Mittwoch, Januar 04, 2012

Nachrichten aus dem Exil: Beschriftetes Salzkammergut

So sitze ich nun in der nahen Fremde und soll schreiben. Aber wie denn, was denn, wenn die Welt bereits so schön beschriftet ist?! Hier zum Beispiel logiere ich:


Ein gutes Volk, das sich nicht nur Hunde oder Nägel pflegen lässt, sondern auch die Flora:

Ich wagte nicht weiter zu gehen, hatte ich doch meine Raketen im Privatbesitz liegen lassen:



Und dann wieder diese rätselhaften Slipanlagen!

Schön, wenn sich das Auge nach all den enigmatisch-rätselhaften Mysterien ein wenig bei redundanten Pleonasmen erholen kann.

Montag, Januar 02, 2012

Es kann nur besser werden

Kurzfristig mag schon verzweifeln und sich die Reste des alten Jahres durch den Kopf gehen lassen, wer zu Silvester den Grünen Veltliner aus Dopplern trank. Und doch! Hat man es mit Stil getan und eventuell beim Einschenken Haltung bewahrt, bleibt dem unwürdigen Handeln ein Hauch von Sinn:


Zudem sind die Füße zertanzt und das Kinn blutig geschlagen. "Aber enden nicht alle guten Partys mit einem Cut bei dir?" frug eine langjährige Verwandte und Trinkgenossin. Und mit was? Mit Recht. In diesem Sinne kann ich ein famoses 2012 nicht nur prophezeien, sondern sogar versprechen.

Freitag, Dezember 23, 2011

Das minkasiatische Krisenevangelium

Liebe Kinderlein, ihr kennt es ja in der Zwischenzeit:


Zum heutigen Weihnachtsfest kann ich euch fast noch weniger als gar nichts geben. Keinen Schmäh zum Lachen, kein Bilderl zum Schauen, wenn ihr denn überhaupt Augen habt. Keine zündende Idee zum Einheizen. Wir haben nichts.
Nur das eine: Glaubt an ein anderes Österreich!
Euer Leopold Mingl

Dienstag, Dezember 20, 2011

Auto-Humor für Einfältige: Hilfe für die Opfer der Infromationsfut

Nun kennt die Welt ja schon Freud und Leid durch Kontextignoranz. Volvos etwa verkauften sich in den USA lange mau, da die Becherhalter zu klein waren. Der Mitsubishi Pajero musste in Spanien und Argentinien in "Montero" umbenannt werden, da der Ursprungsname dort für händisch ausgeführte Eigenliebe steht. Amüsant ist solches für einfache Gemüter, gramvoll für Verkaufsleiter. Ebenfalls nicht ganz kontextsensitiv agieren derzeit die Werber für den Film "The Future":



 Und weil wir grade beim Automarketing waren - hier mein Vorschlag zur Entschärfung:
  



Wem das noch nicht deppert genug war, den und die möchte ich abschließend noch mit dem - in my humble opinion - weltschönsten Tippfehler der Mediengeschichte belohnen:

Montag, Dezember 19, 2011

Kauftipps für KonsumkritikerInnen

Kinder, gfreut's ihr euch schon auf's Christkindi? Oder denkt ihr gar, dass das Weihnachtsfest vollständig der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen ist? Dass die Scheinidylle uns über die metaphysische Obdachlosigkeit postmoderner Subjektivität hinwegtäuschen soll? Wie auch immer, hauptsach' es ist euch nicht fad.
Wir von den Original Linzer Worten sind nicht ganz entschieden ("leuchtende Kinderaugen" vs. "poststrukturalistischer Defätismus"), bekommen aber zur Lesebühne am 7. Jänner den Andi Pianka geschenkt. Tipptopp!


Als Entscheidungshilfe für die Viecher (Vorfreude oder Konsumkritik?) möchte ich auf das sehr unglaubliche Hundebier hinweisen. Tausenddank der lieben Frau Sylvy L, die mich auf dieses Produkt zur Tierergötzung aufmerksam gemacht hat.

Ja, und dann kauft's noch schnell dieses Büchlein, das ebenfalls zwischen kindlicher Freude an Phänomenen und pseudointellektueller Ätze oszilliert:

Freitag, Dezember 16, 2011

Zeitgenössische Literatur: Innenansichten und imposante Wirbel

Nun, da ich von Staats wegen tatsächlich als Künstlerin gelte, beginne ich Verpflichtungen gegenüber der Mit- und Nachwelt zu spüren. Ich meine, es muss ja wohl mein Kunstwollen dokumentiert werden! Oder besser: auf seine Motivationen und Intentionen hin transparent gemacht werden.
Damit es die jungen Germanistikstudenten (ich stelle mir dabei versaute Nachwuchsmodels in abgewetzten Hosen vor, aber sagt ruhig, wenn's zu blöd wird) später nicht so schwer bei ihren Diplomarbeiten haben ("Singularität und Alterität. Meindl unter besonderer Berücksichtigung des Poststrukturalismus") stelle ich mehr als gerne intime Einsichten in mein geistiges Innenleben zur Verfügung (ich finde, dass in diesem Satz jetzt schon viel zu viele Klammereinschübe stehen, das ist wirklich nicht kunstwürdig! Hoffentlich findet das die Germanistik 2054 nicht affig, jetzt aber kommt endlich das Innenleben):  


Freilich, ich muss zugeben: Ein wenig hat es mich angesichts dieser aktuellen Bilder schon enttäuscht, dass ich innen hohl bin. Dafür steht was Schönes in der Wirbel-Rezension: "Die Facettgelenke und die Dornfortsätze imponieren regelrecht."

Mittwoch, Dezember 14, 2011

Realität in Bild mit Hund, Part III

Weihnachten... da braucht man schon mal den Trost der Tiere. Aber wer tröstet die, wenn der ganze Segen wieder vorbei ist? Hier einige Trouvaillen des Grauens:






Freitag, Dezember 09, 2011

Dienstag, Dezember 06, 2011

Eröffnung der Retrospektivensaison: Realität in Wort und Bild. Part I

Menschen!
Beim virtuellen Aufräumen fand ich heute eine Reihe Bildchen aus dem verweichenden Jahr. Ungern möchte ich sie euch und der Welt vorenthalten. Regardez!
Als interaktives Moment könnten wir ja eine Abstimmung im Kommentarteil machen. Welches ist das drolligste? Ich persönliche neige zur Slipanlage. Und all den anderen.






Freitag, Dezember 02, 2011

Donnerstag, November 24, 2011

Kindersicherheit und erektile Dysfunktionen in Asmara

Salam alaikum, liebe Kinder!

Ohne große Umschweife (der Flug war lang genug): Hier bittesehr einige Lichtbilder aus Asmara. Wer zu faul ist, zu googeln: Das ist die Hauptstadt von Eritrea. Die Kurzfassung: Schauen Sie sich das an. Schon alleine die malerisch gebeugten Kakteen wissen zu unterhalten. Für dieses Foto wäre ich im Übrigen beinahe hopsgenommen worden. Vielleicht ist das übertrieben, angeschnauzt hätten mich die übermotivierten Sicherheitsbeauftragten vor dem Präsidentenpalast aber sicher.


Dafür kompensiert die Jugend mit zähnefletschender Begeisterung:


Buntes Obst und exotische Tiere erweisen sich erneut als sichere Bank bei der Urlaubsbebilderung:



Und wer einen Sinn dafür hat, kann sich an ehemals futuristischer Architektur delektieren:


Relevant für Überprotektionisten: Eine Gehschule am Metallmarkt und ein angegafferter Kindersitz.




Nun hocke ich in der grausen Nebelsuppe und sortiere die Farben dieses Herbstes. Nur falls ihr euch fragt, ob ich nicht endlich wieder was hackeln möchte, ihr Mäusegesichter.

Samstag, November 12, 2011

Von Ottensheim nach Eritrea - Kontinente rücken näher


Damit das in die Welt hineinposaunt sei: Die gestern im Ottensheimer Koma aufgetreten seienden "Blouson Brothers" sind von herzerwärmender Blöheit. Ich bin Fan, aber voll.
Bitte mich nun virtuell und realphysisch zu entschuldigen, es ruft der afrikanische Süden.

Freitag, November 11, 2011

Operationen am offenen Gehirn


Liebe Patientinnen und Klienten,

was war wiedereinmal volksfestartig gestern. Besonders rührend: Unsere Gästin Judith Pfeifer erklärt sich spontan und unbürokratisch bereit zu einer riskanten Operation am offenen Gehirn. Das loben wir uns! Mehr Bilder auf Facebook ("Original Linzer Worte", eh klar) oder auf http://linzerworte.blogspot.com/

Dienstag, November 08, 2011

Korruption ist echt nicht ok!

Hier eine anregende Trouvaille, jüngst von mir in Bhutan aufgetan:


Was so ein zernudeltes Himalaya-Ex-Königreich kann, müssten wir doch mit links und rechts schaffen: Eine korruptionsfreie Woche! Oder zumindest ein Wochenende. Vielleicht einen Tag? Eine Stunde, das bestimmt! Wenn wir uns nämlich alle an den Händen fassen und fest zudrücken, sodass die Schmierfinken sich nicht bewegen können.

Mittwoch, November 02, 2011

Schniedelfresken für das Volksglück

Liebes Volk, ich bin jetzt wieder da. Also eigentlich noch nicht, weswegen euch ein paar weitgehend kommentarlos hingestreute Bildzeugnisse meiner jüngsten Reisetätigkeiten genügen müssen. Gerne können im Kommentarteil Mutmaßungen über die jeweilige Illustrationsnationalität hinterlassen werden.





Freitag, Oktober 14, 2011

Gerade noch auf der Showbühne, bald schon im Himalaya


Liebes Volk,

erstens war's gestern wieder wunderschön. Mehr dazu im Blog der Original Linzer Worte. Die nächste Lesebühne ist am 10. November, da werden wir euch Krankengeschichten vorlesen. Vorher könnt ihr am 25. Oktober in den Wissensturm stromern, wo euch Humorfachkräfte aus dem Ensemble gerne Späße kredenzen.

Ich bin jetzt mal schnell in Bhutan. Gehabt euch einstweilen wohl und bleibt mir gewogen.
Eure Blogflöte Minkasia

Mittwoch, Oktober 12, 2011

Wärmender Schund für flanierende Wichserinnen: Griechischer Fickzauber in Zeiten der Krise

Gestern flanierte ich in Linz an einer Waldorf-Schule vorbei, von der Minderjährige in pastellfarbenen Pullovern "Fick dich, du Wichser!" herabquäkten und sich dann geschwind wieder versteckten.
Kurz darauf fand ich im Lentia-Merkur folgendes Medien-Arrangement:




Ordinäre Gutmenschenskinder und wärmender Qualitätsjournalismus neben "Griechischer Liebeszauber" (sic!) und "Leidenschaft liegt in der Familie" (noch einmal sic!) - was für trompetende Beweise für den Zauber, den der falsche Kontext über Alltagsphänomene bringt!

Dienstag, Oktober 11, 2011

Charity für Fußkranke Oberösterreicher im Grandhotel


Liebe Menschen, Kinder und Kindeskinder,

innig, aber auch aufrichtig und außerdem herzlich bedanke ich mich für euer Herbeiströmen zur freitäglichen Buch-Kindstaufe. Es war mir ein innerer Urfahraner Jahrmarkt.
Denn ja, "In der Heimat der Fußkranken" ist jetzt der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen (dt. für "im Buchhandel"). Kauft's es, oder auch nicht. Es ist ja Krise und bald schon geht auch die Welt unter. Warum Bücher in die Binsen mitnehmen?
Als einziger triftiger Grund fällt mir ein: Weil jedes gekaufte Buch eine Spende für fußkranke Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist. Zu Deutsch: Für arbeitsscheue Frauen ohne Meniskus.

Donnerstag, Oktober 06, 2011

Riesenskandal: Als Tier zur Eigenverantwortung gezwungen!


Liebe Eingeweihte, liebe Illuminierte,

lange hatte ich über die Esoterik gespottet. Man ist halt eine zeitlang jung und mit überviel eigenem Willen ausgestattet. Da liegt kein Segen drauf! Denn jetzt, in Vorbereitung auf die Lesebühne für Grenzwissenschaften, erkenne ich erst das heilsbringende Potenzial der Esoterik.
Weil es ist prinzipell recht wurscht, was man kann und tut - höhere Mächte weben und kleben dein Schicksal zusammen.
Was mich nur über alle Maßen kränkt, ist die jüngst erhaltene Zurückweisung seitens der Ariosophischen und der Thule-Gesellschaft. Meine Genomanalyse weist mich als Vertreterin der Tiermenschen (Minknerz) aus, die dürfen nicht mit den Herrenmenschen spielen.
Manno!

Montag, Oktober 03, 2011

Sprache schafft Realität


Ein Welser Automechaniker, der den linguistic turn mitgemacht hat - das ist eine blaue Beifahrertür, Damen und Herren.