Montag, Juli 16, 2007

Heavy Smokers and the like







Erste Impression eines gelungenen Wochenendes: Leo Hutschifuh zieht am Ofen

Nachtrag: People of Ugley

Eine Zusendung aus England à propos "ugly people" im letzten Posting: Hier ein Bildnis des Vizebürgermeisters von Ugley nahe Stanstead. Eine kuriose Ähnlichkeit! Ohne diesen dämlichen Blick könnt er glatt mein Bruder sein.
Und noch ein kleiner Teaser - lesen Sie demnächst in der Wochenendberichterstattung von Zeichen und Wundern: Das Weinwunder für Arme und mirakulöse Stigmatisierungen im Rahmen des zweiten Mühlviertler Jugendkatholerertreffs in Gramastetten!

Mittwoch, Juli 11, 2007

Ugly People



Unschöne Szenen in meiner Frühstückspension: Mutti Nagl und ich lassen die Masken fallen und zeigen unsere wahren Iche (kann man das überhaupt im Plural gebrauchen?). Kein schöner Anblick, besonders nicht für Dave Marple.



"Minki, put down that mask!"
"Which mask?"
...
"How come you are still single?"
"Maybe I am too fussy."

Dienstag, Juli 10, 2007

Einladung zur Poolparty: Baden gegen Bonzen


Griaßeich Stahlstadtkinder!

Weil den armen Menschen im Strom die Aussicht auf den Strom verbaut worden ist (s.o.), bekommen sie als kleine Entschädigung einen zünftigen Schwimmpool. Es kann sich nur mehr um Tage handeln, bis da drin gebadet wird:




Und hier die Enthüllung: Es wird nicht das AEC umgebaut - wir bekommen alle ein Volksbad! Spitze, Linz! Eine schöne Geste gegen die Badefacility-Entsolidarisierung durch Bonzenbrunzbecken in den Suburbs!

Montag, Juli 09, 2007

Eine Single-Wohlfühloase wird zur Frühstückspension




Gnä' LeserInnenschaften,

bereits vor einigen Tagen sang ich ein kleines Klageliedchen über all das Volk, das nun schon seit Wochen mein Jugendzimmer in Urfahr belagert.
Nun aber geht's endgültig dahin. Mein Singletraum in Top-Lage verwandelt sich in eine englische Frühstückpension. Hotelmutti Dave "Miss Marple" Gordon hat es sich offenbar zum Ziel gesetzt, jedwede Tendenz meiner Person in Richtung junkfoodverschleißender Eigenbrötlbäckerei zu unterbinden.

Statt muffigem Kühlschranksodeur empfängt mich nun immer Kaffeeduft, statt eisiger Stille wartet in der Küche ein "Good Morning my dear, why don't you have a nice sitdown and a beatiful cup of espresso?" auf mich. Wohin mit meiner mühsam gepflegten Morgenmisanthropie, wenn mir der Engländer mit Palatschinken und Rührei den Tag eröffnet?

Ich bin dagegen! Außerdem kann der Deixl nach einer Woche IMMER noch nicht Deutsch, obwohl ich ihmzuliebe jetzt eh schon vom Mühlviertler- zum Zentralraumsidiom gewechselt habe. Das kann doch nicht so schwer sein.

Donnerstag, Juli 05, 2007

Dezentes Schminken leicht gemacht

Aus der Broschüre "Karriere beim Heer. Frauen gehen ihren Weg!".
Lustiger könnt ich's auch fast nicht schreiben:



Übrigens lustige, wahre Geschichte: Meine Tante sagt zu ihrem Enkelkind "I schmink mi nua gaunz dezent." Selbiges: "Na Oma, ned de Zähnt!" Hahaha!

Dienstag, Juli 03, 2007

Gut gekämmt in Urfahr

Weil sich mein Wohnklo in der letzten zunehmend in eine Außenstelle der Notschlafstelle Urfahr-ost entwickelt, sah ich mich gezwungen, dieselbe körperpflegefacilitymäßig upzugraden. Kaum zu glauben, was Coala Lumpi für einen Zwergerlaufstand anzettelte, als sie erfahren musste, dass es in der gesamten Wohnung keinen Kamm gibt. Ich improvisierte also. Unbefriedigt geht mir kein Gast ins Bett.



Die derzeitige Belegschaft ist übrigens keinen Deut besser. Als ich gestern tot und müde aus dem Bergwerk heimkehrte, hatte Familie Gordon-Umpalumpa doch tatsächlich in der Zwischenzeit meine Kaffeedosen befüllt und mir den Boxsack abgehängt ("Des mocht a so a aggressive Atmosphäre"). Mr. Gordon lag brummend im Sitzsack und hatte alle meine Lieblings-T-Shacks am Leib.
Mit mir könnt ihr das ja machen.

Sonntag, Juli 01, 2007

Für euch erledigt: Rock on, O-Heim!



Die alten Zausel von "No Means No": Die grantigen Gerontendrillinge rocken sich die Sau aus dem Leib



Hochsympathischer Service: Die Klo-Bus-Reinigungsgilde


Büdl: Fotoclub Ottensheim

Jawohl, das sind meine Ottensheimer: Spitzen Open Air! Unbedingt erwähnenswert: Die drei in großer Unwürde gealterten alten Drillinge von "No Means No". Und natürlich auch das extra zuvorkommende Service im Klocontainer. Es spielten in dieser Außenlocation die O-Heimer Oheime (das ist jetzt gelogen, aber es klingt doch nett).

Dienstag, Juni 26, 2007

Scheißnatur

Hier mein offener Brief an UHBP Heinz Fischer, seines Zeichens einst Präsident der Naturfreunde:

"Lieber Herr Präsident, kurz: Bundesheinz!

Hiermit kündige ich zum ehestmöglichen Zeitpunkt meine Mitgliedschaft bei den Naturfreunden. Denn wie kann ich Naturfreundin sein, wenn die Natur nicht zurückfreundelt? Das ist zuviel verlangt!
Nun sind wir beide zwei aufgeklärte Agnostiker, die nicht unbedingt anfällig für naturnahen Animismus sind. Dass ich etwa beim Radfahren IMMER Gegenwind habe, habe ich nie als Laune der Natur erachtet, sondern als Spezifität des hier anzutreffenden Donauraumes. An guten Tagen redete ich mir ein, dass durch mein schneidiges Fahren auch Windstille zum Gegenwind mutiere.
Nun aber das! Ich musste mich gestern so ärgern, dass ich noch immer unter Magenübersäuerung leide - von meiner nachhaltig zerstörten Frisur ganz zu schweigen! Weil warum? Gestern abends bezwang ich meinen inneren Schweinehund (auch so eine depperte Einrichtung der Natur) und beschloss, ein wenig neben der Donau herumzuschwarteln.
Am Anfang ging ja noch alles gut, ich düppelte stromabwärts, und als meine Kräfte schwanden, machte ich kehrt.

Da setzte brausend ein Gegenwind ein, wo ich sag, jawoi, das ist ein Gegenwind! Wäre ich ein Chihuahua (wieder so was Naturblödes), es hätte mich bis nach Budapest verwachelt. Es reichten aber auch schon die Frisurverwehungen.
Damit aber nicht genug, fuhren links und rechts von mir die Blitze in den Boden, dass ich so recht um mein Leben bangen musste. Von den herabstürzenden Ästen ganz zu schweigen (hätte ich doch wenigstens literarisch etwas auf der hohen Kante, es wäre dies zumindest ein leserfördender Tod gewesen). Dazu goss es natürlich auch noch wie aus Schaffeln, wodurch mein sportliches Ansinnen wie eine täppische Bewerbung für einen "Miss Wet T-Shirt"-Bewerb anmuten musste. Glücklicherweise war niemand auf der Straße.


Mit knapper Not konnte ich mich in meinen Hauseingang retten. Und siehe da: Der Regen versiegte augenblicklich, das Unwetter zog flugs von dannen. Angeblich zierten dann noch zwei Regenbögen den Pöstlingberg, aber da stand ich schon fluchend unter der Dusche.

Und jetzt frage ich dich: WIE SOLL ICH DENN DAS NICHT PERSÖNLICH NEHMEN?!!!

Deswegen also mein Austritt aus der Natur!

Mit trotzdem freundlichen Grüßen:

Eine verärgerte Stammkundin

PS: Die depperten roten Ameisen, die mir immer auf den Fuß brunzen, kannst du dir auch sparen!"

Montag, Juni 25, 2007

Shy's Musik


Von euch versäumt: Die original Shy-Buam vorm Linzer Schloss bei einem Benefiz für den guten Zweck.
Ein schöner Kontrast zum Malefiz für den schlechten Zweck, den der Sockenpapst, der Weltraumsekretär und ich, eure Päpstin des Bierzelthumorismus, am Wochenende veranstaltet haben. Mehr davon dann nach Eintreffen des diesbezüglichen Bildmaterials.

Donnerstag, Juni 21, 2007

Lesergeburtstagsservice: Rudi, die Leistungstippse


Werte Frau Kollegin Schmierfink!

Unter großer Gefahr verfasse ich diesen Geburtstagsgruß. Denn wehe, wenn mich der Chef dabei derwischt, wie ich einer von der Konkurrenz gratulierend nähertrete!
Jedoch: "Feuer und Gefahr" sind meine zweiten Vornamen. Außerdem haben Sie sich schon alleine durch die oben einzusehende extrem damenhaft-coole Rauchpositur (dazu gab's hier ja schon einmal einen eigenen Wettbewerb) dieses mein Lesergeburtstagsservice verdient.

Dienstag, Juni 19, 2007

Auto-Suggestionen, Part II: Big Lovers, Small Cars

Aus der Serie "Schiache Autos, schöne Seelen": Psychomutti und ihre "Autos"

Kaum ein Mensch im Bannkreis der westlichen Hemisphäre hängt den Produkten aus dem Hause Fiat mit liebevollerer Treue an als unsere Mutti Nagl. Die Größe ihrer stets wechselnden "Autos" korreliert dabei ganz direkt mit der ihres Körpers.


Fiat Panda, Modell "Oumpah-Lumpah", roth-metallisé


Fiat Panda, Modell "Small Lovers Don't Need Big Cars!

Da Mutti Nagl nun schon seit geraumer Zeit seriös und mit beiden Beinen in der Welt der Arbeit steht, hat sie sich selbst zum "Uno" upgegradet. Ich möchte aber ungern verschweigen, dass ihr aktuelles Gefährt aus zweien davon (also einem "Uno"-Duo) zusammengeschweißt wurde. Und wenn man das Gebläse ("Es hüüft jo nix, i muass blosn!") einschaltet, rauschen die Blätter der Wälder ihrer Heimat heraus.

Und da mir nicht unbemerkt blieb, dass im Sinne der Kundenbindung das Autofeature gar nicht übel angenommen worden ist, schiebe ich ein paar Impressionen aus dem Archiv nach - zur wohlwollenden Kenntnisnahme:



Hier das Dokument der vorerst gelungenen Re-Sozialisierung von Psychomutti Nagl (Story zum Nachlesen im Überschriftslink - es geht darin um Sex, Gewalt und Autos). Die Heldin der Geschichte ist ja in der Zwischenzeit auf einen UNO zurückgerutscht, hält sich aber sozial ganz gut (noch).

Apropos Bonzenkarosse:

Mercedes - die richtige Wahl für Halbtagsaussteiger und kletternde Plüschtierchen.

Sonntag, Juni 17, 2007

Auto-genes Lesetraining: Das ungefälligste Auto der westlichen Welt


Jetzt neu - auf mehrfachen Leserwunsch: Auto-Reviews in der Lebensbeichte!
Heute für euch im Porträt: Der Volvo 244 GL - das Auto, das von hinten wie von vorne aussieht. Nie zuvor und nie wieder danach haben Autolackdesigner mehr Mut zur Hässlichkeit bewiesen. Ein Mahnmal gegen die gelackte Slickness postmodernen Autodesignwollens. Nichts für Fahrer mit schwachen Egos.
"Mein" bäscher 244 fährt jetzt übrigens gemeinsam mit Ane Schwees knallrotem Exemplar über die Straßen von Lagos. Sollte der neue Besitzer dies lesen: Ích glaube, ich habe eine "Rage against the Machine" Kassette im Radio vergessen. Die hätt ich gern wieder.

Shy ...


... spielen auf! Und zwar am 23. Juni abends im Linzer Schloss - bitte hingehen und recht juchzen.
Und übrigens: Das Grillsymposium wär fertig - die Urlaubsgrußentgleisung inkludiert!

Mittwoch, Juni 13, 2007

Lokal-Hikkikomori



Gerade entnehme ich dem geneigten Brotgebe-Blatt (s. Link in der Titelzeile), dass immer mehr junge Menschen in Tokio in diversen Internetcafés, Saunen oder McDonald's-Abspeisefacilites hausen, um die horrenden Mietkosten zu sparen.

Da muss ich sogleich "Verdeckte Jugendwohnungsobdachlosigkeit: In Linz beginz!" in den virtuellen Äther krähen. Schon seit mehr als einem Jahr beobachte ich junge Prekariatsangehörige, die in einem großen Wortverbreitungsbetrieb auf der Promenade oder in einer euphemistisch "Grandhotel" belabelten Bier-Tschumse ihre Nächte verbringen.

Das nur mal so zur Information. Bei dieser Gelegenheit kann ich sogleich auch noch einen weitverbreiteten Irrglauben aufklären: Die feierabends unkoordiniert in der Altstadt herumfallenden Menschen leiden nicht unter Komasauf! Vielmehr handelt es sich hierbei um das allwöchentliche Treffen der anonymen Veitstänzer.

Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichsten Hochachtung verbleibend,

eure Informationsmutti Minkasia

Montag, Juni 11, 2007

Grillen gegen Rechts II: Urlaubsgrußentgleisungen

Gescheiterte Antifa-Pädagogik: Zeppelin G. fühlt sich trotz meiner mahnenden Blicke nach wie vor nicht schuldig für die Verbrechen seiner Urgroßväter.


Demnächst auf diesem Online-Ereigniskomposthaufen:

Die mittlerweile dritte Auflage des antifaschistischen Großereignisses "Grillen gegen rechts" im wunderschön benamsten Bruck/Tödling bei St. Florian.

"Freuen" Sie sich auf die geschmackloseste SMS der Welt!


Einschub am 12. Juni: Im Kommentarteil wird mir mit einer Klage gedroht, sollte ich den Inhalt der weltgeschmacklosesten SMS veröffentlichen. Da sage ich - ohne Anwalt! - BRING IT RIGHT ON!!!!!!!!!!!!!! Denn erstens bin ich als Übungsschmierfink gar nicht dem Medienrecht unterstellt. Da kannst du dich mit deinem Wirtsfreund brausen gehen, lieber Johnny Castle (ja, jetzt ist es heraußen). Und zweitens! Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf die Wahrheit!

Hier also der Super-GAU der Gedenkentgleisung - Johnny Castles Altvordere urlauben in Polen. Von dort traf folgende SMS ein:


"Wetter ist schlecht, Stimmung super - Bussi aus Auschwitz, Mutti"


Das ist doch ein Skandal sondergleichen. Seht selbst, wie indigniert selbst die liebliche AntifaAnita auf die völlig danebenen Urlaubsgrüße reagiert:



"Do kaunst di owa so richti schenian!"


Um den Grillsymposiumsbericht aber am Ende etwas versöhnlicher zu gestalten: Leser Goldbär, Abteilungsleiter für Betroffenheitspflege, steht vor Gastgeber Francoisens (Fachinspektor für Volkstumsfragen) neuem Grill. Spricht ein Archivar zum anderern: "Wooow! Und das hast du dir alles selbst aufgebaut - trotz deines anstrengenden Berufes!" Chemiker, Journalistinnen, Dreifachmütter, Köche, Geschäftsführerinnen brechen darob in homerisches Gelächter aus.

So sah das dann alles aus:

Francois vor seinem neuen Fleischmausoleum


Johnny Castle und Pet Ear begutachten Francoisens Kinderunterhaltungsfacilities


Leider immer wieder ein Thema bei Grillsymposien: Erotische Entgleisungen


Glücklicherweise ebenfalls ein Thema: Chillen vor dem Grillen

Freitag, Juni 08, 2007

Bitte besser werden!

In einem Büchlein mit erbaulicher Literatur ("37 notwendige Verbote") fand ich unten sogleich zu lesende Worte des von mir aufrichtig geschätzten Funny van Dannen. Als Mutter des Tugendterrors ist es mir unerlässliche Aufgabe, diesen Zeilen zur noch weiteren Verbreitung zu verhelfen (noch dazu, wo das Büchlein gerade verramscht wird! Pfui!).


Gutes Tun
Gutes tun, Gutes tun,
Gutes tun ist gar nicht schwer
Man kann soviel Gutes tun
zuhause und im Kreisverkehr


Kondome nicht ins Klo, keine Drogen sowieso
weniger fernsehen, öfter zu Fuß gehen
Gebrauchte Pornos dem Altersheim schenken
Bewusster atmen, gesunde Sachen essen
Mit Nazis diskutieren, die Mutter nicht vergessen
Auch einmal fremden Hundekot entfernen
Den Islam näher kennenlernen
Intensiver zuhörn, sich gegen alles impfen
Sich gründlich informieren,
nicht einfach nur schimpfen
Nicht bei Rot über die Straße laufen
Keine japanischen Autos mehr kaufen
Versuch's doch mal mit Gutes tun,
dann geht alles besser
Wie scharf du heute wieder bist,
sprach das Brot zum Messer
Sind das nicht alles schöne Vorhaben? Besserwerden geht uns alle an! Und: Es gibt nichts besseres als Gutes Tun!
Mehr vom Herrn van Dannen gibt's übrigens seit Jahr und Tag unter dem Link "Lieder gegen Schilddrüsenunterfuntkion"

Mittwoch, Juni 06, 2007

Der absolute Gartenmittelwert



Ist das nicht schön? Für euch gefunden in einem Hinterhof in der Hahnengasse. Statistisch gesehen besitzt jedeR ÖsterreicherIn eineinhalb Quadratmeter Garten und einen großen Gartenzwerg. So sähe also der absolute Mittelwert des österreichischen Gartenuniversums aus.
Noch ein kleiner Appell: Bitte den Hartbrandwichtel nicht entwenden - er ist bereits befreit!

Samstag, Juni 02, 2007

Es gibt nix bessas ois wos guads!



Für euch erledigt: den Herrn Resetarits beim Arbeiten zugesehen. Das war eine schöne Sache. Eine rechte Freude wurde mir durch die Mitteilung zuteil, dass der Ex-Ostbahnkurti zu meinem Geburtstag quasi extra ein Konzert geben wird. Das wär doch nicht nötig gewesen!



Donnerstag, Mai 31, 2007

Rock City Vöcklabruck: Und aus!

Bevor ich dem Salzkammergut meinen arg verspannten Rücken zuwende, seht her, was ich hier zurücklasse!

Zunächst natürlich die Landesgartenschau. Ich bin ja wirkich eine Freundin des Unprätentiösen, aber für die Besichtigung eines Asbestkübels 12 Eulen zu verlangen, ist schon ein bissi überteuert:





Gerne aber bin ich in den vergangenen drei Wochen in das Tintenparadies gegangen, einfach weil ich die Assoziation von "Tinte" mit "Paradies" so kühn fand:




Extrem lässig auch die Boutique von Dr. Singh, der Menschen von allerlei Unbill wie Haar- und Zahnausfall oder schlechtem Karma befreit:




Schließlich noch das Geschäft "Stick-Stoff" (ok, der Name kommt von mir, aber ist der nicht pfiffig?), wo ich für all meine Freunde Stickpolster erwarb - die wird es nun zu jeder Gelegenheit geben.



Trotz dieses crazy Warenangebotes freue ich mich durchaus wieder auf meine Koje im Stahlstadtbergwerk. Drei Wochen lang kein "Meindl, du bist so deppert!", kein "Friss ned so füü!", kein "He Burschi!" - ich hätte nie geglaubt, dass mir das fehlt. So wie die Lichthuper auf der Überholspur im Morgenverkehr, die bedächtigen Trachtenträger, die den Stadtplatz verstopften, die Autoverstopfungen am Abend...

Mittwoch, Mai 30, 2007

Rätselspaß: Postmodernes Kunstsportwollen

Gnä LeserInnenschaft,

eine milde Ratlosigkeit befällt mich angesichts des hier zu betrachtenden Happenings am Lake Plesch: Was war da los? Wie ist diese mysteriöse Arbeit mit dem Raum zu interpretieren? Ich erinnere mich nicht mehr im Geringsten, was wir damit zum Ausdruck bringen wollten. Sachdienliche Hinweise bitte im Kommentar-Talmud absondern.



Natürlich gibt's auch etwas zu gewinnen, ihr kennt mich doch:
1. Preis: Ein Romantikausflug zum Pferdemarkt nach Vöcklabruck unter meiner fachlichen Kuratel
2. Preis: Eine fesche Krachlederne, die bereits der Landeshauptmann getragen hat (für einen Abend mit Begleitung der Miss Bauernbund 2007)
3. Preis: Zwei leere Bierflaschen, die beim Linzfest nicht mehr zurückgenommen worden sind (Wert: vier Euro), gestiftet vom LiQua

Dienstag, Mai 29, 2007

Lesergeburtstagsservice: Pet Ear


Gar nicht schön: Schwanger und rauchen!

Pet Ear, du Karl Löbl der Historikerszene! Auch wenn du ein Geburtstagsmuffel bist, kann ich dir und der Leserhorde dieses mein Service nicht ersparen! Was Letztere nicht weiß: Pet Ear ist mit dem Linzer Bürgermeister so gut, dass dieser ihm ein rauschendes, dreitägiges Riesenfest veranstaltet hat. Das war eine überraschend großzügige Geste. Sollten Sie dies hier lesen, lieber Linzer Ortsgruppenleiter: Ich hab am 8. September.
Noch ein kleiner Wunsch an das Geburtstagskind: Möge deine Fußballer-Karriere endlich gelingen, denn die EURO wird deine letzte Chance sein.

Ebenfalls jubiliert heute A. Stifter (ja, der lebt noch). Auch er sei virtuell gegrüßt und mit den besten Wünschen für den weiteren Lesben... äh Lebensweg bedacht.




Noch ein kleiner Nachtrag zum Linzgeburtstagsfest: Ihr Milliarden noch nie zuvor in der Stahlstadt gesichteten Menschen im Strom, die ihr dieses Wochenende dort komagezecht habt: Wer seid ihr und woher kommt ihr plötzlich alle auf einmal?

Dienstag, Mai 22, 2007

F...labruck: Heute war nichts los


In Vöcklabruck wird der öffentliche Verkehr in Traktoren (Steyr) abgewickelt.


Heute, auf vielfachen Leserwunsch (ok, es war nur Leser Pet Ear, von dem aber gleich mehrmals): Hier ein erster Bericht von der Landesgartenschau!

Also: Heute war nichts los.

Es beschleicht mich allmählich der Gedanke, dass meine Freistellung als Exklusivlandesgartenschaukorrespondentin ein eher funzeliges Licht auf die Zukunft meiner Karriereoptionen wirft. Kurz: Ob das mit der cowboyhaften Kriegsberichterstatterfunktion noch was wird? Schon im Kosovo durfte ich nur von den Weihnachtsfeierlichkeiten "unserer" Truppen berichten.

Wie auch immer. Vielleicht sollte ich in unseren schnelllebigen Zeiten dieses unvergleichliche Entschleunigungsangebot nicht gleich von mir weisen. Dem Gras beim Wachsen genau auf die Finger zu sehen - vom Burn-Out zum Bore-Out: So könnte es mit der Wiedererringung meiner verlorenen Beamtenmentalität klappen.

Montag, Mai 21, 2007

Schmach in der Bonzenkarosse


Ein Bild von der Top-Schmach meines bisherigen Lebens

Freitag, 19.04, Neunkirchen: Die Frisur hält. Ich cruise im feisten Vati-Mercedes durch "Rock-City"-Natschbach. Auf Radio Niederösterreich sucht David Hasselhoff die große Freiheit und ich bereite mich genießerisch auf das große Hallo von Frau und Kind bei dieser meiner rockstarhaften Ankunft vor. Schon dutzende Male war ich am Haus meiner Leihfamilie vorbeigefahren, dieses Mal aber fühlte ich mich sicher.

Ok, ich hatte das Haus schon wieder verfehlt. Aber das stört keinen großen Geist, sagte ich mir, und David Hasselhoff sang heute nur für mich. Ich fuhr von der Straße, um zu wenden.
Und da passiert es: Der depperte Bürgerkäfig bleibt im Krautacker hängen und dreht langsam, aber nachhaltig durch. Die Stuttgarter Panzerkonstrukteure glauben offenbar, dass die ganze Welt asfaltiert gehört. Beschämt drehe ich das Radio ab und greife mit jetzt schon leicht bibberndem Kinn nach dem Handy, um Mutti Nagl über meine Situation in Kenntnis zu setzen. Da entgleitet dieses meinen bibbernden Findern und flutscht unter den Beifahrersitz. Da meine Finger zu feist sind, ist das Ding dort nicht mehr wegzubewegen.
Tränen der Schmach ergießen sich in einen inneren Tränensee. Dieser tritt über die Ufer, als ich an "Immer nie am Meer" denken muss. Werde ich auch verhungern müssen? Oder gar in meine Handtasche gacken?

Ich will nun gar nicht mehr darüber sprechen, wie ich mich aus diesem Fiasko der nachhaltig gescheiterten Selbstinszenierung befreien konnte, und schon gar nicht von den Verwüstungen, die dieses in meiner Kinderseele hinterlassen hat. Eines noch möchte ich sagen: Behalt dir deinen Scheißmercedes, Papa! Nie wieder werde ich meine Freunde davon abhalten, dir den Stern vom Kühler zu rupfen!

Zur Strafe habe ich den Mercedes gegen einen Bugatti, einen Floh und eine kleidsame Blätterboa eingetauscht:



Das Pensi-Mobil habe ich übrigens den minderbemittelten Kindern des Bezirks Neunkirchen als Spielzeug gestiftet:

Nachtrag zum Muttertag

Hier noch das offizielle Bild zum Muttertag im Hause Meindl:



Skandalös, was der mit mir verschwesterte Sockenpapst da interpretativ hineintheatert hat - bitte Link in der Überschrift anklicken und echauffieren!

Freitag, Mai 18, 2007

Potpourri an Pfiffigkeiten

Zur Abwechslung zur Wochenendlektüre einmal nichts Selbstgebasteltes: Beitrag eins ist ein bedenkenswerter Vorschlag zur Lösung der Kärntner Ortstafelmalaise:


Beitrag 2: Ein wunderschöner Eintrag im immens empfehlenswerten Nachschlagwerk Uncyclopedia zum Thema "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose":
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Kevinismus

Seid mit diesen Nachdenkschablonen in ein schönes Wochenende entlassen - möge es zu den 3542 schönsten eures Lebens gehören!

Mittwoch, Mai 16, 2007

Cowboys im Salzkammergut

Manche haben es vielleicht schon in der Zeitung gelesen: Ich bin derzeit im Salzkammergut zu Diensten. Das macht mir gar nichts, ich bin gern im Außendienst - bin ja ein Cowboy. Mit dem Pendeln hab ich auch Glück gehabt. Nur 70 Kilometer. Und nach Kuhstall roch ich in Linz nach der Arbeit noch nie! Übrigens lustige Geschichte: Weil das Dienstauto kaputt ist, haben sich die OÖN eines vom AVE (Regauer Tierkörperverwertung) ausgeborgt. Das ist ein Hallo, wenn ich bei den Bauern auftrickse!
Die letzte Geschichte ist gelogen. Aber ich muss jeden Tag innerlich ein wenig lächeln, wenn ich beim Regionaltierkrematorium vorbeikomme. Oder wenn ich durch Mösendorf fahre. So leicht unterhalten bin ich!

Sonntag, Mai 13, 2007

Kleiner Nachtrag: Muttertag is nicht fürn Hugo!


Muddi "Oma" Meindl mit selbstgebasteltem Öko-Muttertagspräsent, der Hälfte ihrer Brut und Tränen in den kleinen, listigen Äuglein



Ich möchte noch einmal klarstellen, dass der Muttertag mitnichten eine Erfindung der Nazis ist! Diese Ausrede gilt also nicht! Persönlich bin ich der Auffassung, dass der Muttertag ein Freudentag für uns alle ist. Denn das Prinzip "Mutti" eint uns Menschen über die Gräben der divergierenden Identitäten hinweg: Irgendwann hat jeder mal eine Mutter gehabt.
Auch ich bin übrigens selbst(-ernannte) Mutter einer kleinkriminellen Kinderbande. Kann ich nur weiterempfehlen.

Mittwoch, Mai 09, 2007

Mostdipf in Tokio


Toller Erfolg für Leserin Coala Lumpi: Beim von den "Oberösterreichischen Narrischen" international ausgeschriebenen Mostdipf-Lookalike-Contest (aka "Cosplay für Arme") darf sich die alte Schnepfe (Mitte) mit obiger Performance über den 17. Platz freuen. Als Preis erhielt sie 10 Prozent Rabatt beim Abo.

Dienstag, Mai 08, 2007

Billige Kriege: Unbill der Geschichte


Wow - schon ab einem Euro sind Sie dabei! Bin recht froh, dass der April-Schwerpunkt nicht allzu große Verwüstungen in der Stahlstadt hinterlassen hat. Stell dir vor, es gibt Krieg und keiner kauft ihn.

Kenner mögen jetzt bitte auch das Datum meines Anti-Kriegs-Posting goutieren.