet: Die Briefträgerin entsteigt ihrem Dienstfahrzeug, Hund Afra sucht Schutz zwischen meinen Beinen. Nur mit Schieben meinerseits und zartem Rückzug briefträgerinnenseits wagt die Dicke das Bestechungskeks zwischen die Zähne zu nehmen.
Wo soll das noch hinführen, wenn nicht einmal mehr in Schönering die Naturgesetze gelten?!

Dienstag, August 02, 2011

Empörte Verzweiflung

Gestern ward ich Zeugin einer herzzereißenden Szene: Eine offenbar hemmungslos zwischen Empörung und Verzweiflung oszillierende Dame schlug im Linzer Volksgarten mit einem dürren Ast greinend auf das Denkmal von Sebastian Kneipp ein. Dieses ist ja ästhetisch wirklich nicht akzeptabel, aber das mag wohl kaum der Grund für die empörte Verzweiflung gewesen sein. Als der Ast entzwei war, begann die Frau, die Blumenstöcke aus dem Boden zu rupfen. Dabei klagte sie fortwährend "I stiab aus!"

Mit gerunzelter Stirn wandte ich mich vom rätselhaften Geschehen ab. Als ich zuhause mein Postfach öffnete und darin meine SVA-Jahresvorschreibung für 2012 vorfand, flutete ein Tsunami des Verstehens meine Wahrnehmung. Ich überlege jetzt nur noch, was ich ausrupfen will, um meine verzweifelte Empörung zu lindern.

Montag, August 01, 2011

Zih die Laine, Winter! Über polnische Deckenbrecher, mütterliche Todesangst und elektrische Klotüren

Aus der Reihe "Meindl scheucht die Arbeit", Teil III

Ich kann die Anstrengung nicht unerwähnt lassen, die mir das beständige Suchen nach ergötzlichen Weltbeschriftungen sowie erquicklichen Freizeitaktivitäten verursacht. Aber für wen mache ich denn das alles, wenn nicht für euch, meine Mäusegesichter? Wer, wenn nicht ich, soll euch später im Winter eures Missbehagens von den Farben des Sommers erzählen? Oder von den schönen Translationsirrungen in der Ersten Klasse der Polnischen Bahn?


Oder von der Todeshöhenangst, die in der Bärenschützklamm die Antlitze von Psychomutti Nagl und mir entstellt hat?


Immerhin hatten unsere willigen, aber ängstlichen Beinchen gewaltige 20 Meter Luft bis zum Boden!


Gerne berichte ich euch auch, dass "Zaun" auf Französisch wie "Klo-Türe" ausgesprochen wird. Und auf Holländisch als "Schreckdraht" bezeichnet wird.


Wer das alles dröge findet, darf seine Nase jetzt gern wieder in die Buchhaltung zurückstecken und weiterarbeiten.

Donnerstag, Juli 28, 2011

Warscheneck: Steinobst, Stalinkapellen und linierte Kühe

Ja zefix, will denn hier niemand außer mir arbeiten?! Es gibt so viel zu tun! Also zum Beispiele Steinpilze suchen:



Oder herausrecherchieren, dass Josef Stalin nach 1952 unter neuer Identität am Warscheneck Obmann einer Wanderkapelle wurde.

Oder Kühe ordentlich in eine Reihe legen, damit sich die Touristen nicht ärgern.

Dienstag, Juli 26, 2011

Pottwale am Attersee und andere Urlaubsungeheuerlichkeiten

Bittschön, ich versteh' ihn ja nicht, diesen Auslandsurlaubswahn. Da quälen sich andere nach Bhutan, Eritrea oder Bibione - wo es doch auch zuhause pfaucht und fetzt vor Action und skurriler Landschaftsbeschriftung!







Freitag, Juli 08, 2011

Sommer! Schluss. Verschnauf!

So, jetzt ist es wirklich soweit, dass ich bis Ende Juli diese Kiste hier zudrehe. Ergötzet euch in der Zwischenzeit mit Sommer-Modetipps von einer, die weniger berufen nicht sein könnte: von mir.

Tipp 1 - Die Transparent-Handtasche:


Tipp 2 - Kleine Lebewesen als Accessoire, kaschiert prima die Problemzone "Kleinwüchsigkeit":

Ambulante Topfpflanzen

Da meine Schwestern derzeit die Weltgeschichte abbilden, jedoch über keine ordentlichen eigenen Blogs verfügen, veröffentliche ich hier das jeweilige Kunstwollen.
Hier abgelichtet die Installation "Topfpflanzen, geht's spazieren!" im Linzer Nordico.


Diese Installation ist ein Vorgänger der Reihe "Empört euch!" aus Zeiten, als der Protest selbst in der Krise war.

Donnerstag, Juli 07, 2011

Hot Dogs

Einmal Hund, bitte, mit scharf:


Besten Dank an Frau Coala M. für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Bildnisses vom Billa am Praterstern.
Dieses Posting ist Teil 1 der Serie "Warum ich nicht mehr in Wien lebe".

Montag, Juli 04, 2011

Dirty Dogs

Zum Einleiten des kreativen Sinkflugs mit Zielflughafen Sommerfrische möchte ich uns allen einfach ein paar Bilder von unseren stark behaarten, vielbeinigen Freunden gönnen. Kombiniert mit dem Newswert einer tipptoppen Erfindung sollte das als relevantes Posting schon durchgehen.

Also Folgendes. Sie kennen Hunde, Sie kennen das Problem: Das Vieh geht dorthin, wo's olfaktorisch wehtut. Und da sagen zauselbärtige Wissenschaftler immer, dass Hunde besser riechen als Menschen. Unser Beispielhund hat sich zum Beweis des Gegenteils auf einem niederösterreichischen Jauchehügel verlustiert.


Es fäult. Was tun?


Hier kommt nun die superkrasse Spitzenerfindung, präsentiert vom frisch rasierten Wissenschaftler G. Dordon: die Hundewaschmaschine! Damit ist ein großer Schritt zur Völkerverstänigung getan.


Kucken Sie mal, wie das Tier jetzt glänzt! Und glauben Sie mir, wie es duftet. Das freut auch Mutti.


Dieses Posting ist ein Update zum Deutschen Vorkriegswitz:

Hitler: My dog's got no nose.
Hitlerjunge: How does he smell?!
Hitler: Awful.

Freitag, Juli 01, 2011

dogma.chronik.arschtritt: Die Sau durchs Wiener Dorf treiben


Mesdames et Messieurs, liebste Weanabazis,

ich habe die schöne Ehre, heute Gästin bei der Wiener Lesebühne "dogma.chronik.arschtritt" sein zu dürfen. In mir wallt die Vorfreude auf Mieze Medusas, Nadja Buchers und Markus Köhles Kunstwollen. Also, wenn's wär: zum Hauptabendprogramm in der Adria Wien!