Samstag, Juli 29, 2006

Antinazistischer Körperkult: Klettern gegen Rechts

Ein recht freundliches "Grüß Gott" hier auch von meiner Seite!

Lange habe ich den Fußballstarrköpfen und Ernährungspyramiden-Invertern damit gedroht, jetzt ist er fertig: Mein bildlastiger Erlebnisaufsatz zum Thema "Die junge Deutungselite von OÖ geht mit mir klettern".
Im Vorfeld hat es ja einige unschöne Anwürfe gegen den vermeintlichen narzisstischen Körperkult des vertikalen Gewerbes gegeben. Der sonst so in sich ruhende Leser Goldbär hat sich sogar zu widerlichen politischen Untergriffigkeiten hinreißen lassen - und das nur, weil sich die wutzlbraungebrannte rechte Buberlpartie auch schon mal einen Gurt umgeschnallt hat.
Freilich konnten meine Felskameraden dieser Schmutzkübelkampagne nicht mit ungefälligen Leibern Paroli bieten. Deswegen legten wir großen Wert auf ein dekonstruktiv-diskursives Begleitprogramm.














"Nur weil ich gut aussehe, bin ich noch lange nicht rechts!"

Und hier noch zfleiss ganz viele Kletteractionfotos:









Peter, entering the world of pain


Kommentare:

Francois Justitia hat gesagt…

Das ist Sport? Ziel bei der Klettertour war offensichtlich das Vernichten von toten Makrelen die sich in der Donau verirrt hatten und in selbstmörderischer Absicht auf einen Kohlegriller stürzten. Das gibt zu denken.

Minkasia hat gesagt…

Im Grunde hast du die motivationale Hintergrundstruktur des vertikalen Happenings gut erfasst, lieber Francois: Durch den Verzehr fettiger toter Fische sollte ja gerade die von deinem Kollegen Goldbär eingeforderte linksliberale Wohlfühlatmosphäre herbeigezaubert werden. Dass dies zu denken gibt, ist wiederum das Kalkül des diskursiven Begleitprogramms.
Ich würde sagen: Übung gelungen!

jules hat gesagt…

Geh immer nur des Klettern des is jo scho owei fad! Wann wird denn endlich wieder schmutzigere Wäsche gewaschen? Das Speibfoto vom Goldbär fand ich aber echt schnukelig - von wegen Kräutersalz, ha, ha, ha!

Goldbaer hat gesagt…

Liebe Jules! Meine Rede! Um das schnöselige Klettern aus der Schlagzeile zu kippen, speibe ich gern ein bisschen rum. Ok, ich gebe es ja zu: Ich hab mich gelegentlich der housewarming party so sehr gelangweilt, dass ich begann – um wenigstens mir etwas autistische Kurzweil zu verschaffen – die Wände mit Rotwein zu benetzen, Klopapier aus dem Fenster zu schmeißen und einzelne Seiten aus Büchern zu reißen. Da mir die Laisser-faire-verseuchte Partypopulation jedoch die gewünschte Aufmerksamkeit weiterhin vorenthielt, beschloss ich, die nonkonformistische Reizdosis zu steigern und entleerte kurzerhand meinen Mageninhalt auf den Perserteppich. Doch erst, als ich dann aus purer Langeweile auch noch das teure Kräutersalz drüber schüttete, erntete ich endlich den gewünschten Widerstand. Ich glaube, diese Geschichte sagt uns mehr über den bedenklichen Zustand unserer Gesellschaft, als über meinen.
Und im übrigen bin ich der Meinung, dass der Steckerlfisch an sich das Klettern nicht linker macht. Genauso wenig wie aus einer Reggea-Jam-Session durch kulinarische Hausmannskost nicht gleich ein Kommers wird.

Minkasia hat gesagt…

Um all die hier vor mir liegenden Kommentarhandlungsstränge aufzunehmen, ist es hier in der Redaktionsstube zu heiß - aber eins bitte: Kotze ist schnuckelig? Leserin Jules, bitte achte darauf, dass du wieder mehr Schlaf bekommst! Oder hat dich deine Leibesfrucht in Bezug auf verlorene Körperflüssigkeiten schon dermaßen desensibilisiert? Contenance, s'il vous plait!

Goldbaer hat gesagt…

Leserin Jules kann mich offensichtlich gut leiden, wenn sie sogar tendenziell Unehrbares schnuckelig findet - behaupte ich mal in aller Bescheidenheit. Man möge mich korrigieren. Bei soviel Verständnis und liebevollem Entgegenkommen fällt es einem echt leicht, Fehler zu machen - äh wollte sagen zuzugeben.

Psychotante hat gesagt…

Bezüglich schnuckeliger Kotze konnte ich am Wochenende auch ein wenig Erfahrung sammeln: unser Lieschen schafft es, sich so diskret und höflich wie möglich zu entleeren-den Satz noch beenden, aprupt aufstehen, einen Schritt nach vorne machen, kurz aber heftig die Wiese düngen, 1 Schritt zurück, sich wieder hinsetzen, schnell einen Kaugummi rein und weiter gehts im Gespräch. Das finde ich durchaus aufmerksam, da die Unterbrechung der geführten Unterhaltung so knapp als möglich gehalten wird!

Psychotante hat gesagt…

Liebe Jules: welcome back!
Leider wirst du bei unserem Wochenende wegen deiner Abstinenz keine derartige Schnuckelkotz-Performance vollbringen können, aber ich baue auf dich, dass du diesmal Minki im Rülpswettbewerb schlagen wirst! Du bekommst auch von mir Mineralwasser mit extra viel Kohlensäure, das sollte das Bier, das Minki sich bestimmt nicht nehmen lassen wird (nicht mal aus Solidarität zu dir) einigermassen ausgleichen!

Minkasia hat gesagt…

Jo Krutzimutzi, schon wieder eine indiskrete Entgleisung! Meine neuen Freunde sind nicht so liberal wie ihr, meine lieben alten trüben Tassen, die dürfen von meinen speziellen Skillz nichts erfahren!

Johnny Castle hat gesagt…

böse, böse! das mit dem kamera kind foto!
ich bin mir nicht sicher ob das dem herrn professor auch gefallen wird! niemals vergessen, der hat viele freunde und seine studenten tun was er sagt...

Minkasia hat gesagt…

Du meine Güte - ich fordere sofort Personenschutz an, möglichst mit Krav-Maga-Boxausbildung!
Und von nun an esse ich nur mehr im Gelben Krokodil, da hoffe ich vor Dioxin in der Suppe sicher zu sein...

Johnny Castle hat gesagt…

oh ja! der krav maga trainer ist da sicher der richtige für den job! aus sicherer quelle habe ich am dienstag erfahren, dass der gute ex-türsteher ist! der kann dich bestimmt vor dem chemielabor retten!

Minkasia hat gesagt…

Völlig korrekt, deine Information: Der Ulli war schon Türsteher, da war er selbst noch zu jung, um eingelassen zu werden.

Bezüglich der Furcht vor ABC-Racheakten muss ich eingestehen, dass die Furcht, dass unseren kleinen Dialog hier keine Sau mehr liest, viel berechtigter ist.