Mittwoch, Februar 19, 2025

Dad Jokes vom Horrorclown. Neue Dekrete

Ein Text für die Februar-Lesebühne:

Der Fasching bietet Gelegenheit zur Triebabfuhr: Endlich das schwere Joch der Vernunft abwerfen und richtig zum Tier werden! Das System sprengen und sich selbst im Suff das Augenlicht nehmen! Teilzeitnihilismus!

Bin ich die einzige, die derzeit das unangenehm satirische Gefühl hat, dass wir die Eltern sind und die Politiker die ungezogenen Kinder? Die Herrschenden rebellieren gegen uns. Derzeit ist es verflucht schwer, Satiren zu schreiben. Wie soll man die Realität noch überhöhen? Oder besser: unterbieten? Ich meine: Trumps Dekretflut am ersten Tag, in einem Habitus, der zweifeln ließ, ob er überhaupt gut genug schreiben könne, um seine eigene Unterschrift zu schaffen, geschweige denn lesen zu können, was für einen Schmarrn er da unterschreibt. Die Tage seit Trumps Inauguration wirken so, als habe das US-amerikanische Franchise der Original Lindsey Vorte die Scripted Reality in die Weltpolitik geschmuggelt.

Aktuell kämpft Trump für die Wiedereinführung des Plastikstrohhalms. DAS sind weltbewegende Anliegen des leider mächtigsten Mannes der Welt! Putin und Selenski sollen sich die Hand geben und „tschulligung“ nuscheln. Den Gazastreifen will Trump in eine neue Riviera verwandeln, sind ja lauter Top-Strandlagen dort. Was noch? Ein Disneyland Ost in Tschernobyl? Grönland annektieren, mit Heizpilzen erwärmen und mit Maisplantagen überziehen? Wenn er den Panamakanal hat, dann den Donaukanal, den Youtube-Kanal der OLW?!

Meine Analyse: Die Autokraten werden wieder bunter, grauer Büromausstyle à la Scholz-Merkel-Stocker ist out. Regimemäßig geht der Trend zu Fashio-FAschismus, also vintage. Es wird wieder Michael-Jacksonischer, Gaddaffi Duckiger. Als Petra Filzmayer der Despotie weiß ich, warum der Volkskanzlerkelch an uns vorüber gegangen ist: Kickl kickt nicht, er ist keiner, der herbärt, er hat keine main character energy, zu grau, zu viel Nagetier-Vibe, keinen Sex, keine Aura, kein Sigma-Typ. Toxisch, aber nicht männlich. Man setzt mit ihm auf ein zu kleines Pferd.

Zurück zu Trumps Dekreten – ich habe ihm folgende Anliegen mit Schwerpunkt Linz-Land bzw. „Dominika Meindl“ untergejubelt, der Depp hat's blanko unterschrieben!

  • Meine Postings sind fürderhin jubelpersisch zu kommentieren, also „lieb gesagt!“, und nicht „Dachte du bist Feministin, warum lässt du dich vom Hallstätter Bürgermeister würgen“ oder „Du hast sehr tiefe nasolabiale Falten!“

  • Österreich steigt sofort aus der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer aus, sucht euch einen neuen Staat, ihr Standortfetischisten

  • Frau Schmitzberger, ist es ab sofort untersagt, mir immer so neugierig in den Garten zu spernzeln

  • Konjunkturmaßnahme Bauwirtschaft: Errichtung eines Entlastungshallstatts beim Autobahnknotenpunkt Haid

  • Sofortige Einführung einer Qualitätsmedienförderung, sofern diese den Namen „Elon Musk“ nicht erwähnen

  • Ab sofort ist es bei Todesstrafe verboten, dass nahe Angehörige sterben – analog dazu sind sämtliche Biolog*innen dazu angehalten, daran zu forschen, die Lebenserwartung von Hunden zu verfünffachen

  • Kriese darf ab jetzt mit langem i geschrieben werden, und orthographisch ebenfalls dem eigenen Ermessen übergeben werden: Terrasse, Komitee und Karussel. Das ist die Rechtsschreibung, die das Land braucht.

  • Extreme Zölle auf unnötige Importe wie Dubai-Schokolade, K-Pop, Kim-Kardashian-News, Fracking-Öl, demokratiefeindliche Arschpopulisten, Gulaschdiktatoren, Genua-Tiefs, After Eight, Tesla-Trucks, Vogelgrippe

    Es ist ab jetzt generell verboten, oasch zu sein. 

Montag, Februar 03, 2025

Du steckst nicht im Overtourism, du BIST der Overtourism. Bittersüßes Südtirol

Man hatte mich nach Bozen eingeladen, um über Overtourism zu sprechen, und ich wusste, dass ich den Leuten hier nichts Neues erzählen würde, wenn ich von Hallstatt spreche. 

Bei der Anreise überraschte mich meine Aufregung angesichts der Landschaft, die sich ab dem Brenner verstärkte, obwohl man hier wohl auf der Autobahn zwischen Sterzing und Brixen durch den hässlichsten Teil Südtirols muss. Ich erzählte lauter alte Schnurren von den alljährlichen Urlauben im Villnösstal, von den Bergtouren auf das Zuckerhütl und den Sas Rigais. Wir beschlossen, bei der Heimfahrt den reality clash in St. Maddalena zu riskieren, dabei wusste ich, dass man nicht mehr einfach über die Wiese hinüber zur Ranui-Kapelle gehen durfte, weil der Ort zum instagrammable spot auf der bucket list der everywhereists geworden war. 

In Bozen ging ich ins Ötzi-Museum, natürlich, das stand ja auch auf meiner bucket list, denn nur weil ich zu einer Lesung eingeladen war, änderte das nichts an meinem Status als Touristin. Zu meiner Überraschung war fast nichts los, eine Mutter mit Kind schaute durch das kleine Fenster, das Kind meinte, der tote Mann glänze wie Speck. Ich war dann auch überrascht, dass mich der einsame Tote rührte, aber ich war auf eine gute Art dünnhäutig hier. Und die Ähnlichkeit des rekonstruierten Ötzis hört nicht auf, mich wegen seiner Ähnlichkeit zum Vater zu erstaunen.

Später erzählten mir die Veranstalterinnen, dass es absolut ungewöhnlich sei, einfach so ins Museum spazieren zu können, es gebe nur noch zwei, drei tote Wochen in Bozen, an allen anderen sei die Stadt voller Deutscher, Russen und Amerikaner; die Schlangen am Eingang und vor der Mumie elendslang. 

Die Lesung im Literaturhaus war denn eine reine Freude, ich war wieder einmal erleichtert, mir den Roman doch herausgeschunden zu haben, denn es gibt bestimmt kein anderes Umfeld, in dem so liebenswürdige Menschen arbeiten. Mein Hochstapel-Gefühl wird sich wohl noch lange nicht legen, aber das ist keine schlimme Qual und eine andere Geschichte. 

Am nächsten Tag fuhren wir durch das Villnößtal, ich war froh, nicht am Lenkrad zu sitzen, so sehr musste ich schauen. Die Eltern waren schon als ganz junge, mittellose Leute in den 1960ern hergekommen, von Beginn an immer an denselben Ort, und jedes Jahr endeten die Tage "am Ranui" mit der Vorfreude auf die Wiederkehr. Ich selbst war zuletzt vor zehn Jahren hier gewesen, eine letzte Reise mit dem Vater, der lange mit den Altbauern sprach; alle freuten sich. Meine jüngere Schwester war dann vor einem Jahr hier gewesen, von ihr wusste ich vom Drehkreuz und der zu erwartenden Entzauberung. Es war ein schöner Sonntag, der Andrang nicht stark, aber die Entfremdung deutlich. Das ist nichts Ungewöhnliches, keinem Ort glücklicher Kindheitstage bleibt sein Zauber.

Natürlich machten wir Fotos, natürlich achteten wir darauf, keine anderen Touristen draufzuhaben. Die freundliche Köchin hatte uns empfangen, es sei niemand da von den Betreibern des Hotels. Ich war erleichtert zu hören, dass die Altbauern noch lebten. Wir hinterließen Grüße und fuhren nach Hause in den ekelhaften Hochnebel. Wir waren keine Stunde hier gewesen.

Zuhause postete ich einige Fotos, und schrieb "völlig unterschätzt, wie sehr mir Südtirol gefehlt hat", was ja stimmte. Der gute Jörg Zemmler kommentierte recht sarkastisch, ich fühlte mich missverstanden, aber dann sah ich erst das Video, das er von seinem Fenster aus gemacht hatte: SUVs rollen Stoßstange an Stoßstange in Richtung Seiser Alm, jedes nicht-touristische Leben lähmend. Er hatte völlig recht.

Hallstatt ist klein, man entkommt dem Overtourism schnell wieder (wenn man nicht dort lebt). Wohin man sich in Südtirol zurückziehen soll, erscheint rätselhaft. Als Autorin möchte ich sehr, sehr gerne wiederkommen, als Touristin sollte ich es von jetzt an gut sein lassen.

Mittwoch, Januar 15, 2025

Death Cleaning. Wenn man nicht einmal im eigenen Haus noch Herrin ist (nur noch ein Gespenst)

Unbegrenzt ist meine Vorstellungskraft nur, wenn es um neue Sorgen geht. Derzeit male ich mir lebhaft aus, was passierte, würde ich als Geist in meinem eigenen Haus übrig bleiben. Im Grunde kaum anders als jetzt, nur dass ich der Meinung bin, dass meine Schwestern noch leben und ich auch - aber was weiß man schon Genaueres? Vielleicht stelle ich mich ja lebend wie ein umgekehrtes Opossum. Und schließlich gibt es das Cotard-Syndrom; wer davon befallen ist, leidet unter der quälenden Überzeugung, tot zu sein, aber niemand nimmt einen ernst. Gibt es Geister, gibt es auch die Möglichkeit, dass sie ein umgekehrtes Cotard-Syndrom entwickeln. Sie halten sich für lebendig, sind es auch irgendwie, aber ohne Materie. 

Das führt freilich auf dünnes Eis, aber 1. bleibt die Todesgrenze ein Mysterium und 2. schauen Leute ja auch gerne Filme wie "Kindsköpfe" zwei, sie sind immer noch auf X und mögen After Eight, man kann uns Menschen also mit dem blödesten Unfug behelligen. 

Ich stelle mir also vor, dass meine Familie in Gespensterform wiedervereint durch das Haus strolcht. Die Eltern haben mir vergeben, dass ich ihre Reisebildbände entsorgt habe, wir Schwestern zanken um das beste Zimmer, aber nur aus Respekt vor den Traditionen, wir können ja durch Wände gehen. Privatsphäre muss ganz neu verhandelt werden. 

Die Nachbarn vermissen uns, weil wir nette Leute waren, sie schneiden alle Hecken ab, die auf die Straße hereinwachsen und glauben manchmal, dass sie die Eltern lesend im Wintergarten sehen, aber das ist wohl nur eine Einbildung. Zu Silvester, behauptet einer, sei ein blecherner Farbkübel hoch in die Luft geflogen, mit lautem Knall, er schwört, niemand habe einen Schweizer Kracher drunter gelegt! Niemand von den Lebenden, es war der freundliche Knall-Spuk des Vaters. 

Aber da! Eines Tages stehen neue Leute mit dreckigen Schuhen im Haus, sie sagen "Ui, so viel dunkles Holz!" "Der Zeitstempel ist deutlich zu sehen!" Aber auch "die Bausubstanz ist gut". Die Maklerin sagt, es habe eine recht ordentliche Familie hier gelebt, etliche geisteswissenschaftlich gebildet, aber viel zu früh verstorben. 

Und so weiter. Soll ich darüber einen Familienroman schreiben, in dem wir hilflos versuchen, die Neuen zu vertreiben? Das ließe sich entweder zuspitzen, es kommt zum Endkampf gegen wohlstandsverwahrloste Windkraftkritiker und Volkskanzlerfans. Oder sie sind nett, sie spüren das Unheimliche im Haus, dann rufen sie eine Schamanin, die will aber nur ihr Geld, wir Geister kippen ihr mit vereinten Kräften Katzenpisse ins Genick und so weiter und so weiter. 

Unernst gemeinte Zuschriften bitte an den Verlag!

Donnerstag, Dezember 19, 2024

Aus Kinshasa in 100 Klicks

Es ist mit diesem Blog wie mit dem Verkehrssystem der Demokratischen Republik Kongo, wo der Bus erst abfährt, wenn er voll ist. Sobald das letzte Posting 100 Views hat, kommt das nächste. Ihr habt es in der Hand! 

Die realen Produktionsverhältnisse sehen derweil so aus, dass ich etwa gestern einen Text vom 15.11.2024 gelesen habe, der mir in Grundzügen bekannt vorkam, da ich ihn ja selbst vor vier Wochen geschrieben hatte. Entweder bin ich also ein bissi blöd oder schon sehr müde. (Das Geschriebene war nicht extrem schlecht, das gebe ich mir lobend mit wie eine Lehrerin ihrem doofen Schulkind, das sich im Rahmen seiner Möglichkeit sehr bemüht hat in diesem Herbstsemester). 

Vielleicht mag ja jemand diese kleine Ächz-Mitteilung hundertmal anklicksen, dann überlege ich mir was Schöneres (zweiköpfige Ziegen im Wintersturm, ein Familienepos in den Wirren der Neolithischen Revolution, ein Berliner Befindlichkeitsdrama loster Endzwanziger, eine zeitgemäße Adaption des "Bergkristall" mit besonderer Berücksichtigung des Toten Gebirges oÄ).

Mittwoch, November 06, 2024

Vergrabt euer Anliegen an der Biegung des Flusses

Völlig verrückt, historisch gesehen, wie gern die Menschen in den 1980ern noch telefoniert haben, mit sieben Meter langen Kabeln durch drei Meter lange Kinderzimmer, völlig irre!

Bitte ruft mich nicht an! Schreibt mir lieber ein SMS, wenn's dringend ist, aber lieber wäre mir, wenn ihr es nicht so weit kommen lasst, dass es dringend ist, dann reicht ein Email, aber ich komme grad nicht zum Antworten. Whatsapp bitte nicht unbedingt, das ist mir zu privat – und SMS bitte nicht mehr ab 18:30. Signal geht immer, aber das hab' ich auf lautlos. Ruft mich nicht an, ich melde mich. Per Telepathie, lest meine Antwort am Flug der Saatkrähen ab, die Borkenkäfer nagen mein Feedback unter die Rinde der Fichte, die in der letzten Serpentine vor der Hintersteineralm liegt. 

Mit freundlichen Grüßen

die Generation X

Freitag, November 01, 2024

Anton Bruckner würde mich heiraten, Michael Köhlmeier eher nicht

Lebenskrimskrams im Oktober 2024

1.10. Unter St. Veit

Eine junge Frau schläft trotzig über drei Sitze gestreckt, die andere rotzelt, als wolle sie mich konfrontationstherapeutisch von meiner Misophonie heilen. Im Bus von Hütteldorf ins dörfliche Wien sitzen nur Pensis, dementsprechend laut sind die Haltestellendurchsagen. 

Das ist mein Tag als angestellte ORF-Mitarbeiterin: endlich wirklich Staatskünstlerin! Trawöger begeistert mit einer Glam-Rock-Frisur, Franz sieht genauso aus wie sein Vorname. Die Inhaberin des geliehenen Modegeschäfts stammt aus Obertraun, sie hat einen Labrador.

Mein Text besteht unter anderem aus „Mei Cousin' hod noch Heagschroa gheirat!“ Zum Glück ist ein gewisses Maß an Löwingerei erwünscht. Am schönsten die Miniszene, in der sich Bruckner in der Umkleide leise beschwert: „Jetzt hod ma da Heagott koa frische Untahosn midgem.“ Ich lege meine Rolle sehr an Maria Hofstätter an, was zumindest dialektal nahe liegt. Am Ende bekomme ich einen Heiratsantrag, obwohl ich frisch geschoren und im Frackhemd eher aussehe, als wäre ich ein schwuler Cousin meiner selbst.

Trotz Bombenalarms gelingt die Heimfahrt, es tut mir nur leid, dass niemand kommt und sagt, „ma, in wos firana klassn Gsöschofd sitznd du do!“ Ab Wels fahre ich müde und allein weiter, neben mich setzt sich ein junger, grauer Angestellter, der aus meinen Augenwinkeln heraus zu stricken scheint, dabei fingert er nur bis Marchtrenk an seinen rettungslos verhedderten Kopfhörerkabeln herum.

Buttinger schickt fassungslos die neue Werbekampagne von Wels: "Sogar mit dem Tod kann man in Wels besser als in anderen Städten, weil man  ein Mensch und keine Nummer ist." Muss man hirntot sein, um sowas zu schreiben? 

2.10. Langenlois

Immer glaube ich, zu wenig zum Lesen vorbereitet zu haben, immer stimmt das Gegenteil. Am schönsten ist, dass Mieze und Markus besser als ich selbst die Liebe im Buch erkennen, und es ist die lautere Wahrheit, dass ich über Arschlöcher im Grunde gar nicht schreiben könnte.

Die „Piefke-Saga“ wird noch einmal lustiger, wenn man dabei neben einem Tiroler sitzt. „Nur der Not keinen Schwung lassen. Ex!“

3.10. Langenlois – St. Pölten – Winkeln

Wir reden über Persons of Colour in Österreich (worüber genau, hab ich vergessen, aber wir prangern Alltagsrassismus an). Wenige Minuten später schaut Mieze Medusa aus dem Fenster und sagt versonnen: „Jaja, die Schwarzen, das ist schon ein fröhliches Volk, das liegt in ihrer Natur!“ Ich sehe verdattert vom Eidotter hoch, dann höre ich innerlich nach und stelle fest, dass sie ganz zutreffend über die SPATZEN gesprochen hat, die draußen im Hof ihr Ding machen. Weil ich so dumm schaue, fragt sie nach, dann lachen wir sehr lange. Sie ist erleichtert, dass mich der Satz irritiert und dass ich ihn aus ihrem Mund nicht erwarte.

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Weil Zeit bleibt, mache ich vor dem Umsteigen einen kleinen Gang durch das Innere St. Pölten, das mir exotischeres Neuland als Kathmandu oder Asmara ist. St. Pölten Central ist überraschend lieb, in der zweiten Reihe gibt's sogar überall bildende Kunst im öffentlichen Raum.

4.10.

Welttierschmutztag

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Bei Hunden ist der Wesenstest doch extrem einfach, es reicht eine mündliche Erhebung ihres Aufenthaltsortes, um zu erkennen, ob sie Wert auf fremde Zuneigung legen: „Jo, wo bist denn du?“ 

Sie ist hier

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A. erzählt, dass ihr kleiner Sohn (4) sie jetzt immer fragt, „ist das gut und richtig so?“ Und dass sich unlängst junge Mitarbeiterinnen in der Post darüber amüsiert haben, dass heutzutage noch jemand „Kuverts“ kaufe. 

6.10.

Es gibt eine Produktgruppe namens „Halbzeug“ (was so klingt wie alles, das ich schreibe). 

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In der Nacht geträumt, dass ich als neue VOEST-Generalmanagerin vorgeschlagen werde, was mich zwar wegen der vielen Arbeit besorgt, mehr aber noch, weil ich dafür nichts Ordentliches anzuziehen habe.

7.10. Kühfeld

Einer der eigentlichen Tage dieses Jahres, mit einem Mittagsschlaf, der locker Platz 3 der heurigen Bergruhen belegt. 

Wir kreuzen Wolfsspuren, und nachher sagt eine Frau auf FB, dass sie offenbar unseren Spuren gefolgt sei. Und hoffentlich folgt auch der Geist des Vaters unseren Spuren, ich hege den Wunsch, ihn hier vor drei Jahren freigelassen zu haben, als die Lärchen gelb im Oktoberlicht brannten.

8.10.

Eine ältere Frau möchte mir zusehen, wie der ÖBB-Ticketautomat zu bedienen sei. Ich sage, gern, aber das ist kein normaler Vorgang, ich kaufe nur ein Ticket für den Hund. Sie geht schweigend um mich herum, dann legt sie den Kopf schief und sieht mich mit offener Verwunderung an: „Aber wo ist denn Ihr Hund?!“ Ich lache sehr, zeige auf den Buttinger und das Tier, da lacht sie auch. „Haben Sie geglaubt, ich würde für meinen unsichtbaren Freund zahlen? Das wäre ja vielleicht doof!" Sie sagt nur, sehr wahrheitsgemäß: "Ois gibt's."

9.10.

Österreichs Reaktion auf den internationalen brat summer ist ein nationaler rat autumn, mit einem „Volkskanzler“ der etwas von einem Nagetier hat, aber keines, das man sich freiwillig ins Haus tun will. Und dafür möchte ich mich gleich wieder bei allen Nagetieren entschuldigen.

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Buttinger erzählt beim Frühstück von seinen zwei dümmsten Newsletter-Versendern. Das „byzantinisch-katholische Büro des Patriarchats“ sieht im Papst einen Häretiker, der das Kirchenrecht breche, weil er sich in Kanada bei den Heiden entschuldigt habe. Der andere Typ fordert seine Anerkennung als legitimer Kaiser von Österreich, da die Habsburger nachweislich Betrüger seien – sein eigener Adelsname nimmt eine ganze Bildschirmseite im Email ein.

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Dem unartigen Hund drohen, beim nächsten Mal den Zecken zu behalten und nicht ihn. Das ist aber nur eine gedankliche Intrusion, in Wahrheit kann man sie nicht mehr herschenken. Ein Bekannter im Wasserwald sagt, er verbringe mehr Zeit als notwendig mit seiner Labradorin – woher will er wissen, wie viel notwendig ist? Der Welttag des Hundes fällt wohlbegründet mit dem Welttag der psychischen Gesundheit zusammen.

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Mein Grünkohl ist zum Insektenhotel geworden. Whatever works.

11.10.

Der Zug ist bummvoll, wir stehen dicht an dicht im Gang, aber die Leute neben mir erkennen mich, weil ich dem Vater so ähnlich sehe. 

Abb. 7.: Wean is a Stod und Linz is a Stadl / in Wean essn's Salod und in Linz essns Bradl

Coala und ich haben 16 Stunden, um eine Art Urlaub zu verbringen, und wir machen das Beste draus: Elefantenmanschettenknopfkauf, MaschuMaschu, zwei Staro und dann 30 Rock (mein Valium). #bliss

12.10.

Geduscht und mit frisch geputzten Zähnen im strahlenden Oktobermorgen – wandern wäre logisch, aber die GAV-GV profitiert auch von den Umständen. Hier lässt sich der sehr liebe jopa dazu hinreißen, mein beim ersten Bier ausgegebenes Motto darzustellen: "Literatur muss jede Hand beißen, die sie füttert."

Es ist so weit gekommen, dass ich diese Woche zu keinem einzigen Mittagsschlaf gekommen bin!“, sagt Martin Fritz entgeistert – und ich war mir selbst nicht sicher, ob mein Bericht vom Almschlaf auf der Angeralm nicht doch zu privat sei. Man muss beim Erzählen was riskieren, damit Nähe entstehen kann. Martin ist im Übrigen der Meinung, ich sei jetzt „keine mehr von uns“, wegen des Romans. Ich versuche mich mit dem Hinweis zurück „zu euch“ zu reklamieren, dass der zweite Roman der schwerste sei und da schon wieder überhaupt nichts weitergehe.

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Im Zug nach Hause, milde betrunken, Eugenie Kain gelesen. Wie gut sie war und wie gut sie schrieb. Wie Riess einfach eine moralische Instanz, beide hinterlassen riesige Lücken.

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Vor Freude über meine Heimkehr verpasst mir Fini einen irischen Kuss.

13.10. So

Wahnsinnig wenig los, bis auf einen sehr guten Spaziergang im Föhnsturm. Ausschreiten zu können wird zur wachsenden Freude hier im mittleren Alter. 

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Ransmayr, „Vom Töten“: Er kommt schon manchmal ein wenig ins Pathetische (Inzest, Femizid, drunter tut er's nicht), aber man muss wohl was riskieren, damit ein Epos entstehen kann.

14.10.

Ein junger Turmfalke (ich glaube, eine Fälkin, aber Hasi warnt vor Internetgenderbestimmungen) krallt sich kurz an den Fensterrahmen und schaut tadelnd zu mir herein, die ich gerade meine Zeit auf Facebook vertändle, wo ich mein Erlebnis auch gleich quasi live mitteile. Woraufhin der Schrenk kommentiert, dass die Greifvögel gerade Stress haben, ihre Jungtiere satt zu bekommen, weil die vielen Mäuse vom Frühjahr im Septemberregen ertrunken sind.

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Mit Dani zur Freinbergkapelle. Das Christentum an solchen Kleingedenkstätten ist schon sehr exotisch! Hier wird der Gnadenmutter von Schönstatt gehuldigt, mit Kärtchen, darauf Amphoren, auf denen „Sie haben keinen Wein mehr“ steht. „NICHTS OHNE DICH – NICHTS OHNE UNS“. Mann kann um etwas bitten, darunter ist auszufüllen „Das schenke ich dir“.

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Erleichterung, dass der wie immer extrem freundliche Misik keine Trolle in den Kepler Salon gelockt hat. Vielleicht ein Marienwunder!

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B. schickt mir per Whatsapp eine Nachprüfungsantwort, obwohl die nicht eben für ihren Unterricht spreche, wie sie sagt: „Konstantin Opel und sein Elefant Hanibal überquerten die Alpen.“

Was gibt's hier umsonst? Nichts? Unkraut? Raum für eigene Gedanken? Hat Linz überhaupt was zu verschenken?

15.10.

Eine späte literarische Karriere hätte auch den Vorteil, dass ich mein Zeug zumindest in Teilen als würdigungswerten Vorlass ins Stifterhaus rümpeln könnte.

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Bizarre Ausstattungsmöglichkeiten im Alp & Jagdkatalog von Kettner. Klar, warum nicht mit Glock und Maschinengewehr der Hege und Pflege nachgehen!

16.10.

Beim Verräumen von Gartenliegen und Kugelgrill kann ich es immer noch nicht fassen, dass der eh extrem lange Sommer vorbei ist.

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René schickt den traurigsten Lesungsbericht der Welt, gefunden in irgendeinem Lokalblatt: „Kein einziger Besucher kam“ als Titel, darunter ein von der missachteten Autorin selbst hochgeladenes Lese-Selfie. „Da kein einziger Gast zu ihr kam, möchte sie trotzdem ihr Foto hier einstellen. Dazu sagt sie: 'Dies ist ein Beschäftigungsbuch mit `sich selbst`.“ 

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Eva Reisinger und Barbara Rieger erörtern die Vorteile des Matriarchats, das Publikum nickt bestätigend, es ist sehr schön. Hier ist die Welt schon gerettet, wir müssen die Revolution nur noch aus dem Welser Schlachthof rausbringen. 


T. bringt der Klasse ihrer Tochter gerade bei, wie man am Handy was nachschlagen kann, etwa „Nathan der Weise“. What? Vielleicht ist was dran am Pessimismus angesichts der Jugendverdummung.

17.10.

Gestresste Mittvierziger sollten sich auf Rezept, als Burnoutprophylaxe einmal im Monat freinehmen dürfen, um an einem Wochentagsvormittag mit den Pensionisten einkaufen zu gehen. Man wird lieb angelächelt, verwegene Senioren zwinkern womöglich. Danach fühlt man sich flott und wertgeschätzt. #mentalhealth

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Mein viel zu serviceorientiertes Arbeitsleben wäre um einen Zacken einfacher, wenn per Dekret alle Meiers dieser Welt zu einer einheitlichen Schreibweise ihres Namens gezwungen wären.

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In der Nacht träumte mir, dass der Schwarzenegger sich als mein Vater outet. Er umarmt mich lieb und ich denke, „das glaubt mir wieder keiner!“ Dann wandere ich mit Josef Hader durch Wilhering, bis mich die App udaungs ins Schweizer Hochgebirge führt. Peinlich. 

18.10.

Wenn das Alter sich so gestaltet wie dieser Altweibersommer, freue ich mich schon. Mit dem Knoblauchmesser das Müsliapferl schneiden: ein großer Tag steht mir bevor, wenn das schon der Tiefpunkt gewesen ist.

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Am Nachmittag feiere ich meine Premiere als Trauende (hier bloß kein R reintippen) - beim Eingehen einer Ehe gilt besonders: Wenn alle dran glauben, gelingt's!  Ich meine: Ist das lieb oder ist das lieb!?!?!?

Foto: Kevin Greslehner

Dann schnell nach Hause, von der Garage aus grüße ich im Frack die Nachbarn mit „I bin's, eicha Präsidentin!“ Der gebildete J. erklärt seinem Sohn, das habe einmal einer zu jemandem gesagt, der aus dem Gefängnis ausgebrochen sei.

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Lia Sudermann trägt eine zehn Meter ausstrahlende Sympathie-Aura vor sich her, wir bussen uns gleich, und sie kniet sich zur Begrüßung vor den Hund. Doppelt lustig, dass sie dann Hass-DJ spielt. Stammgast H. retourniert nach der Tombola ein selbstgezeichnetes, antikes Häschenlesezeichen, das aus der nun ihm gehörenden „Katholischen Sittenlehre für den privaten Gebrauch“ gefallen ist. Was für ein schöner Treffer da dem Zufall gelungen ist, hat die Bibliothek seines Großvaters geerbt, der Theologieprofessor war. 

Es ist der überdurchschnittlichen Geschmeidigkeit des Tages zu verdanken, dass wir die Stunde nach Mitternacht so gut vertragen – ein Auto ist unmittelbar vor uns in Brand geraten, ein enervierendes, lang anhaltendes Spektakel.

19.10.

Am Abend „Tchernobyl“ - die Erschießung der Tiere erregt mich mehr als der schlimmste Gruselsplatter, ich kann wirklich nicht hinschauen (obwohl man ja gar nicht sieht, wie die Hundemutter und ihre Welpen abgeknallt werden). Wie habe ich das beim ersten Mal ausgehalten? Da hat der Vater noch gelebt, ich hatte kein PMS und vor allem selbst noch keinen Hund. Man wird immer weicher statt härter.

20.10. Hintersteiner Alm – Eisernes Bergl

Ab jetzt bei der Tourenwahl nur noch süd- und westseitig, aber heute war's noch einmal großartig. Erstaunlich viel Schnee ist seit September wieder geschmolzen. Es ward mir der edelste Mittagsschlaf auf der Angeralm gewährt, obwohl Fini ihre Kruppe in mein Gesicht drängte und wohl etwas furzte (wahrscheinlich daher der tiefe Schlaf). Das „Schlimmste“ ist das fortwährende Schergeln der Tannenhäher, und das übliche Gefühl, dass ich noch viel weiter gehen sollte, bin ich nicht noch vor einem Jahr die ganz große Runde gegangen?! Wenn nur die Tage ab jetzt nicht so rasant kürzer würden! Jedes Jahr um diese Zeit sagt der Vater in mir maioresque cadunt umbrae.

21.10.

Zum Glück hatte ich heute noch keine Lust, um halb 8 aufzustehen, denn in der gegönnten Stunde träumte mir, dass ich mich mit der Mutter über irgend etwas sehr amüsiere. 

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Mindboggling beim Schreiben der Lesebühnen-Zukunfts-Nachlese: Man kann die Veröffentlichung eines bereits veröffentlichten Beitrags nicht in die Zukunft datieren, umgekehrt aber schon. 

22.10.

Ein mit Baumleichen belegter zerrütteter Hügel aus Liasmergeln“ - beim F.-Kain-Lesen gleite ich in die regionale Geologie ab, mit diesem fast lyrischen Ergebnis (es geht um den Felssturz am Sandling).

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Der Tennisarm hat sich zurückgezogen (ich weiß, dass er nur Winterschlaf bis zum Frühling hält), ich darf wieder die Halluzination pflegen, eh ganz tack zu sein, auch wenn die Physiotherapeutin am Ende sagt, das sei wahrscheinlich eh kein langer Abschied, „irngdwos hod's in dem Oita amoi wieda.“

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Das Konzept der Melanzani erschließt sich mir nicht, zumindest was die Zubereitung durch meine Person betrifft.

23.10.

W. ruft an, um mich fröhlich für die große US-Wahlnacht seines Senders als Präsidentin zu engagieren, selbstverständlich gratis. Als ich ihn auf das extreme Euphoriegefälle (was bitte, wenn's der Trump wird?! + alle anderen Gründe) hinweise, glaubt er mir entgegenzukommen, indem er nur den Slot um 00:30 Uhr haben will, den um 02:30 eh nicht. Ich bin an diesem Tag um 7 Uhr erwacht, mir entringen sich nur Neinneinnein-Laute.

24.10.

Ich arbeite in der Geisteswirtschaft.

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Die Raika bietet mir einen Handyvertrag an, die Handyfirma einen Stromvertrag. Ihr macht mich fertig.

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Die Freuden des Alterns: Der Prinzensteig ist wieder ein Hit! Beim antiken Turm finde ich einen Parasol, und sobald ich einen zweiten für eine vollständige Mahlzeit suche, sehe ich sie überall. Ich trage eine große Handvoll aus dem Kürnbergwald. In der Nacht poste ich Bilder davon auf FB. Jemand schreibt drunter, das seien keine Parasole, und steigt auch nicht davon herunter, als ich feststelle, dass ich jetzt schon tot wäre, wenn es so wäre. Woher nehmen die Menschen ihre Sicherheit? Ich google dann nämlich trotzdem „Vergiftungstod Knollenblätterpilz“.

25.10. Bad Aussee, Wasnerin

Auf dem Pötschenpass werden alle unruhig, Hund und Mensch. Der Nebel hat es spannend gemacht und noch bis Ischl gehalten, hier ist der schönste Spätsommer. Wir treten zwei Tage weit oberhalb unseres Status an, nehmen die Herausforderung aber tapfer an. 

In der Begrüßungskarte heißt es, „unser Haus inspiriert seit Jahrhunderten Persönlichkeiten mit dem Feinsinn für die Energie, die unser geomantischer Kraftplatz abgibt.“ Ich gebe auch Energie ab. Wir liegen wie Frankfurter im Würstlwasser.

26.10.

Köhlmeiers Matinee wird kurzfristig ins Programm genommen, und ich dränge mich ihm mit dem Scherzi auf, dass er quasi meine Vorband sei. Er ist nicht begeistert, was auch daran liegen kann, dass er gleich auf die Bühne muss.

Oder eher nicht: Er kommt zwar tatsächlich am Abend zur Lesung und setzt sich in die erste Reihe, aber mit einem unbegeisterten Antlitz, wie zum Beweis, dass das resting bitch face kein Monopol der Frauen ist. Seine Unterwältigung durch mein Junstwollen ist echt, denn mit überraschender Behändig- und Geschwindigkeit springt er am Ende auf, noch bevor das erste Händepaar sich zum Klatschen trifft. Mein Karrierehighlight! Ich muss nur die Erzählung gleich nach „Der Köhlmeier ist einmal bei einer Lesung von mir gewesen“ abbrechen.

27.10.

Am Fuß der Trisselwand. Ein Tag von größtmöglicher Witterungsschönheit. Aufheulen im Auto bei der Fahrt vom Tressensattel herunter, als wir den Grundlsee sehen. Seit vorgestern beglückt und plagt mich der Blick auf die Weiße Wand, beim Frühstück der hinüber zum Dachstein. Ein starkes Gefühl, dass das eigentliche Leben dort oben stattfinde, nicht hier herunten am Kuchenbüffet (wogegen aber auch nichts zu sagen ist).

Wir heulen bei Vorchdorf noch einmal auf, als uns der Nebel schluckt wie ein Staubsauger.

28.10.

Wie oft kann man den Sonnenuntergang am Donaustrand fotografieren?

29.10. Petergupf

Eine etwas schmerzhafte Umkehr dort, wo's am schönsten zu werden verspricht. Fini gibt ihr Bestes, es ist ihr sichtlich peinlich, dass sie die kurze Klettersteigpassage nicht schafft, aber in den Rucksack gestopft zu werden, liegt ebenso außerhalb ihrer Fähigkeiten. Stattdessen Almruhe und der Versuch, stolz auf das Umkehrenkönnen zu werden. 

30.10.

Heute der Versuch, tapfer im Nebel zu sitzen, als schiene nicht 300 Meter über mir dieselbe Sonne wie gestern. Wie schaffen es die ganz normal arbeitenden Menschen, in ihren Büros nicht auszuflippen? Wie verwöhnt bin ich bitte, dass ich nach so einem Herbst mit der Kürze der schönen Tage hadere?

31.10.

Bei Gelegenheit darüber nachdenken, was ich hier eigentlich festhalten will – bzw. dass ich hier alles festhalten muss. Diese Woche tippe ich die „Erlebnisse“ des Aprils ab und staune, was ich in diesem halben Jahr schon wieder alles vergessen habe. (Das hier tippe ich am 12. März ab, es hat sich nichts geändert). Zum Glück vergesse ich genauso das Doofe, wenn auch viel langsamer. Aber wenn ich mir das Gute nicht aufschreibe, merke ich es mir? 

Nie würde ich wirklich Tagebuch schreiben wollen, weder um die kleinen Alltagsbedrängnisse zu verewigen, noch meine „Bedeutung“ in der Welt. Ego-Kaiser wie Thomas Mann werden mir ein ewiges Rätsel bleiben, auch wenn es extrem amüsant ist, dass sie jeden Schmarrn aufgeschrieben haben.