Freitag, Januar 22, 2016

Lesebühne: Shakespeare und Schlägls Bier






Freitag, 29. Jänner, 20 Uhr, Florentine

Mink Lear verzweifelt an der undankbaren Nachkommenschaft, Romeo ist ein derber Bsuff, die Putz-Familie ertrinkt in Blut und Verderben. Also alles wie immer bei den Original Linzer Worten: Geschichten voller Getöse und Furien, erzählt von Idioten, die nichts bedeuten!

Mittwoch, Januar 20, 2016

Kleinstadt und Geschlecht

Natürlich ist eine Jugend, die beim allerersten Stadtschnee nichts besseres zu tun hat, als ein riesiges Geschlechtsorgan damit zu symbolisieren, recht verpeilt. Sie verdient unsere Sorge. Aber auch unser Mitgefühl, sie lebt in Wels. 


Andererseits können Menschen, die so wie ich ein elftägiges Kunstgeschichtestudium "absolviert" haben, nicht umhin, die Präzision der Ausführung zu loben. Mühewaltung im Ordinären, das ist nicht nichts!

Dienstag, Januar 12, 2016

Gut, kandidiere ich halt auch!

Slogan habe ich auch schon:

Meindl! Auch nicht schlimmer als die anderen, aber zumindest jünger! 



Ich liebäugle ja damit, mich von der FPÖ aufstellen zu lassen. Entweder führe ich mich dann schon im Wahlkampf so auf, dass sich die Blaunen z'Tod ärgern (s. Symbolbild oben), oder ich lasse mich von der Welle der Doofen ins Amt spülen und verändere das System dann von oben herab.

Freitag, Dezember 18, 2015

Weihnachtsfrieden auch für Demokratiemilben!



Eine Minute, bevor ich dieses wunderschöne Arrangement in meinem Parkhaus vorfand (s.o.), hatte mir ein Freund erzählt, er habe unlängst im Iran mein Blog nicht ansehen können, weil die Mullahs das nicht freischalten. Schön! So habe ich gleich zwei Geschenk-Narrative mit totalitärem Hintergrund bekommen.
Deswegen möchte ich zum Dank über meinen Schatten springen und fürderhin auch den Blaunen meine Dienste als Deutsch-Instruktorin anbieten. Rechtschreibung ist ja keine Einbahnstraße, das sollen nicht nur die Flüchtlinge können. Schon aus pragmatischen Gründen! Wenn nur noch wir Fremden Deutsch können, schnappen wir den Bio-Austriaken noch mehr Jobs weg.
In diesem Sinne: Es muss richtig "Versprechen gehalten" heißen, ihr identitären Arschglatzen. 
Gruß, Meindl


Dienstag, November 24, 2015

Tinder für Geizkrägen: Billige Singles in deiner Nähe!

Gnä' Welt, 
begutachte und nutze bitte fürderhin meine neue Businessidee: Meindls seriöse und kostengünstige Partnervermittlung!


Es geht so einfach: Unbemannte und -frauenlose Leute posten ihr Antlitz in meinen Kommentarteil da unten, die anderen dürfen sich dann aussuchen, wen sie am knusprigsten finden. Man trifft sich in der Realität, beschläft einander, bleibt auch im Beziehungsalltag wertschätzend und gedenkt meiner immerdar in Dankbarkeit. Die 10 Cent hole ich mir dann bei der Kindstauf'.

Mittwoch, November 18, 2015

Wels macht sich auf den Weg, mir auf den Arsch zu gehen

Blaues Wels, jetzt geht's los, nicht wahr? Das Magistrat für Frauen, Integration und Gleichbehandlung lässt mir - selbstverständlich nicht direkt - ausrichten, dass meine Kolumne nicht mehr im Amtsblatt zu erscheinen hat. Auf meine verärgerte Nachfrage wird mir mitgeteilt, dass "politische Entscheidungsträger" dahinter stünden. Und inhaltlich sei das "ja wirklich nicht ok":

Nun. Jeder echte Satiriker, jede echte Kabarettistin lacht mich aus - das bissi (s.o.) soll kritisch sein? Spannend ist, dass das Magistrat vorauseilend zensiert, und zwar noch vor der blauen Machtübernahme. 
Der Verein REIZEND!, der in jahrelanger Kooperation mit dem Magistrat die Beilage des Amtsblattes gestaltet hat, beendet ab heute von sich aus die Zusammenarbeit, und zwar wegen der "Eingriffe in unsere redaktionelle Arbeit".

Weil das ohnehin nur ein kleines Blog mit 17 LeserInnen ist, schreibe ich jetzt einfach das her: 
Feige Nüsse!

Montag, November 09, 2015

Fotomeuchel: Das hat sich der Achleitner nicht verdient!


Wer so (s.o.) ein Bild vom überaus sympathischen Friedrich Achleitner anfertigt und dann auch noch veröffentlicht, ist wohl ein wenig vom Gerüst gefallen! Oder er ist ich und will die Energie des berechtigten Ärgers zu Marketingzwecken nutzen. Denn: Leset alles von ihm! Kaufet seine Bücher ("Wie entwirft man einen Architekten", "Wortgesindel")! Geht sehr oft in das Linzer Architekturforum! Jetzt!

Dienstag, November 03, 2015

Der Grusel vor Frisuren


Eine meiner bedeutenderen Ängste betrifft das Singenmüssen vor nichtverwandten Menschen. Von daher war der vergangene Freitag aber SO eine paradoxe Intervention. Wie's war, steht im Lesebühnenblog. Damit das im Übrigen auch im Internet verewigt ist: Meine größte Angst geht so, dass der Mensch, der mir sexuell behilflich ist, sich hinten die Haare wachsen lässt, sich ein Indianerfedernflinserl ins Ohr tut und mich dann fragt: "Na, wie sehr liebst du mich wirklich?!" Ich muss ihn dann natürlich sofort ausjagen. Aber woher kriegt man heute noch gutes Personal?

Donnerstag, Oktober 01, 2015

Die FPÖ hilft gegen Leichen und Gestank

Die FPÖ nimmt also die Ängste der Menschen ernst, auch wenn es doofe sind? Dann bitte auch meine! Hier sind meine schlimmsten Befürchtungen: 
  • Ich habe Angst, beim Schwammerlsuchen einen grausigen Fund zu machen. 
  • Ich habe Angst vor der Angst, dass ich zum Beispiel eine Herdplatten-Zwangsneurose entwickle. 
  • Ich habe Angst davor, von einem Deckenventilator enthauptet zu werden. 
  • Ich habe Angst, dass mich ein lieber Mensch nicht mehr zurückliebt, nachdem er nach mir in ein Klo gegangen ist, das ich verstunken habe. 
So, FPÖ! Wenn du mir in allen Punkten hilfst, wähle ich dich. Du blöde Sau.

Montag, September 28, 2015

Die Verkehrslesebühne



Damen und Herren,
in echter Steinwurfnähe zum schlusskundgebenden Strache war es uns oberste Pflicht, unser Allerbestes zu geben. Also nur das ganz doofe Zeug. Leset hier im Blog, wie es war.


Montag, September 21, 2015

Dienstag, September 08, 2015

Quält mich!

Meine Agentur "Coal" empfiehlt mir, jetzt in der heißen Phase des Walkampfes einmal heimatlich draufzuhauen. Emotionen sollen hochkochen, Gefühle entstehen - auch wenn's die falschen sind. Hier also die neue Serie: 



Freitag, August 21, 2015

Sonntag, August 16, 2015

Schmuck und Trotz


Aus hormonellen Gründen bereise ich ja schon seit Jahren Wels, die Stadt mit dem Slogan "Ein Schmuckstück Oberösterreichs". Und schon seit Jahren überlege ich, welches Juwel die Messestadt denn sein möchte (übrigens schenke ich der Stadtmarketingkanzlei das Kofferwort "JuWels", hier bittesehr). 
Eine Perlenkette ist Wels bestimmt nicht, trotz all seiner Bourgeoisie. Auch kein weiser Ring, keine güldene Krone. Eher ein Hirschhornknopf aus Hartplastik, den man auf der Wildstyle-Messe prunksüchtigen Bäuerinnen andreht.
Jedenfalls irgendwas Proletarisches, meinetwegen mit einem Hauch Trotz. Weil so ist der Welser, er liebt den kleinen Ungehorsam:


Montag, Juli 13, 2015

Vielleicht ist morgen Apokalypse


Möglicherweise kann sich Gott kein Gehör mehr bei uns verschaffen, weil es kaum noch dürre Dornbüsche gibt, die er anzünden könnte (was gegen die Allmacht spräche). Möglicherweise versucht er gerade, über die Beschriftung in Zügen der ÖBB zu uns zu sprechen. Möglicherweise tagt bald das Jüngste Gericht. Ich glaub's eher nicht, aber im Fall des Falles helfe ich gerne bei der Promotion.

Dienstag, Juli 07, 2015

Neuronenmechanik

In einem sozialen Konkurrenzmedium entsponn sich soeben mit der Kollegin Metka Wakounig eine linguistisch-theologische Debatte. Bleibt dran, es wird schon noch fetziger hier!
Denn. In meiner Hood geht eine erkleckliche Anzahl bekloppter Leute um. Es möge sich doch bitte die Neuronenmechanik darum kümmern, postulierte ich auf Facebook. Die Wakounig googelt daraufhin die Neuromechanik und siehe da: gab's gar nicht. 
Bis jetzt! Weil ich diesen Beitrag nämlich vor drei Minuten so getauft habe, ist die Hirnheilkunde hiermit googelbar und hiermit existent. So einfach geht's mit der Schöpfung!

Symbolbild: die Autorin und ihr Schöpfer

Auf die Frage, ob ich nun GOTT sei, antwortete Wakounig im Übrigen abschlägig, denn sie selbst sei das schon. Was mir wiederum zeigte, dass nicht nur bei mir in Urfahr wunderliche Leute umgehen.

Montag, Juli 06, 2015

Unterhaltung ist keine Einbahnstraße!

Alle paar Jubeljahre schicken mir gute Menschen gute Sachen. Ich begrüße das außerordentlich! Quasi so wie ein verlassener Hund die Rückkehrenden!
Hier etwa Herr Holub, der mir sehr charmante Fundstücke übermittelt: verwirrte Foxln, einen Drive-In-Postkasten (das endgültige Ende der Postpartner) sowie Frustakten aus dem Polizeiarchiv.




In diesem Sinne: Immer nur her mit eurem Zeug!

Dienstag, Juni 30, 2015

A Door of One's Own

 Abb. 1

Das Besondere lauert überall, manchmal sogar im Einfamilienhaus-Ghetto (s. Abb. 1). Nicht, dass ich dorthin zurück möchte. Aber wenn uns Stadtmäuse die Alarmanlagen aus dem Schlaf rupfen, die immervollen Glascontainer entleert werden, die deviante Nachbarschaft schimpft, weil man ihr virtuelle, tote Ratten aus dem Urlaub geschickt habe: Dann träume ich von einer Eremitage, die ihren Namen verdient. Aufsteigen, die Leiter hereinziehen und Tür zu. Die Thujen wachsen zumindest leise.