Freitag, Juli 08, 2005

"Woman" präsentiert: TopTipps für mehr Beziehungsglück!



Woman exklusiv: Wie Karrierefrauen Beruf und Berufung unter einen Hut bringen!

Das weltweit tätige Rechercheteam für "Woman" hat in den Archiven der Universität Harvard eine sensationelle Studie entdeckt, die der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewidmet ist: "Housekeeping Monthly" präsentiert revolutionäre neue Erkenntnisse, die "Woman" an dieser Stelle exklusiv publiziert.
Der integrale Bestandteil einer modernen Beziehung ist die Abendgestaltung. Hier kann die postmoderne Karrierefrau voll punkten. Wichtig ist die Organisation.
In der Studie heißt es diesbezüglich:
  • Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen, und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.


Die Leibspeise zaubert Stimmung!
Fotos: Coala


  • Machen Sie sich schick. Gönnen sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, sodass sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfter Leute zusammen.



Binden Sie sich ein Band ins Haar.
Foto: MNK

  • Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag, und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.
  • Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.
  • Während der kälteren Monate sollten Sie ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen, denn ist er glücklich, sind Sie es auch!
  • Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Haare und Gesichter zu waschen. Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre "kleinen Schätze" und so möchte er sich auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.



Machen Sie auch die Kinder schick und polieren Sie ihnen die Fresse! Gehen Sie evtl. mit einem Staubtuch und etwas handelsüblicher Möbelpolitur noch einmal drüber.
Foto: MNK


  • Seien Sie glücklich, ihn zu sehen (und meinen Sie das auch!).
  • Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.


Seien Sie ehrlich glücklich!
Foto: MNK

  • Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen - und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.
  • Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.
  • Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.
  • Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

  • Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.




Versuchen Sie, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen!
Foto: MNK

  • Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk (kein lauwarmes!) für ihn bereit.
  • Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit sanfter, freundlicher Stimme.
  • Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.
  • Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist.

(c) Housekeeping Monthly, 1955


Muddis tiptopper TopTipp:



Foto: Coala

Kommentare:

c2dani hat gesagt…

Sehr schön ist das Foto mit der Möbelpolitur, aber auch Minki in der Küche mit einer feschn "Leibischürzn", ein Gedicht.

Die Tips sind ja ein Hit-lassen wir unsere Männer doch ruhig mal nächtelang herumziehen, die armen geplagten, gestressten Hascherl... Ich glaub nach kurzer Zeit würd ich da mal Amok laufen, natürlich lautlos und ohne die Wohnung dabei zu verwüsten! :)

Minkasia hat gesagt…

Oh Dani! Willst du denn nicht verstehen, dass SEINE Welt voll Druck und Belastungen ist? Da kannst du nicht einfach in der Nacht herkommen und mit dem Filetmesser Amok laufen!

Psychotante hat gesagt…

ich glaube mein Problem bisher war, daß ich gerade solche Männer an meiner Seite hatte, die mit dem Housekeeping Monthly aufgewachsen sind und dann-verständlicherweise, wer könnte es ihnen übel nehmen- zutiefst enttäuscht waren darüber, daß mir diese Zeitschrift nicht als Erziehungslektüre mitgegeben wurde, was ein nicht wieder gutzumachendes Versäumnis ist- weil, jetzt ist es zu spät für diese Erkenntnis, was soll ich machen- zu sehr wurden mir andere Werte internalisiert, bitte, Schuld ist da meine Mutti! Aber hat mich doch angeregt zum Nachdenken, so über den Druck und der Belastung..vor allem, da ich das jetzt, wo ich- genau wie beschrieben,solche arg geplagten Männer auch ein Kind habe und arbeiten muß, also: volles Verständnis-ganz schön hart, so ein Leben!

Minkasia hat gesagt…

Erster Punkt: Gibt's leicht Männer, deren Mindsetting nicht von 1955 stammt? Und wenn ja, wo?

Zweiter Punkt: Mutter Nagl hat an dir, liebe Psychotante, in der Tat ein Exempel in Sachen "Den Individualismus des Kindes ernstnehmen" (i.e. antiautoritäre Erziehung) statuiert. Dir selbst kann man da echt keinen Vorwurf machen.

Punkt drei: Es ist aber noch nicht zu spät! Bitte setze dich mit meinem Redaktionsteam zusammen, ich habe da für die Härtefälle ein Therapieprogramm - mit etwas Glück kriegst du einen Platz in meinem Meditations-/Mediationsseminar "Verstehen Sie seine Welt voll Druck und Belastungen".