Freitag, Februar 23, 2007

Namensplag (Vokativinvektiv)


Liebe Lese-rinnen, es ist schlimm.

Kaum unglaublich, dass mein unwürdiges Verhalten ehrfürchtigem Respekt von Seiten der Kollegenschaft nicht gerade zuträglich ist. Das ist mir ja einsichtig. Oben visuell nachzuvollziehende Schwedenbombenattacke etwa hatte völlig zu Recht drakonische Konsequenzen; der gebombte Lokaljournalist des Jahres straft mich seit Mittwoch, indem er pausenlos die Schlümpfe-Melodie brummt. Chinesische Tropfenfolter Lärcherlschas dagegen.

Argen Missmut bereiten mir aber die Namen, mit denen mich die Arbeitsumwelt nun ständig appelliert. "Minki" hat sich schon lange herumgesprochen, "Mutzi" war logisch. An "Domschi", Schmierfink" kann ich mich mittlerweile gewöhnen, bei "Meeeindl!" bin ich nachgerade froh. Schmerz bereiten noch "Oide", "He" und insbesondere "Burschi".

Das Schlimmste daran: Ich reagiere darauf! Und zwar ganz reflexartig und dienstbeflissen!? Warum bloß? Welch ein grässliches Armutszeugnis für meinen Selbstwert.

Kommentare:

Psychotante hat gesagt…

das war vorauszusehen- bitte beschwer dich jetzt nicht darüber- wärst eben in der Landeshauptstadt geblieben!

Sekretär des Weltraumpapstes hat gesagt…

Das sind wohl Leute, die mit Selbstironie und -verarschungen nicht umgehen können und diese gnadenlos ausnutzen.

Anderes Thema:
Beim letzten "Was gibt's Neues" hat Viktor Gernot versucht deinen
Schief-liegen Witz zu machen, ist dabei aber gescheitert.