Montag, Juli 17, 2006

Zweites Charismatikertreffen in Ktisch

Liebe Gemeinschaft!

Nun trug es sich zu, dass ich in den böhmischen Dörfern wieder unter die Familien kam. Sehenden Auges und freiwillig. Ist doch Ktisch der Wallfahrtsort für die begeisterten Christen des Leidensweges. So sprach mein Anreisepartner Dr. Guponsky während der Fahrt das Mantra "Wau do nua da Soagdöckö scho zua wa! Wei ma soid ned sei."


Kitsch in Ktisch: Familienaufstellung

Natürlich half es, dass mein strenger Freund Severin auch Single ist und sich von der ubiquitären guten Laune nicht behelligen ließ. Ich hingegen durchaus immer wieder, schließlich bin ich als empathiegeplagtes weichgezeichnetes Pferdeköpfchen ja nicht aus Beton, verdammt nochmal.

Also wurden es dann noch besinnlich-fröhliche 24 Stunden. Und entgegen meinen Erwartungen hat Clara G. zwar die Schildkröten aus dem Haus und mich aus dem nachbarschaftlichen Ford "Explosion der Sinne", jedoch nicht aus dem sog. "Elefantenzimmer" verdrängt. Sonst hätte Sevito G. des Morgens angesichts Meiner auch nicht "Wous isn deis!?" fragen können.

Füße - ich steh drauf!

"...ein Reifen der Größe X-Large hat sich von einem auf der Anhöhe arbeitenden Bagger gelöst und rast mit Höllentempo auf die Unschuldigen zu..."

Schöne Neuerung gegenüber dem Vorjahr: der Titelregen für die Teilnehmer. Hier eine Auswahl:

Christian L.: Sieger der Herzen

Clara G.: Newcomer of the Year

Tobias L.: Unkompliziertester Teilnehmer ("Underactor of the Year")

Vorleser Goldbär: Kamerakind

Weblogmutti Minkasia: Mutvignette fürs Singlesein-und-trotzdem-Kommen

Peter E.: Lifetime Achiefment Award

Schreckensbilanz: Ein Jahr begeisterte Christen

WINKELN. Anlässlich des einjährigen Jubiläums der Gründung des Vereins "Begeisterte Christen!" zur Reenthusiasmierung des Christlichen Abendlandes muss eine Negativbilanz gezogen werden: Nicht eine einzige Priesterweihe kann heuer in Oberösterreich gefeiert werden.

Und dabei hatte alles so erfolgversprechend begonnen. Coala Lumpi, heute als Sockenpapst Corl der IV. bekannt, und Sr. Dina Moik erlebten während eines Mittagsschlafes im elterlichen Garten eine Explosion des Glaubens. "Es war wie ein Pfingstwunder," erzählt der Sockenpapst, "plötzlich war da ein Geist in unserer Mitte, wir sprangen auf und kündeten vom Werk Gottes." Nachbarn berichten, die zwei seien stundenlang aufgeregt im Garten herumgelaufen und haben abwechselnd "Hosanna!" "Kraaa!" oder "Halleluhja" gerufen.

Sogleich ließen sich die beiden Schwestern weihen und zogen hinaus, um das Wunder weiterwirken zu lassen; der Sockenpapst in den fernen Osten, Sr. Moik in den nahen Zentralraum.

Kaplan Gerry Rudle, Papst Corl IV und ich


Doch ein Jahr später ist vom Enthusiasmus der Gründung nichts mehr zu spüren. Sr. Dina Moik wirkt desillusioniert und fungiert nun als Übungsschmierfink, der einzige Priesteramtskandidat des Jahres 2006 hat kurz vor Eintritt in eine engere Glaubensbindung die Revolution ausgerufen und der Papst stößt in Tokio mit seinen Worten auf taube Ohren. "Die Leute haben es wohl nicht derbeten mögen", so Corl IV in seinem letzten Hirtenbrief aus Japan.

Ob die Neuauflage des Charismatiker-Treffens im tschechischen Ktisch wieder Feuer in die Herzen der Gläubigen bringen konnte, lesen Sie demnächst.

Freitag, Juli 14, 2006

Dekonstruktives Hauswärmen

Gnä' Herrschaften!

Ganz Linz fiebert schon DEM Großereignis des Jahres entgegen: Am kommenden Samstag wird endlich die neue Ausstellung im Schlossmuseum offiziell eröffnet.


Zu Ehren der Neueröffnung werden ab Donnerstag 600 Gaukler in die Stadt geladen, die drei Tage lang rund um die neue Außenstelle als Mahnmale der Freude fungieren.
In diesem Sinne: Kommt alle her, verpasst nicht dieses Tischfeuerwerk der guten Laune! Hereinspaziert ins Zirkuszelt des zeitgenössischen Wohnens, wo der Kühlschrank als einziger nicht friert, wo in der Nacht angesoffene Altstadtprolos in das Stiegenhaus pischen und am frühen Morgen Schüler "Frau Lehrer, ich hab grad meine Tage bekommen" zum Fenster hereinzwitschern.
Anmeldungen bitte ab jetzt per Kommentar.

Sonntag, Juli 09, 2006

Fußball und französische Dekonstruktion

Gerne würde ich euch erzählen, wie ich heute im Dörnbacher Steinbruch einen Wega-Einsatz mit Abseilaction vorgetäuscht und bei den beobachtenden Spaziergehern eine Drogenrazzia durchgeführt habe, aber die Marktanalyse hat ergeben, dass meine Leserschaft am Montag Morgen diesbezüglich nur ganz schlechte Quoten liefern wird.

Also Fußball.




Keiner soll mir nachsagen, dass die Redaktion von Minkasien den Fußball verschlafen hat. Exklusiv für euch alle habe ich mir die französische Dekonstruktion (unter besonderer Berücksichtigung von Singularität, Alterität und autobiographischem Schreiben) angesehen. Und ich wollte auch einen toootal pfiffig-torberghaft-intellektuellen Kommentar darüber schreiben, aber dann hat sich mein Idol Zidane mit einem Irischen Kuss aus seiner aktiven Karriere verabschiedet und mich damit sehr, sehr betroffen gemacht. Und dabei ist er schon 34!
Deswegen berichte ich über das zeitgleich mit dem Herren-WM-Finale stattgefunden habende Finale der Damenfußball-WM-Zentralraum-Nord. Weil wenn schon brutal, dann richtig.


Vronuele Highlinger, 25, Stürmer-Star bei den "Edramsberg-Dogs" intoniert die Hymne


Dina Moik, 27, Mittelfeldregisseurin beim FC Rotation Winkeln

Das Spiel war von der ersten Spielminute rassig, kaum einmal, dass der Ball gespielt wurde. Erste Aktion bei Rotation: die gefürchtete Moik-Blutgrätsche:

Viel schlimmer noch als das zertretene Knie - der Kopftätschler:



Edramsberg ließ sich nicht lumpen und griff zum Rooney-Schritt-Tritt:



Rechts neben der Freimaurer zerfleischt Verteidiger Baileys Stürmer Floppy die Kehle.

Eine Edramsberger Spezialität ist das Textilvergehen.









Der ATV-Hund macht Moiks Räume eng.
Dann, in der letzten Minute ein besonders hässliches Foul an Moik: der Ziegelofenwegs-Hüftwirbler:





Die Nerven liegen blank.


Doch da der Schlusspfiff. Leider waren ausgerechnet kurz vor Vollendung des Leibertauschs die Batterien aus wie Flasche leer.


Freitag, Juli 07, 2006

Für euch gelesen: Wildschweingeschichten

Erneut erlaube ich mir an dieser Stelle einen Literaturtipp - und das obwohl ich seit dieser Woche weiß, dass das Ringen der Medienindustrie um die Ressource "LeserInnenaufmerksamkeit" demnächst den Kampf um Öl an Heftigkeit ablösen wird und man deswegen das sog. "Medienproletariat" nicht mit Literaturrezensionen vergrämen sollte. Dennoch will ich mich nicht geschlagen geben und euch ein wenig vom "Barbara-Karlich"-Schauen und Horoskop-Lesen weglocken und Literatur webloggen.
Hier mein von warmem Herzen kommender Lesetipp:


"Wildschweine gelten als besonders gefährlich. Berichte von Angriffen durch Schwarzwild lassen auch heute noch denjenigen erschauern, der Spuren von ihnen entdeckt. Wie gefährlich sind sie wirklich? Was weiß man überhaupt von ihnen? Wenig nur findet man in der Literatur über sie. Heinz Meynhardt, der schon neuen Jahre unter Wildschweinen lebt, erzählt, wie es ihm gelang, Leittier einer Wildschweinfamilie zu werden und vieles bisher Unbekannte über dieses letzte wehrhafte Wild der Wälder unserer Heimat zu erforschen."



Heinz Meynhardt, Jahrgang 1899, Kriegsteilnehmer und Ex-Stasi-Mitglied, schaffte mit diesem Text 1981 beim Ingeborg Bachmann-Wettlesen den internationalen Durchbruch. Er lebt heute als Rädelsführer einer Gruppe Dachse in einem Wald bei Castrop-Brauxel.





Demnächst auch als Hörbuch erhältlich!

Mittwoch, Juli 05, 2006

Adieu Landesdienst!

Liebe vernachlässigte Leserkinder!

An der Postingfrequenz ist zweifelsohne manifest geworden, was mich gerade umtreibt: Seit gestern bin ich nun auch offiziell als Schmierfink tätig, nicht nur im Wehwehweh - und sofort lege ich mich für meine Bekanntschaft ins Zeug und hieve sie aufs Titelblatt, während ich selbst die Leserschaft nur aus dem Regionalteil heraus anzwinzle.

Ich gehe jetzt also durch die Welt und bewerte alles nach dem Kriterium journalistischer Geschichtsträchtigkeit. Eine solche hoffte ich gestern beim Public Viewing am Linzer Arenaplatz anzutreffen (leider ist diese Idee auch 1000 anderen Leuten gekommen). Beinahe hätte ich selbst einen Aufmacher verursacht, als einer meinte, "Reservieren gibt's eigentlich nicht!" und sich kurzerhand neben mich setzte. Da hätte ich fast meine neuen "Würgen für Anfängerinnen"-Krav-Maga-Skillz ausgepackt. Nur durch eingehende Reflexion und anschließendes Schweigen meinerseits konnte ein Raufhandel verhindert werden.

Dann aber eine durchaus gegenteilige Erfahrung. Vor mir saß eine Reihe lustiger Bartträger und Kupfermuckentandler, die sich in regelmäßigen Abständen zu mir und der inzwischen eingetrudelten Frau Vronuele umdrehten und mit den Worten "Es saatz so liab!" Bierbleche nach hinten reichten. Das fand ich sehr menschlich, v.a. in Anbetracht ihrer finanziell sicher nicht ganz rosigen Situation.

Aber in die Zeitung tu ich das trotzdem nicht, dafür sind die Lesergewohnheiten zu verroht. Wenn da kein Hund erwürgt wird und kein Kopfinger Kiefer knirscht, sinken die Quoten sogleich. Denkt da mal drüber nach.

Sonntag, Juli 02, 2006

Für euch gelesen: Hundskrüppel


Minkasia.at informiert: Wer dieses Weblog liest, mag auch den Polt - und hat genug Muße, um auch mal wieder etwas aus Papier zu lesen.
Erfahren Sie darin, dass man Kinder nicht in den Kindergarten, sondern in die Metzgerei tun soll, wie Bayern entratzifiziert worden ist oder wie man lästige Nachbarn mittels eines brennenden Pakets voll Hundescheiße vergrämt.
Schließlich ein Satz, der genau das sagt, was die ganze Soziologie stets hilflos umkreist: "Wir waren halt gezwungen, uns zu verhalten, wegen der Verhältnisse." Hier auch noch die Quintessenz der Pädagogik: "Denn jeder Kindertag ohne einen gelungenen Streich ist verschenkt."

Für euch wiederentdeckt: Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen

Liebe Leser und Japanerinnern!

Dank eines sachdienlichen Hinweises aus Deutsch-Südwestungarn konnte ich heute bereits mehrfach sehr lachen. Dieses Erlebnis möchte ich gerne mit euch und Ihnen teilen. Hier ein kleiner Teaser:

Die Liste der unbeliebtesten deutschen Vornamen (Knaben, Standesämter 1995)

West:
Ingo
Karl-Heinz
Bello
Ekelhardt
Quax
Fips
Ramses
Tünnes
René
Matjes

Ost:
Bello
Ingo
Fred-René
Quetzalcoatl
Ingo-René
Matjes-René
Montezuma
Kackspecht
Lurchi
Karl-Heinz

Das ist doch äußerst interessant, oder? Man sollte aber ein paar kleinere Kommentare beifügen, da die Daten erstens aus Deutschland und zweitens aus dem vergangenen Jahrtausend kommen. Der augenfälligste regionalspezifische Unterschied betrifft Platz 1. im Osten bzw. Platz 9 im Westen: Der Name "Karl-Heinz" erfreut sich bei uns immenser Beliebtheit - ebenso wie René. Vorbei die Zeiten als es "Bei uns in Favoritn haaßt kaa Mensch ned Rennnne!" hieß. Auch "Matjes" ist bei uns hier in Linz ein gar nicht so unbeliebter Name, der fast ebenso oft genannt und getauft wird wie "LH", "Adalbert" oder "Superfund".

Platz 1 der unbeliebtesten Knabennamen in Österreich geht übrigens an "Sisi", Platz 2 an "Hitlerike" und Platz 3 an "Opa". Die Top3-Namen sind auch heuer wieder "Keanu", "Marcel" und "Yildiz".

So viel zu den Namen. Kann ich euch abschließend vielleicht für die Liste der beliebtesten sexuellen Fantasien der Kohlmeisen, zehn Gründe, warum auf Parties immer alle in der Küche stehen, vier Alternativen zum Gehen und die zehn markantesten Unterschiede zwischen Marlon Brando und einem Silberfischchen interessieren? Schaut euch das an, den Link hab ich in der Überschrift schon mal vorbereitet.

Samstag, Juli 01, 2006

Grillen für Schwule und Familien-"Anschluss"

Hier ein kleines "Vergelt's Gott"-Feature bezüglich der Ereignisse vom letzten Mittwoch:

Ad Fam. Guponsky jun.: Danke für's Mittun und das Gebären von PensionseinzahlerInnen!
Ad Lindi: Danke für's Bier und das Grillen für Schwule (=Wok auf Rädern)!

Wie meine Ahnen immer so schön sagten: "Bi i wieda haiftö schuidi!"



Für euch erledigt: London!



Geneigte Teilnehmer an der Kunstszene Minkasiens!

Mit großer Freude darf ich berichten, dass der Staatsbesuch der Republik Minkasiens bei der Königin von England nachzulesen ist - begeben Sie sich dazu bitte auf die Seite "Schnoddrige Reiseberichterstattung" und lesen Sie dort, wie meine sexuelle Zukunft aussieht, was Dave so alles in seiner Wohnung hat und wie Psychomutti Niglnagl unter der liberalen Sexualmoral der Engländer zu leiden hatte.

Das alles habe ich nur für euch getan - und das, obwohl heute schon die Zeitung auf der Dacke lag, als ich von den vielen gestrigen Kulturveranstaltungen heimkehrte.

Dienstag, Juni 27, 2006

Komm zurück, meine kleine Spaß-Geisha!



Bald ist es so weit. Coala Lumpis aka the Sockenpapsts Zeit ist gekommen, sie muss gehen. Warum aber ausgerechnet dorthin, wo man sich beim Lachen die Hand vorhalten und als junge Dame aufpasssen muss, dass einem nicht der Slip unterm Hintern weggestohlen wird? MUSS DAS DENN SEIN?! Du, die essen dort auch WALFLEISCH! Und den rechten Glauben werden die wohl auch nicht mehr annehmen. Du wirst alles kaufen müssen, was es daheim umsonst gäbe.
Geh nur und werd glücklich, mir reicht da Linz. Wer braucht schon das depperte Tokio, wo sie extra Leute anstellen, die Leute in die U-Bahn stopfen, und wo ein Apfel nur um den Gegenwert einer kleinen Eigentumswohnung zu erwerben ist.
Ob die dein Humorwollen verstehen? Und ob die dich dort drüben hübsch finden? Ich glaube nicht:









Naja, dann geh doch.

Montag, Juni 26, 2006

Skandal: Prominente Nazivergangenheit aufgedeckt!

Wie bereits gestern angekündigt sind im Rahmen der Grillfeier der oö. Historikerkommission letzten Samstag Akten präsentiert worden, die ein völlig neues Licht auf eine prominente Persönlichkeit werfen: Der Sekretär des Weltraumpapstes war in seiner Jugend offenbar aktives SA-Mitglied.



Die Entdeckung wird Konsequenzen nach sich ziehen: Vor einem Monat war von Seiten der Republik Minkasien beim Land Oberösterreich beantragt worden, die Linzer Hofgasse als Würdigung für das Humorwollen des Nusskipfler Kommentarstars in "Rue de la Weltraumschabernack" umzubenennen.
Dr. Goldbär, Sachbeauftragter des OÖLA für Betroffenheitspflege und Straßenumbenennungen, meint dazu: " Das ist natürlich in Anbetracht der Faktenlage völlig ausgeschlossen. Wir dürfen die dunklen Kapitel im Buch der Geschichte unserer Heimat nicht überblättern, sonst sind wir dazu verdammt, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Das sind wir unseren Kindern einfach schuldig."
Für Anfragen seitens der Weblogredaktion war der ins Hikkikomori heimgekehrte Weltraumwürdenträger vorerst nicht erreichbar, da er heute eine wichtige Prüfung hat.

Sonntag, Juni 25, 2006

Historikersymposium in St. Florian

Letzten Samstag durfte ich als Vertreterin der Presse beim internationalen Symposium der oberösterreichischen Deutungselite unter dem Titel "Don't you guys feel guilty all the time - Antifaschistische Pädagogik" fungieren. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Inhalte.

Eröffnungsredner Dr. Goldbär vom Oberösterreichischen Bauernbundarchiv enthielt dem Publikum auch diesmal seine Lieblingsschablone nicht vor:







Gemeinsam mit Prof. Eigelsreiter präsentierte er sein antifaschistisches Lesebuch.



Erfreulich auch die dekonstruktive Aufbrechung des monothematischen Phallozentrismus in der Historikergesellschaft. Eigelsreiter kritisiert den Reader zur diesjährigen Burgenländischen Historikertagung:






Gastgeber Prof. Francois Justitia von der Uni St. Florian



Aus dem Referat "Arbeiten im Gedenkschloss" von Prof. Irene Hart-Heim



Antifaschistisch motiviertes Kindsdirnen



Prof. Lydia greift rezente Weblogdebatten auf



Der ausländische Gastredner Prof. Thomas Kirsch-Kern von der Uni Daressalam


Als Vorankündigung sei auf die an diesem Abend vorbereitete und nun unmittelbar bevorstehende Enthüllung der Nazi-Vergangenheit eines prominenten Kommentargastes dieser Publikation verwiesen. Ich sag nur: Skandaaal - ihr müsst unbedingt gucken, wie's weitergeht!

Freitag, Juni 23, 2006

Eine Psychotante mehr: der Sockenpapst

Werte Leserschaft,

mit nicht unkleiner Freude kann ich berichten, dass nun alle Meindl-Meischa gleichsam durch sind. Denn die Schule des Lebens kann man nicht schwänzen, auch wenn man es im Rahmen eines Psychologiestudiums jahrelang versucht hat.
Wie so viele neugebackene Akademikerinnen unserer Generation wird der Sockenpapst nun den nächsten Lebensabschnitt in Angriff nehmen und die Welt der prekären Beschäftigungsverhältnisse betreten. Und zwar in Tokio als Kellnerin im Dirndl - eine Sachlage, die doch, wie ich meine, ein schickes Licht auf uns alle, die wir mit ihr bekannt sind bzw. tun, wirft.



Ich, Mag. Coala


Tschechern für Portugal: Berni kommt, nimmt grüßend Platz und fischt sogleich ein Schnapserl aus der Tasche - angeblich, "weil d'Pizza so fett woa".





"Du isst jetzt dei Fischhaut!" "Owa i kauns jo ned beissn mid de Zähnt!"

Im Rahmen der gestrigen Feierlichkeiten kam es schließlich zum lang ersehnten interreligiös-ökumenischen Gipfeltreffen mit dem Sekretär des Weltraumpapstes, der extra deswegen sein Hikkikumori in der Küche seiner Weltraummutti unterbrochen hat.


Medienempfehlungen

Um euch die Zeit bis zur "Ich, Mag. Coala"-Berichterstattung ein wenig zu vertreiben, hier zwei Kunsttipps.
Erstens:



Zweitens: Hab gestern im Stifterarchiv ein Buch mit dem Titel "Mühlviertler Kunstgeschichte" gefunden. Da kann man z.B. nachlesen, was Vincent van Gogh zu seiner Mutter gesagt hat, als die ihn wegen seines Ohrs gerügt hatte:


Dienstag, Juni 20, 2006

"Anschluss" und braune Flecken

Gestern ist im Kommentarteil das Problem des unausrottbaren menschlichen Grunddranges nach sogenanntem (bzw. so genantem) "Anschluss" zur Debatte gebracht worden. Da sollte man der Vollständigkeit halber auch noch andere schlimme Kapitel des Buches "Mensch" aufblättern und besprechen.
Denn warum werden braune Flecken immer noch diskussionslos weggewischt? Und warum beteiligt sich hier auch die "Aufbrauchsgeneration" (Co Sockenpapst) so eifrig, anstatt die Mahnmale als solche stehen zu lassen? Es passiert immer wieder, zwar wird nicht immer die Feuerwehr zum Wegspülen engagiert, aber es sind doch auch die kleinen Gesten, die zählen:



Eine von vielen: Psychomutti beim Wegwischen brauner Flecken in Linz


Habe deswegen auch letzten Samstag ein Symposium in St. Florian zum Thema "Why don't you guys feel guilty all the time!?" besucht und mich von der oö. Historikerkommission briefen lassen. Bericht demnächst.