Freitag, Dezember 23, 2011

Das minkasiatische Krisenevangelium

Liebe Kinderlein, ihr kennt es ja in der Zwischenzeit:


Zum heutigen Weihnachtsfest kann ich euch fast noch weniger als gar nichts geben. Keinen Schmäh zum Lachen, kein Bilderl zum Schauen, wenn ihr denn überhaupt Augen habt. Keine zündende Idee zum Einheizen. Wir haben nichts.
Nur das eine: Glaubt an ein anderes Österreich!
Euer Leopold Mingl

Dienstag, Dezember 20, 2011

Auto-Humor für Einfältige: Hilfe für die Opfer der Infromationsfut

Nun kennt die Welt ja schon Freud und Leid durch Kontextignoranz. Volvos etwa verkauften sich in den USA lange mau, da die Becherhalter zu klein waren. Der Mitsubishi Pajero musste in Spanien und Argentinien in "Montero" umbenannt werden, da der Ursprungsname dort für händisch ausgeführte Eigenliebe steht. Amüsant ist solches für einfache Gemüter, gramvoll für Verkaufsleiter. Ebenfalls nicht ganz kontextsensitiv agieren derzeit die Werber für den Film "The Future":



 Und weil wir grade beim Automarketing waren - hier mein Vorschlag zur Entschärfung:
  



Wem das noch nicht deppert genug war, den und die möchte ich abschließend noch mit dem - in my humble opinion - weltschönsten Tippfehler der Mediengeschichte belohnen:

Montag, Dezember 19, 2011

Kauftipps für KonsumkritikerInnen

Kinder, gfreut's ihr euch schon auf's Christkindi? Oder denkt ihr gar, dass das Weihnachtsfest vollständig der kapitalistischen Verwertungslogik unterworfen ist? Dass die Scheinidylle uns über die metaphysische Obdachlosigkeit postmoderner Subjektivität hinwegtäuschen soll? Wie auch immer, hauptsach' es ist euch nicht fad.
Wir von den Original Linzer Worten sind nicht ganz entschieden ("leuchtende Kinderaugen" vs. "poststrukturalistischer Defätismus"), bekommen aber zur Lesebühne am 7. Jänner den Andi Pianka geschenkt. Tipptopp!


Als Entscheidungshilfe für die Viecher (Vorfreude oder Konsumkritik?) möchte ich auf das sehr unglaubliche Hundebier hinweisen. Tausenddank der lieben Frau Sylvy L, die mich auf dieses Produkt zur Tierergötzung aufmerksam gemacht hat.

Ja, und dann kauft's noch schnell dieses Büchlein, das ebenfalls zwischen kindlicher Freude an Phänomenen und pseudointellektueller Ätze oszilliert:

Freitag, Dezember 16, 2011

Zeitgenössische Literatur: Innenansichten und imposante Wirbel

Nun, da ich von Staats wegen tatsächlich als Künstlerin gelte, beginne ich Verpflichtungen gegenüber der Mit- und Nachwelt zu spüren. Ich meine, es muss ja wohl mein Kunstwollen dokumentiert werden! Oder besser: auf seine Motivationen und Intentionen hin transparent gemacht werden.
Damit es die jungen Germanistikstudenten (ich stelle mir dabei versaute Nachwuchsmodels in abgewetzten Hosen vor, aber sagt ruhig, wenn's zu blöd wird) später nicht so schwer bei ihren Diplomarbeiten haben ("Singularität und Alterität. Meindl unter besonderer Berücksichtigung des Poststrukturalismus") stelle ich mehr als gerne intime Einsichten in mein geistiges Innenleben zur Verfügung (ich finde, dass in diesem Satz jetzt schon viel zu viele Klammereinschübe stehen, das ist wirklich nicht kunstwürdig! Hoffentlich findet das die Germanistik 2054 nicht affig, jetzt aber kommt endlich das Innenleben):  


Freilich, ich muss zugeben: Ein wenig hat es mich angesichts dieser aktuellen Bilder schon enttäuscht, dass ich innen hohl bin. Dafür steht was Schönes in der Wirbel-Rezension: "Die Facettgelenke und die Dornfortsätze imponieren regelrecht."

Mittwoch, Dezember 14, 2011

Realität in Bild mit Hund, Part III

Weihnachten... da braucht man schon mal den Trost der Tiere. Aber wer tröstet die, wenn der ganze Segen wieder vorbei ist? Hier einige Trouvaillen des Grauens:






Dienstag, Dezember 06, 2011

Eröffnung der Retrospektivensaison: Realität in Wort und Bild. Part I

Menschen!
Beim virtuellen Aufräumen fand ich heute eine Reihe Bildchen aus dem verweichenden Jahr. Ungern möchte ich sie euch und der Welt vorenthalten. Regardez!
Als interaktives Moment könnten wir ja eine Abstimmung im Kommentarteil machen. Welches ist das drolligste? Ich persönliche neige zur Slipanlage. Und all den anderen.