Sonntag, Oktober 22, 2017

Der schwarzblaue Würgegriff

So schnell geht's und alle vermissen LH Pühringer, nicht nur ich, die ich mit seiner Pensionierung meinen Job als Body-Double verloren habe. Sein Nachfolger LH Stelzer legt der Freien Szene des Landes väterlich die starken Hände um den Hals und drückt zu. Bis zu 30 Prozent möchte er bei den Freien Kulturinitiativen sparen. 
Dabei boomt die Wirtschaft. Gespart wird auch nur dort, wo nicht viel Widerstand zu erwarten ist, also bei Sozialem und Kultur. 

Seid doch deswegen so knieweich und unterschreibt hier: 

Das alleine bringt vielleicht nicht viel. Am besten, ihr zeigt bei der nächsten Wahl klar, dass das eine gschissene Politik ist. Aber wahrscheinlich predige ich hier ohnehin zum Chor, dann warum sonst lest ihr dieses Blog, das ich mit meinen willigen, aber ungeschickten Händen für euch schreibe. 

Bussi, Meindl

Donnerstag, Oktober 12, 2017

Pecha Kucha: Bärengrüße und Creme Frau Scheide

Vorgestern ward ich zur Pecha Kucha Night nach Linz geladen. Es käme mir sehr gelegen, wiederholte sich dieses Ereignis! I was born for Bildergherzeigen und blöd Dazuplauschen! 
Damit ihr alle ein bisschen an meinen Kernkomptenzen teilhaben könnt, schauet hier jene beiden Bildnisse, die am rätselhaftesten funkeln:  

"Im postmodernen anything goes wird die öffentliche Mitteilung dann vollends beliebig, ein ideeller Ausverkauf:"



"Man kann nur mit Erstaunen die inhaltliche und syntaktische Komplexität früherer Mitteilungen bewundern:"



Freitag, September 01, 2017

Die Sexualität!

Bitte, es ist ja nicht so, dass ich zu Fleiß so unfraulich bin! Ab und zu reitet mich der Wille, auch so sexy sein wollen wie ihr alle. Ich will euch verstehen! Vielleicht bin ich autistisch, was die geöffneten Mündchen und das ausgefahrene Sitzfleisch betrifft. Aber es interessiert mich, weil es euch so viel zu bedeuten scheint! 
Deswegen stelle ich eure Formationen manchmal nach, wie in einem Cargo-Kult ("Die Gläubigen leben von der Erwartung der durch symbolische Ersatzhandlungen herbeigeführten Wiederkehr der Ahnen", you name it). 

Ich hab' wirklich mein Bestes gegeben, aber mit dem Ergebnis kann ich noch nicht ganz zufrieden sein. Meine wissenschaftlichen Assistenten meinten, ich sähe eher "so als ob du von untoten Seelen innerlich gepeinigt wirst", so zöge ich nur Zombiefilm-Nerds an.

Mittwoch, August 23, 2017

Die Jugend!

Jugend: "Wieso darf da einer mit 16 schon beim Motorradrennen mitfahren?"
Ich: "Da brauchst keinen Führerschein."
Jugend: "Ah. Ich könnte das bestimmt auch sehr gut."
Ich: "Bist du denn überhaupt schon einmal auf einem Moped gesessen?"
Jugend lacht: "Nein!"
Ich lache auch: "Naja, vielleicht kannst du als Quereinsteiger ja frischen Wind in die Rennszene bringen."

[Wir erkennen: Das war auch ein politischer Text!]

Montag, August 07, 2017

Die Natur!

Der Graupapagei (Psittacus erithacus) ist eine Vogelart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae). Mit ca. 160 cm Körperlänge und bis zu 60 kg Körpergewicht ist er einer der großen Papageien Afrikas. [1] Als Extremfall ist ein Alter von 73 Jahren belegt.[25]
Graupapageien werden auch in Europa häufig in Zoos und Privathaltung gehalten und gezüchtet. Aufgrund ihrer hohen Intelligenz und ihrer Sprachbegabung zählen sie in der Kognitionsforschung zu den bedeutenden Tierarten. Graupapageien gehen vermutlich eine lebenslange Paarbindung ein.

Mittwoch, Juli 05, 2017

Der Mozart des Selbstboykotts

Da ich per Staatsstipendium zur Arbeit am Roman verurteilt wurde, mache ich mich heute, zwei Wochen nach Urteilsverkündung, ans Werk. Doch fassungslos muss ich mir selbst dabei zusehen, wie mich Mikrobenkleines abklenkt. Die drei Fliegen müssen aus dem Zimmer, die Tischplatte entstaubt werden, der Papierkorb geleert, der Bleistift gespitzt, oh, schon so spät, da zahlt sich das Anfangen nicht mehr aus, Hunger! Enerviert betrachte ich meine emsig das Falsche vollbringenden Händen wie eine Mutter ihre passiv-aggressiv-trödelnden Zwillinge. 
Jetzt brummt auch noch eine feiste Hornisse herein, das Alliertengeschwader all dessen, was sich mit mir gegen mich verbündet hat. Ich versuche sie zu ignorieren, prompt verstummt sie auch. Aber die Stille des garstigen Insekts nervt mich noch intensiver. 

Da erlöst mich der Vater mit seiner Bitte, die Erdäpfel zu kochen. Nachmittags schreien die Nachbarskinder laut genug, dass ich gar nicht erst ins Schreibzimmer zurückmuss.

Freitag, Juni 16, 2017

Das Anfütterungsverbot

Ein Gasthof am Lande. Ein älterer Herr schaufelt der ihm gegenübersitzenden jungen Frau Knödel aus der gewaltigen Bratlrein. 

Kevin: Opa, moch' des ned!
Opa: Wos moch i denn?
Kevin: Du fuadast mei Freindin!
Opa: Jo waun's ia schmeckt!
Kevin: Opa, echt jetzt. Du mochst des imma.
Opa: Wos denn!
Kevin: Du fuadast olle meine Freindinnen au!
Opa: Geh.
Kevin: I suach ma extra Dünne und du fuadast das auffi!
Kevins Vater: De letzte hod se bis heid ned erhoit.
Kevin: De is jetzt fett, Opa! Hea auf!

Bei rituellen Handlungen wird am Lande fettreiche Ernährung verzehrt (Symbolbild).

Dienstag, Mai 23, 2017

Schweinsbärte, Frauenpein und Walrossmadonnen: die Slowakei, deine fremde Nachbarin

Es folgt hier keine Werbeeinschaltung des Slowakischen Tourismusbüros. Wenn es mir für den folgenden, von beträchtlichem Wohlwollen befeuerten Reisebericht aber was überweisen will, wehre ich mich nicht. 
Eine im dekadenten Westen ignorierte Attraktion sind die Meerschweinchen-Beauty-Contests von Bánska Bystrica. Wir sehen hier ein Nackt-Exemplar mit markanter Gesichtsbehaarung: 


Die schönsten Schweine der Tatra-Republik werden auf Herz und Nieren geprüft. 


Kontakt zur Lokalbevölkerung ermöglicht der Frauenzwinger von Levoča:



In der prachtvollen Artikularkirche von Kečmarok ist Bischof Melchisedek zu bewundern, der einst den Heiligen Stuhl nach Oberungarn trug.


In Poprad wird in einer alten Kirche Deodorant produziert. 


Die herrlichste Denkwürdigkeit der Republik wird selbstverständlich im alten Rathaus von Bratislava für künftige Generationen aufbewahrt: eine dicke Bernsteinmadonna auf einem Lüster aus Walrosszähnen.


Das stimmt jetzt echt: Fahrt in die Slowakei, gleich!

Mittwoch, Mai 10, 2017

Tränen, Hip Hop und alte Hunde


Die Eule der Minerva schaut immer rückwärts, deswegen braucht sich auch niemand aufbudeln, wenn ich thematisch mit der LH-Sache ein wenig vertrödelt wirke. Zudem verfüge ich über herrliche Infos darüber, was der Pühringer jetzt in der Pensi macht! 
1. Tränen trocknen lassen. 
2. Ein Revival der überlebenden Beastie Boys einfädeln: 


3. Seine Pensi mit mir teilen, immerhin haben wir uns beim Bespaßen unseres geliebten Volkes abgewechselt:



4. Endlich einen wirklich guten ÖVP-Parteiobmann suchen:

Mittwoch, April 26, 2017

Auch bei den Titeln hapert's

Eigenlob miachtelt, aber ich kann nicht anders! Zumal mich die Vielfalt meiner Talente überrascht - immer noch, nach 38 Jahren Selbstbeschau.
Hier ein Fund aus meiner Jugend. Sehet: Auch Skulpturen kann ich nicht!



Und am allerschlechtesten kann ich Photoshop!


Mittwoch, April 05, 2017

Blockwarte des Guten

LR Manfred Haimbuchner hat mich dazu inspiriert, seine sehr wichtige überparteiliche Blockwartseite "Parteifreie Schule/FPÖ" durch ein Gegenmodell zu ergänzen. Hier bitteschön: die Denunziationsstelle für die gute Tat!

Gschissensein hat auf unserer lieben Welt nichts zu suchen! Das ist sogar teilweise gesetzlich verankert. Stattdessen sollen sich die Menschen zu aufgeklärten und kritischen Leuten entwickeln. Dennoch zeigt die Realität, dass sich einige nicht an das oberste Gebot halten: Ned deppert sein! Bisher blieben viele Verstöße nahezu folgenlos. 
Das soll sich jetzt ändern! Mit der neuen Meldestelle für die gute Tat wollen wir vorbildliches Verhalten dokumentieren und öffentlich machen. Das Ganze erfolgt natürlich streng vertraulich und die Fälle werden sorgfältig belobigt.
Wenn Mag. Meindl einmal an der Macht ist, wird sie die Liste der Guten genau anschauen.

Haben Sie heute etwas Liebes erlebt? Hat Ihnen jemand schon vor dem Aufstehen den Rücken gestreichelt? Hat ein Minderjähriger Sie angelächelt und nachher sein Geschirr freiwillig weggeräumt? Haben talentierte Künstlerinnen was Schönes in den öffentlichen Raum gestellt? Hat ein Dackelbesitzer den Kot seines Hunderls fröhlich pfeifend weggeräumt? Wurden Sie Zeuge einer herrlichen Beschimpfung eines Nazis?
Teilen Sie es der Welt mit!
Hinterlassen Sie bitte hier oder im Facebook einen Kommentar, in dem Sie Ihr liebes Erlebnis schildern. Heben Sie das Gute aufs Podest! Zur Motivation folgt eine niedliche Hunde-Blumen-Assemblage. 


Dienstag, März 28, 2017

Ausrasten vorm Vogelmord [Platzhalter]

Das ist ein Platzhalter für eine kommende Botschaft, mit der ich euch erklären werde, warum wie eine viel zu enge Schachtel ist, in die sich Katzen zwängen. Aktuell bin ich aber zu beschäftigt damit, in den Speckgürtel hinauszuziehen. 
Für die Zwischenzeit ein törichtes Katzenbild: 


UPDATE vom 4. April: Ich glaub', ich bin zu faul, um euch das mit meinem Heimatbegriff in der transzendentalen Obdachlosigkeit postmoderner Subjektivität noch aufzuschreiben. Bitte protestiert! Oder fragt mich, wenn ihr mich beim Frühlingskonzert der Blasmusik Schönering trefft.

Dienstag, Februar 21, 2017

Gmunden? Total disaster. So sad!

Riesenskandal! Was hat dieser Trump geraucht? Erstens täuscht er den internationalen Medien immer noch vor, Präsident der USA zu sein. Ich bin das aber! Zweitens: Mir doch egal, was letzten Freitag in Schweden passiert ist. Wisst ihr, was letzten Sonntag in Gmunden passiert ist? GMUNDEN?!! Wer hätte das geglaubt?

+++Dieser Hund wurde minutenlang nicht gestreichelt!!!111!!!+++


So sad! Was ist das nur für 1 Welt vong Zärtlichkeit her?! Und die Systempresse schweigt. Totales Desaster.

Dienstag, Januar 17, 2017

Literatur muss wieder schick werden!


Wie gut mein Haupt auf die Körper verrückter Despoten, Tyranne und Zare passt. I have some serious thinking to do.

Montag, Januar 02, 2017

Gott straft die lesbische Traumfrau

Einem lieben, mir aber weder amourös noch genetisch nahestehenden Menschen geträumte unlängst dergestalt: Er habe an einer Art Flusskreuzfahrt teilgenommen. An Bord entdeckte er, dass ich ein geheimes Zweitleben als literarischer Stargast führe. Noch vor meinem Auftritt aber sei das Boot in eine spektakuläre, "urfahranermarktwürdige" Havarie geraten. 
"Auf jeden Fall hat sich herausgestellt, dass du abgesoffen bist. Da verkündete jemand per Durchsage, das sei Gottes Strafe, weil du so ein schlechter Mensch gewesen wärst, und überhaupt bestimmt auch eine Lesbe - dann hab ich gesehen, dass das eine alte Bekannte von mir so am Gang in ein Mikro gesprochen hat, und der hab ich dann eine auf's Maul gehaut. Dann war der Traum aus."
Damen und Herren, ist das nicht süß? Wenn ihr schon ohne mein Zutun so bescheuertes Zeug träumt, ist das doch tausendmal besser, als mich im echten Leben mit Romanen abzurackern.

Freitag, Dezember 30, 2016

Methadon gegen Terror, Sprengmittel für den Frieden

In diesem weltweit bemängelten 2016 lässt sich eine Substanz als echter sozialer Sprengstoff an den Pranger stellen: die scheiß Sprengmittel. Glossengott Goldt schimpft zu Recht. "Kann man sich denn heutzutage nicht mehr ohne Bomben ärgern?" Hätte ich wirklich was zu sagen, ich würde Bomben ab 1.1.2017 ersatzlos streichen, verbieten und verdammen. Mittlerweile bin ich zudem eine crazy cat N' dog lady geworden, die bei der Scheiß Silvesterknallerei nicht nur Tinnitus kriegt, sondern auch recht aggro wird mit der marodierenden Knall-Jugend.


 Ein Terrorist auf Entzug

Aber! Ein großes Aber wächst nun auf dem Humus meiner Aufrichtigkeit: Schweizerkracher haben meine Kindheit um 23 Prozent lustiger gemacht. Damals, im vorhergehenden Jahrtausend, hat mein Vater alljährlich zu Silvester für die versammelte Siedlungsjugend allerlei törichte Sprengspiele zur Aufführung gebracht. Leuchtende Kinderaugen, als er Mutters Eisbergsalat in mundgerechte Teile zerfetzte. Fröhliches Lachen, als der gelbe OÖN-Postkasten explodierte. Glückliches Jauchzen, als die alten Farbeimer in die Luft döpperten. Begeisterter Applaus, als zwei Kracher in der Mülltonne den Hintern des darauf sitzenden Erziehungsberechtigten aushoben. 
Deswegen möchte ich einen Vorschlag zur Güte machen, eine Ausnahme vom Bombenverbot: Brave Kinder dürfen am Altjahrstag zwischen 23 und 24 Uhr unter der Aufsicht wohlbeleumundeter Erwachsener mit Unterhaltungs-Sprengmitteln hantieren. Ich glaube nämlich fest daran, dass wir den Kleinen damit das nötige Urvertrauen und Glück einflößen, das sie später zu guten Menschen werden lässt. Und nicht zu fickdepperten Scheißterroristen. 

Nun aber rutscht mir schön ins neue Jahr, meine lieben Spätzchen und Kätzchen!

Montag, Dezember 05, 2016

Im Namen der Republik!

Geliebte Völker!

Hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als interimistische Bundespräsidentin der "Republik" Österreich. 
Ich nehme damit auch die Gänsefüßchen wieder hinfort. Zu meinem Nachfolger als Bundespräsidentin der Republik erkläre ich Alexander van der Bellen, den ihr mehrheitlich gewählt habt. Passt!


Es ist ja nicht so, dass ich gerne per Putsch und Selbstermächtigung regiert habe. Deswegen möchte ich meine Zufriedenheit nicht verbergen. Einen Ingenieur Norbert Hofer hätte ich als Präsidenten nicht anerkennt und als Hochstapler behandelt, da ich am 6. Juli 2016 das Urteil des Verfassungsgerichtshofes für null und nichtig deklariert habe. Die Wahl war an sich also nicht notwendig. Ihr Ausgang hat mir aber gezeigt, dass ich euch die Demokratie zurückgeben kann.

Es war außerdem durchaus anstrengend, auf dieses Land aufzupassen. So delegiere ich das Amt nun gerne an den VdB. Ich bleibe hingegen Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika und von Kuba. Ebenso bleibt meine Staatsdoktrin gültig: 

Der Salafismus der Liebe. Die Diktatur der Herzen. Die Despotie der Vernunft. 
Da werde ich sehr streng sein müssen. Wer sich nicht ordentlich aufführt und mir Kummer macht, muss fürderhin ohne Abendessen ins Bett. Wer Hasspostings schreibt, kriegt persönlich Schläg' mit dem Fliegenpracker. Wer andere in die Luft sprengt, wird fest eingesperrt und darf Zeit seines Restlebens nur noch "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" hören. In Dauerschleife. Audi-, BMW- und Kastenwagen-Fahrer, die mich per Lichthupe molestieren, nehme ich ihr dummes Fahrzeug weg und lasse es zugunsten der weltweit notleidenden Tiere versteigern. 
 
So, das war's! I love you all!
Meindl

Mittwoch, November 30, 2016

Reisespaß. Ich bin ein verzogenes und über alle Maßen privilegiertes Ding

Ein Brief trudelt ins Haus: Mein Reisepass müsse erneuert werden, schreibt der Bürgermeister. Einmal hat mich übrigens ein bengalischer Grenzbeamter mit "Miss Burgermester" begrüßt. Meine Schwestern hat einer mit "Oh, you guys are sisters, you have the same name: Linz!" ergötzt. Was waren das noch für Zeiten, in denen US-Grenzbeamten noch nach Smalltalk war. Ich bin heute eigentlich auch nicht zu Urlaubsplaudereien aufgelegt.


Mit Wehmut blättere ich durch den alten Pass. Erstens werde ich nie mehr so jung aussehen wie auf diesem alten Bild. Zweitens: China, Hong Kong, Eritrea, Bhutan, Belize, Guatemala, USA, Mexiko, Nepal, Indien und zuletzt Cuba. Deutschland, Frankreich, Tschechien, Italien, Kroatien und Polen haben großzügig auf Stempel verzichtet. 
Ich bin ein verzogenes, über alle Maßen privilegiertes Ding. Nicht nur habe ich in den vergangenen zehn Jahren Geld für alle diese Ausflüge aufgestellt. Aber auch wenn ich seit 2007 nur zuhause geblieben wäre, bliebe ich ein verzogenes, über alle Maßen privilegiertes Ding.
Weil mir mein österreichischer Reisepass Zugang zu Sicherheit und Reichtum verschafft (wenn ich nicht alles fürs Reisen ausgäbe). Ich komme damit in jedes einzelne Land der Welt, in die meisten sogar ohne Visum. Die Menschen, denen ich in Cuba, Guatemala oder Eritrea begegnet bin, können schauen, wo sie bleiben. 

Ihr anderen verzogenen, über alle Maßen privilegierten Dinger aus Österreich: Wählt bitte am Sonntag so, dass ich mich bei der Passkontrolle künftig nicht genieren muss.

Montag, November 21, 2016

Später sterben dank Herrenmeidung

Vor einigen Monaten ist mir eingefallen, dass ich einmal sterben werde. Mit der Lebenserwartung bin ich halb durch. Das ist einerseits gut, denn stürbe keiner mehr, müssten wir uns wegen der Überbevölkerung wirklich etwas überlegen (und nicht nur die "Dritte Welt" deswegen anmaulen). Andererseits werde ich jetzt natürlich unduldsamer mit Zeitbanditen. Es wird so viel gefladert heutzutage! Und man kriegt's nur auf die falsche Art zurück, etwa beim niemals endenden Zähneanbohren (qua subjektives Zeitparadoxon). 

Wie also Zeit herausschinden? Ich möchte der Welt sehr gerne meine neuen Tipps und Tricks zwecks Lebensverlängerung mitteilen: 

1. Niemals mehr gehe ich ab jetzt zu Veranstaltungen, die nur Menschen mit Penis auf die Bühne bringen. Braucht's mich gar nicht einladen, weder fürs Publikum noch als Quotenfrau. 


2. Ich lese fürderhin keine Texte mehr, die von grantigen weißen Männern handeln bzw. verfasst wurden. Aktuell auf dem Index: Trump, Hofer, Erdogan, Orban, Marine Le Pen, Strache. 

Von diesen Strategien erhoffe ich mir überaus Großes. Der Zeitgewinn winkt bittschön nicht nur Damen, auch Herren werden profitieren!

Gruß, Meindl