Mittwoch, September 27, 2006

Dobuschido: Immer noch am Arsch der Welt


Hey Yo!

Gestern durfte ich im Zuge meiner Beschäftigungstherapie eine Geschichte über eine schöne Sache schreiben (davon an dieser Stelle später mehr bzw. siehe gestern im Blatt, das an guten Tagen 484.000 MeinungsträgerInnen erreicht - ich sag nur "Mir schweigen für Schüssel").
Als ich in dieser Sache in den virtuellen Archiven des WehWehWeh herumgrobelte, stieß ich wieder auf das wirklich schöne Rap-Video, das damals entstand, als Linz kurzfristig einmal der Arsch der Welt war (bitte Link in der Übschrift betätigen).

Für alle meine Leserkinder, die nicht aus dem Anus mundi stammen (ihr seid, glaub ich, eh fast drei): Vergangenen November invadierte dieser doofe Pseudogangsta-Rapper namens Bushido die Stahlstadt und haute einem Gemeindebürger auf die Nase.
Zum damit einhergehenden Prozess reiste ein Schmierfink aus Hamburg an und schrieb für den "Spiegel" folgende Zeilen: „Eigentlich geht man überhaupt nicht nach Linz. Linz ist der Arsch der Welt: Chemie, Langeweile, Drogen.“
Unser Herr Bürgermeister ließ sich aber nicht vors Rathaus wischerln und engagierte die Leute von "quitch", auf dass sie ihm derbe Lyrics auf ein paar feiste Beats legen und einen ordentlichen Battle featuren. Der gedisste Berliner Haudrauf wurde von den Mad-Mayor-Skillz geflasht und ordentlich geburnt.
So oder so ähnlich geht die Geschichte, die dafür verantwortlich ist, dass in Linz niemand mehr vom Herrn Dobusch, sondern nur mehr vom MC Dobuschido spricht.
Heute, ein Jahr später, hat sich der Rauch gelegt. Eine Frage aber ist noch offen: Was haben Chemie und Langeweile miteinander zu tun?

Lesergeburtstagsservice: Francois Schaf


Lieber Francois, du alte Schabracke!


Welch schöne Geselligkeiten verdanken wir deinem Wohlwollen! Und vor allem: Wann endlich wird an dieser Stelle einmal der Nachbericht der zweiten Auflage des Hysterikersymposiums in St. Florian zu sehen sein!? Das ist jetzt schon wirklich ein Skandal, wie man Stammleser vergrätzt.

Montag, September 25, 2006

Schiachperchten beim Kindergeburtstag

Liebes Lumpenproletariat!

Ich darf euch vielleicht kurz für die richtige Reihenfolge der Bildnisse vom vorletzten Durchgang der mittlerweile immer ausufernderen Geburtstagsfeierlichkeiten interessieren. Hier ist sie schon.

Man lenke den geneigten Blick doch kurz auf Harleys pfiffige Variation der guten alten Herrenhandtasche.

Wie schön es ist, sich seiner jugendlichen Schönheit genussvoll bewusst zu sein! Denn lange dauert es nicht mehr, und man ist schiach und alt.


Er denkt: "So schiach, wie sie immer auf den Weblogbildern aussieht, ist sie gar nicht!" Sie denkt: "Mist! Sind mir die Augen schon wieder stecken geblieben!"


Viel kritisierte Haltungsschäden: Walkampf mit Herbert van der Bellen

Weswegen Soli hier vom Sofa göbelt, seht ihr hier:

Ich aber habe glücklicherweise gegen Volksmusikmedleys nichts einzuwenden und musste mich nicht übergeben.



Hier eine Menage à Trois für ganz, ganz Arme

Montag, September 18, 2006

Das Glück ist ein Vogerl


Die hier abgebildete junge Dame (die im Übrigen soeben Onkel einer Erdnuss geworden ist, schöne Glückwünsche auch hier von meiner Seite) hat mir jüngst von einer sehr nachdenklich stimmenden Verweigerungshaltung erzählt.
Als notorische Joghurtbecherauswäscherin und Tierrechtsaktivistin fühlte sie sich dereinst bemüßigt, eine Mitmenschin darauf hinzuweisen, dass sie Schlechtes tue, wenn sie keine Eier aus glücklichen Hühnerhintern isst.

Da sprach die solcherart Gemaßregelte unwirsch:
"Mi frogt jo aa kaana, ob i glücklich bi!"

Denkt da mal drüber nach. Ich habe das bereits gestern erledigt, als ich sehnsüchtig vom Fenster meiner Legebatterie aus dem letzten Sommertag beim Verstreichen zusah.
 Posted by Picasa

Sonntag, September 17, 2006

No Cash, no Hope: A Tribute to Johnny Cash


Einwendigkeit für Pferdeköpfchen: Son of a Velvet Rat feat. Fritz "Im Sumpf" Ostermayer bescheren Nachdenklichkeit durch gesungenes Liebesleid. Innigen Dank für die gleich angeschlossene Entauratisierung durch Ostermayers Aufforderung an das Publikum, sich doch wenigstens auszuziehen.

Montag, September 11, 2006

Neue Welt Arbeit: Seriöser Qualitätsjournalismus

Liebe Leserschar! Für euch quasi rund um die Uhr im Einsatz:


"Neugier ist unser Job."


Minkasia, Ressortleiterin für Mongolenschlägereien und angesägte Hochstände


E. Gsto, Superman der Witwen, Waisen und Autobahnlärmgeschädigten

Hier ein Bild von unserer letzten gemeinsamen Reportage: Die Cosplay-Manga-Konvention in Ottensheim:

Gsto (r.) und Sumsi (l.)

Sonntag, September 10, 2006

Hundskick im Schöneringer RAD-Stadion


Hier leider die einzigen Fotos vom gestrigen Fußballgroßereignis: FC Rotation Winkeln/Bauernbund vs. AC Neigungsgruppe. Der wunderschöne Ballzauberfußball wurde gnadenlos abgestochen - glücklicherweise sind die Bewohner des Leidensweges leidresistent und können auch nach einem 5:1 noch unbedarft fröhlich sein.
Schönster Spielzug: Sevis heldenmutiges Einschlafen mitten auf dem Spielfeld.


Zumindest beim Coolness-Contest siegt der Bauernbund gegen den Club der Besten in Religion

Samstag, September 09, 2006

Dienstag, September 05, 2006

Heimat: Ein grindiger Kondomautomat

Entdecke deine neue Heimat: Hier der einzige Straßenkondomautomat der Welt in der Hofgasse (ganz sicher) - klar, dass mir die angesoffenen Altstadtbenutzer vors Heim brunzen, die glauben wohl, sie befinden sich in einem überdimensionalen Klo.
Jedenfalls verstehe ich immer mehr, warum weltweit die Menschen begeistert ihr Leben für die Heimat geben.



Heute Morgen wurde ich übrigens mit der sehr kräftigen Meinung eines etwas ungehaltenen Linz AG-Mitarbeiters konfrontiert: "De gaunze Oidstodt gherat eibaggat, waun's mi frogn!". Mir ist schon bewusst, dass es hier stinkt, aber das hat mich dann doch sehr betroffen gemacht. Was, wenn Luigi Scharinger sieht, dass ich sein neues Outfit verunglimpft habe, aus Unmut die Altstadt kauft, abreißt und stattdessen eine Shoppingmall hinstellt?

Sonntag, September 03, 2006

Freitag, September 01, 2006

Ausschussbomben und Magnesiumdachse

Militärschnäppchen


Die ehrwürdige Publikation, in deren Diensten ich über Fahrradumfälle, Babies mit Zeitungen und rabiate Mongolen berichten darf, hat eine schöne Serie namens "Marktstandl" im Sortiment. Mir wurde heute die Ehre zuteil, den Lesern im Rahmen dieses Features die aktuellen Preise der Linzer Flora und Fauna (letzteres z.B. in Form von Ribiseln, haha!) zu präsentieren. Oben und unten sind Abbildungen zu sehen, die es leider nicht ans Licht der Öffentlichkeit schaffen werden. Glücklicherweise aber hab ich ja dieses Privatmedium für den Zeitungsabfall.

Kinder, aufpassen: Wer zu wenig Magnesium isst, verwandelt sich in einen ausgestopften Dachs!



Damit möchte ich euch und vor allem mich selbst ins Wochenende entlassen!

ÖGP: Es geht um die kleine Frau in der ganzen Welt!


Geschätztes Walvolk!

Am Freitag ist mir eine recht merkwürdige Geschichte passiert. Ich schwofte in den Roten Krebsen, um "Old School"-Kameraden zu treffen und den Eintritt des Wochenendes zu begehen.
Aus den hinteren Gemächern der mir so lieb gewordenen Linzer Institution (der Krebsen, nicht nur das Wochenende) drangen seltsame Geräusche...

Halt! Kurze Unterbrechung! Ich werde durch Arbeit gestört und muss leider ein Wirtshaus testen - gleich geht's weiter...

So, es war also Folgendes: Ich ließ meine angeregt miteinander plauschenden Kameraden zurück und ging - von meiner neu erworbenen Schmierfink-Neugier getrieben - den Geräuschen nach. Und platzte in ein historisches Ereignis: den Sonderparteitag der Österreichischen Glückspartei. Da mich das Schicksal in den letzten Monaten zuweilen auch etwas gröber angefasst hatte, blieb ich erwartungsvoll lauschend stehen.

Das Parteiprinzip war von bestrickender Überzeugungsmacht: Mehr Glück durch spontane und unbürokratische Meinungsäußerung.

Das überzeugte mich immens, trage ich doch beständig ein breites und sorgfältig zuhause zusammengedachtes Sortiment an Meinungen mit mir herum, die ich bei Gelegenheit gerne absondere. Spontan und unbürokratisch ließ ich mich also auf die Kandidatenliste setzen.

Was soll ich es lange spannend machen? Dank einer immens objektiven Wahlmaschine bin ich jetzt die neue Spitzenkandidatin der ÖGP! Als nach au0en hin sichtbares Insignium meines neuen Amtes bekam ich feierlich die weiße Weste überreicht, mit der ich seither gerne durch die Straßen von Linz schwofe und Meinungen sammle. Das Schöne an diesem Teil ist, dass ich noch etliche Jahre lang hineinwachsen kann und dass sie sich hervorragend als Projektionsfläche für die Meinung oder auch Urlaubsdias des Volkes eignet.

Meine schwätzenden Freunde hatten von all dem nicht das Geringste mitbekommen. Das holte mich dann doch recht schnell wieder zurück auf das harte Parkett der Tatsachen.

Mit dem Ohr am Volk: Meinungsumfragen im Krebsen

Wie es jetzt weitergehen wird? Nun, zunächst wird einmal gefeiert, dann werden wir uns alle zusammensetzen und einen Arbeitskreis bilden.

Zum Abschluss möchte ich euch noch gerne von meiner ersten Ruhmestat im Zuge meiner Funktion berichten: Als mich unmittelbar nach meiner Antrittsrede eine junge Dame für Ö1 interviewte (in echt!), konfrontierte ich diese gleich einmal mit ihrem Bonzenvertrag beim ORF (ok, gelogen)!

Lesen Sie übrigens hier, wie ich schon einmal eine Partei geführt habe: http://minkasia.blogspot.com/2005/04/der-webhost-informiert.html