Seit einigen Tagen bin ich nun schon im Reha-Zentrum "Mutti" im schönen Schönering kaserniert. Und wie es sich für einen literarisch verbrämten Kuraufenthalt gehört, habe ich mich nicht nur umgehend auf die Suche nach einem Kurschatten gemacht, sondern auch kleine investigative Tätigkeiten aufgenommen. Dabei handelt es sich nicht um ordinäre Nachbarschaftsausspechtelungen - das überlasse ich den Theorieschwachen. Mich zieht es eher in Richtung Kapitalverbrechen.
Donnerstag, Januar 12, 2006
Eine schlechte Gegend
Seit einigen Tagen bin ich nun schon im Reha-Zentrum "Mutti" im schönen Schönering kaserniert. Und wie es sich für einen literarisch verbrämten Kuraufenthalt gehört, habe ich mich nicht nur umgehend auf die Suche nach einem Kurschatten gemacht, sondern auch kleine investigative Tätigkeiten aufgenommen. Dabei handelt es sich nicht um ordinäre Nachbarschaftsausspechtelungen - das überlasse ich den Theorieschwachen. Mich zieht es eher in Richtung Kapitalverbrechen.
Dienstag, Januar 10, 2006
Bildsammelsurium
Heute habe ich sehr ansprechendes Anschauungsmaterial für euch Augentiere vorbereitet! Zunächst möchte ich euch interessante und intime Einblicke in mein Innerstes gewähren. Als kleines Extrafeature ein Ratespiel: Welches meiner Körperteile ist hier zu sehen? Zu gewinnen gibt's meine Thrombosestrümpfe, meine Orthese und meine Gehbehelfe! Einsendeschluss ist irgendwann Ende Jänner.
Und nun zwei Bilder aus besseren Tagen, die ich tränenerstickt unkommentiert lassen will:
Samstag, Januar 07, 2006
Jausengegner im Kessel von Stalingrad - Silvester am Leidensweg
Anlässlich des gerade hinter uns gebrachten Jahreswechsels sollten wir einmal darüber reden, wie man das richtig macht.
Des Weiteren recht beliebt: Grobe Späße mit Menschen, die sich vor den ubiquitären Knallkörpern fürchten:

Die Mitternachtseinlage für die heurige Leidenswegsause war die Nachstellung der Belagerung Stalingrads. Auf unten einzusehendem Bild versuche ich den Opfern der erschütternden Ernährungslage Gesicht und Hände zu verleihen.
Geschmacklos!
Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich Coala Lumpi nicht mehr gram bin. Sie hat mir nämlich mit einem Löffel beinahe das Gesicht zerstört. Aber Vergeben ist die Tugend der Könige und Weblogmütter.
Freitag, Januar 06, 2006
Weblogmeuterei
Liebe leidgeprüfte Weblogleser!
Lassen Sie sich heute eine Frohbotschaft auf den bildschirmbeflimmerten Augen zergehen: Minkasias Weblog ist hiermit Vergangenheit! Vorbei sind die Zeiten von Schmäh-Schriften und -Führen, nicht länger sollen unschuldige Menschen und Goldbären öffentlich gedemütigt und denunziert werden. Nach wiederholten Beleidigungen öffentlich angesehener Mitbürger und nachdem trotz des Aufrufes zur Umkehr wiederholt der Inhaber des Stuhls Petri, unser kirchliches Oberhaupt, der Lächerlichkeit auf dieser Homepage preisgegeben wurde, hat eine Gruppe zivilcouragierter Menschen beschlossen, das minkasische Weblog zu kapern und endlich einer Gesinnung der Menschlichkeit und des Anstandes zuzuführen!
Ab sofort wird das Weblog einem neuen, moralisch hochwertigeren Zweck zugeführt und soll mithin unter dem Namen "Die ultimative Wildecker Herzbuben Fanpage" bekannt sein.

Die Inhalte des Weblogs werden sich in Zukunft um die zwei sympathischen Volksmusikanten drehen, veröffentlicht werden sollen Fanpost, Konzerttermine, Liedertexte und alles rund um die Menschen hinter den Musikern. Mit Hilfe von ausgewählten Bildern von Fans soll stellvertretend allen Fans der herzigen Buben ein Gesicht verliehen werden.

Zwei fesche Dirndln leihen den Herzbuben-Fans ihr Gesicht.
Liebe geneigte Leser, zeigen Sie der Welt durch eifrige Partizipation, dass Sie die soeben angekündigten Veränderungen begrüßen und unterstützen Sie uns dabei, dei WWWelt zu einem besseren Ort zu machen, in welchem Anstand, Brauchtum und Menschlichkeit hochgehalten werden!
Ihre Volkstümliche Vereinigung gegen Internet-Verschmutzung (VVIV)
PS: Wenn man übrigens die Initialen unserer Vereinigung als lateinische Ziffern betrachtet und dann einzeln addiert, kommt dabei die Ordnungszahl unseres verehrten Papstes Benedikt heraus!
Montag, Januar 02, 2006
Spaßboutique "Minkasia" wegen physischer Unzulänglichkeiten vorübergehend geschlossen
Ich leg mich gschwind bis nächste Woche ins UKH und lasse mich rundumerneuern, vielleicht wiederholt sich ja das Britney-Spears-Wunder und ich habe nach der Knieoperation zufällig auch ein frisch auffrisiertes Bluserl.
Zum Abschluss noch eine bezaubernde Illustration zu drei verschiedenen Themen-Features: Chillen zu Neujahr, gelebte Bruderliebe, Tipps für das passende Neujahrskonzert-Outfit
So, und nun verordne ich uns nach Beendigung des Gedankenjahres eine sinowatzsche Denkpause!
Samstag, Dezember 31, 2005
Falscher Pfarrer aufgedeckt!
Ich kann alles beweisen: Hier ein Bild von meiner Diakonweihe.
Abschließend möchte ich nun aber gerne noch ein wenig aus dem aufrüttelnden Bericht der OÖN zitieren:
Seine "Ex-Schäfchen" fragen sich, welche Motivation der Mann wohl gehabt habe, sich als Pfarrer auszugeben. Pfarrassistent K.: "Ich vermute, dass er psychisch krank ist." Sanktionen werden ihm wohl keine drohen. Schließlich sei der Schaden denkbar gering. "Uns war es eine große Lehre. Wir sind enttäuscht."
Weil der Bayer angeblich kein Gottesmann ist, sind seine gehaltenen Messen als Wortgottesdienste anzusehen. Die Beerdigung müsse deshalb auch nicht wiederholt werden. Ob es sich bei der Kommunion tatsächlich um den Leib Christi handelte oder lediglich um eine Oblate, wird wohl der liebe Gott entscheiden müssen.
Eins möchte ich noch sagen: Wie kann der Schaden gering sein, wenn Menschen enttäuscht wurden? Denkt da mal drüber nach im neuen Jahr.
Freitag, Dezember 30, 2005
Back from the Housemastahs
Coming up next: Wie ich als falscher Pfarrer enttarnt wurde!
Montag, Dezember 26, 2005
Weihnachtsgrüße vom Ballhausplatz
Sonntag, Dezember 25, 2005
Geschenksflut - Die Weihnachtsfotostrecke

Meine liebe, weihnachtlich gestimmte LeserInnenschar!
Meine eigene Mariengrotte aus purem Goldplastik
Für die Nachbarsbuben: Antifaschistische T-Shacks und Plastikblockflöten:

Ein Foto, das unterm Jahr so manche Karriere zerstört bzw. im Keim erstickt hätte.
So, ich glaube, ihr seht meinen Punkt. Bleibt dran, dann erfahrt ihr von weiteren skurrilen Geschenken und Ereignissen rund um die heiligste Nacht der Welt. Wenn ihr die Überschrift anklickt, könnt ihr wiedereinmal Coala Lumpis Sicht der Dinge rezipieren.
Samstag, Dezember 24, 2005
Weihnachtsansprache der Präsidentin
Mittwoch, Dezember 21, 2005
Menschlich betrachtet: Autoaggression
Als vom Schicksal mit Samthandschuhen gestreicheltes Ärztekind (im Fachjargon "Plüschtierchen" genannt) chauffiere ich mich jedes Jahr vor Weihnachten von Haustür (Brigittenau) zu Haustür (Leidensweg). Zu diesem Behufe stelle ich mir das Auto irgendwo ins schöne Ottakring, präge mir dieses Irgendwo aufgrund schlechter Erfahrungen mit meinem Kurzzeitgedächtnis sorgfältig ein und hole es mir dann bei Bedarf.
Doch Schockschwerenot - heuer war das eingeprägte Irgendwo leer, mein Herz in Folge voll Schrecken! Ich dackelte greinend in die nächste Polizeiwachstube und klagte dem diensthabenden Inschpekta mein bitteres Los. Diesen dauerte mein Schicksal, sodass er in detektivischer Kleinarbeit herausfand, dass Vaters schöner Mercedes von einer räuberischen Bande mit dem Codenamen MA 48 gleichsam gestohlen worden war.
Ich, die ich das Auto schon in Bratislava gewähnt hatte, machte mich hoffnungsfroh auf den Weg. Als ich jedoch mit der U-Bahn quer durch die Stadt, mit irgendeinem Vorortebus aus ihr hinaus und zu Fuß weit in die Simmeringer Haide hineinstapfte, musste ich erkennen, dass ich wahrscheinlich flotter in die Slowakei als zum Verwahrplatz der Räuberbande gekommen wäre.
Links die Hauptkläranlage, rechts das Tierkrematorium, unter mir Gatsch und Hundekacke, sekündlich den Tod unter einem LKW-Reifen fürchtend und v.a. ohne Proviant im Rucksack - so lernte ich mit 27 die Schattenseiten des Lebens kennen.
So war das. Das Auto habe ich schließlich zurückerobern können, aber das ist eine andere, weniger lehrreiche Geschichte, deren Moral darauf hinausläuft, dass die von der MA 48 wohl ein wenig theorieschwach in der Birne sind.
Samstag, Dezember 17, 2005
Bierkonsum und selbstgewählte Unmündigkeit
Damit ihr mir nicht völlig dem kapitalistischen Konsumterror vor Weihnachten zum Opfer fallt, will ich versuchen, euch, liebe Leserchristkinder, mit ein, zwei Gedankenfeatures abzulenken.
Zum ersten möchte ich euch gerne erzählen, was passiert ist, als ich mit Maddin und Biggi die Überreste der Oktober-30er-Feier zu entsorgen hatte. Als wir am Marienfeiertag fünf Minuten vor Ladenschluss mit fünf leeren Bierkisten einen Supermarkt in der Josefstadt stürmten, blickte uns ein wischmopbewehrter Bediensteter entgeistert an und sprach dann: "Hörnse, ick kann in'n heut awa kein Bier mehr verkaufen!" Ich musste dem Hartz-IV-Flüchtling (ja, sie kommen!) daraufhin langmächtig erklären, dass wir sicher kein Alkoholproblem haben.
Meine zweite Alltagsreflexion betrifft eine schöne Koinzidenz in der Samstagsausgabe des Standard: Im Kulturteil interessierte ich mich für den neuen Lars-von-Trier-Film, in dem eine übermotivierte Sklavenbefreierin am mangelnden Freiheitsdrang der von ihr Betreuten scheitert. Umseitig fand ich dann im TV-Tagebuch eine Analyse der gestrigen ZiB2, in der man in einem launigen Beitrag vom mangelnden Freiheitstrieb österreichischer Hühner nach Aufhebung der Stallpflicht berichtete.
Das wollte ich euch nicht vorenthalten.
Mittwoch, Dezember 14, 2005
Kunst im öffentlichen Raum: Poetischer Automatismus für die Brigittenau
"Gestell - eine kritische Auseinandersetzung mit Martin Heidegger": Das Gestell als Resultat einer durch die abendländische Metaphysik vorbereiteten Einstellung des Menschen zum Seienden.
Surrealismus - das ist die zufällige Begegnung eines Bügeleisens und eines Computers auf einer Parkbank im 7. Bezirk.
Und hier noch der Hinweis auf mein Kunstwollen in der Kulturhauptstadt 2003:
Freitag, Dezember 09, 2005
Bedenkliches
Jetzt möchte ich euch gern was sagen. Diese neue Mode, sich die stets den Blick bis zur Crena Ani freigebenden Jeans in die Pelzstieferl zu stopfen, die obendrein noch mit törichten Bommeln bewehrt sind, macht mich optisch traurig. Bitte hört damit auf.
Was mich außerdem sehr betroffen gemacht hat, war folgender Anblick - es handelt sich hier um den Altglascontainer neben einer mehr oder weniger bedeutenden Institution des Landes Oö. , und zwar nach einem üblichen Arbeitstag, wie mir von Mitarbeitern des gegenüberliegenden Möbelkonzerns berichtet wurde. Ich möchte die Betroffenen bitten, ihre Sorgen um den und am Arbeitsplatz nicht so offensichtlich im Alkohol zu ertränken.
Dirty Dancing auf Radio Oberösterreich
Werte Leserinnenschar!

Die Linzer Goldhaubenvorsitzenden unterstützen meinen Einzug ins Stifterhaus!

Goldhauben - eingekleidet dank meiner Hilfe!
Mostdipf und Baby


Die Geburtstagskinder Walter Witzany und Gisela Hopfmüller - anmoderiert vom Mostdipf.

DJ Ö2
Die Pernauer Stubenmusi rockt das Haus.
Schönster Erfolg des Abends: Unsere Aufnahme bei den Goldhauben!
Mittwoch, Dezember 07, 2005
Aktivitäten zum Ausklang des Stifterjahres
Gestern ließ ich mit einer sehr schönen Schlussveranstaltung mein persönliches Stifter-Jahr ausklingen. Gemeinsam mit zwanzig Gleichgesinnten fand ich mich im neuen Linzer Beamtenbienenstock ein, um schriftlich festzuhalten, was wir an A. Stifter so toll finden. Ich muss gestehen, dass es mich Wunder nahm, neben mir doch so viele Stifter-Liebhaber im deutschsprachigen Raum vorzufinden.
Nun, ich musste nicht lange überlegen. Auf S. 234 heißt es bei Stifter: "So vergingen mehrere Tage wie der heutige und dann noch weitere." Als kleines Extra unterlegte ich diese Stelle mit der graphischen Umsetzung einer namhaften Ottakringer Künstlerin:
Samstag, Dezember 03, 2005
Agrarperiodika
Nachtrag vom 7.12.: Die Redaktion des "fortschrittlichen Landwirtes" bedankt sich für die Publicity mit einer schönen Anzeige. Da ist sie schon:
Commercial vom fortschrittlichen Landwirt
Foto: MNK

































