Mittwoch, Februar 28, 2007

In den Eingeweiden von Linz

Grüß Gott und hallo, ihr Menschen vor den Bildschirmen!

Schwer lasten die Verdächte auf mir, es habe sich seit Freitag in meinem Leben nichts bloggenswertes ereignet bzw. ich sei plötzlich diskret geworden. Dem ist natürlich nicht so, ich bin indiskreter und mitteilsamer denn je, aber plötzlich artet meine Beschäftigungstherapie bei dieser namhaften Zeitung in tatsächliche Arbeit aus. Unangenehm.


Einstweilen nur einmal so viel: Gestern war ich in der Tat im Bergwerk. Kaum ein Linzer weiß nämlich, dass die gesamte Stadt untertunnelt ist. Drinnen schaut alles aus wie der Märchenkeller in der Grottenbahn! Das ist doch, gelinde gesagt, eine gewaltige Sensation.


Im Inneren von Linz müssen kleine Zwerge Stahl (nach dem LSD-Verfahren), Linzer Torten und Gelbe Züge produzieren. Unsere Konjunktur wird auf dem Rücken der Kleinsten des Landes erwirtschaftet!


Das hat mich sehr betroffen gemacht. Außerdem geht's dem kranken Hasen immer noch gar nicht gut.

Kommentare:

Francois Justitia hat gesagt…

unterlassung der hilfeleistung!!! und: wo bleibt die nächsten liebe? vermutlich wurde der hase von den ihn umringenden provinz journalisten totgeblitzt, dann gegrillt und genüsslich verspeist. verstehe: nach der praktischen vorführung des lsdverfahren (buswerbefahrt?) sieht manns anders.

Goldbaer hat gesagt…

Die Verlagerung der Linzer Stahlproduktion in das unterirdische Stollensystem ist als Präventivschlag zu verstehen. Denn Erich Haider hat aus für gewöhnlich gut informierten Kreisen erfahren, dass konkret "der Russe" unsere VOEST übernehmen will. Aber da wird "der Russe" blöd schauen. Denn wenn er kommt, ist die VOEST gar nicht mehr da und er kann wieder heimfahren.

Goldbaer hat gesagt…

Denn was "der Russe" nicht weiß: Linz ist nicht Kitzbühel!

Minkasia hat gesagt…

Ach, mein Herz hüpft! Endlich habe ich wieder ein Thema gefunden, das die Archivcowboys ein Ohrwaschl rühren lässt!

Nun zum Inhalt:
Lieber Francois, da hast du mich und meinen Berufsstand aber ordentlich herdekonstruiert. Und dabei habe ich mir früher, als ich mit nassgeweintem Gesicht im "Universum" Tierkindern beim Sterben zusehen musste, geschworen, niemals auf der falschen Seite der Kamera stehen zu wollen. Jetzt hat die journalistische "deformation professionnelle" mein Gemüt verkümmern lassen.
Ich werde also den kranken Hasen retten und zum Tierarzt tragen!

Ad Russ: Jawohl, der wird sich anschauen! Und weiters soll der Gelbe Zug an die Royal Railways des verräterischen Albion veräußert werden. Deswegen wird das gelbe Mahnmal der Entschleunigung fürderhin unterirdisch verkehren. Der Engländer wird sich auch ordentlich anschauen!