Montag, Juni 13, 2005

Tätäääääääääää!!!

Liebe Gemeinde in Christo!

Endlich durfte ich vor die Welt hinaustreten und mein Kunstwollen ausposaunen! Zwar fährt meine Karriere einstweilen noch im gesicherten Modus hoch, d.h. weitestgehend unter Ausschluss der mir unbekannten Öffentlichkeit, doch liegt mir die bekannte/verwandte Öffentlichkeit schon zu Füßen, wie mir die zahlreich eingetrudelte Fanpost weismachen will. Besonders lustig fand ich die Reaktion des anwesenden Bürgermeisters(!) auf die plumpe Komplimentsfischerei des von mir öffentlich zurechtgewiesenen Goldbären: Auf dessen ironische Bitte, doch weiterhin hier wohnen bleiben zu dürfen, antwortete Monsieur Mühlböck nicht wie erhofft mit "Aber sicher doch! Solch wertvolle Geistesgrößen wie Sie lassen wir nicht mehr ziehen!", sondern ganz gemäß meiner Argumentationslinie so: "Jo, ois Buagamasta is ma komische Leit eh gwohnt!" Hahaaaaaa! That'll teach him!
Ich will aber nicht unerwähnt lassen, dass er extra am Samstag seinen Vatertagsausflug gekürzt und sämtliche mit ihm befreundeten Väter meiner Veranstaltung zugeführt hat.
Ich zeige euch hier nur ein paar Bilder, bald kommen noch welche (evtl. vielleicht welche, die von der segensreichen Erfindung des Blitzes profitiert haben).





Applaus für das beste Publikum, das ich je hatte!


Mein eigener Fanclub! Wie versprochen durfte jeder mit "I love Minkasia"-T-Shirt auf die Bühne.
Eine nicht ganz unschmeichelhafte, nachgerade hymnische Rezension meines Kunstwollens fände sich hier:

Wilhering „querfeldein“ präsentierte kabarettistische Lesung
Ein großartiger Erfolg!
„Wir werden von Dominika Meindl noch viel hören...“, meinte ein begeisterter Bürgermeister Mario Mühlböck nach dieser gelungenen Premiere. Und das war auch der einhellige Tenor der vielen Besucher aus Nah und Fern. Die studierte Philosophin und Germanistin brachte mit großartiger sprachlicher Finesse ihre „Lebensbeichte“ zum Besten. „Kabarettistische Lesung vom Feinsten, auf höchstem Niveau“, stellte ein entspannter Obmann des Kulturvereines nach der gelungenen Lesung fest. Auf einWiedersehen im nächsten Jahr?

Naja, besser traute ich mir's selber gar nicht schreiben...

Kommentare:

Goldbaer hat gesagt…

Im allgemeinen Jubel nicht ganz untergehen sollte nach meinem Dafürhalten die Tatsache, dass sich die als linksintellektonell stilisierende Künstlerin heftigst über die Ankündigung ihrer Lesung in der KRONE freute. Nachdem ich ihr im Kult-Cafe Regina, wo ich mit Minki gelegentlich abhänge, genanntes Blatt unter die Nase hielt, brüllte sie den verdutzt dreinschauenden Barkeeper mit "I steh in da Krone !!!!!" an. Der: "Jo is eh koa schlechte Zeiddung". Darauf erwiderte die sonst personifizierte Sozialkritik entweder gar nichts oder nur etwas kaum Vernehmbares. Das weiß ich nicht mehr genau, weil mir alles so peinlich war, dass ich schnell aufs Klo flüchtete. Jaja, wenn es um die eigene Haut geht, ist den Gutmenschen alles recht.
PS: Der Vatertagsausflug war nicht der immer mehr um sich greifende "Väter-saufen-sich-am Vatertag-gemeinsam-an-Kult" sondern ein Vater-Kind-Ausflug zur Entlastung unserer glücklich verliebten Frauen.
PPS: Wie sehr und nachhaltig Minki mein Image ramponiert hat, will ich mit den Worten des Vater eines Schulkollegen ausdrücken, der zu seinem schwer betrunkenen Teenager-Sohn meinte: "Was ich über Jahrzehnte versucht hab aufzubauen, hast du in einer Nacht zerstört!"

Minkasia hat gesagt…

He horch amoi! Lass mich Folgendes feststellen: Du hast meine Medienpräsenz in der "Krone" (danke übrigens für das Stichwort!) nämlich nicht erst beim Chillen im "Regina" bemerkt, sondern zufällig im Zuge deines täglichen dreistündigen "Kraune"-Studiums! Und ad "kaum Vernehmbares": Dass du meine sofortige Sozialkritik nicht vernommen hast, ist ein Problem, das nicht das Meine ist! Geh zum HNO-Arzt!
Und schließlich: Aufs Klo musstest du deswegen flüchten, weil du kurz zuvor angetütert mit dem Ellbogen vom Tresen gerutscht bist und diese Peinlichkeit mit spontanem Aufstehen überspielen wolltest!
So, jetzt zu den PSen: Deine glücklich verliebte Frau war am Sonntag wirklich überaus glücklich verliebt! Ich möchte auch anmerken, dass dieser Chauvi-Verein ausdrücklich deswegen den zu Hausmuttis degradierten Ehefrauen einen Tag für sich allein schenkt, damit diese die ob der Kinderflut vernachlässigte Schönheitspflege nachholen können!

Abschließend zur Imagezerstörung: Dein Image zu zerstören ist so, als wolle man Karthago noch einmal zerstören!