Donnerstag, August 17, 2006

Bericht vom Innviertler Tauf-, Rauf- und Saufgelage

Was viele Leser nicht wissen: Leser Goldbär (Mitte) besitzt ein Glasauge (links)

Liebe Kinder Gottes!

Da Familie Goldbär den starken Willen hat, mich nicht an das Reich des Bösen zu verlieren, lud sie mich zur beobachtenden Teilnahme am Taufinitiationsritus der jüngsten Leibesfrucht. Dass der ganze Segen erneut in eine Aupairbeanspruchung führen würde, war mir klar. Aber: Ich mach's ja wegen der Kinder. Außerdem diene ich Vater Goldbär immer wieder gerne als Negativschablone zum Zweck "Schau Mutti, die Minki trinkt noch mehr als ich!"

Rechts Kindsdirnen, links Spiegeltrinken



An dieser Stelle gleich noch ein Leserservice: Der charmante junge Herr, den AntifaAnita hier so glücklich angluchzt, ist in Wahrheit ein rechter Lump (darüber wird gesondert zu berichten sein - ich sag nur: Weihnachtsbaum in der Vase!) und wird morgen süße 30.

Wissend um die Kürze der vorangegangenen Nacht, aus Furcht vor den Folgen meiner Unterhaltungssucht und gemäß der Innviertler Agenda "Eine Kindstauf ohne Rauferei ist wie eine Rauferei ohne Kindstauf" mutierte Vater Goldbär im Laufe der anfangs zäh dahintröpfelnden Geselligkeit zum Erwartungserfüller und inszenierte mir zum Abschluss noch eine zünftige Fetzerei:


Leider gibt es kein Foto davon, wie er dem Diakon die Taufkerze auf den Kopf haut und wie seine Mutti einen Biertisch umwirft, da ich zu diesem Zeit schon k.o. in der Notaufnahme lag. In diesem Sinne: ein gelungener Festakt!

Dienstag, August 15, 2006

Idyll-Crashing am Wolfgangsee


Gnä' Leserschaft,

melde mich zurück vom Urlaubsimitat im Salzkammergut. Lesen Sie demnächst hier in dieser Publikation, wie ich mich ein Wochenende lang erfolglos abgemüht habe, die Familie als Keimzelle unserer Gesellschaft zu dekonstruieren, und wie ich mich erfolgreich der Detoxifikation entziehen konnte, die mir die besorgte Psychomutti auferlegt hatte.


Auf der vergeblichen Suche nach einem würdevollen Gegenbild zur konservativen Normfamilie




Medizinische Studien zeigen: Der längere Aufenthalt in schrägen Räumen führt zu Haltungsschäden.

Ein weiterer Haltungsschaden: In St. Wolfgang hat man irgend einen Boulevard nach einem Doktor Irgendwas benannt, der blöderweise Nazi war. Mangels besserer Ideen bzw. unbedenklicher Zeitzeugen/Namensstifter widmete die Gemeinde die belastete Straße allen Doktoren dieser Welt.


Wenn man mit schreibgeilen Schmierfinken unterwegs ist, gibt's Action, Artistik, Raubtiere und Lebensgefahr (wer es nicht sieht: das Killerkaninchen verbirgt sich im linken Käfig).


Schnapsidee I:


Schnapsidee II: Bootstour am Tag danach






Ich schwöre: Es lag nicht am Ethanol - ich hab nun einmal keinen Seemannsmagen!



Hier das letzte Foto aus der Reihe "Die alte Minkitant bringt Kindern Blödsinn vorbei" mit dem Titel "Der Bauernbund fordert mehr sichere Spielplätze".

Donnerstag, August 10, 2006

Das Leben eines Indianers ist kein Kindergeburtstag

Die gestern veröffentlichten skandalösen Zustände am Wilheringer Leidensweg haben eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Auf Betreiben von Prof. Rainalda Hübl-Hillinger konnte der letzte Indianerstamm Wilherings eine neue Heimstatt finden:

"Eine Hängematte ist doch gleich viel besser als ein Trampolin", meint der Bürgermeister, "wenn man von klein auf gewohnt ist, mit wenig Platz auszukommen, dann ist das ganz normal." Kleiner Wehrmutstropfen: Als Gegenleistung für die neue Bleibe am Dachboden der Bürgermeistervilla mussten die Indianer ihre wertvollen Federkronen lassen.

Mittwoch, August 09, 2006

Die letzten Indianer des Zentralraums

WILHERING. Linzer MenschenrechtsaktivistInnen haben einen schlimmen Missstand entdeckt: Die autochthone Bevölkerung des Ortsteils Winkeln-Leidensweg muss unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Sie werden von neu zugezogenen Innviertlern verdrängt und in viel zu kleine Reservate gesteckt:


Da die Indianer des Leidensweges nicht mehr frei durch das Gestrüpp der Wälder strolchen können, neigen sie zu Dickleibigkeit und Alkoholproblemen.
Der Bürgermeister des Leidensweges, Dr. Goldbär, verteidigt sich: "Ja was glauben Sie denn, was passiert, wenn wir die frei herumrennen lassen. Letztes Jahr hatten wir sie die ganze Zeit am Balkon! In unserem Reservoir können sie die ganze Zeit trampolinspringen und ihre Tänze aufführen."



"Erst wenn das letzte Indianerkinderlachen erstorben ist, wenn die letzte arbeitsscheue Hobbyphilosophin weggezogen ist, wird der weiße Mann aus dem Bezirk Schärding erkennen, dass man es ohne Humor nicht lustig haben kann" - mehr will Häuptling Schmieriger Fink dazu nicht sagen. Dann dreht er sich um und macht einen traurigen kleinen Salto für seine letzten Krieger.

Dienstag, August 08, 2006

Lesergeburtstagsservice de Luxe: Eine Olympiade mit Valentin

Big Shoutouts to Valy G.! Unsere Hoffnungen für die Schöneringer Jugend ruhen auf dir!

Und: Zwölf Jahre noch, und ich kann dich in die Altstadt mitnehmen!

Donnerstag, August 03, 2006

Adieu Rue de la Passion!

Werte Kinder, seit zwei Stunden ist es offiziell:

Ich bin nicht mehr Bürgerin des Leidensweges!
Schluss mit den Schöneringer Passionsspielen, sollen sich die Goldbären mit meinen Eltern die Thujenpflege alleine ausschnapsen! Winkeln raus, Linz rein! Mein neuer Bürgermeister Dobushido hat sich sehr gefreut und mir als Einstandsgeschenk einen Gutschein für's Zwergerlschnäuzen geschenkt.
Politisch völlig un-p.c. hingegen die Reaktion meines bisherigen Hauptwohnsitzhaushaltsvorstandes: "Is eh gscheida, du wöhst eh oiwei so an Schaas."


Was ich mir in Zukunft erspare: Kleinbürgerliche Satan-Lagen und Thujenhecken.

Mittwoch, August 02, 2006

Robuste Drohmaßnahmen, Sexuelle Fantasien und Hitlers Wahlversprechen

Liebe jugendliche Stahlstadtaltstadtbesucher!

Es ist jetzt bitte Folgendes: Schön, wenn es euch bei uns in Linz gefällt. Und schön, wenn ihr euch bei uns gemütlich einen hinter die Binde kippt, dazu ist die Linzer Altstadt mehr oder weniger da. Ihr dürft auch ein wenig herumkrakeelen und am Samstag ein bisschen raufen - ich weiß, ihr seid jung und voll der Ablehnung für das System bzw. die Fresse eures Gegenübers.

Ich ersuche euch aber um gefällige Zurkenntnisnahme, dass folgende drei Tatbestände von nun an von mir per Schweren-Gegenstand-aus-dem-Fenster-Werfen standrechtlich geahndet werden:
1. Lautes und adressloses Greinen unter meinem Fenster, warum "sie" jetzt mit einem anderen zusammen ist, insbesondere um 4 Uhr früh. Pönale: Ein schweres Buch mit Schwung auf den Kopf.
2. Das Brunzen in meinen Hauseingang wird ab heute mit der kraftvollen Deponierung eines alten Bügeleisens auf das Haupt des Delinquenten sanktioniert (zu jeder Tageszeit).
3. Mit Abo-Abbestellung gestraft wird, wenn der Zeitungszusteller seine Ware wieder mitten in der Brunzlache für mich zwischenlagert.


Bin ich verstanden worden, sieht man meine Punkte? Ich erkläre sie gerne noch einmal - dazu einfach wieder nach oben scrollen und nochmal durchlesen.


Für alle anderen Leser, die jetzt "Weder bin ich ein Jugendlicher mit Kontinenzproblem noch Zeitungsausträger!" krähen und mein Weblog abbestellen, weil nichts für Sie Relevantes hier drin steht, habe ich einen kleinen Auszug aus dem bereits beworbenen feinen Schriftstück "Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen" vorbereitet, der mir sehr gut gefallen hat.

Zehn typische Wahlversprechen Hitlers aus der Zeit, als er sich seine Wähler noch nicht aussuchen konnte:

- Der Urmeter wird von Paris nach Klagenfurt verlegt
- Die Mona Lisa kommt nach Worpswede
- Bei der nächsten Papstwahl ist endlich ein Deutscher an der Reihe!
- Die Lehre von der Kontinentaldrift (nach Wegener) wird abgeschafft
- Nach dem Vorbild der Eigenschaftswörter "taub und blind" wird eines zur Bezeichnung - fehlenden Geruchssinnes eingeführt. Es wird festgelegt daß dieses neue Wort "wesenberg" lauten soll, zu Ehren von Herrn Wesenberg, der die Idee dazu hatte ("Ich kann nichts riechen. Ich bin wesenberg.").
- Herr und Frau Wilhelm Koch, Leipziger Str. 17 in Plauen, räumen auf der Stelle das Gerümpel im Treppenhaus weg
- Es ist abgemacht. daß Pellworm ein riesiges Opernhaus kriegt und Herbert von Karajan als Intendanten
- Männer können nachts wieder allein auf die Straße gehen
- Papeete wird Hauptstadt von Litauen
- Frühstückseier gehören nach guter deutscher Art geköpft; sie aufzuklopfen und zu pellen ist eine Unsitte, deren Vertreter sich schon einmal auf eine "Sonderbehandlung" mit ungarischen Geheimstrahlen gefaßt machen können!

"Und eines verspreche ich euch: Herr und Frau Anneliese Meindl vom Leidensweg Nr. 7 schneiden endlich die Thujen um!"

Samstag, Juli 29, 2006

Antinazistischer Körperkult: Klettern gegen Rechts

Ein recht freundliches "Grüß Gott" hier auch von meiner Seite!

Lange habe ich den Fußballstarrköpfen und Ernährungspyramiden-Invertern damit gedroht, jetzt ist er fertig: Mein bildlastiger Erlebnisaufsatz zum Thema "Die junge Deutungselite von OÖ geht mit mir klettern".
Im Vorfeld hat es ja einige unschöne Anwürfe gegen den vermeintlichen narzisstischen Körperkult des vertikalen Gewerbes gegeben. Der sonst so in sich ruhende Leser Goldbär hat sich sogar zu widerlichen politischen Untergriffigkeiten hinreißen lassen - und das nur, weil sich die wutzlbraungebrannte rechte Buberlpartie auch schon mal einen Gurt umgeschnallt hat.
Freilich konnten meine Felskameraden dieser Schmutzkübelkampagne nicht mit ungefälligen Leibern Paroli bieten. Deswegen legten wir großen Wert auf ein dekonstruktiv-diskursives Begleitprogramm.














"Nur weil ich gut aussehe, bin ich noch lange nicht rechts!"

Und hier noch zfleiss ganz viele Kletteractionfotos:









Peter, entering the world of pain


Freitag, Juli 28, 2006

Neues Leserservice: Trost für Strohwitwen



Geliebtes Lesergesindel!

Wie ich heute der Zeitung entnehmen konnte, wird unsere liebe Psychomutti nun die nächsten zwei Wochen ein tristes Strohwitwendasein fristen. Ombudsfrau Minkasia hilft da spontan und unbürokratisch: Zeit, unserer Psychomutti gleichsam ein fröhlich Liedlein auf der Weblogflöte vorzuspielen bzw. das sanfte Licht der Medienaufmerksamkeit auf sie niederstrahlen zu lassen.


Dienstag, Juli 25, 2006

Exklusiv im Minkasiatischen Amtsblatt: Der weitest gereiste FC Bayern München Fan

Trauriges Schicksal eines jungen Mannes aus Amerika: Nachdem der viertgrößten Tageszeitung der Bericht seines Wahlonkels Goldbär zu wenig schnoddrig war, wurde er einfach aus dem Programm gekippt. Und dabei hat Sebastian das Glutauge Roque "Ich rocke!" Santa Cruz aus kurzer Distanz gespottet.


So wird das nichts mit der Expansion auf den englischsprachigen Raum. Weblogmutti Minkasia hilft in solchen Situationen aber gerne, spotan&unbürokratisch und v.a. nach Redaktionsschluss.



Sebastian ist aber nicht nur Roque-Spotter UND der am meisten aus Weitwegistan stammendste Fan beim sonntäglichen Freundschafts-Hundstagekick LASK vs. FC Bayern München, sondern auch der größte: Sogar seinen baumlangen Mentor und Wahlonkel J. Goldbär überragt er um mehrere Haupteslängen.

Sonntag, Juli 23, 2006

Klimaerwärmung im Schlossmuseum

Hier nur ein paar kleine Impressionen der gestrigen Geselligkeit unter dem Motto "Dekonstruktion einer Housewarming-Party (bin seit der Aschacher Felsstreichlerei etwas verwöhnt mit dem Nichtfotografierenmüssen).

Dank den verschwommen im Hintergrund figurierenden Freunden kann ich nun Menschen mit Notdurft den gewohnten westeuropäischen Hygienestandard bieten:



Leicht mit Knabberkram zu beglücken: Meine Gattin und Schwägerin


Goldbär übernimmt Coala "Host wos zum Zaumwischn?" Lumpis Amt

Noch ein visueller Nachtrag zum gestrigen Sonntagsdienst: Zu Ehren des FC-Bayern-München-Fanclubs Natternbach reiste die ganze Mannschaft des "sympathischsten" Clubs Europas nach Linz. Linz begrüßt seine Gäste aufs herzlichste:

Gott hat aber auch einen Duden


Und deswegen musste ich am Sonntag arbeiten! Nur damit sich Leser Goldbär beim Schwieges und beim Basti aus Weitwegistan eingrieseln kann! Ich finde das skandalös - v.a. weil "Ich, Roque" Santa Cruz nicht interviewen durfte. Ich wurde in meinem Leben noch niemals so beleidigt.

Freitag, Juli 21, 2006

Next to Come: Felsstreicheln und vertikales Networking




Herrschaften und gnä' Frauen!

Darf ich Sie als Vertreter der lesenden Öffentlichkeit für unsere neu gegründete Neigungsgruppe "Das Vertikale Gewerbe" interessieren? Hier trifft sich die freizeitorientierte Zukunft des Landes Oberösterreich und bildet Seilschaften.



Sobald meine Aufgaben als Pflasterspekulatius der viertgrößten Tageszeitung Österreichs erledigt sind, gibt's noch mehr auf die Augen. [Pix: Kamerakind Andi]

Montag, Juli 17, 2006

Lesergeburtstagsservice de Luxe: 60 Jahre Meindloma



Liebe Mutti, du alte Piratin des Leidensweges!

Hier gelegentlich des 60-JahrJubiläums von Mama "Oma" Meindl ein paar Zeilen (sind auch morgen auf der ersten Seite der viertgrößten Tageszeitung Minkasiens zu lesen).


Wer kocht sich aus dem Leib die Seel,
wer featured uns das Taschengeld?
Wer macht aus ihrer Mutterlieb kein' Hehl,
und auch die beste Pampe dieser Welt?

Wer reicht den Schnaps im Wasserglas?
Wem klingt Mozart wie ein Schleifgeräusch?
Wer ist im Sport ein Aas,
doch menschlich ohne Fehl und foisch?


Ja es ist mein Mütterlein,
dem ich will ewig dankbar sein.


Was dich sicher am meisten freuen wird (gleich nach dem selbstgehäkelten Topflappen): Ich habe mich anlässlich dieser besonderen Feierlichkeit dazu durchgerungen, über den Nikolo-Skandal des Jahres 1986 den Mantel der Geburtstagsamnestie zu breiten.