Freitag, Juni 26, 2026

Reformidee Körpertausch

Ein Lesebühnentext, der als Parallelmatch zum Bachmannpreis ausgetragen wird, mit dem strategischen Ziel, die literarische Gruppenphase irgendwo in der Mitte zu beenden, um die OK-Phase zu erreichen. Das in der Junihitzende schwelende Publikum wird aufghefordert, selbständig alle 15 Minuten einen Hydration Break vorzunehmen. Einen Meter neben der Vortragenden pumpen gut gelaunte Pensionisten quietschend Wasser aus dem Hydranten. 

Die Rettung des Fußballs

1. Einfach bitte immer MÄNNER-Fußball dazusagen, so wie früher „Frauenliteratur“ oder „Damenbinden“

2. Nach der Clusterfuck-HerrenWM in den Amerikas: Das Matriarchat übernimmt, lässt aber eh die Herren weiterspielen, denn es ist sehr heiß und anstrengend. Außerdem wäre es ja schade, wenn man dem schönen Geschlecht nicht bei der körperlichen Ertüchtigung zusieht. Bezahlt werden die Herren nach neuem Kollektivvertrag (Vorschulpädagogik und Zahnarzthelferinnen), da sie eh zumeist verheiratet sind und damit versorgt.

3. Neu-Ausrichtung des Spiels mit den Mitteln des postmodernen Theaters: Schiefe Ebene, Schnürboden, Vierte Wand einreißen, Publikumsbeschimpfung, alle Rollen werden von FLINTA*-Personen gespielt (bei PoC sind sie bislang schon ok dabei). Von jeder MANNschaft muss sich einer öffentlich als heterosexuell outen.

Im Hydration-Break kommt es zum argumentativen Zweikampf der beiden jeweiligen Kapitäne zu kontroversiellen Themen (Gendern, Nahostkonflikt, Deutsche Bahn).

 

 

4. Filmidee: Zwei Fußballer vereinbaren nach dem Match einen Leiberltausch, aber einer davon verhaspelt sich und sagt „Leibertausch“, woraufhin die beiden aus ihrer eigenen Haut heraus und wie verschwitzte Dämonen in den anderen einfahren. Denn der Leiber-Sager ist nebenberuflich Literat und Sprache schafft Realität. Deswegen immer Obacht mit dem Aussprechen eurer Wünsche!

(In der Art kam es auch zum Jackerl des ESV Hilkering, übrigens, Leiberltausch nach einem Bad-Bunny-Gig). 

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