Mittwoch, August 20, 2014

Deplatzierte Bienen und Kröten

Das Gift, mit dem die Feuerwehrmänner die Hornissen des Raika-Filialleiters töten, verstauen sie in einer Kiste mit großen Sumsi-Bienen drauf. Die Ringlotten, die ich gerade gegessen habe, waren in einem Speibsackerl von Aero-Lloyd, in dem eine mir gut bekannte Frau monatlich ihr "Gehalt" bei meinen Eltern abliefert. 
Verpackungen. Ich lade ein, darüber nachzudenken.

Dienstag, August 05, 2014

Gänsefuß, quo vadis?

Noch finde ich sie lustig, die unerwünschten Nebenwirkungen falscher Anführungszeichen. Weil, haha! "Erntefrische" "Marillen" immer noch klingen wie "dafäide Pfirsich". Aber ich mache mir Gedanken darüber, wie lange das noch geht. Sich über Apostrophitis ("Pfir's Ich") zu echauffieren, ist mittlerweile schon reaktionär und unsoldarisch mit Menschen aus der Bildungsferne.
Naja, das sind so Gedanken, die sich im Sommer denken.

Donnerstag, Juli 24, 2014

Gedenkbohnen

Einer meiner beiden Ex-Erziehungsberechtigten öffnet eine Dose Serbische Bohnensuppe und wirft Erdäpfel vom Vortag sowie Wiesnerwurscht und Curry hinein. Er habe, so sagt er dann beim Löffeln seiner Komposition, in der Zeitung gelesen, dass sich heute das Ultimatum an Serbien zum 100. Mal jähre. Ich muss noch ein wenig nachdenken über die Implikationen dieser derart gelebten Historik.

Montag, Juli 07, 2014

It's a Dog's Life Being Darth Vader

Immer wieder werden Fragen an mich gerichtet, wovon ich denn lebe. "Ich halte mich durch die Zufuhr von Nahrung und Atemluft vital", möchte ich antworten, aber das zieht das Gespräch nur in die Länge, geht es doch darum, dass man mir eifriges Werken nicht immer ansieht. 
Also antworte ich: "Zum Beispiel durch Auftritte als Darth Vader. Bei Kindergeburtstagen."


Die solcherart von mir Servicierten waren zunächst noch vor spitzer Angstlust kreischend davongestoben, bald aber raunten sie sich beruhigend zu "Das ist eh nur eine Frau!" Sie untermalen diese Gendersauerei noch durch eindeutige Handgriffe.


Es folgen weitere Bemängelungen:
"Ich sehe deinen Hals!" "Der dunkle Lord hat natürlich einen Hals."
"Darth Vader hat kein Auto!" "Stimmt, aber er leicht es sich von seiner Mutter aus."
"Du hast ein Leiberl an!" "Vader ist nicht nackt unter der Rüstung."
"Und Socken!" "Ja sicher, soll er sich seine Schuhe vollschwitzen?"

Alles in allem war die Jugend aber doch liebreizend und stellte sich artig mit den zu öffnenden Geschenken an. Da habe ich wirklich schon so viel Blöderes für Geld gemacht!

Dienstag, Juli 01, 2014

Rührende Ausdauer und fairer Stahl

Es rührt mich, mit welch ausdauernder Beharrlichkeit sich mein Leib gegen das aktuelle Schönheitsideal stemmt. Er ist der wahre Feminist!


Vielleicht lasse ich ihm jetzt in der Sommerfrische die Zügel schießen. Wer weiß, es mag mir ja in der frischen Bergluft ein schöner Bart wachsen, so wie das Fell der Kühe auf der Alm dick vom Höhenwind wird (vgl. Symbolhund). 
Der Stahl für mein Sommerkleidchen ist übrigens aus regionalem Abbau und fair gehandelt. 

Montag, Juni 23, 2014

Das Ende des Kommunikationszeitalters

Ereilt eigentlich die PR-Branche nie so etwas wie eine Sprachkrise? Zerfallen ihr die Worte nicht wie Pilze? Ist ihr das egal, weil sie eh nur den Leuten Zeug aufschwatzen will, das nachher in Kellern und Balkonen verstaubt? Oder ist sie gar die Gischt, die das Antlitz des Autors verwischt wie eine Spur im Strand?


Wie auch immer diese Frage zu beantworten ist (ihr könnt sie euch gern in die Sommrefrische mitnehmen) - wenn das Kommunikationszeitalter jemals in die Krise kommt, dann dürft ihr das gerne mit obabgebilderter Illustration untermalen.

Dienstag, Juni 10, 2014

Gendersauereien: Hat Putin doch recht?

Jüngst versuchte eine an sich gute Organisation, Geld von mir zu erlangen. Nennt mich eine harte Nuss, aber so wird mir die Mildtätigkeit nicht leicht gemacht:


Jahrelang waren wir per "Liebe Frau Magistra!", jetzt verherrlichen mich die grenzenlosen Ärzte. Möglicherweise liegt es aber wirklich an mir. Als ich gestern Abend einer lieben Bekannten ein allerjüngst beim Wandern aufgenommenes Familienfoto zeigte, fragte sie, wer denn der "young boy" da sei. 

Dann fordert Salzburg auch noch mit einem Genderparkplatz meine Gemütsruhe heraus. 


Ich tue doch wirklich mein Menschenmögliches, um als Frau erkennbar zu sein! Also Haare wachsen lassen, Busen tragen, sinnlos herumjammern! Ob das von Conchita Wurstens Identity-Twisting kommt? Frau Putin hat bestimmt recht, wenn sie das kritisch beäugt. 

Montag, Juni 02, 2014

Buchpräsentation: Radfahren schön trinken

4, Juni, 19.30, Behrens Koch.kolektiv (Tabakfabrik) 


Lesung mit Mieze Medusa, Klaus Nüchtern ("Falter"), Mieze Medusa, Markus Köhle und mir, in Anwesenheit der Regisseurinnen vom Milena Verlag: Dutzende Diebstähle und Stürze, aber auch verspeiste Dackel und huttragende Radler. Der Abend wird groß!

Donnerstag, Mai 29, 2014

Der kleine Urlaub vom Leben - die Wolfgangsee Classic

Kenner meines Kunstwollens wissen ja: Einmal im Jahr pflege ich mir Urlaub von meinen Prinzipien zu nehmen. Konkret verprischtle ich Benzin und mampfe Leberkäse ("Soufflé von Schlachtabfällen" co René Freund). 
Und so schaut das aus. Zuerst fährt man hinauf: 


Dann wartet man stundenlang. In der Beifahrtskanzel finden auch großvolumige Periodika Platz:


Sodann rast man wieder zu Tal:


Damit ist man geistig nicht überfordert. Überforden kann höchstens die Deutung dieses Bildes. Die Geranienkisterl! Man weiß nicht, wo das herkommt und wo es den Rennsport hinführen wird.


Zum Abendessen gibt's Machismus mit umgedrehten Vorzeichen, also kochen mir die Männer was (drei Liter Dosengulasch, btw.):


Am Ende holt man sich dafür einen Pokal ab:


So, und jetzt wieder ein Jahr Radfahren, Tofu und Falter-Lesen.

Mittwoch, Mai 21, 2014

Things to do in Linz when you're braindead

Heute ist so ein Tag, der gerade einmal dazu taugt, dass man sich Katzenvideos anschaut. Aber das tut man nicht, wegen der Selbstdisziplin. Wenn man da was einreißen lässt, ist der Weg zurück in das zermürbende Angestelltendasein schon gepflastert. Wege, die mit Tierfilmen gepflastert werden - ich sag's ja, der Tag taugt nichts. 
"Gut", könnten Zeitgenossen jetzt sagen, "geh' halt raus spielen, letztes Wochenende hast du ohnehin trotz Wollhaube gefroren, heute strahlt's draußen." Nein, sage ich, das ist nicht gut. Wenn doch die Idee kommt, möchte ich nicht weit vom Computer weg sein. 
Außerdem kann ich mir ja die Zeit auch mit der Veröffentlichung sehr, sehr schiacher Würstelstandplastiken vertreiben: 


Montag, Mai 12, 2014

Hitlerhälften zu Discounterpreisen


Ach du liebes Bisschen. Reiß' dich zusammen, St. Valentin! Naja, zumindest günstig ist es. So richtig Angst macht mir eigentlich ja der Herr Ossmann.

Dienstag, April 29, 2014

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub!

 Foto: Linda Wallner-Topf

Arg war's! Arg schön. Jetzt sind wir sentimental und neugierig zugleich. Wie wird's auf dem Unterhaltungsdampfer werden, der künftig unser Austragungsort wird? Kommet und schauet zu gegebener Zeit selbst. 
Bilder, törichte Nachberichte und wasweißichnochalles vom vergangenen Freitag im Original-Linzer-Worte-Blog oder auf der Facebook-Fanseite.

Dienstag, April 22, 2014

Aus dem ehemaligen Osterblock: Verloren in Polen

Und so begab es sich, dass man sich in Polen wiederfand, zur Osterzeit im Osten also. Wer hätte gedacht, was der Klimawandel mit der baltischen Küste anstellt: 


Natürlich hätte man die Warnhinweise beachten können! Aber ich musste meine Polnisch-Übungen abbrechen, nachdem ich beim Ausspracheversuch das Buch innert Minuten vollgespuckt hatte.


Viel Leid und Not hat der Kommunismus diesen Völkern gebracht! Was viele nicht wissen und noch weniger ahnen werden: Auch Darth Vader herrschte einst in Krakau.


Und dann der schiache Kapitalismus mit seinen Wurst-Skulpturen! 


Zum Glück aber hat Polen den PAPST. Den richtigen nämlich. So wie Andy Borg nie der richtige STADLMODERATOR sein kann.


Donnerstag, April 10, 2014

Schöne Verbote

Aus meiner Sammlung "Internationale Untersagungen"

Platz 3: In Shanghai ist es streng untersagt, sich von einem Auto in den Hintern fahren zu lassen.


Platz 2, Verbotener Palast, China: "Baba und foi jo ned!"


Platz 1, Gmunden: der Sodomieklassiker.


Freitag, April 04, 2014

Doris Day als dicker Hund

Natürlich wird Frau Doris Day nicht zufällig hier hereinsurfen. Ich fänd's aber schön, wenn sie läse, dass ich sie immer sehr süß gefunden habe. Auch steht Ihr Alterswerk, das Retten von weltweit notleidenden Tieren, gleichfalls auf meiner Spätlebensagenda. Möglicherweise würde es sie nicht einmal stören, wenn unter folgendem Hundebildnis stünde: 


"Als Doris Day eines Tages aus unruhigen Träumen erwachte, fand sie sich auf ihrer Ofenbank in eine füllige Hündin verwandelt."

Aber leider kann Frau Day wohl nicht Deutsch. 

Montag, März 31, 2014

Montag, März 17, 2014

Basteln mit Minkasia: Wir schnitzen uns eine Holzmadonna.

Nehmen Sie ein schönes Stück Holz und schneiden sie weg, was zuviel ist.


Wir haben das hier schon einmal vorbereitet. So schaut das am Ende dann aus:


Mehr Bilder und Worte zur vergangenen "Do it yourself"-Lesebühne gibt's wie immer hier: http://linzerworte.blogspot.com

Freitag, März 14, 2014

Windhosen in deiner Nähe


LINZ. Eine lokal beschränkte, aber umso heftigere Windhose entwickelte im Donautal eine derartige Stärke, dass ein Fischerboot Dutzende Meter in die Luft hinaufgesogen wurde. Die Hose trug das Boot 1,5 Kilometer durch die Luft und setzte es direkt vor das alte Rathaus. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. 

Und wer die Geschichte nicht glaubt, ist ein armer, fantasieloser Tropf.

Donnerstag, März 06, 2014

Me, myself and Josef Pühringer


Liebe Landsleute!
Mit einiger Verspätung zockle ich nun auch hier in der Bloghütte der Ankündigung Josef Pühringers nach, er wolle bitte noch ein Neichterl LH bleiben. Ich muss nicht lange nach Belegen dafür suchen, dass ich persönlich davon nur profitieren kann.



Weitere sechs Jahre Arbeit als LH-Imitatorin!


Obwohl ich an sich nicht extrem zufrieden mit konservativ-neoliberalen Positionen bin, muss ich zugeben, dass ich Pühringer-Fan der ersten Stunde bin - schon seit damals, als er bei den Beastie Boys angefangen hat. Vielleicht liest er das ja und ernennt mich zur Ill-Kommunikationsbüroleiterin.


Mittwoch, Februar 19, 2014

Meindlprüfungen


Ich habe jetzt eine Außenstelle in einem Wintersportort. Ich bewege mich antizyklisch (Schizeug weg, Kunst rein), da der Klimawandel hier bald viel Leerstand produziert. 
Nur weiß ich noch nicht genau, ob man hier meine Produkte(?) testen wird können oder ob ich die Kundschaft streng prüfe. Die Dame rechts hat den Test jedenfalls nicht bestanden.