Eine Dame mit gachblau gefärbtem Haar schimpft mit ihrem Pitbull, der das mobile Begleitgrün vor meiner Haustüre anbrunzt: "Adolf, wos mochstn schon wieda in de Blumal!" Kurz reitet mich die Lust zu fragen, ob der Hundename eh ironisch oder schon ernst gemeint sei. Dann erinnere ich mich an mein Verbot, Fragen zu stellen, deren Antworten mir nicht gefallen könnten.
Mittwoch, März 30, 2016
Mittwoch, März 16, 2016
Unhöfliche Paparazzi
Wie ein Blitz stroff mich gestern eine Erinnerung.
Irgendwann am Ende des vorhergehenden Jahrtausends ging ich die Uni-Rampe hinab. Mit einemmal stand ich vor einer Kamera. Ein ORF-Journalist fuhr mit dem Mikrophon knapp unter meine Nase und frug: "Kennen Sie Fritz Dittlbacher?" Zu schnell gefragt konnte ich nur "Naaaa" murmeln, der Mann hakte streng nach, "Hier an der Uni: Fritz Dittlbacher kein Begriff?!", ich schüttelte den Kopf und schlüpfte beschämt aus dem Kameralicht. Fünf Meter weiter drehte ich mich um und erkannte, dass es Dittlbacher selbst gewesen war, der nach sich gefragt hatte. Mein hölzern-inkompetentes Auftreten verstörte mich mehr als seine bizarre Selbstsuche. Noch wochenlang hatte ich damals Angst, dass mein Versagen und Dittlbachers Selbstfindung gesendet würden.
Heute ist er ORF-Chefredakteur und ich immer noch ich.
Heute ist er ORF-Chefredakteur und ich immer noch ich.
Dienstag, März 15, 2016
Heute war nichts los.
Herrjeh! März ist schon wieder und ich habe mir noch nichts Neues ausgedacht, geschweige denn erlebt. Aber ihr seid ja ohnehin vom Internet nicht so verwöhnt, da reicht ein niedliches Hundebildnis (Bonus: Stickpolster) bis in die Haut hinein. There you go, Welt:
Samstag, Februar 27, 2016
Eisbein, politisch unzuverlässlich
Soeben hatte ich Freunde zu Besuch, aka "soziale Kontrolle". Und was müssen die entdecken? Braune Flecken in meiner Küchenbibliothek!
Und ich hab' mich schon gewundert, warum alles, was ich daraus nachgekocht habe, immer nur nach Eisbein und Kraut schmeckt.
Montag, Februar 22, 2016
Warum Sachen fliegen
Einem alten Orakelspruch zufolge ist Wissenschaft schön, macht aber viel Arbeit und das Volk weiß nicht recht, zarwos sie gut ist. Auch in mir wohnten diese Fehlverständnisse. Heute aber weiß ich: Naturwissenschaft ist zum Beispiel dafür gut, dass ein Flugzeug sein gottgefälliges Tun vollzieht, ohne vom Himmel zu stürzen. Eine erleichternde Einsicht! Früher war ich beim Mitfliegen immer sehr angespannt, da ich glaubte, es flöge nur kraft meiner gedanklichen Unterstützung.
Wollt auch ihr vom Blitz der Aufklärung erhellt werden, kommt's zur Lesebühne
Montag, Februar 15, 2016
Bonjour Tristesse in Urfahr
Zwei angejahrte Herren vor dem Sonnstein-Büffet:
"Dei Frau is im letztn Joah gstorbn!"
"Wer?"
"Dei Frau!"
"Meine?"
"Jo!"
"Jo."
"Und bist jetzt gaunz allaa?"
"Ha?"
"Allaa?"
"Jo."
Auszudenken vermöchte ich mir so etwas Trauriges nicht.
"Dei Frau is im letztn Joah gstorbn!"
"Wer?"
"Dei Frau!"
"Meine?"
"Jo!"
"Jo."
"Und bist jetzt gaunz allaa?"
"Ha?"
"Allaa?"
"Jo."
Auszudenken vermöchte ich mir so etwas Trauriges nicht.
Montag, Februar 01, 2016
Eichen und Schweine
Es zahlt sich schon aus, wenn wir Lesebühnenschweinderl uns an den großen Eichen im Wald reiben - Shakespeare gibt was her! Wie es am Freitag war, könnte man hier im OLW-Blog ein wenig ausführlicher und opulent illustriert nachlesen.
Freitag, Januar 22, 2016
Lesebühne: Shakespeare und Schlägls Bier
Freitag, 29. Jänner, 20 Uhr, Florentine
Mink Lear verzweifelt an der undankbaren Nachkommenschaft, Romeo ist ein derber Bsuff, die Putz-Familie ertrinkt in Blut und Verderben. Also alles wie immer bei den Original Linzer Worten: Geschichten voller Getöse und Furien, erzählt von Idioten, die nichts bedeuten!
Mittwoch, Januar 20, 2016
Kleinstadt und Geschlecht
Natürlich ist eine Jugend, die beim allerersten Stadtschnee nichts besseres zu tun hat, als ein riesiges Geschlechtsorgan damit zu symbolisieren, recht verpeilt. Sie verdient unsere Sorge. Aber auch unser Mitgefühl, sie lebt in Wels.
Andererseits können Menschen, die so wie ich ein elftägiges Kunstgeschichtestudium "absolviert" haben, nicht umhin, die Präzision der Ausführung zu loben. Mühewaltung im Ordinären, das ist nicht nichts!
Dienstag, Januar 12, 2016
Gut, kandidiere ich halt auch!
Slogan habe ich auch schon:
Meindl! Auch nicht schlimmer als die anderen, aber zumindest jünger!
Ich liebäugle ja damit, mich von der FPÖ aufstellen zu lassen. Entweder führe ich mich dann schon im Wahlkampf so auf, dass sich die Blaunen z'Tod ärgern (s. Symbolbild oben), oder ich lasse mich von der Welle der Doofen ins Amt spülen und verändere das System dann von oben herab.
Freitag, Dezember 18, 2015
Weihnachtsfrieden auch für Demokratiemilben!
Eine Minute, bevor ich dieses wunderschöne Arrangement in meinem Parkhaus vorfand (s.o.), hatte mir ein Freund erzählt, er habe unlängst im Iran mein Blog nicht ansehen können, weil die Mullahs das nicht freischalten. Schön! So habe ich gleich zwei Geschenk-Narrative mit totalitärem Hintergrund bekommen.
Deswegen möchte ich zum Dank über meinen Schatten springen und fürderhin auch den Blaunen meine Dienste als Deutsch-Instruktorin anbieten. Rechtschreibung ist ja keine Einbahnstraße, das sollen nicht nur die Flüchtlinge können. Schon aus pragmatischen Gründen! Wenn nur noch wir Fremden Deutsch können, schnappen wir den Bio-Austriaken noch mehr Jobs weg.
In diesem Sinne: Es muss richtig "Versprechen gehalten" heißen, ihr identitären Arschglatzen.
Gruß, Meindl
Dienstag, November 24, 2015
Tinder für Geizkrägen: Billige Singles in deiner Nähe!
Gnä' Welt,
begutachte und nutze bitte fürderhin meine neue Businessidee: Meindls seriöse und kostengünstige Partnervermittlung!
Es geht so einfach: Unbemannte und -frauenlose Leute posten ihr Antlitz in meinen Kommentarteil da unten, die anderen dürfen sich dann aussuchen, wen sie am knusprigsten finden. Man trifft sich in der Realität, beschläft einander, bleibt auch im Beziehungsalltag wertschätzend und gedenkt meiner immerdar in Dankbarkeit. Die 10 Cent hole ich mir dann bei der Kindstauf'.
Mittwoch, November 18, 2015
Wels macht sich auf den Weg, mir auf den Arsch zu gehen
Blaues Wels, jetzt geht's los, nicht wahr? Das Magistrat für Frauen, Integration und Gleichbehandlung lässt
mir - selbstverständlich nicht direkt - ausrichten, dass meine Kolumne
nicht mehr im Amtsblatt zu erscheinen hat. Auf meine verärgerte Nachfrage wird mir mitgeteilt, dass "politische Entscheidungsträger" dahinter stünden. Und inhaltlich sei das "ja wirklich nicht ok":
Nun. Jeder echte Satiriker, jede echte Kabarettistin lacht mich aus - das bissi (s.o.) soll kritisch sein? Spannend ist, dass das Magistrat vorauseilend zensiert, und zwar noch vor der blauen Machtübernahme.
Der Verein REIZEND!, der in jahrelanger Kooperation mit dem Magistrat die Beilage des Amtsblattes gestaltet hat, beendet ab heute von sich aus die Zusammenarbeit, und zwar wegen der "Eingriffe in unsere redaktionelle Arbeit".
Weil das ohnehin nur ein kleines Blog mit 17 LeserInnen ist, schreibe ich jetzt einfach das her:
Feige Nüsse!
Montag, November 09, 2015
Fotomeuchel: Das hat sich der Achleitner nicht verdient!
Wer so (s.o.) ein Bild vom überaus sympathischen Friedrich Achleitner anfertigt und dann auch noch veröffentlicht, ist wohl ein wenig vom Gerüst gefallen! Oder er ist ich und will die Energie des berechtigten Ärgers zu Marketingzwecken nutzen. Denn: Leset alles von ihm! Kaufet seine Bücher ("Wie entwirft man einen Architekten", "Wortgesindel")! Geht sehr oft in das Linzer Architekturforum! Jetzt!
Dienstag, November 03, 2015
Der Grusel vor Frisuren
Eine meiner bedeutenderen Ängste betrifft das Singenmüssen vor nichtverwandten Menschen. Von daher war der vergangene Freitag aber SO eine paradoxe Intervention. Wie's war, steht im Lesebühnenblog. Damit das im Übrigen auch im Internet verewigt ist: Meine größte Angst geht so, dass der Mensch, der mir sexuell behilflich ist, sich hinten die Haare wachsen lässt, sich ein Indianerfedernflinserl ins Ohr tut und mich dann fragt: "Na, wie sehr liebst du mich wirklich?!" Ich muss ihn dann natürlich sofort ausjagen. Aber woher kriegt man heute noch gutes Personal?
Montag, Oktober 19, 2015
Freitag, Oktober 16, 2015
Donnerstag, Oktober 01, 2015
Die FPÖ hilft gegen Leichen und Gestank
Die FPÖ nimmt also die Ängste der Menschen ernst, auch wenn es doofe sind? Dann bitte auch meine! Hier sind meine schlimmsten Befürchtungen:
- Ich habe Angst, beim Schwammerlsuchen einen grausigen Fund zu machen.
- Ich habe Angst vor der Angst, dass ich zum Beispiel eine Herdplatten-Zwangsneurose entwickle.
- Ich habe Angst davor, von einem Deckenventilator enthauptet zu werden.
- Ich habe Angst, dass mich ein lieber Mensch nicht mehr zurückliebt, nachdem er nach mir in ein Klo gegangen ist, das ich verstunken habe.
So, FPÖ! Wenn du mir in allen Punkten hilfst, wähle ich dich. Du blöde Sau.
Montag, September 28, 2015
Die Verkehrslesebühne
Damen und Herren,
in echter Steinwurfnähe zum schlusskundgebenden Strache war es uns oberste Pflicht, unser Allerbestes zu geben. Also nur das ganz doofe Zeug. Leset hier im Blog, wie es war.
Montag, September 21, 2015
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