Montag, Oktober 26, 2009

Für euch: erledigt!


Boyz N' Girlz, liebe Slamily,

als Gegenthese zum Ö-Slam: heute nur Bilder, ohne Worte. Noch viele, viele weitere so fesche Bilder vom Herrn Jürgen Wenter gibt's auf der Postskriptum-Heimatseite. Letzte Ausnahme von der Wortkarenz: Hurra! Heissa Zemmler und Jauchz.








Eines noch: 12. November von sämtlichen anderen Verpflichtungen als dem Bepilgern der weltersten Linzer Lesebühne freihalten! Vielleicht mach ich dann auch noch einen Kopfstand.

Mittwoch, Oktober 21, 2009

Keine Angst vorm I-Slam!


Mesdames et Messieurs, Boys N' Girlz,

aber diesmal spielen wir richtig: Dem hier abgebildeten Flyer ist gar nicht mehr viel anzufügen, höchstens die Mitteilung, dass auch ich mich - dank eines Friendship-Tickets - in der Vorrunde grenzenlos für euch blamieren darf: http://www.backlab.at/mmt/wordpress/?p=231
Selbstverständlich habe ich noch gar nichts geschrieben, aber zur Not stelle ich mich am Freitag einfach auf die Bühne und zieh mich nackig aus. Strpiteasers sind nämlich kein Requisit, dafür aber Quotenheuler.

Dienstag, Oktober 20, 2009

Das Licht der Aufklärung: Kinder kommen nicht vom Hudeln!

Da im Reich von Liebe, Sex und Zärtlichkeit immer noch ein Meer der Unwissenheit sein Unwesen treibt [intendierte Katachrese], soll in der Lebensbeichte immer wieder einmal ein Beitrag zur ewigen Frage "Wie hängen eigentlich Geschlechtsverkehr und Reproduktion beim Menschen zusammen?" zu lesen stehen.
Auf diesem Bild hat Herr Gave Dordon* aus L. am S.berg eine Frau auf seiner Obstwiese erspäht und ist nun dabei, sie ordentlich herzuschmusen. Wegen der fluffigen Qualität seines Haupthaares ist die erwählte Dame flugs bereit, die Zärtlichkeiten nicht nur wehrlos zu empfangen, sondern sie auch zu erwidern. Doch Obacht, Gefahr im Verzug!


Nur Dank der zufälligen Anwesenheit von Frau DDDR. Erwinia Riefler (r.) und ihrer anschaulichen Schautafeln kann ein vorehelicher Geschlechtsakt mit all seinen biologischen Folgen abgewendet werden.


Das ist ja gerade noch einmal gut gegangen!

In der nächsten Folge lesen Sie im Detail, was alles hätte passieren können.

*Name der Redaktion bekannt, Anfragen per Kommentarteil

Mittwoch, Oktober 14, 2009

Vegetarische Spinnen und spinnende Vegetarier

Vom Sommer sind noch zwei Schmetterlinge übrig, die hat der Wind in meine Wohnung geweht. Mit zerrissenen Flügeln burren sie verzweifelt gegen die Fenster, aber wenn ich ihnen aufmache, erstarren sie in der Erkenntnis, dass ihnen draußen die Kälte den Garaus machen wird.
Hat jemand Erfahrung in der Schmetterlingshaltung? Von den Hunden weiß ich, dass sie einem in die Schlapfen gacken, wenn man sie zuviel allein lässt. Von den Hamstern, dass man sie leicht zertritt, wenn sie einem auskommen. Von den Katzen, dass man sie leicht im Schlaf erdrückt, wenn man sie zu sich ins Bett lässt.

Symbolbild: Schmetterling der Gattung Minkasia vulgaris


Des weiteren habe ich gestern drei herrenlose Silberfische in meinem Bad gefunden, die dort offensichtlich von Tierfeinden ausgesetzt worden sind. Auch diese possierliche Fauna möchte ich gerne in gute Hände übergeben. Ruft an, die Frau Meindl und ich sitzen an den Telefonen.

Zum Schluss noch der heiße Scheiß aus der Zoologie: Forscher haben jüngst eine Spinne entdeckt, die sich vegetarisch ernährt. "Denen würd's schon schmecken, aber ihnen derbarmen die armen Viecherl", sagt ihre Anwältin Edith Klinger.
Wer diesen Text bis hierher durchstudiert hat, erkennt am Ende, dass Vegetarierinnen spinnen. Eine letzte Frage: Die Wissenschaft weiß ja nun, dass die in Sperma enthaltene Substanz Spermidin als revolutionärer Jungbrunnen oral eingenommen den Zelltod verhindert (hier nachzulesen). Dürfen in diesem Fall auch Veganer das tierische Eiweiß zu sich nehmen?

Montag, Oktober 12, 2009

Göttliches vom Wochenende



Medamsemissjöhs,

der Zeitmangel geht zu Lasten der Worte, aber seht selbst, wie es ausschaut, wenn man mit einer zauberfarbenen DS kreuz und quer der Donau entlang fährt:











Donnerstag, Oktober 08, 2009

Strukturalismus in der Göttin


Chers enfants,

avec plaisir und Vorfreude verkünde ich meinen baldigen Einmarsch in Wien. Oben abgebildet ist kein faschistischer Diktator auf dem Heldenplatz, ihr blinden Mäuse, sondern Charles de Gaulle kurz vor einem Attentatsversuch, den er dank seines Staatsfahrzeuges überlebt hatte (heute ist er dennoch schon lange tot und liegt auf dem Friedhof der unersetzbaren Menschen begraben).
Womit wir nun endlich beim Thema meiner Mitteilung wären: Ich reise heute per DS ("La Déesse, die Göttin) nach Wien, um dort im Zuge des Ringstraßencorsos hoffentlich gemeinsam mit Waltraud Haas, Klaus Wildbolz und Franz Klammer in den Seitenblicken ordentlich herinterviewt zu werden. Dazu habe ich schon allerlei strukturalistisches Material vorbereitet - da wird die Quote rasseln, frage nicht!

Montag, Oktober 05, 2009

Sperma als Jungbrunnen: Die wahren Hintergründe

Dear Scientific Community,

ich denke, wiedereinmal einen Riesenskandal aufdecken zu können: Der ORF berichtet, zwei Grazer Forscher hätten entdeckt, dass Spermidin die Zellalterung rapide entschleunige. "Die ewige Jugend" warte in männlicher Samenflüssigkeit und habe in Versuchen das Leben von zahlreichen Pflanzen und Tieren verlängert.


Die Redaktion der Lebensbeichte jedoch misstraute der allzu konsensfähigen Jubelmeldung und forschte nach. Sie konnte flugs nachweisen, dass es sich bei den beiden Forschern in Wahrheit um amtsbekannte Scharlatane handelt.

"Es sind dieselben Delinquenten, die im Jahr 2006 Studentinnen an der Uni Linz weismachen wollten, Männerspeichel lindere Akne", sagt der ermittelnde Inspektor Wendelin Pullunder-Pullunder. Von Wien kam die Meldung, die wissenschaftlichen Hochstapler hätten jungen Damen erklärt, Geschlechtsverkehr helfe gegen Problemzonen an Bauch-Bein-Po.

Auch ein Apotheker in der Urfahraner Hauptstaße und zahlreiche gutgläubige Kundinnen gingen den Verbrechern mit ihrer Cellulite-Créme auf den Leim:

Freitag, Oktober 02, 2009

Lesebühnenpremiere: Gemeine Erpressung und andere Späße

Herr Monet bei einem Text mit einer nackten Frau drin


Liebe Kinder!

Jetzt neu - dank der bezaubernden Bilder vom Herrn Wenter und von der Frau Fanninger schöner als in Echt - der Lesebühnennachbericht!


Anna Weidenholzer lächelt beim Lesen - obwohl sie diesmal keinen Schnurrbart trägt

Klaus Buttinger - der Jenson Button unter den Satirikern - liest, worüber man endlich einmal etwas sagen sollte

Sowie aus seinem zielgruppenbewussten Ärzteromansoftporno "Doktor Proktor " (links seine ulkige Assistentin).

My Tribute to the Man who wasn't there: In Didi-Sommer-Positur und im Dialekt

Die weltschrecklichste Tombola. Auf dem Bild gut zu sehen die Hauptpreisvase aus der Mink-Dynastie, die um ein Haar wieder in Meindl-Händen gelandet wäre.


Im Zuge der weltersten Lesebühnenvolksbespaßung kam es übrigens nicht nur zu garstigen Scherzen mit den Keimzellen der Gesellschaft (s. Bierbauch), sondern auch zu einer wiederholten Publikumserpressung qua Glumpert-Tombola und Klingelbeutel.
"Andererseits wurde ich auch kaum je zuvor so ehrlich meiner Groschen entledigt", meinte ein Primar aus dem Publikum, den eigentlich das Gratis-Text-Angebot gelockt hatte. "In der Kirche muss ich mir dafür eine elendslange Predigt anhören und darf nebenher nicht Bier trinken."

Frau Anna mit der Klingelbeute

Mittwoch, September 30, 2009

Hier gibt's keine nackten Tanten mit Mundgeruch!

Medamsemissjöhs,

da kann ich subtile Prosa über umbrische Liebeslyrik oder Hexameter über mongolische Blumenarrangements schreiben - und Google wirbt hier weiter unbeirrt gegen Mundgeruch und für die Restitution unwilliger Geschlechtsverkehrspartner.
Ein Blick in das Feedjit-Protokoll gibt dem Suchmaschinen-Mogoogle recht: Bei mir landet, wer sich für "Trachtenhexe", "Ehedomina", "Negerwitze", "Ugly People" und "dicke Tanten nackt" interessiert.
Was er hier vorfindet, muss für diesen digitalen Pöbel zwar enttäuschend sein. Dennoch muss ich leichte Verwüstungen in meiner inneren Seelenlandschaft feststellen.

Montag, September 21, 2009

Hortensische Gewerkschaftlhuber


Als mittlerweile solidarisch mit der ArbeiterInnenbewegung denkender Mensch, aber auch, um meine rustikal wählenden Altvorderen zu ärgern, habe ich das vergangene Wochenende für allerlei gewerkschaftliche Aktionismen genutzt.
Seither weiß ich - im Gegensatz zum Mercedesfahrer im Hintergrund - zumindest, welche Faust in diesem Kontext zu erheben ist.
Erkenntnisgewinn Nr. 2: Zum Baumwurzelausgraben eignet sich Schwarzpulver besser als der Spaten in der Literatenfaust.

Freitag, September 18, 2009

Ächz und SpotsZ: Falsche Hasen im Pfeffer


Damenundherren,

obig zu sehen ein von mir selbstfotografiertes Cover inkl. Geschichte über kriminelle Machenschaften organisierter Hasenbanden in Linz: http://www.servus.at/spotsz/

That's it for the week, stay tuned, speak German more often!

Donnerstag, September 17, 2009

Select: Krisen-Mode


Gefunden bei "InStyle:
Forscher und Modeschöpfer sind sich einig: Die Wirtschaftskrise wirkt sich auf die Mode-Ebene aus. Mut zu neuen, eigenwilligen Kreationen soll den Blick von den Problemen lenken. Im Bild die neuen Säcke von Prada, designt von Coala Lumpi.

Montag, September 14, 2009

Text in the City: Original Linzer Worte


Mesdames et Messieurs!
Mit einem Riesentusch möchte ich euch auf die galaxiserste Linzer Lesebühne aufmerksam machen. Die weltweite Linz-Premiere findet am 1. Oktober um 20 Uhr im Keller der Alten Welt statt - gratis und kostenlos!

Um den Preis von 0 Euro erhaltet ihr ausgewählte und erlesene Kurztexte von:
René Bauer aka René Monet
Klaus Buttinger aka Button
Dominika Meindl aka Minkasia
Didi Sommer aka Didi Sommer
Anna Weidenholzer aka herself

Die Lesebühne wird's von da an monatlich geben.
Wie sag' ich immer? Kommt alle her!

Samstag, September 12, 2009

Ich mach euch das Opferslamm


Ja, was soll ich sagen? Noch nie zuvor hat meine Bereitschaft, mich für euch alle zum Lamm des Spottes zu machen, so schöne Blüten getrieben. Bald ist in meiner Wohnkoje gar kein Platz mehr für all die wunderbaren Pokale!
Dem Herrn Wenter ist es erneut gelungen, die falschen Tränen meiner echten Rührung festzuhalten:

Opferlamm beim Poetry Slam, das ist im Übrigen ein wenig wie die Special Olympics im Verhältnis zu den echten.

Donnerstag, September 10, 2009

Goya für Doofe

Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer.


Abb. 1: Coala und Minkasia dekorieren Betrunkene

Montag, September 07, 2009

Walkampf: Kollateralnutzen für den Rock N' Roll


Aus meinem Nebenleben als Musik-Schmierfink:

"Riesenerfolg für Midlife Crisis! Der Bürgermeisterkandidat von Wels-St. Josef, Laus Kaputtinger (ÖVP), Vizeobmann der Katholischen Männerbewegung und des Maschinenrings, stellte sich überraschend mit einem tollen Wahlkampfgeschenk bei der aufstrebenden Schöneringer Boygroup ein: ein echtes Schlagzeug! "Das soll ein Signal an die Jugend sein", sagt Kaputtinger.
Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen sickerte durch, dass Kaputtinger damit Dominik Schweindl (NVP) das Wasser bei den Jungen abgraben will. Schweindl hatte vor kurzem eine echte E-Gitarre gestiftet.
"Endlich können wir richtig loslegen. Mit einem Schlagzeug vom Hofer erreicht man halt schnell die Grenze im Rock'N'Roll-Business. Wenn du die Leute rocken willst, muss das Equipment stimmen. Eine echte Verbesserung!" freuen sich die Burschen von Midlife Crisis. "So wird Waterloo keinen Fuß auf den Schöneringer Boden bringen!"
Aber korrumpieren die Geschenke nicht die politische Unabhängigkeit des Kunstwollens? "Na und? Auf dem FP-Countryfest hätten wir sowieso gespielt."
Mehr zum Kunstwollen der erotischsten aller Schöneringer Boybands: http://midlife2009crisis.blogspot.com/

Freitag, September 04, 2009

Unglaubwürdige Tsunamis und verhaute Taufen

Bonjour,
diese Woche habe ich zwei schöne Geschichten für euch geerntet, die ihr während des Wochenendes durchstudieren und reflektieren könnt.
Jüngst sprudelte mir aus einer gewöhnlich gut informierten Quelle eine Schnurre entgegen, die mich nachdenklich stimmte. Der Erzähler berichtet, er sei als Kind Zeuge, aber auch Überlebender eines Tsunamis geworden. Da die erstaunliche Flutwelle nur einen Meter hoch gewesen war und sich außerdem im Plattensee ereignet hatte, erntet er mit diesem Bericht seither stets Unglauben, aber auch Spott. Ganz offensichtlich will er sich davon nicht abhalten lassen, weiterhin die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ein gutes Motto für literarisches Kunstwollen, wie ich meine.

Mit der Geschichte nur peripher verwandt, aber ebenfalls unangenehm: Ein Opfer einer Art von internem Tsunami

Und dann berichtete mir Tante Anke sinngemäß, dass einer ihrer genetischen Vorgänger nach einer schwierigen Geburt mit seiner neuen Tochter schnell zum Pfarrer enteilte, auf dass das Kindlein nicht ungetauft stürbe. Damals gab es ja den Limbus noch: Nach katholischer Folklore müssen alle, die ungetauft ihr Leben aushauchen, dort im äußersten Kreis der Hölle schmoren. Als der Pfarrer nach dem Namen fragte, überlegte der Anken-Ahne kurz und entschied sich für "Maria". Damit ist man auf dem Land namentlich immer auf der sicheren Seite.

Das fand die Mutter dann allerdings nicht. Dem Vernehmen nach soll es noch im Kindbett böse Schelte gesetzt haben, denn der Vater hatte glatt vergessen, dass er ja schon eine Tochter namens Maria hatte. Ein schönes Beispiel für heute leider verlorene Familienwerte.

Im Übrigen glaube ich, dass ich in einem früheren Leben mit der neuen japanischen Premiersgattin verwandt war und im aktuellen gerne befreundet sein möchte. Ich kann Tom Cruise zwar nicht ausstehen, aber für Menschen, die öffentlich glaubhaft machen wollen, dass sie von Aliens geraubt worden sind, und die sich in "Kaffeesäcke hüllen", kann ich mich leicht erwärmen. Eine Spaßgeisha!

Mittwoch, September 02, 2009

Going slightly mad

Auf meinem Nebendach steht gerade ein Bauarbeiter und imitiert Woody Woodpecker. Vor einer Stunde sprach mich auf der Nibelungenbrücke eine Frau mit Ziegenbart (I swear!) mit den Worten "Fwuschiwuschi" an.
Gestern abend klopfte eine Frau an die Autoscheibe. "I bin Mühviatlarin!" brüllte sie durch den schmalen Schlitz. Sie sei rosenkranzbeten gewesen und wolle nun gern zur Unionkreuzung chauffiert werden, "wos muass i eana denn gebn, dass des mochn?"
Jetzt frage ich mich ein bisschen, ob das was mit Linz'09 zu tun hat, ob die Gesellschaft schuld ist oder ob die Narren und Toren in mir nun deutlich Ihresgleichen erkennen.

Montag, August 24, 2009

Facebook ist der neue Talmud

Geneigte Blogflöten,

jetzt ist es passiert: Ich glaube, die Leserschaft meines Kunstwollens auf Facebook ("Modern Stalking") hat euch hier numerisch abgehängt. Zumindest wird dort eifriger kommentiert - überhaupt will es mir so vorkommen, dass Facebook als "Stalker-Mekka" (Sekretär des Weltraumpapstes) sich zum neuen Lebens-Talmud bzw. Globalsenf hochjazzt. Wollen wir das kritisch im Auge behalten.
Solange ich aber noch mehr analoge als digitale Freunde habe, lasse ich Gleichmut walten.

Freitag, August 21, 2009

Riesenskandal: Kriminelle Hasenbanden in Linz!

Taubenmarkt, 17.32: Dank des beherzten Eingreifens der Linzer Polizei konnte gestern eine Bande kranker Hasen dingfest gemacht werden. Nachdem die Nager die Löffel abgegeben hatten, wurden sie abgeschoben.
Linzer Bürger erinnern sich mit Schrecken an das Wüten des Killerkarnickels vom Froschberg. Vor zwei Jahren rächten mehrere Polizeikugeln seinen brutalen Angriff auf ein Pensionistenpaar.

Montag, August 17, 2009

Edith Klinger informiert: Artgerechte Männerhaltung

Gerade im Sommer müssen mein Team und ich leider immer wieder beobachten, dass männliche Menschen falsch gehalten werden. Mehr als einmal mussten wir besonders arme Exemplare aus legebatterieähnlichen Büros, Wohnzimmern oder Bars befreien. Viele Männerhalterinnen wissen offenbar noch immer nicht, wie man einen Mann artgerecht hält!
Nur selten finden sie so ein gutes Platzerl wie hier im oberösterreichischen Zentralraum:



Ein Mann gehört unbedingt an die Luft. Dazu braucht er ein Gehege mit ausreichend Auslauf. Wichtig ist das Futter: Pro Zentner Lebendgewicht verzehrt ein ausgewachsener Mann 2,5 Kilo Koteletten. Fast noch stärker zu beachten: Der durchschnittliche Mann braucht - gerade wenn es heiß ist - bis zu fünf Liter Bier!

Wer das alles beachtet, wird mit einem Mann viel Freude haben. Treue Augen danken. Nächste Woche: Notwendige Impfungen und Operationen.

Mittwoch, August 12, 2009

Vögeln an der Börse

Zufälliges Vögeln soll besser als strategisches Vorgehen sein? Mais non! Das legt nur der reißerische Titel nahe, der euch recht herzlich einladen soll, den Rest dieses Textes durchzustudieren.
Es ist nämlich Folgendes: Ein südkoreanischer Papagei hat in einem Investment-Versuch jüngst fast alle humanen Ko-Spekulanten aufgejausnet. Nur zwei Spekulatii waren besser, der Rest stank gegen den Federmann ab. Der schnäbelte per Zufall aus dem Portfolio, die menschenartigen Börsexperten nach Strategie.
Die Börse in Shanghai reagierte umgehend und sourcte flugs sämtliche Wertpapier-Consultings an die Geflügelabteilung des Vögelparks Schmiding out.
Das war jetzt gelogen. Aber da braust doch allerlei über den Assoziations-Highway. Könnte man zB nicht das Spiel so adaptieren, dass ein dressierter Affe gegen zehn menschliche Blogger antritt?
Diese Mitteilung wird übrigens gerade aleatorisch von einem Labrador-Hühnerhund-Mischling geschrieben. Ist bestimmt nicht schlechter als die vorherigen zehn.


*Der Vogel auf dem Symbolfoto ist übrigens tot. Ob der Wertpapierexperte ein finnischer Blauling war, ist nicht überliefert.

Montag, August 10, 2009

Der Fluch der Alterspyramide: Warum wir alle aussterben werden


Besser kann man unsere westliche demographische Malaise gar nicht illustrieren: Ein Facharzt für Geburtshilfe muss dichtmachen und ins Ausgedinge, weil er jahrelang am eigenen Ast genagt hat. "Bitte keine Kinder mitbringen!" steht auf der Ordinationstür. Folgsame Frauen wagten es daraufhin nicht mehr, mit Leibesfrüchten aufzutricksen. Warum dann aber überhaupt zum Geburtshelfer? Die Linzer Geburtenraten rasselten in den Keller.
Einsam fristet der Gynäkologe nun sein Dasein. Und wir Steuerzahler können schauen, wie wir uns im Alter durchbringen.

Freitag, August 07, 2009

Neues aus dem Sommerloch: Polyamorie im Zentralraum

SCHÖNERING. Mit 40-jähriger Verspätung hat die sexuelle Revolution die Köpfe und Herzen des Zentralraums erreicht. Uneinigkeit herrscht über den Auslöser, Einigkeit über das Ende der kapitalistisch-katholischen Sexualmoral. Die Elterngeneration ringt Hände und Atem.

Ein massives Wertebeben erschüttert soeben das Linz-Wels-Steyr-Daimler-Puch-Fünfeck. Kernfamilienstrukturen werden aufgeweicht, ausgewachsene Familienmütter schwofen mit anderer Frauen Männer durch die Kurcafés und Kantinen des Hausruckviertels.

"Die Muttis des Zentralraums waren überreif für unser Emanzipationswollen", sagt J. "Das Tier" G-Bear. "Unsere Idee von Musik hat die Frauen sexuell frei gemacht." Die Bandkollegen T. "Mental" Challenged und Kurt "Cobain" nicken eifrig.

Soziologen zweifeln jedoch, dass die zwei Garagenauftritte der Herrenband "Midlife Crisis" Auslöser des moralischen Normkollapsus waren. "Erste Analysen weisen auf einen Zeitungsartikel als Auflösemotor hin", sagt DDR. Monika Mendl. "Dass ausgerechnet in einer kritikarmen regionalen Familienzeitung ein Artikel über das Phänomen Polyamorie erscheint, ist für ein katholisches Wertgefüge natürlich fatal."




In "Das Glück, mehrere zu lieben" plädiert der Autor für eine esoterisch-spirituell motivierte Mehrgleisigkeit. Das entspreche postmodernen urbanen Realitäten angesichts kommunikativer Globalisierung. Dass der Artikel aber gerade im semi-urbanen Grüngürtel Entgleisungen bewirkt, überrascht auch Experten. "Wer hätte das gedacht: Schönering - ein Ort gibt nicht auf!", so Mendl.

Mittwoch, August 05, 2009

"Oberösterreicher bei Kampf mit Wels verletzt"

Blessuren im Kampf gegen die Messestadt ("Wels - eine Stadt gibt nicht auf!") oder erste Anzeichen dafür, dass die Natur endlich zurückschlägt (s. vorheriges Posting)?
Für mich jedenfalls die Top-Story des Tages: http://ooe.orf.at/stories/380443/

Montag, August 03, 2009

Brutal: Problembären im Sommerloch

NIEDERÖSTERREICH. Förster warnen: Durch die Sommerhitze kommt es immer wieder zu aggressiven Attacken zwischen Tier und Mensch. Besonders im Bärenmilieu beobachten sie verstärkt brutale Übergriffe.

"Plötzlich hörte ich ein heftiges Knacken im Gebüsch. Ein schwerer Körper bahnte sich seinen Weg den Berghang hinab", berichtet Martin F., Wildhüter am Fuße der Hohen Wand. "Dann sah ich es in aller Deutlichkeit: Heulend vor Mordlust stürzt sich dieses Viech auf unseren armen Petzi, der gerade friedlich von meinen Mannerwafferl naschte. Ich konnte mit knapper Not den Abzug betätigen:"



"Dann hat es noch meinen Hund gedemütigt und an den Ohren gezogen. So geht das nicht!" echauffiert sich der Waidmann.



F.s Jagdhund leidet seit der Attacke an Heißhungerattacken und Dickleibigkeit.
Wer aber ist der skrupellose Angreifer? "Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit handelt es sich hier um einen Vertreter des Migrationshintergrundes", erklärt Prof. Ane Schwee, Försterin und Koryphäe der Hundekunde. "Wir glauben es hier mit dem Minknerz zu tun zu haben. Diese Kulturfolger aus dem slawischen(!) Raum neigen besonders während ihrer ganzjährigen Brunftzeit und im Unterzucker zu Auszuckern. Die Bären leiden am meisten darunter."

Slawen-Import mit Kollateralschaden: Ursprünglich wurde der Minknerz wegen seines Pelzes nach Österreich gebracht.


Wie kann dem gemeinen Strauchdieb Einhalt geboten werden? "Wir haben in Oberösterreich mit Fressfallen und durch Lockvögeln schöne Erfolge in der Minkdefensive erzielt", sagt Schwee. Ähnlich den domestizierten Wildschweinen soll auch der Mink künftig durch Altenpflege resozialisiert werden: