Montag, März 10, 2008

Liebe statt Kunst

Von meinem Wochenend-Kurzstrip (pfiffiger Pseudotippfehler) habe ich euch folgende Denk-Exerzitie mitgebracht: Kann es sein, dass Liebe der Qualität von Kunst abträglich ist? Was Mutti Nagl hier in Händen hält, ist ein von ihrer Leibesfrucht "gestalteter" Keramikdinosaurier.
Das stolzgeblähte Muttertier (li.) wird ihren genetischen Ableger sicher nicht mit den Worten "Mariana, schee is des ned!" konfrontiert haben.

Sehr, sehr Ähnliches gilt für die Kaffeetasse in Hundenapfform:

Und für die weltschlechtesten Graffiti der weltbesten Mutti Nagl. Was wollt ihr hören? Ja sicher, anderer Leute Kunst darf man nicht übersprayen. Ja sicher, die Ansage hätte graphisch sexier gelöst werden können. Aber nein, ich find's cool, dass ich jetzt bei der (S)augartenbrücke verewigt bin.


Mir ist nämlich Liebe lieber als Kunst. Auch wenn beide die gleichen Quellen, Motoren und Folgen haben: Schmerz!

Kommentare:

architektenfreund hat gesagt…

ich finde du tust der leibesfrucht unrecht. es stimmt schon, die farben sind ein bisschend daneben aber dafür hat das kind sehr viel gefühl für die form.

Minkasia hat gesagt…

Ha! Die ist doch gekauft!

Minkasia hat gesagt…

Außerdem muss ich noch was aufdecken: "Gestaltet" hat die Leibesfrucht eh bloß fünf Minuten. Dann musste Mutti Nagl in den Farbtopf greifen.

architektenfreund hat gesagt…

bravo!
das nenn ich aufdeckunsjornalismus

Minkasia hat gesagt…

Glernt is glernt.

Anonym hat gesagt…

Es stimmt, daß ich den Rest gemacht hab- man könnte also vermuten, daß der Dino vorher wunderschön war, und erst danach von mir verschandelt wurde!

Minkasia hat gesagt…

Nein, mach dir keine Sorgen. Das Ding ist per se schon nicht schön. Ist aber auch ok - es muss ja nicht das gesamte Universum diesem ekelhaften Ästhetisierungsdruck unterworfen sein. Und wie lautet das Credo meines Kunstwollens? Kunst muss wehtun!
Wort des lebendigen Spottes.