Dienstag, Oktober 30, 2012

Elend und Schrecken in TV und Hochkultur

Neulich zwangen mich starke Mächte (u.a. Gravitation und Schwesternliebe) vor den Fernseher. Damit kann ich an sich dank jahrzehntelangen Trainings gut umgehen. Allerdings gab es im Haushalt des Schauplatzes ganz und gar abseitige, schlimme Sendestationen. Durch maßlose Überfütterung gefügig gemacht, sah ich also auf E!-Entertainment ein nacktes, frisch körperoptimiertes Teenie-Ding, das seine kekszuführende Mutter mit "Don't crumble on my new body!" angreinte.
 
Da muss jetzt niemand erstaunt nach Luft schnappen, dass ich daraufhin in eine viele Tage währende Schockstarre fiel. Nein, so eine scheußliche Welt hat ihr Recht auf meine Teilhabe verwirkt.
Die Qualität meiner Eremitage mag durch die folgende Illustration repräsentiert werden:
 
 
In diesem Winterschlaf meines Missvergnügens war ich neben den drei Primärbedürfnissen nur zur Lektüre von "In Swanns Welt" fähig. Proust markiert im Übrigen auf der Skala des Schreckens jenes Ende, das Kunsttitten-TV genau entgegengesetzt ist. Als ich gestern wieder erwachte, schrieb ich dann endlich das seit 2005 in der Blog-Kopfzeile angesprochene Madelaine-Erlebnis für Arme.
 
Wer's lesen mag, muss per Kommentar "Ich will!" sagen. Dann verrate ich auch, was meine drei Primärbedürfnisse sind.

Kommentare:

Thomas Philipp hat gesagt…

Ich will, sowieso.

Dominika Meindl hat gesagt…

Ich schick's, Fips!

Anonym hat gesagt…

ich bin ja immer ein wenig glücklich, wenn ich was zu deinem Kunstschaffen beitragen kann - sei es Exposition mit E! Entertainment oder Astronautennahrungskonkurrenzsüßspeisen! Und außerdem und übrigens: Ich will!
yours, Coala

Dominika Meindl hat gesagt…

Ich sag' auch ja zu dir! Und ich bin irre dankbar, dass ihr mein bloggewordenes Rufen nach Aufmerksamkeit so lieb beantwortet. Dafür schau' ich mit dir demnächst wieder Ekel-TV, Coala.

Frau Lugmayr hat gesagt…

Je veux!