Sonntag, März 26, 2006

Weidenrestitution

Knalleffekt im Weidenskrieg am Leidensweg: Ein Bescheid der Bundesrestitutionsbehörde zwingt den Staat Minkasien, die Weide, die im Sommer 2005 ermordet worden war (s. Link in der Überschriftzeile), an Familie Goldbär zurückzugeben.
Und weil Minkasien nicht Kärnten ist, wird der Weisung sofort Folge geleistet. "Wir werden zwar keine zweisprachigen Ortstafeln für die Innviertler Minderheit aufstellen, aber die Restitution der Weide ist uns ein Anliegen. Alles andere wäre ein erster Schritt zum Staatsstreich", so Ane Schwee, Ortsgruppenleiterin von Keferfeld, einem Vorort Minkasiens, anlässlich der feierlichen Übergabezeremonie.



Frau Dr. Ane Schwee, Ortsgruppenleiterin und Vorstandsvorsitzende der Schöneringer Jagdkommission Sektion Hundekunde, und Minkasia, neue Leiterin des Vereins "Weidenmaiden".



Dina Moik, Alter Ego und Pressesprecherin der Landeshauptmännin Minkasia: "Die prompte Restitution hat nichts mit Sympathie zu tun, sondern mit Anständigkeit. Damit sollte aber jetzt endlich ein Schlussstrich gezogen werden können."
Erfreuliches Detail am Rande: Im Zuge der sicherlich recht quotenträchtigen Weidenmord-Berichterstattung konnte die 10.000. Leserin der minkasiatischen Gemeindezeitung begrüßt werden. Sie bekam als Preis ein kleines Ferkel überreicht.

Kommentare:

architektenfreund hat gesagt…

da fällt dem aufmerksamen leser auf, dass sich unsere weblogmutte mit fremden hosen schmückt

http://photos1.blogger.com/hello/180/3997/640/Papabaumeister.jpg

Goldbaer hat gesagt…

I.
Wiedergutmachungen kennt man ja aus der Geschichte. Das sind immer nur symbolische Akte und können das widerfahrene Leid nie aufwiegen. Es geht aber noch schlimmer und perfider. Zuerst die Sache fast ein Jahr in die Länge ziehen und dann nur für die Medien restituieren! Denn: Wo ist denn die restituierte Weide??? Wieder mitgenommen??? Das ist ja, wie wenn die Lisl Gehrer in Maria Altmanns Garten ein Foto mit der Bloch-Bauerin machen ließe, um dann mit dem Bild wieder nach Hause zu fahren.

II.
Gestern schaute mein Welterklärungsmodell so aus: Meindl-Sisters scherzen, meine Nerven schmerzen!
Während eurer Späßchen in Nachbars Garten ließ ich mir nämlich unter Schmerzen meine Halsnervenwurzelentzündung behandeln und neidete euch die Butterseite.


III.
Noch wirken Drohungen ("Wenn du nicht kommentierst, stürz ich mich vom Turmstübchen!"). Doch es wird der Tag und die Stunde kommen, da du dir einen anderen Humorsklaven zum Drohen suchen wirst müssen.

Vronuele hat gesagt…

Ui, dem oamen goidbär ist fad, wonn d'menscha furt han!!!

Goldbaer hat gesagt…

Ui, der armen Vroni ist noch nach Mitternacht fad. Kein Kompliment für deinen Michi ...
Um diese Zeit solltest du nicht mehr den Computer anwerfen, sondern volley vom Griechen zum Österreicher wechseln, wie es z. Bsp. Anita getan hat.

Vronuele hat gesagt…

Och, Goldbär! I man jo net dass, da fad is, weil du vorm computer sitzt sondern eher weil du dich über so dinge wie halsnervenwurzelentzündungen so aufbudelst. I man es gibt echt wichtigare Dinge ois dein hois!

PS.: Diese spitzen Bemerkungen bezüglich meines Sexuallebens find ich ganz unschön. Oiso wirklich!

Goldbaer hat gesagt…

Vom textanalytisch-interpretatorischen Standpunkt aus betrachtet sehr aussagekräftig ist, wie das Reflektieren über meinen Hals gleichsam ein leidenschaftliches Dialektgedicht ist, während du bei deinem Sexualleben sofort ins nüchterne Hochdeutsch wechselst. Was willst du mir damit sagen? Oiso wirklich!

Minkasia hat gesagt…

Hallo meine lieben Kinder, entschuldigt bitte, dass ich euch heute alleine im Kommentarteil spielen ließ - aber ich sehe, ihr könnt das schon alleine. Auch wenn es zu kleinen Borstigkeiten gekommen ist, wie ich lesen muss.

Ad Restitution: Der symbolische Akt fand immerhin sofort nach Kenntnisnahme des Bescheids statt udn blieb vorerst nur deswegen ein ebensolcher symbolischer, weil die Mondphase fürs Bäumeverpflanzen erst nächste Woche ist. Deswegen werden dir übrigens alle fünf am Samstagnachmittag umgetopften Bäume derhischen - ich habe allerdings ohnehin den Verdacht, dass du diesen Aktionismus nur für Pförtnerin Renate inszeniert hast.
Ad Schmerz: Wenn wir von deinem Leid gewusst hätten, dann wären wir Meindlmeische natürlich kollektiv mit Kaffee und Kuchen dahergehoserlt und hätten dir Aloe Vera ins Gnack gestreichelt. Imaginier dir diese Szene und bedaure dann, dass du nichts gesagt hast.
Schlimm dann aber die Drohung, mir nicht mehr das Humorafferl spielen zu wollen! Dann muss Vronuele auch noch diese letzte Bastion der besten Freundschaft übernehmen. Man merkt übrigens recht deutlich, dass du eifersüchtig bist auf sie. Sei das aber nicht, meine Herze iste große genuge füre zwei!

Ad Hosentausch: Der Primar, an dem sich die Maiden weiden, borgt sich die Hosen von der, die die Weiden meiden und mit der die Heiden leiden. Ein Mitarbeitsplus aber für die Aufmerksamkeit und das neue Profilbild!