Mittwoch, Dezember 03, 2008

Wirtschaftskrise? Antizyklisch investieren!

Homestory II: Seit gestern möchte ich im Falle meines Verweichens doch gerne als mein Vater wiedergeboren werden (ich bin mir nur noch nicht sicher, in welcher Religion das gehen könnte).
Weil warum? Seine Gattin, die gleichzeitig meine Mutti und Mindestrentnerin ist, hat vorgestern die ganzen Pfandflaschen zurückgebracht und dem Vatern vom Erlös so mirnichtsdirnichts einen Volvo gekauft, wo ich sag, jawoi, das ist ein Volvo.


Der XC 90 hat dann gleich auch den ultimativen Test bestanden: Lässt sich der Hunde-Feistling über die Bordkante heben? Und kann der Kofferraum mit Geranienkübeln bestückt werden? Kann er. Und gekauft ist das Teil.


Vateraugen strahlen. So fein ist er noch nie unterwegs gewesen. Rechtfertigen muss er sich für den SUV nicht, er ist ja Waldbesitzer.

Damit der Kübel auch betankt werden kann, ernähren sich die Eltern von nun an mit Knackwürschten ("Primarsforellen") und schwingen sich von Luster zu Luster, um die Perserteppiche zu schonen.

Kommentare:

Frl. Brummel hat gesagt…

Mah, ich find des so schön, dass der Herr Bier himself auf dem Foto drauf is

ullamarike hat gesagt…

Brav! Immer schön die Wirtschaft ankurbeln. Jetzt wichtiger denn jeh.

Minkasia hat gesagt…

Ganz besonders gut gefallen mir die kindlich-gierigen Blicke der beiden Männer. "Kauf, Mutti!" ruft es aus ihren Gesichtszügen. Und schon rupft die Meindloma die Scheine aus der Geldkatz.
Es gilt für das Vererben wie für die Konjunkturbelebung: Geben soll man mit den warmen Händen!

Einen Riesenskandal finde ich nebenbei bemerkt, dass der Meindlopa dann ein Wechselkennzeichen haben will, sodass ich wieder mit dem Lumpenproletariat im öffentlichen Nahverkehr sitzen muss.

Minkasia hat gesagt…

Ich muss jetzt - viele Tage und etliche Liter Rotwein danach - noch feststellen, dass Hund Afra auf dem letzten Foto wie ein bärtiger, dicker, alter Mann aussieht, dem alles Leiden der Welt ins Gesicht geschrieben steht. Ihr Blick verfolgt mich bis in meine Träume hinein. Wie kann ein Wesen, dem es dermaßen gut geht, so überwältigend traurig schauen?!