Montag, November 21, 2005

Das Wochenende der Wahrheit!


Dieses Wochenende habe ich daheim am Leidensweg meinen lieben Eltern meine neue sexuelle Orientierung präsentiert. Die haben das eh gar nicht so eng gesehen, da ich ja gerade dadurch umgehend zur stolzen Besitzerin einer Kleinfamilie geworden bin.




Mir ist wichtig, dass die Kinder ordentlich reflektieren!

Ich fürchte nur, dass Birgits Verstand unter dem enormen Beziehungsglück leidet...

Kommentare:

Troy Worman hat gesagt…

...the best blog I never read.

Minkasia hat gesagt…

Jo weil jo nur Bilder drauf sind!

c2dani hat gesagt…

Aber schöne Bilder! Und sogar mit Schneeflocken!

Cola hat gesagt…

Ja! Und sogar ich bin manchmal drauf, das kann ja nur ein gutes Blog sein!

Minkasia hat gesagt…

Ich für meinen Teil glaub ja, dass er das so gemeint hat wie bei Schinken wie "Der Mann ohne Eigenschaften" - das beste Buch, das nie jemand gelesen hat (außer der Kreisky und ich bitte).

Goldbaer hat gesagt…

Der Hinweis auf Kreiskys Leseouting lässt mich ein wenig über das Verhältnis zwischen Intellektuellen und Mächtigen sinnieren. Die Zeiten, wo es für tatkräftige Politiker noch nicht rufschädigend war, zuzugeben, einen „Mann ohne Eigenschaften“ gelesen zu haben, sind seit der Pröll’schen "Nicht-einmal-den-Schatz-im-Silbersee"-Variante längst passé.
Zur Beziehung zwischen Denkern und Lenkern zwei schöne Anekdoten:
1) Als der britische Historiker Edward Gibbon (1737 – 1794) nach langer Arbeit dem Herzog von Gloucester untertänig den zweiten Band des gigantischen Unternehmens "Verfall und Untergang des römischen Imperiums" präsentierte, sagte der Herzog nach kurzem Blick auf das Opus misstrauisch: "Noch so ein verdammt dickes, eigenartiges Buch. Immer nur kritzeln, kritzeln, kritzeln, ha, Mister Gibbon?"
2) Einmal spielte das Schupanzigh-Quartett, das noch mit Beethoven musiziert hatte, bei einem russischen Großfürsten auf. "Sehr talentiert", lobte er, "wenn Sie so weitermachen, werden Sie bald das Orchester erweitern können!"

Liebe Minkasia, lerne daraus folgendes: Meide die Mächtigen und auch den Vorhof der Macht. Die verstehn dich nicht!

Minkasia hat gesagt…

Hab Dank, werter Freund, für diesen überaus gelehrigen und wahrheitshältigen Kommentar, der dich ein weiteres Mal als Mitglied der OÖ. Deutungselite ausweist, und v.a. für den Hinweis, mich nicht einmal in den Vorhof der Macht hineinzusetzen.

Dir als treuem Konsumenten meines Kunstwollens dürfte aber sicherlich meine Einstellung zur Macht bekannt sein: Da halt ich's lieber mit dem Hundestreicheln.

Dir selbst gebe ich den Rat, es mir diesbezüglich gleichzutun und die Pläne, Bürgermeister Wilherings zu werden, spontan und unbürokratisch fahren zu lassen.

Deswegen werde ich deiner Familie heuer zu Weihnachten am besten gleich einen Hund bescheren, dessen Exkremente du dann an einsamen Abenden vom Teppich kratzen kannst - das hat den bereits halbtoten Ozzy Osbourne zurück in schwindelnde Quotenhöhen katapultiert: "I'm a fucking rockstar, I'm not supposed to clean fucking carpets!"

Psychotante hat gesagt…

Leider kann ich nicht mit irgenderlei Zitat dienen, seis vom russischen Großfürsten noch von Ozzy Osbourne-aber auch so kann ich meinen Kommentar dazu ablassen, nämlich wiederum möchte ich meine Minki-Wertschätzung in die ganze Welt herausschreien, sodaß sie in die kleinsten und entferntesten Winkeln dringen mögen-diesmal um ihr meine Bewunderung zu übermitteln, so gelassen und selbstverständlich mit ihrer neuen Genderorientierung umzugehen- Minki: du bist ein großes Vorbild für uns alle!

Psychotante hat gesagt…

noch eine Beobachtung: troy worman hat sich seit gestern etwas verändert?!mit ist ein anderes Foto in Erinnerung!

Goldbaer hat gesagt…

Liebe Dominika, liebe Psychotante!

Zu eurer Frauen-Ehe hätt ich noch eine terminologische Frage: Eine "neue Genderorientierung" ist das die platonische Variante einer neuen "sexuellen Orientierung"?

Nachdem ich nun auch weiß, dass Frauen Macht nicht erotisch finden, will ich eigentlich gar nicht mehr Bürgermeister von Wilhering werden. Zarwos?

architektenfreund hat gesagt…

Den Mann ohne Eigenschaften muss man in Zeiten des digitalen Vorlesens auch gar nicht mehr selbst lesen. Der Herr Wolfram Berger macht das viel besser als z.B. ich das jemals könnte.

Goldbaer hat gesagt…

Nur sind eben in unserer visuell überreizten Zeit auditive Menschen, die länger als 10 Minuten zuhören können, fossile Raritäten. Und ob der Herr Wolfram Berger als Harvey Keitel für Arme die Erregungsschwelle für optisch Fixierte erreicht, bleibt zu bezweifeln.

Minkasia hat gesagt…

Liebe Birgit: Ich kann nur immer wieder sagen - ich liebe dich sehrsehrsehr, auch wenn es nur gendermäßig und noch nicht sexuell ist. Da können all die Kerle noch so sehr prunken mit ihrem Wolfram-Berger-Harvey-Keitel-Randwissen!

Lieber Goldbär, du Bruce Willis für Arme: Nein, probier's ruhig - die eher konventionell orientierten Damen deines neuen Heimatortes haben den Paradigmenwechsel sicherlich verpennt und lassen sich von ein bisschen Macht auf Gemeindeebene garantiert auch weiterhin blenden. Wir übermotiviert urban-gegenderten Pseudolesben sind für dich ohnehin weder Beuteschema noch Zielpublikum.

Lieber Architektenfreund: Du hast vorletzten Freitag eindrücklich bewiesen, dass du mehr als eine Stunde einer Lesung auditiv beiwohnen kannst. Und das fast ganz ohne visuelle Reize!

Und für alle: Ratet mal geschwind, was die urban-pseudointellektuelle Pseudolesbe von heute ihr seiner Mutti zu Weihnachten 2004 geschenkt hat! Richtig! Wolfram Berger liest Robert Musil!
Heuer les ich ihr das ganze "A la recherche du temps perdu" vor, das wird der Heuler auf dem Gabentisch...

Goldbaer hat gesagt…

Liebe Minki, du O..... K... für Arme! Für einen Augenblick hab ich vergessen, dass ich bei meinem Leisten bleiben muss und du mir ja schon mehrmals auseinandergesetzt hast, dass sowohl intellektueller Sex-Appeal als auch persönlicher Cowboy-Faktor höchstens für "Willkommen Österreich"-Seherinnen reichen, nicht aber für urbane Gender-Luder. Sorry, dass ich für einen Augenblick vergaß, wo mein Platz ist!

Minkasia hat gesagt…

Kleiner, ich sag nur: Dein intellektueller Sex-Appeal, persoenlicher Cowboy-Groove und die kaum zu ueberschaetzende Bedeutsamkeit deines Amtes koennen nicht verhindern, dass du jede Woche aufs Neue die Schildkroetenscheisse aus dem Aquarium kratzen musst! Weil warum? Das Stichwort heisst "availability"! Da kann sich die Zielgruppe einfach nur mehr in den Genderwechsel stuerzen...

Und überhaupt: O.K. für Arme - das wirst du mir büßen!