Mittwoch, Februar 27, 2013

Nicht jedes Filmschaffen aus Österreich taugt was: Die OLW-Teaser

Hasen im Pfeffer, Menschen im Suff, rülpsende Schweine und saudumme Horse D'oeuvres: des Wahnsinns knusprige Beute. Sowas von dämlich aber auch! 



Teil II: Suppe für Dumme. Mit Hamburger, Pommes und Kethcup. Weil Ketchup passt immer.


Dienstag, Februar 19, 2013

Aufwühlende Lektüren: Wenn Tiere sprechen könnten


Neulich hatte ich eine Literaturpreisnominierte zu Gast, was alleine schon ihrer Mitbringsel wegen denkwürdig bleiben wird: zwei Ausgaben der "Gut Aiderbichl"-News. So aufwühlend wie ein Pflug! Wer bei Schlagzeilen wie "Sieben schreckliche Schicksale - Sie waren zum Tode verurteilte kleine und hilflose Kätzchen" oder "Das Ende einseitiger Liebe" ungerührt bleibt, ist ein roher Fleischbatzen.
Mich bewegen die Tierrettungsmitteilungen natürlich enorm, schon alleine das Dativ-E bei "zum Tode". Am stärksten mitgenommen hat mich das Interview mit der Kalbin Hermine ("Wenn Tiere sprechen könnten: Interview mit der Ausreißer-Kuh Hermine"). Weil erstens: Da wurde nicht gegeizt mit Empathie!

"Woher hast du die Kraft genommen?
Es ist die Angst gewesen. Alle haben mich ja nur wegen meines Lebens gejagt. Eigentlich wollte niemand wissen, dass ich immer brav war in meinem ganzen Leben und auch niemals ausgeschlagen habe. Ich sollte sterben und das wollten die Verfolger."


Zweite Suprigkeit: Das innovative Genre des fiktiven Tierinterviews eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Ich sehe schon folgende Coverstories: "Moby Dick: Ahab ist eine lästige Sau", "Minki exklusiv: Edith Klinger trennt privat ihren Müll nicht!" oder "Hündin Afra: Die herzlose Meindl macht sich über uns Tiere lächerlich, das wird die dumme Schnepfe noch einmal bereuen!"

Ich möchte sehr herzlich einladen, im Kommentarteil weitere Tier-Interviews zu ersinnen, das schönste schreibe ich dann. Weil: "Wir lassen Hermine sprechen, vielleicht erreicht sie so die Herzen der Menschen..."

Dienstag, Februar 12, 2013

Edith Klinger beim AMS

Kenner meines Kunstwollens wissen vielleicht, dass ich jüngst im Fernsehen eine etwas abstruse Geschichte unter das Volk getragen habe, in der Rudi Hundstorfer bei einer Séance von Edith Klinger heimgesucht wird. Als Rat gegen die "explodierenden" Arbeitslosenzahlen befiehlt die strenge Tiervermittlerin: "Du musst das Job Center menscheln lassen! Mach' es so wie bei Wer will mich?!" Den Text könnte man hier unter "Menschliche Tiergeschichten" selber nachlesen, hätte man in diesen schnelllebigen Zeiten Zeit dazu.

Müsste ich diese bizarre und völlig fiktive Szene illustrieren, ich wählte diese beiden Bilder: 




Gruß, Meindl (geb. 1978 und Österreicherin, stamme aus Schönering und war Hundekampf-Deppin).

Mittwoch, Februar 06, 2013

Can I get a witness? Wie wir die Zeugen Jehovas von der Straße holen könnten

Kaum etwas langweilt mich mehr als humoristische Schilderungen von Begegnungen mit Zeugen Jehovas. Kein Poetry Slammer mag auf Dialoge mit den skurrilen Glaubenshandelsvertretern verzichten. Kein Stadthallenkabarettist, der die ernsten Bibelforscher nicht schon als Human Pop-Ups bezeichnet hat. Keine Bloggerin, die sich ihre eigenen klammen Finger nicht am Funzelfeuer der spießigen Faltenrock- und Wachturmträger zu wärmen versucht hat. 
Jetzt bin auch ich keine Freundin der nichttrinitarischen Chiliasten. Eher im Gegenteil, ich möchte mich so weit aus dem Fenster lehnen, die Theokratie generell als "doof" zu bezeichnen.
Andererseits sind sie aber wirklich spaßig. Wer, wenn nicht sie, nimmt denn das Leben sonst noch ernst? Alle anderen sind doch schon vom Ironie-Virus durchseucht. Da steht also in meiner Hood Jahr und Tag ein Zeuge mit Hütchen, der exakt so aussieht wie Jaromír Borek (ihr wisst schon, der mit dem Mundl zu Silvester den Nachbarn sturmreif böllert).
Boreks Widergänger ist entzückend. Er hält den eilenden Passantinnen verschwörerisch seine "Erwachet" hin, als verkaufe er Schwarzmarktzigaretten und sagt dazu "Nau?!" oder "Nix dabei für Sie?" Als ich einmal Einkaufstauschen an ihm vorbeitrug, schnalzte er mit der Zunge und raunte "Tüchtig!" 

Und so ging unser heutiger Dialog: 
"Nau! Kein Bedarf?"
"Nein, ich bin schon gerettet."
"Ja, von was? Weil sie jetzt in die Arbeit gehen?"
"Ganz im Gegenteil, weil ich jetzt nicht in die Arbeit muss!"

Wer weiß! Vielleicht wird der Hütchenzeuge jetzt auch unterbezahlte Schreibmaschine! Ich wiederum hatte dann im Heimgehen die Idee, eine erlösende Gegenbewegung ins Leben zu rufen: die Rettung vor der allzu blöden Arbeit. Meine Jünger stehen dann auf der Straße und bieten das Magazin "Schlaf gut!" an. 
Denkt da mal drüber nach!

Dienstag, Februar 05, 2013

Textuelle Belästigungen am Arbeitsplatz


Menschen!

Schön war's am Lesebühnenfreitag. Finde ich persönlich gut, dass ihr jetzt immer so viele seid. Dafür habe ich euch auch was ins "Original Linzer Worte"-Blog geschrieben. Gratis!



Und schon wärmen wir unsere Tippfinger an, auf dass sie uns und euch was Schönes für den 8. März schreiben. Thematisch kann man sich auf "Henkersmahlzeiten und Gastro-Revolutionen: Essen und gegessen werden" einstellen. Mahlzeit!