Freitag, November 10, 2006

Next to come: Daniel Glattauer lässt die Vögel brüllen


Geschätzte Leserratzen,

lasset mich nun ein wenig literarisch vermittelnd auf euch einwirken. Nachdem ich davon ausgehen kann, dass eine Vielzahl der hier nach Informationstrüffeln wühlenden Leser ebendiese nicht in meinem Primär-Brotgebemedium sucht, leset auch hier einen Nachbericht.

Daniel "Einserkastl" Glattauer, der einst völlig richtig angeprangert hat, dass die Amseln im Frühling nicht zwitschern, sondern brüllen, hat einen Email-Roman geschrieben, den zu lesen ich euch hiermit auffordere.

Für all jene, die sich so wie ich mit den Buchstaben ein wenig schwer tun (ich selbst z. B. kann ja erst seit der Schreibwerkstatt mit Franzobel ordentlich schreiben und diktiere immer noch meine Postings), reiste der sehr unzwidere Glattauer an und las (mir kommt "las" immer so falsch vor!) ein wenig vor.

So war das. Und so sah das Publikum aus:



Schmierfinken mussten in die allererste Reihe



Leserin Ly hilft hier Leser Goldbaer, der sich auch ein wenig schwer tut mit dem geschriebenen Wort.



Also das ist ein Fangeschau, wo ich sag, jawoi, so treuherzig muss ein Fan aus der Wäsche schauen.

Kommentare:

Goldbaer hat gesagt…

Um mit Glattauer-Zitaten zu arbeiten: Weblogmutti schreibt jünger als sie ist und zwar unter Zuhilfename jugendkultureller Termini der Populärkultur. Und: Sie sieht nicht aus wie sie schreibt!

Minkasia hat gesagt…

Damit stellen sich folgende Fragen:
1. Wie alt schreibe ich?
2. Wie alt bin ich?
3. Welche Schuhgröße habe ich?
Gruß,
Mutti

Goldbaer hat gesagt…

16, 35, 37
Wenn du nicht 1) 2) 3) usw. schreibst, bist du es nicht. Stimmt's?

Minkasia hat gesagt…

Lieber Goldbaer, das Leser lasse ich jetzt weg. Ich bin dafür, dass wir uns nie mehr persönlich treffen, du schreibst interessanter, als du bist! So wie du schreibt keiner mit hohem Blutdruck.

Und überhaupt: 37! So ein Blödsinn. Wo doch Motor meines Kunstwollens die Klage ist, dass ich immer schon genderdekonstruktiv mein Schuhwerk in der Herrenabteilung erstehen muss.

Goldbaer hat gesagt…

Liebe Mutti, das Weblog lasse ich jetzt weg. Ich bin auch dafür, dass wir uns nie mehr persönlich sehen. Reale Treffen bleiben immer hinter der virtuellen Harmonie zurück und halten ihr nicht stand, denn der Cyber-Charme lässt sich nicht in die Wirklichkeit retten.

Minkasia hat gesagt…

Dann lass wenigstens im Cyberspace mal endlich ein wenig Charme rüberwachsen, du Grobian!