Montag, Juni 26, 2006

Skandal: Prominente Nazivergangenheit aufgedeckt!

Wie bereits gestern angekündigt sind im Rahmen der Grillfeier der oö. Historikerkommission letzten Samstag Akten präsentiert worden, die ein völlig neues Licht auf eine prominente Persönlichkeit werfen: Der Sekretär des Weltraumpapstes war in seiner Jugend offenbar aktives SA-Mitglied.



Die Entdeckung wird Konsequenzen nach sich ziehen: Vor einem Monat war von Seiten der Republik Minkasien beim Land Oberösterreich beantragt worden, die Linzer Hofgasse als Würdigung für das Humorwollen des Nusskipfler Kommentarstars in "Rue de la Weltraumschabernack" umzubenennen.
Dr. Goldbär, Sachbeauftragter des OÖLA für Betroffenheitspflege und Straßenumbenennungen, meint dazu: " Das ist natürlich in Anbetracht der Faktenlage völlig ausgeschlossen. Wir dürfen die dunklen Kapitel im Buch der Geschichte unserer Heimat nicht überblättern, sonst sind wir dazu verdammt, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Das sind wir unseren Kindern einfach schuldig."
Für Anfragen seitens der Weblogredaktion war der ins Hikkikomori heimgekehrte Weltraumwürdenträger vorerst nicht erreichbar, da er heute eine wichtige Prüfung hat.

Kommentare:

Sekretär des Weltraumpapstes hat gesagt…

HÄÄÄ? HEEE!
Was ist das jetzt?
Das scheint zwar tatsächlich ein Jugendbildnis von mir zu sein, aber ich kann mich da absolut an nix erinnern!

Sekretär des Weltraumpapstes hat gesagt…

Obwohl...
Langsam dämmert mir, dass ich einmal kurz Mitglied der "Statistenvereinigung Austria" (SA) war, und im Rahmen dieser Tätigkeit bei einer Nazi- und Musicalproduktion namens "Comedian Harmonists" eine unbedeutende Rolle gespielt habe.

Ich habe jedenfalls dabei - wie 200 andere Statisten auch! - nur meine Pflicht getan, und die Befehle des Regieassistenten befolgt!

Minkasia hat gesagt…

Und vom Film-Verschießen haben Sie wohl auch nichts mitgekriegt?
20 Jahre nach "Jetzt erst recht!" wiederholt sich die Geschichte als Farce!

Psychotante hat gesagt…

Frage: wie kommt Minkasia zu dem Bildmaterial? da mir von anderen Treffen als zu Coalas´Aufnahme in die Akademikerkreise nichts bekannt ist, gehe ich davon aus, dass der Hr.Sekretär des Weltraumpapstes das Foto ständig in seinem Portmonaie herumträgt und mit seiner Vergangenheit stolz hausieren geht wie eine Mutter mit ihren Kinderfotos!
Das, meine Damen und Herren, ist ein Skandal!
Jedenfalls, lieber Hr.Sekretär des Weltraumpapstes, werde ich in Zukunft nicht nach ihrer Automarke mit dem Nusskipferlkennzeichen drauf Ausschau halten, sondern nach ihrer Uniform!

Goldbaer hat gesagt…

Die vielbeschäftigte Historikerkommission hat diverse Straßenumbenennungs-Gutachten zurückgestellt, den hier aufgedeckten Fall vorgereiht und geprüft und ist zu folgendem Ergebnis gelangt:
Der Herr (General-)Sekretär hat nichts anderes getan als hunderttausende Komparsen auch, nämlich seine Pflicht erfüllt. Auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass ihm der Weltraum vertraut. Was soll da das kleinliche Österreich noch prüfen? Zudem gilt das Beweisfoto als medizinisches Gutachten, das dem armen SA-Buben fortgeschrittene Skoliose bescheinigt, was einer Verhandlungsunfähigkeit gleichzusetzen ist. Dass der Herr Sekretär gleich nach abgebrochenem Strafverfahren bereitwillig Auskunft im weblog gab, sollte nicht überbewertet werden.

Minkasia hat gesagt…

Entschuldigen die kleinliche Nachfrage, aber von einem Strafverfahren war zumindest auf dieser Publikationsplattform nichts zu lesen! Kaum vorstellbar, dass mir als täglich 8 Stunden mit Zeitungslektüre bzw. Nazijagd Befasster die Berichterstattung über ein solches Verfahren entschlüpft sein soll!
Wir müssen schon korrekt bleiben, Herr Kommissionsvorsitzender, sonst wird unsere Rede unglaubwürdig und wir haben bald wieder eine Diktatur.

Anonym hat gesagt…

Aufhängen!

Minkasia hat gesagt…

Was? Wen jetzt? Aufgehängt wird jetzt mein Archivarsmantel, aber sonst niemand, weil noch haben wir ja noch eine Demokratie!

sockenpapst hat gesagt…

Liebe Menschen da draußen!
Mit diesem Kommentar verabschiede ich mich weniger aus dem WWW, als aus dem österreichischen Heimatlande... ich hoffe aber, spätestens ab Samstag wieder teilhaben zu können an der minkasiatischen Community. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch darauf verweisen, dass auf meinem eigenen Weblog demnächst Berichte direkt aus Tokio gepostet werden - lesen Sie, wie Cordinka auf Missionsreise geht, um aus dem Land der aufgehenden Sonne das Land der angezogenen Socke zu machen!

Liebe Psychotante, danke für die Glückwünsche am Donnerstag - sie haben geholfen :-)

Sayoonara,
Mag. Cordinka
(ok,ok, ich möcht es ja nur eine Woche lang schreiben, danach interessiert der Titel eh keine Sau mehr!!!)

Sekretär des Weltraumpapstes hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Sekretär des Weltraumpapstes hat gesagt…

@Tante Psycho
Ich habe wohl bei dem besagten Treffen, als das Gespräch auf "braune Flecken" kam und manche daraufhin mit den Bremsstreifen in ihren Unterhosen prahlten, auftrumpfen wollen, und diese Bubendummheit von mir erwähnt.
Minkasia hat daraufhin anscheinend irgendwo ihren Charme spielen lassen (event. Statistengewerkschaft der amerikanischen Ostküste?), um diese Archivaufnahme gescannt und zugeschickt zu bekommen.
Hätte ich es nicht gemacht, so hätte es ein anderer getan!

@Dr. Goldbär
Danke für das milde Urteil. Ob es denn wirklich verdient ist, muss ich leider zerknirscht selbst hinterfragen.
Wenn ich es mir nämlich recht überlege, hätte ich bei "meiner" Szene im Film - trotz des immensen psychischen Drucks, den Obersturmbannregisseur Joseph Vilsmaier ausgeübt hat - versuchen sollen mich in den Hintergrund zu drängen, oder beim Hetzparolenrufen nur die Lippen zu bewegen.

Das medizinische Gutachten werde ich ernstnehmen, und versuchen der Wirbelsäulendeformation in Zukunft mit gymnastischen Übungen entgegen zu wirken. Oder sie zumindest im Photoshop gerade biegen.

@Seine Heiligkeit, Mag. Sockenpapst
Guten Flug und schönen Aufenthalt!

Anonym hat gesagt…

Ja seids ihr denn jetzt alle narrisch word'n?! Der eine geht mit seiner Nazi-Vergangenheit hausieren, der andere möcht ihn dafür gleich aufhängen. Zustände sind das wie in Kärnten, wo nicht nur die Heimat- und Kameradschaftsbündler, sondern zuletzt sogar die Ortstafeln verrückt worden sind.

Anonym hat gesagt…

Ist die Cordi bei den japanischen Sprachkursen mit ihrem Mühlviertlerisch vielleicht für eine Ausländerin gehalten worden und wird jetzt ins vermeintliche Mutterland abgeschoben, um von dort aus um Asyl oder Aufenthaltsbewilligung anzusuchen? Verhält es sich so, dann ist es eher nicht richtig, dass der kürzlich erworbene Titel nach einer Woche kein Schwein mehr interessiert: Manch eine pragmatisierte, mit Pensionsberechtigung ausgestattete Vertreterin dieser allesfressenden Gattung wird sich dann im Verfahren sehr wohl für die erreichte Qualifikation interessieren. Ich sag's ja nur ungern in Richtung Harrri, aber auch ein mit einem EU-Bürger erheirateter Doppelmagister kann da gewiss nicht schaden.