Montag, September 28, 2015

Die Verkehrslesebühne



Damen und Herren,
in echter Steinwurfnähe zum schlusskundgebenden Strache war es uns oberste Pflicht, unser Allerbestes zu geben. Also nur das ganz doofe Zeug. Leset hier im Blog, wie es war.


Montag, September 21, 2015

Dienstag, September 08, 2015

Quält mich!

Meine Agentur "Coal" empfiehlt mir, jetzt in der heißen Phase des Walkampfes einmal heimatlich draufzuhauen. Emotionen sollen hochkochen, Gefühle entstehen - auch wenn's die falschen sind. Hier also die neue Serie: 



Freitag, August 21, 2015

Sonntag, August 16, 2015

Schmuck und Trotz


Aus hormonellen Gründen bereise ich ja schon seit Jahren Wels, die Stadt mit dem Slogan "Ein Schmuckstück Oberösterreichs". Und schon seit Jahren überlege ich, welches Juwel die Messestadt denn sein möchte (übrigens schenke ich der Stadtmarketingkanzlei das Kofferwort "JuWels", hier bittesehr). 
Eine Perlenkette ist Wels bestimmt nicht, trotz all seiner Bourgeoisie. Auch kein weiser Ring, keine güldene Krone. Eher ein Hirschhornknopf aus Hartplastik, den man auf der Wildstyle-Messe prunksüchtigen Bäuerinnen andreht.
Jedenfalls irgendwas Proletarisches, meinetwegen mit einem Hauch Trotz. Weil so ist der Welser, er liebt den kleinen Ungehorsam:


Montag, Juli 13, 2015

Vielleicht ist morgen Apokalypse


Möglicherweise kann sich Gott kein Gehör mehr bei uns verschaffen, weil es kaum noch dürre Dornbüsche gibt, die er anzünden könnte (was gegen die Allmacht spräche). Möglicherweise versucht er gerade, über die Beschriftung in Zügen der ÖBB zu uns zu sprechen. Möglicherweise tagt bald das Jüngste Gericht. Ich glaub's eher nicht, aber im Fall des Falles helfe ich gerne bei der Promotion.

Dienstag, Juli 07, 2015

Neuronenmechanik

In einem sozialen Konkurrenzmedium entsponn sich soeben mit der Kollegin Metka Wakounig eine linguistisch-theologische Debatte. Bleibt dran, es wird schon noch fetziger hier!
Denn. In meiner Hood geht eine erkleckliche Anzahl bekloppter Leute um. Es möge sich doch bitte die Neuronenmechanik darum kümmern, postulierte ich auf Facebook. Die Wakounig googelt daraufhin die Neuromechanik und siehe da: gab's gar nicht. 
Bis jetzt! Weil ich diesen Beitrag nämlich vor drei Minuten so getauft habe, ist die Hirnheilkunde hiermit googelbar und hiermit existent. So einfach geht's mit der Schöpfung!

Symbolbild: die Autorin und ihr Schöpfer

Auf die Frage, ob ich nun GOTT sei, antwortete Wakounig im Übrigen abschlägig, denn sie selbst sei das schon. Was mir wiederum zeigte, dass nicht nur bei mir in Urfahr wunderliche Leute umgehen.

Montag, Juli 06, 2015

Unterhaltung ist keine Einbahnstraße!

Alle paar Jubeljahre schicken mir gute Menschen gute Sachen. Ich begrüße das außerordentlich! Quasi so wie ein verlassener Hund die Rückkehrenden!
Hier etwa Herr Holub, der mir sehr charmante Fundstücke übermittelt: verwirrte Foxln, einen Drive-In-Postkasten (das endgültige Ende der Postpartner) sowie Frustakten aus dem Polizeiarchiv.




In diesem Sinne: Immer nur her mit eurem Zeug!

Dienstag, Juni 30, 2015

A Door of One's Own

 Abb. 1

Das Besondere lauert überall, manchmal sogar im Einfamilienhaus-Ghetto (s. Abb. 1). Nicht, dass ich dorthin zurück möchte. Aber wenn uns Stadtmäuse die Alarmanlagen aus dem Schlaf rupfen, die immervollen Glascontainer entleert werden, die deviante Nachbarschaft schimpft, weil man ihr virtuelle, tote Ratten aus dem Urlaub geschickt habe: Dann träume ich von einer Eremitage, die ihren Namen verdient. Aufsteigen, die Leiter hereinziehen und Tür zu. Die Thujen wachsen zumindest leise.

Montag, Juni 22, 2015

Pfarrer, Wellen und Katzen


Du liebes, rätselndes Linz! 
Was genau willst du denn wissen? Wer das Licht der Welt ist? Wo der Schalter zu finden ist, der Licht ins Dunkel bringt? Wer für das Fangen des Lichts zuständig ist (Gott)?
Vom metaphysischen Zeug verstehe ich wenig, da musst du die Pfarrerschaft fragen. Aber wenn ich naturwissenschaftlich aushelfen darf: Das Licht ist der für das menschliche Auge erkennbare Teil des elektromagnetischen Spektrums. Ob das aber Wellen oder ein Teilchen sind, können auch wieder nur die Pfarrer entscheiden, grundsätzlich hat das was mit einer halbtoten Katze in einer Schachtel zu tun. 
Sonst noch Fragen?

Freitag, Juni 05, 2015

Souvenirs. In der Paella der Liebe


Reisen: Die Umwelt geht daran zwar zuschaden, für die Aufwertung meines Hausstandes ist's aber gut. Oben und unten die Illustrationen meiner Neuzugänge. Merkwürdiges Gemüse, schiache Postkarten, noch mrekwürdigeres Gemüse. Ich möchte mich nicht entscheiden müssen, was das bizarrste Zeug ist, hielte man mir aber eine Puffe an die Stirn, würde ich den heiteren Tuttelbären in der Fischpfanne wählen.
Übrigens findet Glossengott Goldt, dass menschliche Geschlechtsfacilities wie "verstrahltes Gemüse vom Mond" aussehen - vielleicht hat ihm ja auch eine wohlmeinende Schwester was aus Malle mitgenommen. Der Samen ist übrigens nicht essbar, steht in der Bedienungsanleitung (das stimmt jetzt echt).


Donnerstag, Mai 28, 2015

Vergiftete Kräfte in der sozialen Heimat


Durch die Medien (haha) geht derzeit ja die Schelte, eine Numerologin habe Hazi Strache für "Kraft und Energie" mehrere hundert Euro pro Monat in Rechnung gestellt. Was soll daran verwerflich sein? Das macht die Linz AG bei mir auch. 
Andererseits, mörder Business-Idee. Ich könnte ja umgekehrt den Linz-AG-Aufsichtsräten "Schutzmäntel bei Auftritten" verrechnen. Das Geld schenke ich dann den facility managers des Lentia-Parkhauses, die dieses Arrangement gestaltet haben:


Freitag, Mai 22, 2015

Kommunistische Mode, Keramikgetier und allgemeine Gefahr


Meinertreu, es ist halt immer ein heikel, vom Urlaub zu berichten. Liest's der doofe Wohnbaulandesrat, streicht er mir ement die Wohnbeihilfe, weil ich eh nie daheim bin. Liest's die Trauditant, kränkt sie sich, weil die Gunditant eine Postkarte gekriegt hat, aber sie nicht. Liest's das Volk, das mir immer so gewaltige Geldsummen ins Lesebühnen-Spendenkörberl stopft, regt sich Untreueverdacht. 
Deswegen möchte ich gerne, dass ihr meinen Ausflug in die Normandie als rein fiktional betrachtet, ich tät' mir leichter. Die Fotos habe ich aus dem Internet zusammengefladert. Oben also: Eine Küstenillustration. Wer den genauen Ort errät und in den Kommentarteil schreibt, gewinnt wieder einen ganz lieben Händedruck.
Unten die Zwischenstation in Trier, Marxens Geburtsstadt. Wir sehen angewandte Textildialektik:


Auf dem nächsten Bild schreitet ein Herr dem Dünkirchner Meere zu, das sich furchtsam zurückzieht. Man hat hier keine guten Erfahrungen mit blonden Deutschmuttersprachlern gemacht. 


Auf dem folgenden Bild befinden wir uns geographisch wie perspektivisch weiter südlich bzw. oben. Hier traut sich das Meer weiter zuwer, da die sich ihm annähernde Urlauberin zum einen nicht, pardon: arisch aussieht, zum anderen eh nicht über die Klippen hinunterkann (man kennt derlei Verhalten von angeleinten Hunden).


Possierlich ist die Fauna der Normandie:


Generell aber doch eine Reise, die nicht ohne ist, von der Gefahr her:


Abschließend noch eins: Dass Verdun mit einem Jogging-Parcours von Massengrab zu Massengrab wirbt und die Leute das dann auch in neonfarbener Funktionsfaser tun, werde ich mein Lebtag nicht packen können.

Donnerstag, April 23, 2015

Der Bienenstaat in meinem Kopf

Wie gerne hätte ich eine gläserne Decke statt Haut und Haar am Kopf. Die Transparenz zeitgenössischer Bürobauten ist mir ein großes Vorbild. Wie in einen aufgeschnittenen Bienenkorb kann der Dienstgeber da hineinschauen. Auch bei mir sollten Stadt, Land, Bund jederzeit sehen können, dass ich kraft ihrer Subventionen beständig den schönsten Gedankengang habe.

Montag, April 20, 2015

Jetset für Doofe, Teil 231

Derzeit reißt es mich herum, sodass mein Strawanzen mit dem Mühlviertler Label "Fleogwachö" ausreichend beschrieben ist. 
Nach Cancun, Washington und New York bin ich jetzt WO? 


Wer's errät, bekommt zwei Freikarten für das alljährliche Narzisstenfest.

Donnerstag, April 09, 2015

Jetset ohne Körperspannung: Schädel im Kreisverkehr, unsichere Löcher, dicke Körper, weiße Häuser, verrückte Hände

Liebe chicas, dear Sweeties,

wiedereinmal war ich fort, wiedereinmal möchte ich nicht direkt verraten, wo ich war (sonst streicht man mir die Wohnbeihilfe, weil ich eh nie daheim bin). Aber mit etwas Vifheit verraten es euch die Bildnisse, meinetwegen tippt's mir die Ergebnisse eurer Vermutungen in den Kommentarteil.
Erster Hinweis: Es gibt dort inidgene Völker mit etwas wuchtigem Kulturgut in den Kreisverkehren (Niederösterreich war's nicht):


Die Sicherheitslage war allerdings katastrophal, Dritte Welt halt. Denn mitten im Dschungel tun sich Löcher auf, die nicht mit Gittern gesichert werden, sodass minütlich dicke Amerikaner hinabstürzen.


Und die Eingeborenen? Aufgedunsen vom Fusel und den Krankheiten der Eroberer: 


Sodann, ein Land weiter nach oben, habe ich einen alten Bekannten in seinem Büro besucht.


In einer von Schlaflosigkeit geplagten Stadt trat ich schließlich meinen Ferialjob an (psychic hand reading), aber meine radikale Businessidee war wohl zu fortgeschritten für die Amis. Oder mein Akzent zu stark, whatever.


Darum bin ich jetzt wieder hier.

Montag, März 16, 2015

Retrospektive Toupets


Liebe Welt, ich habe eine neue Frisur!

Das ist natürlich gelogen, das Haar schaut aus wie immer, also immer anders, nie so, wie ich will. Was ich mit dem Bild sagen möchte: Im Blog der "Original Linzer Worte" wartet die nächste Rückschau auf die letzte Lesebühne. Ich möchte prahlerisch behaupten, dass sie eine der fünfzig besten unserer Karriere war. Und der Fiffi liegt nach Tradition der englischen Justizperücken auf meinem Haupt, falls das jemand wissen wollte. 

Dienstag, März 10, 2015

Start der Serie: Mag's wer schreiben?


 Ich habe ja den ganzen Tag Gedankengang, aber leider gebricht es mir an Fleiß. Weil ja auch draußen grad so lieb die Sonne scheint und die Vogerl twittern. Drum folgender Vorschlag: Ich notiere meine Idee und irgendwer stiehlt's und schreibt's. Zum Beispiel: 
Geister werden in ihren Wohnungen von lästigen Menschen heimgesucht, Zombies im Traum von Zeugen Jehovas, Poltergeister schauen Gruselfilme mit Heidi Klum drin. Monster bekommen ängstigende Anrufe von Umfrageinstituten. Serienmörder leiden unter der Wahnvorstellung, von Finanzbeamten verfolgt zu werden. 

Hier bittesehr!

Montag, März 02, 2015

Lyrischer Mehrwert durch orthographische Devianz

Freilich dürft ihr mir vorwerfen, ich wandle hochnäsig durch die Welt und erfreute mich billig an anderer Leute Schreibfehler, dabei habe ich mein Germanistikstudium auch nur von den wohlhabenden und -meinenden Erziehungsberechtigten geschenkt bekommen. Stimmt!
Dafür kann ich zum Beispiel nicht angeln, nicht einmal Karpfen.


Und keine Krapfen backen. Auch kann ich keine Halogenleuchten montieren und ganz bestimmt kein Schwein werfen, höchstens eine Party. 


Am schlechtesten kann ich handarbeiten und Tiere totschießen. Sowas brächte ich selbst also nicht zusammen: